Kommentierte Übersetzung der Biografie "Caesar" von Sueton. Diese Übersetzung ist im Zuge der Examensvorbereitung im Studienfach Latein entstanden. Prüfungsgegenstand waren Kaiserviten von Sueton.
Inhaltsverzeichnis des E-Books
Divus Iulius
(1) Im 16. Lebensjahr verlor er seinen Vater.
(2) Seinen ersten Kriegsdienst leistete er in Asien im Hauptquartier des Prätors Marcus Thermus.
(3) Er diente auch unter Servilius Isauricus in Kilikien, aber nur eine kurze Zeit.
(4) Im Übrigen klagte er nach Beilegen des Bürgeraufstandes den Konsular Cornelius Dolabella, der einen Triumph gefeiert hatte, auf Rückzahlung der erpressten Gelder an.
(5) In seinem Militärtribunat, das ihm als erste Ehre nach seiner Rückkehr nach Rom durch Abstimmung des Volkes zuteil wurde, half er den Antreibern der Wiederherstellung der Macht der Tribunen, dessen Kraft Sulla gemindert hatte.
(6) Als Quästor lobte er seine Tante Iulia und seine Frau Cornelia, die verstorben waren, der Sitte nach vorne auf der Rednerbühne.
(7) Ihm wurde als Quästor Südspanien zuteil.
(8) Er ging also vorzeitig (aus der Provinz) weg und ging in die Latinischen Kolonien, die überlegten, das Bürgerrecht anzustreben, und er hätte sie auch angestachelt, irgendetwas zu wagen, wenn die Konsuln die in Kilikien ausgehobenen Legionen nicht eine Weile genau deswegen zurückgehalten hätten.
(9) Dessen ungeachtet erledigte er bald größere Dinge in Rom.
(10) Als Ädil schmückte er abgesehen vom Versammlungsplatz, dem Forum, den Basiliken auch das Kapitol mit Säulenhallen.
(11) Nachdem er die Gunst des Volkes für sich gewonnen hatte, versuchte er durch einen Teil der Tribunen, dass ihm die Provinz Ägypten durch einen Volksbeschluss übergeben werde.
(12) Er stiftete auch jemanden an, der dem Gaius Rabirius den Termin für einen Hochverratsprozess nennen sollte.
(13) Nachdem er die Hoffnung auf eine Provinz abgelegt hatte, strebte er nicht ohne höchst kostspielige Bestechungen das Amt des Pontifex Maximus an.
(14) Nach seiner Wahl zum Prätor wurde die Verschwörung Catilinas aufgedeckt und der gesamte Senat verhängte die höchste Strafe gegen die Verschwörer dieses Verbrechens.
(15) Am ersten Tag seiner Prätur rief er Quintus Catulus zu einer Untersuchung des Volkes über die Wiederherstellung des Capitols.
(16) Im Übrigen erwies er sich für den Volkstribun Caecilius Metellus, der sehr umstrittene Gesetze entgegen dem Einschreiten seiner Amtskollegen vorbrachte, als äußerst hartnäckiger Förderer und Fürkämpfer.
(17) Er geriet wieder in eine andere kritische Lage, weil er sowohl beim Quästor Novius Niger durch die Anzeige von Lucius Vettius und im Senat von Quintus Curius unter die Verschwörer Catilinas gezählt wurde.
(18) Nach seiner Prätur wurde ihm das südliche Hispanien zugelost.
(19) Von den beiden anderen Bewerbern um das Konsulat Lucius Lucceius und Marcus Bibulus verbündete er sich mit Lucceius.
(20) Nach Amtsantritt verfügte er als erster von allen, dass die täglichen Geschäfte sowohl des Senats als auch des Volkes schriftlich zusammengetragen und veröffentlicht werden sollten.
(20,3) Er verteilte das Ackerland von Stella, das von den Vorfahren für heilig erklärt worden war.
(20,4) Er ließ Marcus Cato, weil er Einspruch erhob, durch einen Liktor aus der Kurie werfen und ins Gefängnis führen.
(21) Zur selben Zeit heiratete er Calpurnia, die Tochter des L. Piso, der ihm im Konsulat nachfolgen sollte.
(22) Mit Unterstützung des Schwiegervaters und Schwiegersohnes wählte er aus der Menge aller Provinzen gerade die beiden Teile Galliens aus.
(23) Nach Beendigung seines Konsulats übertrug er dem Senat, als die Praetoren Gaius Memmius und Lucius Domitius über die Verfügungen des vorangegangen Jahres berichteten, die Untersuchung.
(24) Aber als der Konsulatsbewerber L. Domitius öffentlich drohte, dass er als Konsul das bewirken werde, was er als Praetor nicht konnte, und ihm die Heere wegnehmen werde, beorderte er Crassus und Pompeius nach Luca.
(25) Er erreichte aber in den 9 Jahren, in denen er den Oberbefehl innehatte, folgendes.
(26) Im selben Zeitraum verlor er zuerst seine Mutter, dann seine Tochter und nicht viel später seine Enkelin.
(27) Zur Erhaltung des Verwandtschaftsverhältnisses zu Pompeius und aus Wohlwollen bot er ihm Octavia, die Enkelin seiner Schwester, zur Hochzeit an.
(28) Mit nicht weniger Eifer versuchte er, Könige und Provinzen auf der ganzen Erde für sich zu gewinnen.
(29) Durch diese Dinge beunruhigt glaubte Caesar, was man oft von ihm hörte, dass es schwieriger sei, den Anführer des Staates vom ersten Platz auf den zweiten zu verdrängen als vom zweiten auf den letzten Platz.
(30) Aber als der Senat auch nicht einschritt und die Gegner ablehnten, dass sie irgendein Abkommen über den Staat treffen würden, ging er nach Gallia Cisalpina.
(31) Als also berichtet wurde, dass das Einschreiten der Tribunen aufgehoben war und sie selbst die Stadt verlassen haben, schickte er sofort heimlich Kohorten voraus.
(32) Als er zögerte, geschah folgendes Wunderzeichen.
(33) Und so setzte er das Heer über den Fluss und nahm die Volkstribunen auf.
(34) Die Reihenfolge und die Gesamtheit der Dinge, die er daraufhin tat, verhielten sich so.
(35) Von hier aus kehrte er nach Rom zurück, setzte nach Makedonien über und schlug Pompeius, den fast 4 Monate lang mit äußersten Mitteln belagert hatte, in der Schlacht bei Pharsalos.
(36) In allen Bürgerkriegen erlitt er keine Niederlage außer durch Legaten.
(37) Nach Ende des Krieges triumphierte er fünfmal.
(38) Jedem einzelnen Fußsoldaten der alten Legionen gab er unter der Bezeichnung von Kriegsbeute außer den zweitausend Sesterzen, die er am Anfang des Bürgerkrieges ausgezahlt hatte, noch einmal 24.000 Sesterzen.
(39) Er ordnete Spiele verschiedenster Art an.
(40) Er wandte sich von da an der Ordnung des Staates zu und korrigierte den Feiertagskalender.
(41) Er ergänzte den Senat, wählte Patrizier hinzu und vergrößerte die Zahl der Prätoren, Ädile, Quästoren und auch der kleineren Ämter.
(42) Nach Übersiedlung von 80.000 Bürgern in Überseekolonien beschloss er, damit die Menschenmenge der leergeräumten Stadt noch ausreichte, dass kein Bürger über 20 und unter 40, der keinen Kriegsdienst leistete, mehr als drei Jahre am Stück aus Italien fernblieb.
(43) Er sprach äußerst engagiert und streng Recht.
(44) Denn zum Schmuck und Ausstattung der Stadt, ebenso zum Schutz und zur Erweiterung des Reiches legte er von Tag zu Tag immer größeres und mehr fest.
(45) Er soll von herausragender Statur gewesen sein, hatte helle Haut, schlanke Gliedmaßen, ein wenig zu volles Gesicht, dunkle und ausdrucksstarke Augen, war von guter Gesundheit.
(46) Anfangs wohnte er in Subura in einem bescheidenen Haus, aber nach dem Pontifikat an der Via Sacra in einer Amtswohnung.
(47) Er sei in Hoffnung auf Perlen nach Britannien gegangen.
(48) Er habe ständig in den Provinzen Festmähler an zwei Tischen veranstaltet.
(49) Nichts verletzte den Ruf seiner Sittsamkeit so wie die Wohngemeinschaft mit Nikomedes.
(50) Es herrschte die beständige Meinung, dass er Ausschweifungen geneigt war und viel Geld dafür ausgab.
(51) Er scheint sich nicht einmal von Ehen in der Provinz ferngehalten zu haben.
(52) Er liebte auch Königinnen, unter denen auch Eunoë, die Frau des Maurenkönigs Bogud.
(53) Nicht einmal seine Feinde leugneten, dass er äußerst sparsam mit Wein umging.
(54) Er zeigte Uneigennützigkeit weder in seinem militärischen Kommando noch in seinen Ämtern.
(55) In der Beredtsamkeit und der Kriegsführung kam er dem Ruhm der Hervorragendsten entweder gleich oder übertraf ihn.
(56) Er hinterließ auch Aufzeichnungen seiner Taten im gallischen Krieg und im Pompeianischen Bürgerkrieg.
(57) Er war äußerst erfahren in den Waffen und beim Reiten.
(58) Es ist unsicher, ob er bei seinen Feldzügen vorsichtiger oder wagemutiger war.
(59) Nicht einmal konnte er durch einen religiösen Aberglauben in seinem Vorhaben abgeschreckt oder verlangsamt werden.
(60) Schlachten nahm er nicht nur auf Beschluss, sondern auch aus einer günstigen Gelegenheit heraus auf.
(61) Er selbst nutze aber ein ausgezeichnetes Pferd.
(62) Er richtete eine aus der Reihe geratene Schlachtreihe oft alleine wieder aus.
(63) Nicht geringer dürfte wohl seine Beharrlichkeit gewesen sein, noch größer die Beweise dafür.
(64) Bei der Belagerung einer Brücke in Alexandria wurde er beim Ansturm der Feinde auf ein Boot getrieben.
(65) Er schätzte Soldaten weder nach Charakter noch nach Vermögen ein, sondern nur nach Kräften, und behandelte sie mit gleicher Strenge und Nachsicht.
(66) Er stärkte seine Soldaten, die durch ein Gerücht über die Truppenstärke der Feinde in Panik versetzt waren, nicht durch Leugnen oder Verkleinern, sondern durch Vergrößern und Lügen.
(66) Weder beachtete Caesar alle Vergehen noch verfolgte er sie ihrer Schwere nach, sondern als erbitterter Verfolger und Bestrafer von Deserteuren und Aufständischen hatte er Nachsicht mit den Übrigen.
(68) Dadurch machte er sie zu äußerst unterwürfigen und tapferen Männern.
(69) Während der zehn Jahre im gallischen Krieg erregten sie überhaupt keinen Aufstand, in den Bürgerkriegen jedoch einige.
(70) Er zögerte nicht, zur zehnten Legion zu gehen.
(71) Eifer und Treue gegenüber seinen Klienten fehlten ihm als jungem Mann nicht.
(72) Seine Freunde behandelte er immer mit so großer Gefälligkeit und Nachsicht, dass er seinem Begleiter Gaius Oppius, der auf einem Waldweg von einer plötzlichen Krankheit befallen wurde, die einzige Herberge, die es gab, überließ.
(73) Er hat niemals Rivalitäten so schwer, dass er sie bei sich bietender Gelegenheit nicht gern ausräumte.
(74) Er war von Natur aus äußerst milde, auch beim Bestrafen der Piraten, von denen er gefangen genommen worden war.
(75) Bewundernswerte Mäßigung und Milde zeigte er sowohl bei der Ausführung als auch beim Sieg im Bürgerkrieg.
(76) Trotzdem überwiegen seine übrigen Taten und Aussagen, dass man glauben kann, dass er seine Macht missbraucht hat und zurecht getötet wurde.
(77) Nicht weniger zügellos waren seine öffentlichen Reden, wie Titus Amprius schreibt.
(78) Aber besonders durch folgendes erregte er besonderen und ihm todbringenden Hass: Er empfing, im Tempel der Venus Genetrix sitzend, alle Senatoren.
(79) Er fügte zu einer so auffallenden Beleidigung des Senats, den er verachtete, noch ein weitaus arroganteres Vorgehen hinzu.
(80) Dies war für die Verschwörer der Grund, ihre festgelegten Pläne zu beschleunigen.
(81) Aber Caesar wurde seine bevorstehende Ermordung durch offensichtliche Vorzeichen angekündigt.
(82) Die Verschwörer umringten ihn unter dem Anschein von Dienstgeschäften, als er sich hinsetzte.
(83) Sein Testament, das er an den Iden des vorangegangenen Septembers in Lavicanus geschrieben und der höchsten Vestalischen Jungfrau übergeben hatte, wurde auf Antrag seines Schwiegervaters Lucius Piso eröffnet.
(84) Nach Festlegung des Begräbnistermins wurde auf dem Marsfeld neben dem Grab der Iulia ein Scheiterhaufen und ein goldenes Haus vor der Rednerbühne nach dem Vorbild des Tempels der Venus Genetrix errichtet.
(85) Das Volk eilte sofort vom Grab mit Fackeln zum Haus des Brutus und Cassius.
(86) Caesar hinterließ bei einigen seiner Leute den Verdacht, er habe nicht länger leben wollen.
(88) Caesar starb im 56. Lebensjahr und wurde unter die Götter aufgenommen.
(89) Keiner seiner Mörder überlebte ihn länger als drei Jahre und keiner starb eines natürlichen Todes.
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit rekonstruiert das Leben und die politische Laufbahn von Gaius Iulius Caesar basierend auf historischen Quellen, mit dem Ziel, sein Aufsteigen zur Alleinherrschaft sowie die darauf folgenden politischen und sozialen Konsequenzen in der römischen Republik zu beleuchten.
- Analyse des politischen Werdegangs Caesars vom jungen Politiker zum Diktator.
- Untersuchung der Machtstrukturen und des Bürgerkrieges zwischen Caesar und dem Senat.
- Betrachtung von Caesars Reformen zur Neuordnung des römischen Staates.
- Deutung der Vorzeichen und Motive, die letztlich zur Verschwörung und Ermordung Caesars führten.
Auszug aus dem Buch
Von den Anfängen und der Jugend
Im 16. Lebensjahr verlor er seinen Vater. Während der darauffolgenden Konsuln wurde er zum Priester des Iuppiter bestimmt, nachdem er sich von Cossutia getrennt hatte, die zwar (nur) aus einer Ritterfamilie stammte, aber sehr reich war und mit ihm schon verlobt war, als er noch die Toga Praetexta trug.
Er heiratete Cornelia, die Tochter des viermaligen Konsuls Cinna, von der ihm bald Iulia geboren wurde, und er konnte keineswegs vom Diktator Sulla dazu bewegt werden, sich zu trennen. Deswegen verlor er zur Strafe sein Priesteramt, die Mitgift seiner Frau und seine Stammerbschaften und wurde zur Gegenpartei gezählt, sodass er gezwungen war, sich aus ihrer Mitte zurückzuziehen und, obwohl sich sein viertätiges Fieber verschlimmerte, fast jede Nacht seine Schlupfwinkel zu wechseln, und sich mit Geld von seinen Verfolgern loskaufte, solange bis er durch die vestalischen Jungfrauen und Mamercus Aemilius und Aurelius Cotta, seine Verwandten und Schwäger, Gnade erreichte.
Es ist hinreichend bekannt, dass Sulla, nachdem er die Bitten enger Freunde und äußerst ausgezeichneter Männer ziemlich lange ausgeschlagen hatte und jene hartnäckig darauf beharrten, sich endlich geschlagen gab und ausrief, sei es in einer göttlichen Vorahnung oder durch irgendeine Vermutung: Sie könnten sich ruhig durchsetzen und ihn für sich haben, solange sie wüssten, dass er, den sie durch ihre so große Mühe unversehrt haben wollten, auf Kurz oder Lang den Optimaten Verderben bringen werde, die sie zusammen mit ihm verteidigt hatten; denn in Caesar steckten mehr als ein Marius.
Zusammenfassung der Kapitel
(1) Im 16. Lebensjahr verlor er seinen Vater.: Dieser Abschnitt beschreibt die frühe Jugend Caesars, seine erste Verlobung und die gefährliche Entfremdung von Diktator Sulla aufgrund seiner familiären Verbindungen.
(2) Seinen ersten Kriegsdienst leistete er in Asien im Hauptquartier des Prätors Marcus Thermus.: Hier werden die ersten militärischen Erfahrungen Caesars in Asien und seine Auszeichnung mit der Bürgerkrone thematisiert.
(3) Er diente auch unter Servilius Isauricus in Kilikien, aber nur eine kurze Zeit.: Caesar beschließt aufgrund des Todes Sullas und der politischen Unruhen durch Marcus Lepidus nach Rom zurückzukehren, lehnt jedoch Kontakte zu Lepidus ab.
(4) Im Übrigen klagte er nach Beilegen des Bürgeraufstandes den Konsular Cornelius Dolabella, der einen Triumph gefeiert hatte, auf Rückzahlung der erpressten Gelder an.: Nach dem gescheiterten Prozess gegen Dolabella zieht sich Caesar zur Ausbildung im Rednerwesen nach Rhodos zurück, gerät jedoch in die Gefangenschaft von Seeräubern.
(5) In seinem Militärtribunat, das ihm als erste Ehre nach seiner Rückkehr nach Rom durch Abstimmung des Volkes zuteil wurde, half er den Antreibern der Wiederherstellung der Macht der Tribunen, dessen Kraft Sulla gemindert hatte.: Caesar beginnt seine politische Karriere im Militärtribunat und unterstützt die Rückkehr politischer Verbündeter in den Staat.
(6) Als Quästor lobte er seine Tante Iulia und seine Frau Cornelia, die verstorben waren, der Sitte nach vorne auf der Rednerbühne.: Caesar hält Lobre auf seine verstorbenen Familienmitglieder und legitimiert seine Abstammung durch Rückbezug auf Könige und Götter.
(7) Ihm wurde als Quästor Südspanien zuteil.: Während seiner Zeit in Spanien wird Caesar bei der Betrachtung einer Statue Alexanders des Großen von Ehrgeiz gepackt, da er im Vergleich zu Alexanders Leistungen noch nichts Denkwürdiges erreicht hat.
(8) Er ging also vorzeitig (aus der Provinz) weg und ging in die Latinischen Kolonien, die überlegten, das Bürgerrecht anzustreben, und er hätte sie auch angestachelt, irgendetwas zu wagen, wenn die Konsuln die in Kilikien ausgehobenen Legionen nicht eine Weile genau deswegen zurückgehalten hätten.: Caesar verlässt die Provinz vorzeitig und sucht Unterstützung in den Latinischen Kolonien, wird jedoch von den Konsuln in seinen Ambitionen gebremst.
(9) Dessen ungeachtet erledigte er bald größere Dinge in Rom.: Caesar gerät kurz vor dem Antritt seines Ädilenamtes in den Verdacht, an einer Verschwörung zur Neubesetzung des Konsulats beteiligt gewesen zu sein.
(10) Als Ädil schmückte er abgesehen vom Versammlungsplatz, dem Forum, den Basiliken auch das Kapitol mit Säulenhallen.: Durch prunkvolle öffentliche Spiele und Gladiatorenkämpfe sichert sich Caesar die Gunst des Volkes, was ihn von seinem Amtskollegen Bibulus abhebt.
Schlüsselwörter
Caesar, Römische Republik, Machtaufstieg, Senat, Bürgerkrieg, Pompeius, Crassus, Diktatur, Konsulat, Gallien, Verschwörung, Reformen, Popularen, Optimaten, Ermordung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Leben des Gaius Iulius Caesar, von seinen Anfängen als jungem Adligen bis zu seiner Machtstellung als Diktator und seiner schlussendlichen Ermordung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören Caesars Aufstieg in der römischen Politik, seine militärischen Feldzüge, die politischen Intrigen innerhalb des Senats sowie seine Reformbemühungen zur Modernisierung des römischen Staates.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die historische Rekonstruktion von Caesars Laufbahn, um zu verstehen, wie er trotz massiver Widerstände die absolute Alleinherrschaft in Rom erlangen konnte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf antiken Quellen (wie Sueton) basiert, um Caesars Handlungen und die gesellschaftspolitischen Reaktionen seiner Zeit kritisch zu hinterfragen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Beschreibung seines Ädilenamtes, seiner Provinzverwaltung, der Bürgerkriege gegen Pompeius sowie seiner legislativen Eingriffe in Rom.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Caesar, Römische Republik, Machtaufstieg, Bürgerkrieg, Diktatur, Konsulat, Senatsaristokratie.
Wie wird in der Arbeit Caesars Verhalten in der Gefangenschaft durch Seeräuber bewertet?
Es wird beschrieben, dass er selbst in dieser Gefahr seinen stolzen Charakter nicht ablegte, den Seeräubern mit dem Tode drohte und seine Drohung nach der Freilassung durch die Hinrichtung der Piraten wahr machte.
Welche Rolle spielten die Vorzeichen bei Caesars Wirken?
Die Arbeit zeigt, dass Caesar religiösen Vorzeichen entweder eine positive Deutung gab, wenn sie ihm nützten, oder sie offen ignorierte, wenn sie seine Pläne oder den Glauben an seine göttliche Bestimmung störten.
Wie reagierten die Zeitgenossen auf Caesars Bestattung?
Die Bevölkerung trauerte auf emotionale Weise, was sich in der lautstarken Klage der Bürger (besonders auch ausländischer Gruppen wie der Juden) und der spontanen Verbrennung seines Körpers mitten in der Stadt äußerte.
Welches Schicksal ereilte Caesars Mörder nach seinem Tod?
Es wird festgehalten, dass keiner der Verschwörer, die an seinem Attentat beteiligt waren, länger als drei Jahre überlebte und keiner von ihnen eines natürlichen Todes starb.
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- Benjamin Halking (Author), 2018, Kommentierte Übersetzung von Suetons Caesar-Biografie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288988