Im Verlauf dieser Hausarbeit wird ein kurzer Überblick darüber gegeben, inwiefern Homeschooling einen Einfluss auf die Entwicklung der Schüler*innen hat, mit speziellem Fokus auf die Situation in der Covid-19-Pandemie vor allem in Deutschland.
Welche Auswirkungen hat diese Ausnahmesituation auf die Bildung der Kinder und Jugendliche? Vor welche neuen Probleme werden Familien gestellt, welche aufgrund unsicherer Arbeitsstellen oder Homeoffice neue Drucksituationen erleben müssen, aber auch welche Chancen und Lösungen können aus einem weltweit verbreiteten System des Homeschoolings gezogen werden? Welche Motive verfolgen Eltern in den Vereinigten Staaten mit dem Unterricht der eigenen Kinder zu Hause und welche Schlüsse kann man für Homeschooling in einer Pandemie daraus ziehen?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Homeschooling
2.1 Definition und Einordnung des Begriffs „Homeschooling“
2.2 Gegenüberstellen der Situationen in den USA und in Deutschland
3 Homeschooling in der Pandemie
3.1 Auswirkungen des Homeschoolings auf die Bildungsmöglichkeit der Schüler*innen in Deutschland
3.2 Auswirkungen des Homeschoolings auf die mentale Verfassung der Schüler*innen in Deutschland
3.3 Vergleich zu anderen Ländern
4 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des durch die Covid-19-Pandemie forcierten Homeschoolings auf die Entwicklung, die Bildungschancen und die mentale Verfassung von Schüler*innen in Deutschland, wobei internationale Vergleiche sowie die veränderten Anforderungen an Familien und Bildungssysteme kritisch beleuchtet werden.
- Entwicklung des Bildungsbegriffs und Homeschooling-Modelle
- Vergleichende Analyse der Situation in den USA und Deutschland
- Einfluss der Pandemie auf Lernmöglichkeiten und soziale Interaktion
- Psychische Belastungsfaktoren der Schüler*innen während der Lockdowns
- Chancengleichheit und soziale Auswirkungen der Unterrichtsumstellung
Auszug aus dem Buch
3.2 Auswirkungen des Homeschoolings auf die mentale Verfassung der Schüler*innen in Deutschland
Die bisherigen Auswertungen haben ein größtenteils positives Bild auf die derzeitige Situation werfen können, jedoch haben sie bisher nicht die direkten Auswirkungen der Pandemie mit einbeziehen können. Verschiedene Lockdowns, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, sowie die andauernde Gefahr des Coronavirus stellen auch die Kinder und Jugendliche vor eine große Herausforderung und Belastungsprobe. So geben drei viertel der Befragten an, dass ihr Kind unter dem Wegfall von jeglichen Freizeitmöglichkeiten leidet. Des Weiteren fehlt es über der Hälfte an Motivation für die Aufgaben im Homeschooling (vgl. Wildemann 2020: 10ff). Außerdem lässt sich im Vergleich zu der Zeit vor Corona ein deutlicher Anstieg der Un-zufriedenheit über das Verbringen der Zeit erkennen (vgl. Andresen 2020: 11).
Die COPSY-Studie berichtet über die seelische Gesundheit und psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen in der ersten Welle der COVID-19-Pandemie. Dabei wird deutlich, dass diese „abrupten Veränderungen […] für Kinder und Jugendliche kritische Lebensereignisse sein“ (Ravens-Sieberer 2021: 1) können. So zeigt sich zum Beispiel, dass die Zahl der Kinder mit psychischen Auffälligkeiten von jedem fünften auf jedes dritte angestiegen ist, Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen zugenommen haben, sowie dass sich die Lebensqualität deutlich verschlechtert hat (vgl. Ravens-Sieberer 2021: 4ff).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen des Homeschoolings während der Covid-19-Pandemie und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Auswirkungen auf Kinder und Familien.
2 Homeschooling: In diesem Kapitel werden Begrifflichkeiten geklärt und ein Vergleich zwischen dem etablierten US-System und der deutschen Schulpflicht gezogen.
3 Homeschooling in der Pandemie: Dies bildet den Hauptteil der Arbeit, in dem die Auswirkungen der schnellen Umstellung auf Onlineunterricht auf Bildungschancen, mentale Gesundheit und internationale Erfahrungen untersucht werden.
4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass zwar keine direkten Risiken von Homeschooling ausgehen, jedoch die pandemiebedingte Ausnahmesituation die Chancengleichheit gefährdet und weitere Untersuchungen notwendig macht.
Schlüsselwörter
Homeschooling, Covid-19-Pandemie, Bildungsrückstand, Schulpflicht, Mentale Gesundheit, Lernmotivation, Onlineunterricht, Chancengleichheit, COPSY-Studie, Elternrolle, Jugendhilfe, Schulschließungen, Entwicklung von Kindern, Pandemieverlauf, Digitalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des pandemiebedingten Wechsels von Präsenzunterricht zu Homeschooling auf die Bildung und psychische Verfassung von Schüler*innen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Homeschooling, rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, der Rolle der Eltern, technischen Voraussetzungen und den psychischen Folgen für Kinder während der Pandemie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Einfluss des Homeschoolings auf die Entwicklung der Schüler*innen unter Berücksichtigung der spezifischen Herausforderungen der Pandemie zu beleuchten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung nationaler sowie internationaler Studien, wie beispielsweise der „JuCo“- oder der „COPSY“-Studie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den bildungsbezogenen und mentalen Auswirkungen der Pandemie auf Schüler*innen in Deutschland sowie mit europäischen Vergleichsdaten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Homeschooling, Pandemie, Bildungsrückstände, psychische Gesundheit und familiäre Belastung.
Welchen Einfluss hatte der sozioökonomische Status laut Arbeit?
Die Arbeit stellt fest, dass Kinder aus Familien mit niedrigem Bildungsabschluss, Migrationshintergrund oder beengten Wohnverhältnissen die größten Belastungen durch die Pandemie erfuhren.
Warum wird das Beispiel USA angeführt?
Die USA dienen als Referenzmodell, da dort Homeschooling seit Jahrzehnten praktiziert wird und daher Erkenntnisse über langfristige Entwicklungen liefert, die sich vom pandemiebedingten Notunterricht unterscheiden.
Wie bewertet die Autorin die Kommunikation zwischen Schule und Eltern?
Die Kommunikation wird als oft unregelmäßig beschrieben, wobei Eltern eine stark gestiegene Verantwortung bei der Gestaltung und Betreuung des Lernprozesses übernehmen müssen.
Gibt es eine europäische Perspektive in der Arbeit?
Ja, in Kapitel 3.3 werden Erfahrungen aus verschiedenen europäischen Ländern verglichen, um zu zeigen, dass trotz unterschiedlicher Systeme vergleichbare Probleme bei der Qualität und Organisation des Unterrichts auftraten.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Inwiefern beeinflusst Homeschooling die Entwicklung der SchülerInnen in der Covid-19-Pandemie in Deutschland?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288995