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Betrachtung und Umgang mit Unterrichtsstörungen. Wie Lehrer Störungen vermindern können

Titel: Betrachtung und Umgang mit Unterrichtsstörungen. Wie Lehrer Störungen vermindern können

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Hausarbeit wird der Umgang mit Unterrichtsstörungen betrachtet. Hierzu werden Begriffe wie Disziplin, Unterrichtsstörungen und Sanktionen definiert. Anhand von zwei im Anhang befindlichen Unterrichtsbeobachtungsprotokollen werden Analysen angefertigt und miteinander verglichen. Die Erkenntnisse daraus werden diskutiert und es wird herausgestellt, wodurch Unterrichtsstörungen entstehen und wie diese vermindert werden können.

Unterricht läuft nicht immer störungsfrei ab, weswegen dieser Sachverhalt in der Literatur Gegenstand unzähliger Werke ist. Unterrichtsstörungen können, neben externen Faktoren, sowohl durch das Verhalten von Schüler*innen als auch von Lehrer*innen ausgelöst werden. Diese können beispielsweise in Form eines Gesprächs zwischen zwei Schüler*innen bis hin zu aggressiven Verhalten viele Facetten annehmen. Oft verorten Lehrkräfte die Störungen jedoch bei ihren Schüler*innen und weniger bei sich selbst, was ein weit verbreitetes Problem darstellt. Es scheinen also Verhaltensweisen zu sein, die den schulinstitutionell aufgestellten Regeln und Normen widerstreben. Hierbei fällt oft das Wort Disziplin und einhergehend damit auch die Nennung von Disziplinschwierigkeiten und -konflikten bei Nichteinhaltung dieser Regeln. Als Gegenmaßnahme werden meist Sanktionen erhoben, wie Ermahnungen oder Tadel.

Der Unterricht stellt eine Kommunikationssituation dar, an der zwei ungleiche Parteien – die Lehrkraft als Autoritätsperson bzw. Lehrende*r und die Schüler*innen als die zu unterweisenden Lernenden – teilnehmen. Kommunikation findet immer sowohl in Sprache als auch in Verhalten statt und kann nicht unterbunden werden. Dabei ist die Kommunikation und das Verhalten sowohl Ursache als auch Wirkung, was bedeutet, dass Kommunikation nicht linear, sondern kreisförmig erfolgt. Das heißt, dass zwei Parteien einander Reize senden, auf die das Gegenüber reagiert, was wiederum eine Beeinflussung untereinander beinhaltet. Damit wäre eine positive Beeinflussung des Gegenübers möglich, wenn die Ausgangsperson wohlwollendes Verhalten zeigt. Diese Arbeit untersucht, ob sich diese Sachverhalte auch im Rahmen des schulischen Unterrichts anwenden lassen.

Leseprobe


Inhalt

1. Einleitung

2. Theoretische Perspektive

2.1 Disziplin, Disziplinschwierigkeiten und Verhaltensstörung

2.2 Ursachen von Unterrichtsstörungen

2.3 Sanktionen als Wiederherstellung der Ordnung

3. Protokollanalyse

3.1 Methodisches Vorgehen

3.2 Protokoll 1: Ethikunterricht in einer 6. Klasse einer Sekundarschule

3.3 Protokoll 2: Deutschunterricht in einer 5. Klasse einer Sekundarschule

4. Vergleich und Diskussion

4.1 Verhaltensweisen der Lehrkräfte im Unterricht

4.2 Umgang mit Unterrichtsstörungen

4.3 Lehrer*innen-Schüler*innen-Verhältnis

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, inwiefern das Verhalten von Lehrkräften die Entstehung von Unterrichtsstörungen beeinflusst und ob durch eine Veränderung der eigenen Interaktionsweise eine Minimierung dieser Störungen möglich ist.

  • Analyse von Ursachen und Erscheinungsformen von Unterrichtsstörungen
  • Vergleichende Untersuchung zweier unterschiedlicher Unterrichtsprotokolle
  • Reflexion des Einflusses der Lehrkraft auf die Lernatmosphäre
  • Dokumentation von Sanktionssystematiken und deren Wirksamkeit
  • Evaluierung des Lehrer*innen-Schüler*innen-Verhältnisses als Präventionsfaktor

Auszug aus dem Buch

3.2 Protokoll 1: Ethikunterricht in einer 6. Klasse einer Sekundarschule

Es handelt sich bei dem Protokoll, um eine Mitschrift aus dem Ethikunterricht einer sechsten Klasse an einer Sekundarschule. Die Stunde ist die erste des Tages und beginnt um 07:30 Uhr. Sie startet mit großen Spannungen, die sich im Verlauf des Unterrichtsgeschehens eher vergrößern statt sich abzubauen. Ebenfalls wird der Unterricht durch häufige Störungen unterbrochen und diese durch die Lehrperson in teilweise ausschweifendem Maße thematisiert. Über den gesamten Unterrichtsverlauf sind emotionale Reaktionen der Lehrperson zu beobachten. Durch die anhaltende Spannung herrscht eine minder ausgeprägte Lernatmosphäre, da sich die Schüler*innen oft als unkonzentriert und anderweitig beschäftigt zeigen. Sowohl Lehrperson als auch Schüler*innen entzweien sich in großer Frustration nach der Unterrichtsstunde, was sich in folgenden näher beschriebenen Verhaltensweisen äußert.

Die Stunde beginnt bereits in einer Schüler*innen und Lehrer*innen seitig sehr angespannten Situation. Die Lehrperson sorgt durch ihr Verhalten in Form von Anspannung und Geschrei für eine emotional sehr aufgeladene Stimmung, was durch die kollektive Unruhe der Klasse gespiegelt wird. Die Durchführung von Corona-Selbsttests während der Unterrichtszeit scheint ebenfalls belastend zu wirken. Die Umsetzung der Testpflicht in der Schule führt zu einer Zeitverknappung des eigentlichen Unterrichts, was zusätzlichen Zeitdruck in Bezug auf das Erreichen des Stundenziels aufbauen kann. Die Lehrperson reagiert wütend auf die Gegebenheiten indem sie schreit, was zusätzliche Unruhe in die Situation trägt. Damit ist ein unausgeglichenes Nähe-Distanz-Verhältnis zu beobachten, da die Situation zu sehr von Emotionen geleitet wird, statt sachlich mit den Gegebenheiten zu arbeiten.

Kapitel-Zusammenfassung

1. Einleitung: Definiert den Unterricht als didaktisch geplante soziale Interaktion und beleuchtet die Problematik von Störungen unter Berücksichtigung der Kommunikation.

2. Theoretische Perspektive: Erläutert Begriffe wie Disziplin und Verhaltensstörung sowie die psychologischen Hintergründe von Unterrichtsstörungen und der Wirkung von Sanktionen.

3. Protokollanalyse: Dient der empirischen Grundlage durch die Untersuchung von Beobachtungsprotokollen eines Ethik- und eines Deutschunterrichts.

4. Vergleich und Diskussion: Gegenüberstellung der Lehrerkonstanten in Bezug auf Verhalten, Sanktionspraxis und die Gestaltung der Lehrer*innen-Schüler*innen-Beziehung.

5. Fazit: Führt aus, dass Störungen durch das Lehrverhalten beeinflusst werden und ein professioneller, wohlwollender Umgang entscheidend für eine gute Lernatmosphäre ist.

Schlüsselwörter

Unterrichtsstörung, Disziplin, Sanktion, Lehrkraft, Verhalten, Schulpädagogik, Kommunikation, Lernatmosphäre, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Klassenführung, Intervention, Interaktion, Erziehung, Konfliktbewältigung, Schulalltag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung von Unterrichtsstörungen und analysiert den Einfluss, den das Handeln der Lehrkraft auf die Vermeidung oder Eskalation solcher Störungen ausübt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Disziplin und Sanktionen, die Analyse tatsächlicher Unterrichtssituationen durch Protokolle sowie die Dynamik zwischen Lehrkräften und Schülerschaft.

Was ist das primäre analytische Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob Lehrkräfte durch ihr eigenes Verhalten und ihre Reaktionen dazu beitragen können, die Anzahl und Intensität von Störungen im Unterricht zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche zur theoretischen Einordnung und eine sequenzanalytische Auswertung von zwei Beobachtungsprotokollen aus dem Schulalltag.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die detaillierte Analyse zweier Unterrichtsprotokolle (Ethik und Deutsch) sowie eine vergleichende Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Schlagworten gehören Klassenführung, Unterrichtsstörungen, Sanktionseffizienz, professionelle Kommunikation und das Beziehungsgeflecht zwischen Lehrenden und Lernenden.

Wie unterscheidet sich die im Ethik-Protokoll beschriebene Lehrkraft von der im Deutsch-Protokoll?

Während die Lehrkraft im Ethikunterricht durch emotionale Entgleisungen und wenig systematische Sanktionen belastet wird, agiert die Deutsch-Lehrkraft bedürfnisorientiert, sachlich und verfolgt ein transparentes Sanktionskonzept.

Welche Rolle spielt die Kommunikation in dieser Untersuchung?

Die Autorin hebt hervor, dass Unterricht eine zirkuläre Kommunikationssituation ist, in der das Verhalten der Lehrkraft (Reiz) direkt das Verhalten der Schüler*innen (Reaktion) beeinflusst und somit die Interaktionsdynamik bestimmt.

Warum wird im Fazit von einem "systematischen" Umgang mit Störungen gesprochen?

Systematik bedeutet hier, dass Sanktionen für Schüler*innen transparent, nachvollziehbar und professionell dosiert erfolgen sollten, anstatt auf willkürlichen Launen oder Rachebedürfnissen der Lehrkraft zu basieren.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Betrachtung und Umgang mit Unterrichtsstörungen. Wie Lehrer Störungen vermindern können
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Pädagogik)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
28
Katalognummer
V1289086
ISBN (eBook)
9783346747266
ISBN (Buch)
9783346747273
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsstörung Lehrer Schülerverhalten Disziplin Ursachen Protokoll Disziplinschwierigkeit Verhaltensstörung Sanktion Lehrer-Schüler-Verhältnis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Betrachtung und Umgang mit Unterrichtsstörungen. Wie Lehrer Störungen vermindern können, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289086
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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