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Was erklärt Spaniens Beteiligung am Irak-Krieg 2003?

Titre: Was erklärt Spaniens Beteiligung am Irak-Krieg 2003?

Dossier / Travail de Séminaire , 2021 , 20 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Ignacio Carnicero (Auteur)

Politique - Sujet: Relations internationales
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Hausarbeit geht der These nach, inwiefern die Beteiligung Spaniens am Irak-Konflikt mit dem Ziel, vorhandene Massenvernichtungswaffen des Diktators Hussein zu vernichten und die eigene innere Sicherheit zu gewährleisten, sich aus der Wende in seiner bisherigen Außenpolitik herleiten lässt. Hypothetisch wird dabei angenommen, dass Spanien sich eine höhere Gunst von der Vormacht USA erhofft hat, wenn es sich gemäß der Realismus-Theorie der internationalen Beziehungen auf die Seite der (mächtigen) USA und Großbritannien schlägt, insbesondere weil es an das internationale Einfluss- und Machtniveau anderer Staaten wie Deutschlands und Frankreichs anknüpfen will (bzw. gegebenenfalls Aznar selbst an das der Regierungschefs Schröder und Chirac), um nach schnellem Kriegsende eine herausragende Rolle im Konzert der internationalen Beziehungen und mehr Einfluss bei wichtigen internationalen Entscheidungen erlangen will. Da sich Spanien vermutlich aus reinen Machtüberlegungen leiten lässt, soll aus Theorien des Realismus argumentiert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Entwicklung der Fragestellung

2 Begriffsdefinitionen

3 Theorienauswahl und Hypothesenaufstellung

4 Konzeptspezifikation, Forschungsdesign und Prüfaspekte

5 Fallstudie und empirische Analyse

5.1. Die spanische AP vor und unter Aznar

5.2. Die (Nicht-)Legitimation zum Erstschlag im Irak-Krieg 2003

5.3. Die ‚Koalition der Willigen‘

6 Ergebnis, Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die außenpolitische Kehrtwende Spaniens im Jahr 2003 unter der Ägide von Ministerpräsident José María Aznar und analysiert die Motive hinter der Beteiligung am Irak-Krieg, wobei insbesondere die Frage der machtorientierten Annäherung an die USA (Bandwagoning) im Fokus steht.

  • Analyse der spanischen Außenpolitik im Wandel der Zeit
  • Anwendung realistischer und neorealistischer Theorien der Internationalen Beziehungen
  • Untersuchung der "Koalition der Willigen" und der völkerrechtlichen Legitimation des Irak-Krieges
  • Evaluierung der sicherheitspolitischen und strategischen Interessen Spaniens
  • Diskussion der Auswirkungen der Allianz mit der Bush-Administration auf die europäische Einbindung Spaniens

Auszug aus dem Buch

Die (Nicht-)Legitimation zum Erstschlag im Irak-Krieg 2003

Auf dem Azoren-Gipfel am 16.3.2003 stellen Bush, Blair und Aznar dem irakischen Diktator Hussein ein 24-stündiges Ultimatum, das Land innert 48h zu verlassen, andernfalls werde es Konsequenzen haben; nach Nohlen/Hildenbrand „quasi dem Irak den Krieg erklärten“ (2004: 336). In einer TV-Ansprache an die Nation am 18.3.2002 bekräftigt Bush das Ultimatum und droht „militärisch einzuschreiten“ (LbP Archiv, o.D.). Das Ultimatum wird mit einem Erstschlag durch Bombardierungen in der Umgebung von Bagdad am frühen Morgen des 21.3.2003 keine 1 1/2–Stunden nach seinem Ablauf eingelöst. Zuvor war ein Entwurf der drei Staaten um ein UN-Mandat für eine Invasion des Irak mit Verweis auf Kap. VII der UN-Charta, das den Einsatz von Waffengewalt unter bestimmten Bedingungen erlaubt, vor dem UNSR gescheitert. Weitere Anstrengungen der UN zu einem friedlichen Ausgang des Konflikts um die Zerstörung von Waffen mit einer Reichweite von mehr als 150 km - zuletzt am 1.3.2003 – waren ebenfalls ohne Erfolg geblieben. Nach Art. 27.3. der UN-Charta werden im übrigen 9 Ja-Stimmen im UNSR von insgesamt 15 Mitgliedern gebraucht damit ein Antrag positiv beschieden wird, wobei die fünf Ständigen Mitglieder ein Veto-Recht haben.

Noch früher, in seiner Rede vor den UN am 12.9.2002. deutete George Buch bereits an, dass dem Irak mit friedlichen Mittel, z.B. mit Inspektionen durch die U.N., nicht beizukommen sei (Bush, 2002). In seiner Rede an die Nation am 8.10.2002, einen Monat später, verschärft er seinen Appell an die Weltgemeinschaft, seinen Kurs zu verfolgen. US-Kongress und Senat statten Bush mit deutlicher Mehrheit mit Vollmachten zum Alleingang gegen den Irak aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Entwicklung der Fragestellung: Die Einleitung führt in die außenpolitische Ausgangslage Spaniens ein und stellt die Forschungsfrage nach den Motiven für die Beteiligung am Irak-Krieg 2003.

2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe der Außenpolitikanalyse definiert und von verwandten Konzepten der internationalen Beziehungen abgegrenzt.

3 Theorienauswahl und Hypothesenaufstellung: Hier werden der klassische Realismus nach Hans J. Morgenthau und der Neorealismus nach Kenneth N. Waltz als theoretischer Rahmen vorgestellt.

4 Konzeptspezifikation, Forschungsdesign und Prüfaspekte: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen der qualitativen Einzelfallstudie zur Überprüfung der Hypothese.

5 Fallstudie und empirische Analyse: Die Analyse untersucht die historische Entwicklung der spanischen Außenpolitik, die Frage der Legitimation des Krieges sowie Spaniens Rolle im Rahmen der Koalition der Willigen.

6 Ergebnis, Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Hypothese einer machtorientierten Neuausrichtung Spaniens unter Aznar.

Schlüsselwörter

Außenpolitik, Spanien, Irak-Krieg, José María Aznar, Realismus, Neorealismus, Bandwagoning, Koalition der Willigen, Völkerrecht, Internationale Beziehungen, Machtstreben, Bush-Administration, Sicherheitspolitik, Transatlantik, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die spanische Außenpolitik des Jahres 2003 und untersucht, warum sich Spanien entgegen dem Votum großer Teile der Bevölkerung und europäischer Partner am Irak-Krieg beteiligte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert sich auf die internationale Positionierung Spaniens, das Verhältnis zu den USA unter Ministerpräsident Aznar und die theoretische Einordnung in den Realismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, in Form einer Hypothesenprüfung zu belegen, dass die Beteiligung machtorientiert motiviert war, um eine privilegierte Partnerschaft mit den USA zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Einzelfallstudie, die Quellen aus Memoiren, wissenschaftlicher Literatur und Medienberichten kontrastiert.

Welcher Inhalt steht im Hauptteil im Mittelpunkt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die historische Analyse der spanischen Außenpolitik und die Untersuchung der völkerrechtlichen Legitimität des Irak-Krieges.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Zentrale Begriffe sind neben der Außenpolitikanalyse insbesondere der Realismus, das Konzept des Bandwagoning und die neorealistische Systemtheorie.

Wie bewertet die Arbeit die spanische Unterstützung des "War on Terror"?

Die Arbeit interpretiert diese als bewussten Kurswechsel Aznars hin zum Atlantismus, der das Ziel verfolgte, Spanien als globalen Akteur an der Seite der USA zu etablieren.

Welche Rolle spielt die nationale Bevölkerung in der Argumentation?

Die Arbeit stellt fest, dass die Unterstützung des Krieges durch die spanische Regierung in krassem Widerspruch zu den Ablehnungsquoten in der Bevölkerung stand, was die Radikalität der außenpolitischen Wende verdeutlicht.

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Résumé des informations

Titre
Was erklärt Spaniens Beteiligung am Irak-Krieg 2003?
Université
University of Hagen  (Institut für Politikwissenschaft der FernUniversität Hagen)
Note
2,3
Auteur
Ignacio Carnicero (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
20
N° de catalogue
V1289483
ISBN (PDF)
9783346752253
ISBN (Livre)
9783346752260
Langue
allemand
mots-clé
Spanien Koalition der Willigen Irakkrieg 2003 Waltz Powell Morgenthau bandwagoning
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ignacio Carnicero (Auteur), 2021, Was erklärt Spaniens Beteiligung am Irak-Krieg 2003?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289483
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Extrait de  20  pages
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