Die Theorie des Bandwagoning geht zurück auf den Politikwissenschaftler Stephen Walt, der sie in den 1980er Jahren entwickelte. Sie basiert auf der Annahme, dass Staaten ihre Außenpolitik an den Machtverhältnissen in der internationalen Umgebung ausrichten und sich mit dem stärkeren Partner verbünden, um ihre eigenen Interessen zu schützen. Eine zentrale Frage in der Forschung zu Bandwagoning ist, unter welchen Bedingungen ein Staat sich für diese Strategie entscheidet und wie sie seine Beziehungen zu anderen Staaten beeinflusst. Die Diskussion um Bandwagoning ist eng mit der Debatte um die Theorie des Neorealismus verbunden, die die Bedeutung von Macht und Sicherheit in den internationalen Beziehungen betont. Während einige Forscher argumentieren, dass Bandwagoning eine effektive Strategie zur Erreichung von Sicherheit und Stabilität ist, kritisieren andere, dass sie die Abhängigkeit von einem dominanten Partner erhöht und die eigene Souveränität untergräbt. Du findest wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema als PDF und eBook bei GRIN, viele auch als Print-on-Demand.