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Heimat, Fremde und Identität in Märchen. Eine begriffliche Herangehensweise

Titel: Heimat, Fremde und Identität in Märchen. Eine begriffliche Herangehensweise

Hausarbeit , 2017 , 13 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit handelt von der Frage, inwieweit die Momente Heimat und Fremde in Märchen eine Rolle spielen und wie sie speziell an einem Beispiel umgesetzt werden. Eine umfassende Definition der beiden Begrifflichkeiten Heimat und Fremde sind daher obligatorisch darzulegen. Im darauffolgenden, dritten Kapitel wird der Fokus auf das Märchen in seiner literaturwissenschaftlichen Gattung und Besonderheit offengelegt, um späterhin herauszufinden, warum sich gerade die Textgattung „Märchen“ mit dem Thema Heimat und Fremde auseinandersetzt. Anschließend folgt eine kurze Inhaltsangabe des Märchens „Hans im Glück“ der Brüder Grimm, um einen Eindruck über die Handlung zu erlangen. Im nächsten und wichtigsten Schritt dieser Arbeit wird analysiert, inwieweit die Momente der Heimat und Fremde anhand des Beispiel-Märchens realisiert werden. Nach der Analyse folgt schlussendlich ein Fazit, indem die wichtigsten Argumentationsstrukturen wiedergegeben werden und ein Ausblick auf weitere Forschungsgebiete gegeben wird.

Was bedeutet Heimat konkret? Ist es ein geografisch lokalisierter Ort? Ist es der Ort, an dem man geboren wurde oder der Ort, an dem man gerade Zuhause ist? Oder ist es sogar „nur“ ein Gefühl? Erfährt man Heimat mit Nähe oder kann es auch in der Ferne liegen? Heimat konstituiert sich immer mithilfe der Distanz und der Entfremdung. Es gibt anscheinend keine Heimat ohne Fremde, denn des Öfteren bilden sich Heimatgefühle erst dann, wenn man sich fernab der Heimat, in der Fremde befindet. Erst in der Ferne bemerkt man, was man zuvor nie wahrgenommen hat. "Der Mensch hat immer eine Heimat und wär es nur der Ort, wo er gestern war und heute nicht mehr ist. Entfernung macht Heimat, Verlust, Besitz." , sagte einst der österreichische Schriftsteller Alexander von Villers.

Auch die Gebrüder Grimm, die Sprachwissenschaftler und Volkskundler namens Jacob und Wilhelm Grimm, die durch ihre Kinder- und Hausmärchen weltberühmt wurden, bedienten sich eines ganz speziellen Charakteristikums ihrer Märchen: der Dialektik zwischen Heimat und Fremde. In vielen ihrer Märchen muss der:die Held:in aufgrund einer Notlage (zum Beispiel Hunger, Krieg, Streit oder Arbeitslosigkeit) aus der Heimat fliehen und begibt sich somit auf eine Reise in die Fremde. Dort angekommen nimmt der:die Held:in wahr, wie sehr die Heimat fehlt und es nichts Vergleichbares gibt. Eine Art Heimweh tritt in den Mittelpunkt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Heimat und Fremde

3. Märchen aus literaturwissenschaftlicher Sicht

4. „Hans im Glück“

5. Analyse des Heimatbegriffs im Beispiel-Märchen „Hans im Glück“

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle der Momente von Heimat und Fremde innerhalb der literarischen Gattung des Märchens und analysiert deren Umsetzung exemplarisch anhand des Märchens „Hans im Glück“ der Brüder Grimm, um das Verständnis von Heimat als geographischen Ort sowie als emotionales Identitätskonstrukt zu verdeutlichen.

  • Definition und dialektische Beziehung der Begriffe Heimat und Fremde
  • Literaturwissenschaftliche Einordnung der Märchengattung
  • Analyse des Heimkehrermotivs in „Hans im Glück“
  • Reflexion über Sehnsucht, Identität und materielle Loslösung im Kontext der Wanderschaft

Auszug aus dem Buch

5. Analyse des Heimatbegriffs im Beispiel-Märchen „Hans im Glück“

„Hans im Glück“ verfasst von den Brüdern Grimm ist ein wahrhaft vielseitiges Stück Kurzprosa, welches viele unterschiedliche Facetten aufzeigt. Die Handlung des Märchens dreht sich um den Protagonist, dessen Charaktereigenschaften während der Erzählung immer deutlicher werden.

Finanziell gesehen ist Hans Handeln nicht klug durchdacht. Er tauscht sein Gold und seine Wertgegenstände, die er nach jahrelanger Arbeit als Lohn bekam, gegen immer wertlosere Dinge ein. Schlussendlich ist von dem Lohn nichts mehr zu übrig. Jedoch ist darauf aufmerksam zu machen, dass die sieben Jahre nicht wörtlich genommen werden sollen.

Sieben ist die Zahl der Fülle und der Ganzheit, des Vollkommenen wie des Vollendeten. Am siebten Tage ist das Schöpfungswerk vollendet, sieben Tage umfaßt [sic!] die Woche. Die sieben Jahre, die Hans gedient hat, könnten die Lebensarbeitszeit überhaupt meinen, die Zeitspanne des beruflichen Tätigseins. So verstanden, erhielte der Hinweis von Hans, daß [sic!] seine Zeit herum sei, einen nachvollziehbaren Sinn.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die dialektische Problemstellung von Heimat und Fremde ein und definiert das Ziel, diese Konzepte mittels einer literaturwissenschaftlichen Analyse des Märchens „Hans im Glück“ zu untersuchen.

2. Heimat und Fremde: Dieses Kapitel erläutert die komplexen Begriffsdefinitionen von Heimat und Fremde und beleuchtet deren wechselseitige Abhängigkeit aus philosophie- und kulturgeschichtlicher Perspektive.

3. Märchen aus literaturwissenschaftlicher Sicht: Hier werden die Merkmale der Gattung Märchen definiert, wobei besonders auf die Bedeutung der Brüder Grimm für die Formbildung und die Rolle des „Wunders“ eingegangen wird.

4. „Hans im Glück“: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Inhaltsangabe des gewählten Beispielmärchens und beschreibt den Weg des Protagonisten Hans von der Wanderschaft bis zur Rückkehr.

5. Analyse des Heimatbegriffs im Beispiel-Märchen „Hans im Glück“: Der Hauptteil analysiert Hans' Handlungen, seine Suche nach Heimat sowie die symbolische Bedeutung von Wanderschaft und Sehnsucht im Kontext des Märchenverlaufs.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Märchen das dialektische Verhältnis von Heimat und Fremde nutzen, um das menschliche Bedürfnis nach Identität und Geborgenheit darzustellen.

Schlüsselwörter

Heimat, Fremde, Brüder Grimm, Hans im Glück, Literaturwissenschaft, Märchen, Sehnsucht, Wanderschaft, Heimweh, Identität, Dialektik, Symbolik, Kulturanalyse, Märchengattung, Wohlbefinden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretische Dialektik zwischen den Begriffen Heimat und Fremde und wie diese in der literarischen Gattung des Märchens verarbeitet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Heimat und Fremde, die wissenschaftliche Gattungsbestimmung des Märchens sowie die psychologische und soziale Bedeutung von Wanderschaft und Heimkehr.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, welche Rolle das Konzept Heimat in Märchen spielt und wie exemplarisch im Märchen „Hans im Glück“ die Momente von Heimat und Fremde durch die Handlung realisiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die begriffliche Definitionen und eine inhaltliche Untersuchung des spezifischen Märchens „Hans im Glück“ verknüpft.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Begriffsbestimmung, eine theoretische Einordnung des Märchens und die konkrete textanalytische Untersuchung des Hans-im-Glück-Stoffes bezüglich der Heimatthematik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Heimat, Fremde, Sehnsucht, Wanderschaft, Identitätsbildung und die spezifische Grimm'sche Märchenwelt geprägt.

Warum spielt die Zahl „sieben“ eine wichtige Rolle im Märchen?

Die Zahl wird im Kontext der Analyse als Symbol für Fülle, Ganzheit und den Abschluss eines Lebensabschnitts gedeutet, nicht als rein zeitliche Angabe.

Welche Rolle spielt die Mutter für das Heimatverständnis von Hans?

Die Mutter wird als „fleischgewordene Verheißung von Heimat“ identifiziert, die den emotionalen Ankerpunkt und das Ziel der Sehnsucht des Protagonisten darstellt.

Wird die Wanderschaft in „Hans im Glück“ als Irrweg interpretiert?

Nein, die Wanderschaft wird nicht als zielloser Irrweg gesehen, sondern als notwendiger Entwicklungsprozess, der Hans erst zur Erkenntnis führt, was Heimat für ihn wirklich bedeutet.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Heimat, Fremde und Identität in Märchen. Eine begriffliche Herangehensweise
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Veranstaltung
Seminar: Heimat und Identität
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
13
Katalognummer
V1289659
ISBN (PDF)
9783346807144
ISBN (Buch)
9783346807151
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heimat Identität Märchen Hans im Glück
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Heimat, Fremde und Identität in Märchen. Eine begriffliche Herangehensweise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289659
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Leseprobe aus  13  Seiten
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