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Die interkulturelle Kommunikation zwischen westlichen Kanadiern und indigenen Inuit. Hans-Jürgen Lüsebrinks Kulturbegriffe der Multikulturalität, Hybridität und Kulturstandards

Title: Die interkulturelle Kommunikation zwischen westlichen Kanadiern und indigenen Inuit. Hans-Jürgen Lüsebrinks Kulturbegriffe der Multikulturalität, Hybridität und Kulturstandards

Term Paper (Advanced seminar) , 2022 , 19 Pages , Grade: 16,0

Autor:in: Cédric Becker (Author)

Communications - Intercultural Communication
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In dieser Arbeit wird die Interkulturelle Kommunikation zwischen indigenen Völkern und westeuropäischen Kolonien genauer untersucht. Konkreter wird zur Verdeutlichung dieses kultur- und sozialwissenschaftlichen Aspektes das Beispiel der Inuit und der westlichen Kanadier verwendet.

Kanada gilt in der heutigen Welt als vermeintliches Vorbild einer multikulturellen Gesellschaft. Allerdings zeigt die Geschichte und die Gegenwart der Inuit, inwiefern der Weg zu diesem System seine Schattenseite hat und obwohl die Situation sich im 21. Jahrhundert verbessert hat noch Schwierigkeiten in der Interkulturellen Kommunikation aufweisen.

Zusätzlich, um die Fachbegriffe der Interkulturellen Kommunikation zu erläutern und gleichzeitig in den Kontext des Themas zu setzen, wird Professor Hans-Jürgen Lüsebrinks Werk "Interkulturelle Kommunikation" hinzugezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lüsebrinks Begrifflichkeiten der Interkulturellen Kommunikation

2.1. Hybridität und Interkulturalität: Integration, Vermischung und Kulturaustausch

2.2. Modelle der Multikulturalität und Transkulturalität

2.3. Kulturstandards: Unterschiede zwischen Kulturen und Völkern

3. Damals und heute: Die Geschichte des interkulturellen Konflikts zwischen den Kulturen der westlichen Kanadiern und den indigenen Inuit

3.1. Gescheiterte Interkulturelle Kommunikation: Einblick in die frühere Geschichte voller Missverständnisse, Sprachbarrieren und Gewalt

3.2. Das Leben der Inuit im 21. Jahrhundert: Ein moderner Lebensstil und ein Versuch der Annäherung im hybriden, multikulturellen Kanada

4. Reflexionen über die Möglichkeiten einer gelingenden Interkulturellen Kommunikation zwischen den westlichen Kanadiern und den indigenen Inuit

4.1. Mit welchen Ansätzen gelingt die Interkulturelle Kommunikation im Sinne Lüserbrinks zwischen den beiden Kulturen besser und welche Möglichkeiten lassen sein Modell zu?

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und gegenwärtige Interkulturelle Kommunikation zwischen indigenen Inuit und westlichen Kanadiern, um unter Anwendung von Hans-Jürgen Lüsebrinks Modellen Möglichkeiten für erfolgreiche interkulturelle Interaktionen aufzuzeigen und Lösungsansätze für Konflikte zu identifizieren.

  • Analyse der Begrifflichkeiten Hybridität, Interkulturalität, Multikulturalität und Transkulturalität.
  • Untersuchung von Kulturstandards und deren Bedeutung für interkulturelle Missverständnisse.
  • Historische Aufarbeitung des Konflikts zwischen indigenen Inuit und westlichen Kolonialmächten.
  • Diskussion aktueller Entwicklungen im multikulturellen Kanada des 21. Jahrhunderts.
  • Reflexion über Möglichkeiten einer gelingenden Interkulturellen Kommunikation im Sinne Lüsebrinks.

Auszug aus dem Buch

3.1. Gescheiterte Interkulturelle Kommunikation: Einblick in die frühere Geschichte voller Missverständnisse, Sprachbarrieren und Gewalt

„Die Inuit sind das Ureinwohnervolk der Arktis.” Der Begriff Ureinwohner zeigt bereits an, dass es sich bei dem indigenen Volk der Inuit um eine Kultur mit Tradition handelt. Darüber hinaus sprechen die Inuit mit der Regionalsprache Inuktitut eine eigene Sprache und kein Englisch, wodurch bereits von Anfang an klar war, dass die europäischen Kolonien in der Arktis auf Sprachbarrieren treffen werden. Zudem ist zu bemerken, dass Inuit nicht ausschließlich in der Arktis vor der Kolonialbesatzung, sondern auch in der Region Nord-Québec, lebten. Jedoch wurden diese zwangsumsiedelt, was vor allem an dem mangelnden Verständnis für die Lebensweise dieses indigenen Volkes liegt.

In Bezug auf Hofstedes Kulturdimensionen lassen sich vielerlei Unterschiede zu der damaligen europäischen Kultur feststellen, weshalb wie Heringer auch betont, die Methode der Kulturstandards eine Hilfestellung zur Analyse und Gründen von Missverständnissen ist. Die Inuit lebten in einem Kollektiv als Nomadenvolk. Somit waren sie von jeglicher höherer Machtinstanz wie Politik befreit, weshalb das Volk bei der Unterzeichnung von Verträgen Mitte des 20. Jahrhunderts auch ohne politisches Verständnis in die Verhandlungen mit den Kolonialmächten ging. Lediglich ein Stammesältester jeder Gruppe oder Familie traf Entscheidungen, wo man als Nächstes hinzog. Dieser Befreiung von jeglichen Autoritätsregeln entgegneten die europäischen Kolonien zunächst mit Zwangsumsiedlung, denn mit der Absicht der Franzosen ganz Québec für sich zu beanspruchen, stellten Inuit, die nicht sesshaft waren und den ganzen Norden dieser Region besiedelten, eine Gefahr dar. John Amagoalik, ein Inuit der diese Zwangsumsiedlung selbst miterlebte, berichtet dem Journalisten Gerd Braune, dass „sie praktisch Gefangene in ihrer eigenen Gemeinde” waren und die Umsiedlung in die Kälte der hohen Arktis für sie fremd war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, definiert das Forschungsinteresse an der Interkulturellen Kommunikation zwischen Inuit und westlichen Kanadiern und stellt die zentrale Methodik anhand von Lüsebrinks Modellen vor.

2. Lüsebrinks Begrifflichkeiten der Interkulturellen Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert theoretische Konzepte wie Hybridität, Interkulturalität, Multikulturalität und Kulturstandards, die als analytisches Fundament für die weitere Untersuchung dienen.

3. Damals und heute: Die Geschichte des interkulturellen Konflikts zwischen den Kulturen der westlichen Kanadiern und den indigenen Inuit: Hier werden die historischen Missverständnisse, die gewaltvolle Kolonialisierung und die Situation der Inuit im 21. Jahrhundert im Kontext eines multikulturellen Kanadas beleuchtet.

4. Reflexionen über die Möglichkeiten einer gelingenden Interkulturellen Kommunikation zwischen den westlichen Kanadiern und den indigenen Inuit: Dieses Kapitel reflektiert anhand der zuvor eingeführten theoretischen Modelle, wie durch respektvolle Integration und Abbau von Sprachbarrieren eine erfolgreichere Interaktion zwischen den Kulturen möglich gewesen wäre oder sein könnte.

5. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass Lüsebrinks Modelle wesentliche Werkzeuge zur Analyse und Vermeidung interkultureller Konflikte bieten, wenngleich die Thematik stets aus weiteren wissenschaftlichen Perspektiven betrachtet werden sollte.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Inuit, Kanada, Hans-Jürgen Lüsebrink, Hybridität, Multikulturalität, Transkulturalität, Kulturstandards, Kolonialismus, Assimilation, Zwangsumsiedlung, Kulturmischung, Integration, Minderheiten, Indigenous Studies

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Interkulturelle Kommunikation zwischen indigenen Inuit und den westlichen Kolonien in Kanada, wobei die kulturellen Spannungsfelder und historischen Konflikte kritisch untersucht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Modelle von Hans-Jürgen Lüsebrink zur Interkulturellen Kommunikation, die Rolle von Kulturstandards sowie die Auswirkungen kolonialer Politik auf indigene Gemeinschaften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mittels Lüsebrinks Begrifflichkeiten (Hybridität, Kulturstandards) interkulturelle Missverständnisse und Konflikte zwischen westlichen Kanadiern und Inuit analysiert und zukünftig vermieden werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen kulturwissenschaftlichen Ansatz, bei dem theoretische Konzepte der Interkulturellen Kommunikation auf ein historisches sowie aktuelles Fallbeispiel (die Interaktion im kanadischen Kontext) appliziert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Begriffsdefinition, eine historische Analyse des Konflikts inklusive der Folgen für die Inuit sowie eine Reflexion über Versöhnungsprozesse und Möglichkeiten gelingender Interaktion.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Relevante Schlüsselbegriffe sind insbesondere Interkulturelle Kommunikation, Hybridität, Multikulturalität, Kulturstandards, indigene Völker, Kolonialismus und Assimilation.

Welche Rolle spielten die sogenannten „residential schools“ im Kontext der Arbeit?

Sie werden als Beispiel für eine erzwungene Assimilation genannt, die darauf abzielte, die indigene Identität gewaltsam zu vernichten und europäische Werte aufzudrängen, was zu gravierenden sozialen Folgen und Traumata führte.

Wie bewertet die Arbeit den Begriff der „cultural appropriation“ im kanadischen Kontext?

Der Autor ordnet „cultural appropriation“ (kulturelle Aneignung) als kritischen Punkt ein, da indigene Minderheiten in Kanada aufgrund ihrer traumatischen Vergangenheit besonders sensibel gegenüber der missbräuchlichen Verwendung ihrer kulturellen Symbole durch Außenstehende reagieren.

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Details

Title
Die interkulturelle Kommunikation zwischen westlichen Kanadiern und indigenen Inuit. Hans-Jürgen Lüsebrinks Kulturbegriffe der Multikulturalität, Hybridität und Kulturstandards
College
University of Luxembourg
Grade
16,0
Author
Cédric Becker (Author)
Publication Year
2022
Pages
19
Catalog Number
V1289673
ISBN (PDF)
9783346752116
ISBN (Book)
9783346752123
Language
German
Tags
interkulturellen kommunikation kanadiern inuit hans-jürgen lüsebrinks kulturbegriffe multikulturalität hybridität kulturstandards
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cédric Becker (Author), 2022, Die interkulturelle Kommunikation zwischen westlichen Kanadiern und indigenen Inuit. Hans-Jürgen Lüsebrinks Kulturbegriffe der Multikulturalität, Hybridität und Kulturstandards, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289673
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