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Der Erinnerungsort Emscher. Bedeutung und Wandel eines Flusses

Title: Der Erinnerungsort Emscher. Bedeutung und Wandel eines Flusses

Term Paper , 2021 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anna Reißberg (Author)

History of Germany - Modern History
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In der vorliegenden Arbeit werde ich die Geschichte des Flusses Emscher und der Genossenschaft in ihren Grundzügen erläutern und diskutieren. Des Weiteren werde ich untersuchen, inwiefern die Emscher tatsächlich als Erinnerungsort gewertet werden kann und welche Bedeutung der zweite Umbau für die Region derzeit und in Zukunft haben kann. Dabei wird der Fokus auf der Nutzung und den Umbaumaßnahmen liegen, um einen groben Überblick zu ermöglichen, ohne zu sehr auf Details einzugehen.

Die Emscher war während der Industrialisierung für die Abwasserentsorgung im Ruhrgebiet unerlässlich. Durch das Ende des Steinkohlebergbaus ergaben sich neue Möglichkeiten, diesen lange als offenen Abwasserkanal existierenden Fluss zu renaturieren und die Lebensqualität erheblich zu verbessern. Diese Arbeit zeigt die Geschichte dieses Flusses sowie seine vielfältigen Bedeutungen für die Anwohner und hinterfragt, welche Relevanz die Emschergenossenschaft noch hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Fragestellung

2 Der erste Umbau der Emscher

2.1 Die Emscher im Urzustand

2.2 Die Umbaumaßnahmen

3 Die „zweite Emscher“

3.1 Nutzung der Emscher

3.2 Risiken der Emscher

4 Der zweite Umbau der Emscher

4.1 Bisher durchgeführte Maßnahmen

4.2 Für die Zukunft geplante Maßnahmen

5 Erinnerungsorte der Emschergenossenschaft

5.1 Erinnerungsorte entlang der Emscher

5.2 Die Emscher als Erinnerungsort

5.3 Bedeutung der Emscher als Erinnerungsort

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Emscher, analysiert deren Wandel vom natürlichen Fluss zur industriellen Abwasserkanalisation und bewertet die heutige Bedeutung der Emscher sowie des Emscherumbaus als identifikationsstiftende Erinnerungsorte im Ruhrgebiet.

  • Historischer Wandel der Emscher vom Urzustand bis zur Kanalisation
  • Die hygienische Notwendigkeit und Umsetzung des ersten Umbaus
  • Renaturierung und ökologische Transformation (der zweite Umbau)
  • Die Emscher als Teil der regionalen Erinnerungskultur
  • Kritische Aufarbeitung der Rolle der Emschergenossenschaft im Nationalsozialismus

Auszug aus dem Buch

3.2 Risiken der Emscher

Aufgrund des trotz der massiven Baumaßnahmen noch immer stark belasteten Wassers und durch rutschige Uferflächen und Betonwände erhöhter Unfallgefahr war das Betreten der Flächen entlang der Kanäle an vielen Stellen untersagt. Dennoch – oder gerade deswegen – war eben dieses Gebiet vielfach ein Ort für Mutproben. Beliebt war es beispielsweise, die schmalen Stege entlangzubalancieren, wobei nicht wenige Kinder und Jugendliche ausrutschten und zum Teil tödlich verunglückten. Die steilen und oft glitschigen Kanalwände, Betonpfeiler, die schmale Brücken stützten, aber auch die starke Strömung sorgten dabei regelmäßig für Unfälle, nicht selten auch mit Todesfolge. Ein bekanntes Opfer der Kanäle ist der Schriftsteller Michael Holzach. Der Autor des Reiseberichts „Deutschland umsonst“ sprang bei dem Versuch, seinen Hund aus einem sogenannten Tosbecken zu retten, hinterher, wurde jedoch von der starken Unterströmung mit dem Kopf gegen einen Betonpfeiler geschleudert und am 21. April 1983 tot geborgen.

Auch konnten die Maßnahmen die Gefahr der Seuchenausbreitung nicht vollständig eindämmen, auch da Bergsenkungen erneut zu vermehrten und verstärkten Hochwassern führten. Nicht nur die Bergsenkungen, sondern auch die Umbaumaßnahmen erhöhten teilweise das Hochwasserrisiko. So führen gerade die Begradigungen, aber auch Deiche dazu, dass die Fließgeschwindigkeit erhöht wird und damit die Hochwassergefahr steigt. Um diese Gefahr einzudämmen, mussten und müssen bis heute 130 Pumpwerke die durch den Bergbau abgesenkten Gebiete vor Überflutungen schützen. Es handelt sich dabei um mehr als ein Drittel der Emscherzone, die entwässert werden müssen, solange Menschen in diesen Gebieten leben und arbeiten. Gemeinsam mit der Entwässerung der Lipperegion beläuft sich die Menge des jährlich abgepumpten Wassers auf 608 Millionen Kubikmeter.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Fragestellung: Das Kapitel führt in die geografischen Gegebenheiten der Emscher ein und beleuchtet die historischen Auswirkungen der Industrialisierung sowie die Gründung der Emschergenossenschaft.

2 Der erste Umbau der Emscher: Es wird der Wandel des Flusses zu einer oberirdischen Kanalisation beschrieben, der aufgrund hygienischer Probleme und durch Bergbau bedingter Abflussstörungen notwendig wurde.

3 Die „zweite Emscher“: Dieses Kapitel thematisiert die Nutzung der Emscher als Abwasserkanal, die damit verbundenen Gefahren für die Bevölkerung und die ökologischen Belastungen.

4 Der zweite Umbau der Emscher: Der Fokus liegt auf dem aktuellen Renaturierungsprozess, der unterirdischen Kanalisierung der Abwässer und der ökologischen Aufwertung des Emschertals.

5 Erinnerungsorte der Emschergenossenschaft: Es wird diskutiert, inwiefern die Emscher und die dazugehörigen Landmarken als Erinnerungsorte dienen können und welche Rolle dabei die Geschichte der Genossenschaft einnimmt.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Emscher ein Symbol für den regionalen Strukturwandel ist, stellt aber gleichzeitig die Notwendigkeit einer differenzierten Erinnerungskultur heraus.

Schlüsselwörter

Emscher, Emschergenossenschaft, Renaturierung, Abwasserkanal, Ruhrgebiet, Strukturwandel, Erinnerungsort, Bergbau, Hochwasserschutz, Industriekultur, Gewässerschutz, Ökologie, Stadtentwicklung, Infrastruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und gegenwärtige Bedeutung der Emscher im Ruhrgebiet, insbesondere ihren Wandel von einer industriellen Abwasserrinne hin zu einer renaturierten Flusslandschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten gehören der erste und zweite Umbau der Emscher, die Rolle der Emschergenossenschaft, ökologische Herausforderungen wie das Hochwassermanagement und die Emscher als Erinnerungsort.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob die Emscher und das Emschergebiet als Erinnerungsorte fungieren können, die Identität stiften und den industriellen Wandel des Ruhrgebiets repräsentieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse der Entwicklung der Emscher und betrachtet diese durch das theoretische Konzept der „Zeit-Räume Ruhr“ sowie unter Einbeziehung aktueller Entwicklungen der Emschergenossenschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der historische Ursprung der Emscher, die technische Transformation durch Kanalbauten, die laufende Renaturierung und der Umgang mit der NS-Vergangenheit der Emschergenossenschaft detailliert erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Emscherumbau, Renaturierung, Identitätsstiftung, industrielles Erbe und ökologische Transformation geprägt.

Welche Bedeutung kommt dem Fluss nach der Renaturierung zu?

Nach der Renaturierung soll die Emscher als Naherholungsgebiet dienen und einen Beitrag zur psychischen und physischen Gesundheit der Bewohner leisten, während sie gleichzeitig ein Symbol für den nachhaltigen Wandel der Region darstellt.

Wie geht die Arbeit mit der NS-Vergangenheit der Emschergenossenschaft um?

Die Arbeit thematisiert kritisch den Einsatz von Zwangsarbeitern, der in der Jubiläumsliteratur lange verharmlost wurde, und hebt hervor, dass diese dunkle Seite Teil der Identität des Erinnerungsortes Emscher bleiben muss.

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Details

Title
Der Erinnerungsort Emscher. Bedeutung und Wandel eines Flusses
College
University of Wuppertal
Grade
2,0
Author
Anna Reißberg (Author)
Publication Year
2021
Pages
17
Catalog Number
V1289724
ISBN (PDF)
9783346749840
ISBN (Book)
9783346749857
Language
German
Tags
Emscher Ruhrgebiet
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Reißberg (Author), 2021, Der Erinnerungsort Emscher. Bedeutung und Wandel eines Flusses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289724
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