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Schulische Anforderungen im Homeschooling. Welche Rolle spielen Kompetenzerleben, soziale Eingebundenheit, Autonomie und Lernemotionen?

Titel: Schulische Anforderungen im Homeschooling. Welche Rolle spielen Kompetenzerleben, soziale Eingebundenheit, Autonomie und Lernemotionen?

Bachelorarbeit , 2022 , 47 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Gianna Castelluzzo (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit soll skizziert werden, wie das Lernen zu Hause unter der Notwendigkeit der Kontaktreduzierung stattgefunden hat und welche Schwierigkeiten sich in diesem Zusammenhang ergeben haben. Weitergehend soll anhand der drei psychologischen Grundbedürfnisse nach Autonomie, sozialer Eingebundenheit und Kompetenz untersucht werden, inwiefern sich der Unterricht im häuslichen Umfeld auf das motivationale Empfinden der Schülerinnen und Schüler ausgewirkt hat.

Hierzu soll im theoretischen Rahmen die Selbstbestimmungstheorie und die damit zusammenhängenden drei psychologischen Grundbedürfnisse erläutert werden. Anschließend wird das Konstrukt des schulischen Wohlbefindens durchleuchtet und umrissen, welche Rolle positiven und negativen Emotionen während des Lernprozesses zukommt.

Im zweiten Teil der Arbeit wird das Phänomen des Homeschoolings erläutert. Hierbei wird vorerst ein Vergleich zu anderen Ländern hinsichtlich des Homeschoolings vorgenommen, um anschließend rechtliche Aspekte der häuslichen Beschulung in Deutschland genauer darzustellen. Im Anschluss werden die Ergebnisse verschiedener Studien vorgestellt, anhand derer untersucht wird, inwiefern das Homeschooling die Bedürfnisse nach Autonomie, sozialer Eingebundenheit und Kompetenz befriedigt haben. In einem abschließenden Kapitel werden die Forschungsergebnisse dann hinsichtlich ihrer Aussagekraft und ihrer Bedeutung für die Motivation von Schülerinnen und Schülern im Homeschooling diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Motivation, Bedürfnisse und Werte

2.2 Die Selbstbestimmungstheorie

2.2.1 Extrinsische und intrinsische Motivation

2.2.2 Die organismische Integrationstheorie

2.2.3 Psychologische Grundbedürfnisse

2.2.4 Schulisches Wohlbefinden

2.2.5 Lernemotionen

2.2.6 Selbstbestimmtes Lernen

3. Homeschooling

3.1 Rechtsgrundlage

3.1.1 Homeschooling in Deutschland

3.1.2 Homeschooling in anderen Ländern

3.2 Theoretischer Rahmen des Homeschoolings

3.2.1 Distance Education Modell

3.2.2 Strukturgleichungsmodell

3.3 Forschungsstand

3.3.1 Erleben von Kompetenz

3.3.2 Erleben von sozialer Eingebundenheit

3.3.3 Erleben von Autonomie

3.3.4 Emotionen im Homeschooling

4. Diskussion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Auswirkungen von Homeschooling während der Corona-Pandemie, insbesondere den Einfluss der Grundbedürfnisse nach Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit auf das Lernverhalten und die Lernemotionen von Schülerinnen und Schülern.

  • Rolle der Selbstbestimmungstheorie im häuslichen Lernkontext
  • Vergleichende Analyse des Homeschooling-Phänomens in verschiedenen Ländern
  • Einfluss von Lernemotionen und schulischem Wohlbefinden auf den Lernerfolg
  • Herausforderungen der digitalen Infrastruktur und sozio-ökonomische Unterschiede
  • Bedeutung der elterlichen Unterstützung bei der Bewältigung von schulischen Anforderungen

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Aufgrund des neuartigen Corona-Virus und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen beschlossen Bund und Länder am 13. März 2020 eine Schließung der Schulen, welche vorerst bis zum Ende der Osterferien währen sollte. Schülerinnen und Schüler wurden nun im Homeschooling unterrichtet. Ab Ende April, also mit etwa zwei Wochen Verspätung, kehrten die Schülerinnen und Schüler dann, beginnend mit den Abschlussklassen, wieder an die Schulen zurück und mit ihnen kommen verschiedene Hygienemaßnahmen und -vorschriften: Luftfilteranlagen, Aufteilung der Klassen in Kohorten, Hygienemasken.

Darauf folgten dann mehrere Monate, in denen die Regierung den Lernkontext je nach aktuellen Inzidenzwerten, innerhalb der Prinzipien von Wechsel-, Distanz und Präsenzunterricht und häufig sehr kurzfristig, anpasste (vgl. Schulministerium NRW 2021). Zum Winter hin stiegen die Infektionszahlen erneut, sodass am 13. Dezember 2020 ein weiterer Lockdown mit Aussetzung der Präsenzpflicht beschlossen wurde. Die Wiederöffnung der Schulen ist vorerst am 10. Januar 2021 geplant. Schließlich öffnete Sachsen als erstes Bundesland am 15. Februar 2021 seine Grundschulen wieder und weitere Bundesländer folgten (vgl. Grill 2022).

Das Bildungssystem vieler Länder steht vor einer enormen Herausforderung: Obwohl der Digitalpakt bereits zum Vorjahr in Kraft gesetzt wurde und der Bund Gelder für die Ausstattung von Schulen bereitstellte, zeigten sich Engpässe hinsichtlich digitaler Endgeräte, WLAN-Zugänge und Lernsoftwares (vgl. Maaz & Diedrich, 2020). Den Schulen fehlt es an digitaler Infrastruktur und Lehrende sowie Lernende sind mit den digitalen Technologien teilweise überfordert (vgl. Jungblut 2020). Kinder und Jugendliche stehen in dieser Situation vor einer bedeutsamen Herausforderung, denn neben den Schließungen der Schulen wurden auch Freizeiteinrichtungen geschlossen und Kontaktverbote erlassen. Hinzu kamen Ängste und Sorgen hinsichtlich der Gesundheit und der zukünftigen Lebenssituation (vgl. Fickermann/Edelstein 2020).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die pandemiebedingte Schulschließung und definiert die daraus resultierenden Herausforderungen für das Bildungssystem sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert die Selbstbestimmungstheorie, die Bedeutung von Motivation, Bedürfnissen, schulischem Wohlbefinden sowie die psychologische Rolle von Lernemotionen.

3. Homeschooling: Hier werden die rechtlichen Grundlagen und Modelle des Homeschoolings dargestellt sowie aktuelle Forschungsergebnisse zum Erleben von Kompetenz, sozialer Eingebundenheit und Autonomie analysiert.

4. Diskussion: Das Kapitel diskutiert kritisch die gewonnenen Erkenntnisse über die motivationalen Auswirkungen und die Rolle der sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen im Homeschooling.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass die Qualität der Motivation im Homeschooling nicht mit der im regulären Präsenzunterricht gleichzusetzen ist.

Schlüsselwörter

Homeschooling, Selbstbestimmungstheorie, Lernemotionen, Kompetenzerleben, Autonomie, soziale Eingebundenheit, Corona-Pandemie, schulisches Wohlbefinden, Motivation, Bildungsvererbung, Distanzunterricht, Schülererleben, Lernaufwand, Lernerfolg, Interaktionsraum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Homeschooling während der Corona-Pandemie grundlegende Bedürfnisse wie Kompetenz, Autonomie und soziale Eingebundenheit beeinflusst hat und welche motivationalen Auswirkungen dies auf Schülerinnen und Schüler hatte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Selbstbestimmungstheorie, die Auswirkungen von Lernemotionen auf den Lernerfolg, der Vergleich verschiedener Homeschooling-Modelle sowie die Bedeutung sozio-ökonomischer Faktoren für den schulischen Erfolg im häuslichen Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit das Lernen zu Hause das motivationale Empfinden durch die Befriedigung psychologischer Grundbedürfnisse stützt oder hemmt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller Forschungsergebnisse und Studien zum Thema Homeschooling und psychologischer Motivationsforschung argumentiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den theoretischen Rahmen, definiert die Formen des Homeschoolings und untersucht anhand von aktuellem Studienstand die spezifischen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler sowie deren Emotionen während des Lockdowns.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Homeschooling, Selbstbestimmungstheorie, Lernemotionen, Autonomie, soziale Eingebundenheit und schulisches Wohlbefinden.

Welche Rolle spielt die soziale Herkunft bei der Bewältigung des Homeschoolings?

Die Arbeit verdeutlicht, dass sozio-ökonomisch benachteiligte Familien durch fehlende digitale Ressourcen und geringere Unterstützungsmöglichkeiten bei der Bewältigung der Anforderungen vor deutlich größeren Herausforderungen stehen.

Wie sind die Auswirkungen auf das Autonomieerleben der Lernenden einzuschätzen?

Obwohl das Homeschooling ein höheres Maß an Autonomie abverlangt, gelingt nicht allen Kindern diese Form der Selbststeuerung, was zu unterschiedlichen motivationalen Ergebnissen führt.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schulische Anforderungen im Homeschooling. Welche Rolle spielen Kompetenzerleben, soziale Eingebundenheit, Autonomie und Lernemotionen?
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,7
Autor
Gianna Castelluzzo (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
47
Katalognummer
V1289739
ISBN (PDF)
9783346749826
ISBN (Buch)
9783346749833
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Decy und Ryan Motivation Motivation in der Schule Motivationstheorie Selbstbestimmungstheorie intrinsische Motivation extrinsische Motivation Distance Education Modell Strukturgleichungsmodel homeschooling kompetenzerleben Soziale Eingebundenheit autonomie lernemotionen Emotionen im Homeschooling Corona Heimbeschulung Distance Education Psychologie
Produktsicherheit
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Arbeit zitieren
Gianna Castelluzzo (Autor:in), 2022, Schulische Anforderungen im Homeschooling. Welche Rolle spielen Kompetenzerleben, soziale Eingebundenheit, Autonomie und Lernemotionen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289739
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Leseprobe aus  47  Seiten
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