Der Bosnien-Krieg 1992-1995


Akademische Arbeit, 2022

25 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Der Staatszerfall Jugoslawiens 1989-1991

2 Der Bosnien-Krieg
2.1 Krieg im Krieg: Der Bosnisch-Kroatische-Krieg
2.2 Das Ende des Bosnien-Krieges: Der Vertrag von Dayton
2.3 In Retrospektion: Die Ziele der Kriegsparteien
2.3.1 Serbien / Republika Srpska
2.3.2 Bosnien
2.3.3 Kroatien
2.4 Ethnische Säuberungen im Bosnien-Krieg am Beispiel Srebrenica

3 Bosniens Entwicklung nach Kriegsende

4 Schlussbetrachtung

Literatur

Einleitung

Noch heute - 27 Jahre nach dem Ende des Bosnien-Kriegs durch die Unterzeichnung des Vertrags von Dayton - manifestieren sich in Bosnien und Herzegowina1 2 3 ethnische Spannungen und Diskrepanzen. Mit 50 Prozent stellen die Bosniaken den größten Teilaspekt der drei Bevölkerungsgruppen Bosniens dar, dicht gefolgt von den Serben mit 31 Prozent und den Kroaten mit 15 Prozent. Die Koexistenz und Kohabitation der ethnischen Gruppierungen sind signifikant von den Erfahrungen des Bosnien-Kriegs geprägt, der 100.000 Tote gefordert hat23. Die Probleme des jugoslawischen Vielvölkerstaats zeichneten sich bereits in den späten 1970er-Jahren ab und realisierten sich spätestens mit Titos Tod am 4. Mai 1980. Die wirtschaftlichen Probleme, mit denen auch Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika zu kämpfen hatten, betrafen auch Jugoslawien; der sozialistisch geprägte Staat wurde noch verheerender von der Krise bzw. globalen Rezession betroffen, war man doch von markant von der Schwerindustrie abhängig, wie auch der Großteil der damaligen „Ostblock-Staaten“4 5 6. Marie-Janine Calic beschrieb Titos einzigen politischen Fehler darin, dass er keinen geeigneten Nachfolger aufgebaut und somit den Vielvölkerstaat seinem Schicksal überlassen hatte. Jugoslawien erholte sich von der Wirtschaftskrise und den sich verschärfenden innergesellschaftlichen Diskrepanzen kaum und bereits 1981 brachen erste gewaltsame Proteste im Kosovo aus, ausgelöst durch albanische Separatisten, die einen eigene Staatsgründung für alle Albaner Jugoslawiens forderten. Soziale sowie gesellschaftliche Diskrepanzen im Kosovo und gesamten Territoriums Jugoslawiens manifestierten sich in den 80er-Jahren nicht nur über militärische Auseinandersetzungen, sondern zeigten sich auch in demographischen Entwicklungen: Die Bevölkerungsgruppe der Albaner wuchs durchschnittlich um 2,5 pro Jahr, im Gegensatz zum jugoslawischen Mittelwert, der 0,7 Prozent betrug; noch dazu bekamen albanische Familien im Durchschnitt 7 Kinder, weswegen sich die Arbeitslosenrate im Kosovo rapide erhöhte56. Diese gesellschaftlichen Entwicklungen, die im Kosovo ihren Ursprung fanden, griffen in den 1980er Jahren auf den gesamten jugoslawischen Staat über, mit der Folge, dass die Teilrepubliken Jugoslawiens sich zunehmend voneinander entfernten und Feindbilder skizzierten7. Jugoslawien hatte sich also zu einem Vielvölkerstaat mit exorbitanten ethnischen Diskrepanzen entwickelt, dessen Existenz - ab den 80er-Jahren - nur mehr auf der gemeinsamen Vorgeschichte und der verstorbenen Galionsfigur Tito fußt; das distinkte Verständnis Jugoslawiens als Republik und seiner Entitäten führte zum endgültigen Bruch der Kroaten, Bosniaken und Serben: dem Jugoslawienkrieg8.

Die vorliegende Seminararbeit, eingereicht bei Univ.-Prof. Dr. Dieter Pohl, widmet sich der Forschungsfrage: „Inwiefern ist der Bosnien-Krieg als ethnischer Krieg zu verstehen und wie verhält sich das Machtspektrum während des Konfliktes? Die Forschungsfrage soll hinsichtlich wissenschaftlicher Literatur erarbeitet, in einen historischen Kontext gesetzt und schlussendlich bewertet werden.

Essenziell für die Erarbeitung der Seminararbeit erweisen sich die Monografien von Calic9, Ramet10 11 und Sundhausen 11. Ergänzend dazu bilden die Diplomarbeit von Ertl12 und die Dissertation von Draschtak13 14 sowie Aufsätze von Jurekovic 14, Gosztonyi/Grandits15 und Pichler16 das Fundament der Arbeit. Weitere Monografien, Aufsätze aus Zeitschriften und Sammelbänden sowie Internetquellen komplettieren die Bibliografie der Arbeit, sodass eine heterogene Ausgangsliteratur - die zur Fertigstellung der Arbeit beigetragen hat - entsteht. Der wesentliche Aspekt der Seminararbeit beläuft sich auf den Bosnien-Krieg von 1992 bis 1995 und dessen Kriegsverlauf unter spezieller Betrachtung der neuralgischen Stadt Sarajevo, die 1425 Tage von bosnischen Serben belagert wurde17. Als weitere zentrale Forschungsthematik der vorliegenden Seminararbeit manifestiert sich die Erforschung der Zielsetzung der jeweiligen Kriegsparteien Des Weiteren werden die Grundzüge der Vorgeschichte - also die Verschärfung der Diskrepanzen - des Bosnien-Krieges sowie die Nachwirkungen und die Prozesse vor dem internationalen Strafgerichtshof für Jugoslawien kurz erläutert und in einen zeitgenössischen Kontext gesetzt. Die Schlussbetrachtung der Arbeit soll die Forschungsfrage, mittels der in den Kapiteln des Hauptteils dargelegten Ereignissen, beantworten.

1 Der Staatszerfall Jugoslawiens 1989-1991

Während sich im Großteil der restlichen Ostblock-Staaten, wie Polen und Ungarn, in den 80er- Jahren ein Systemwandel abzeichnete, war die Situation in Jugoslawien weiter starr; die beiden Kontrahenten-Staaten Serbien und Slowenien vertraten komplett gegensätzliche Auffassungen, wie die Zukunft des Vielvölkerstaates definiert werden sollte. Serbien versuchte graduell sein Machtvakuum bzw. seine Machtsphäre in Jugoslawien zu erweitern, indem Staatspräsident Slobodan Milosevic autonome Regionen für Serbien im Kosovo und Kroatien fordert, obwohl man dort die klare Minderheit mit einem Bevölkerungsanteil von etwa einem Zehntel stellte. Die politischen Diskrepanzen verschlimmerten sich zusehends, als Serbien 15.000 Truppen im Kosovo stationierte und dafür von Slowenien kritisiert wurde. Zeitgleich bildete sich in Jugoslawien ein Konstrukt, welches man vorsichtig als Formierung von Allianzen beschreiben könnte: Kroatien sicherte Slowenien seine Solidarität und Unterstützung zu, während Serbien und Montenegro sich die Treue schworen; Bosnien positionierte sich neutra.

Federführend für die das Fortschreiten des Desintegrationsprozesses - also der Abschaffung des jugoslawischen Föderalismus - war der serbische Politiker Slobodan Milosevic. Seine Vorschläge zu konstitutionellen Änderungen trafen auf markanten Widerstand aus Slowenien; dasselbe galt für die Bestrebungen des slowenischen Repräsentanten Milan Kucan, dessen Vorschläge von Serbien vehement abgelehnt wurden. Die Konfliktquelle in Jugoslawien, die spannungsreiche Diskrepanz zwischen nationalistischen und föderalistischen Tendenzen, schien 1990 bereits unkontrollierbar; mit dem graduellen „Kollaps des Kommunismus“ und dem graduellen Verfall der Sowjetunion verließ das Grundkonzept Jugoslawiens Europa: der Kommuni smus.

Die 1990 abgehaltenen politischen Wahlen einten die Ethnien Jugoslawiens in keiner Weise, sondern sind vielmehr mit dem gegenteiligen Effekt zu verstehen. Die jeweiligen Ethnien und Bevölkerungsgruppen wählten diejenigen Parteien, die derselben ethnischen Gruppierung angehörten. Jugoslawien, speziell aber Ostbosnien, transformierten sich noch rapider zu einem „nationalistischem Flächenbrand18 19 20 21 22 23 24 “ von ungeheurem Ausmaß2324.

Just nach den Wahlen in Jugoslawien deklarierten Slowenien, Kroatien und der Kosovo ihre Unabhängigkeitsbestrebungen und begannen sogleich Vorbereitungen zu initiieren. Mit dem 2. Juli 1990 erklärten die Präsidenten Kroatiens und Sloweniens ihre Unabhängigkeitsbestrebungen und lösten de facto die letzten Hoffnungen des Vielvölkerstaat auf; der slowenische Außenminister Dimitrij Rupel proklamierte: „Jugoslawien existiert nicht mehr2526.“ Die simultanen Souveränitätserklärungen des Kosovos und Kroatiens führten zu einer Staatskrise, der Jugoslawiens Staatsregierung unter Ante Markovic kaum etwas entgegenzusetzen hatte. Exorbitante Probleme manifestierten sich dabei in der Streitfrage des Militärs, das de facto keiner staatlichen Macht unterstellt war und aus Soldaten aller Ethnien bestand. Trotzdem sprach sich das Militär, unter der Führung von General Kadijevic, klar für die territoriale Integrität Jugoslawiens aus, war sogar dazu bereit, gegen die Souveränitätsbestrebungen militärisch zu intervenieren25 26 27.

Bereits im Frühjahr 1991 begannen die einzelnen Staaten und ihre politischen Entscheidungsträger sich auf den Ausbruch eines Kriegs vorzubereiten, der berüchtigte „Point of no Return“ des Zerfalls Jugoslawiens war erreicht. Slowenien und Kroatien deklarierten am 25. Juni 1991 ihre Unabhängigkeit, mit der Folge, dass der Präsident der JVA28 29 30, Ante Markovic, die Sicherung der slowenischen Grenze durch seine Streitkräfte befahl. Die zehntägigen Kriegshandlungen zwischen der JVA und der slowenischen Territorialverteidigung konnten durch diplomatische Intervention aus Europa beendet werden. Simultan manifestierten sich aber erste militärische Konflikte im benachbarten Kroatien zwischen revoltierenden Serben, der kroatischen Polizei, dem kroatischen Militär sowie kroatischen paramilitärischen Verbänden; unterstützt wurden die serbischen Aufständischen von Truppen der JVA, dessen Generalstab die Verteidigung der Serben in Kroatien und die volle Annexion Bosniens als Ziel deklarierte. Als großes Ziel träumte die prädominant serbische Führung Jugoslawiens von einem neuen Jugoslawien unter serbischer Regentschaft - quasi eine Art Großserbien, wie im Verlauf des Bosnien-Kriegs oft proklamiert wurde.

2 Der Bosnien-Krieg

Im März 1991 war im benachbarten Kroatien der Krieg ausgebrochen, eine Entwicklung, der man in Bosnien mit Sorge entgegenblickte; speziell in den serbisch-dominierten Gebieten Kroatiens wurden erstmals ethnische Säuberungen durchgeführt31 32 33 34, federführend dabei war die Instruktionen des serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic.

Erste blutige Auseinandersetzungen und Kämpfe in Bosnien manifestierten sich mit Jahresbeginn 1992 und verdeutlichten sich im März desselben Jahres. Vorausgegangen war diesen Konflikten die Proklamation der Republika Srpska auf bosnischem Staatsgebiet, die Anspruch auf alle serbisch-dominierten Territorien erhob35 36 37 ; das darauffolgende Referendum war reine Formsache und erzielte 99-prozentige Zustimmung zur Souveränität. Diese Abspaltung ist aber keineswegs als friedensstiftend zu verstehend, führte sogar zu einem rasanten Anstieg an Auseinandersetzungen3637. Zu diesem Zeitpunkt - also im März 1992 - waren Slobodan Milosevic und sein militärischer Generalstab bereits fest davon überzeugt, Bosnien zu unterwerfen; offiziell berief man sich auf die Benachteiligung bzw. Bedrohung der serbischen Bevölkerung durch die muslimische Herrschaft Bosniens, um kriegerische Handlungen rechtzufertigen.

Die EG und die USA reagierten am 6. April 1992 mit der internationalen Anerkennung Bosniens als souveräner Staat, in der Hoffnung, dass man dadurch einen blutigen Krieg prävenieren könnte38.

Trotz der Versuche der EG und USA den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens politische sowie gesellschaftliche Stabilität einzuverleiben, begannen serbische Truppen am 1. April 1992 mit den ersten Kriegshandlungen. Die Gefechte verlagerten sich schnell nach Nord- und Ostbosnien, wo die Truppe Serbiens und der JVA militärische Erfolge erzielten und unzählige Städte und Dörfer plünderten. Als am 4. April die serbische Streitmacht Sarajevo einkreiste und damit eine systematische Belagerung initiierte, befahl Bosniens Staatspräsident Alija Izetbegovic die Generalmobilisierung aller wehrpflichtigen Männer; zu diesem Zeitpunkt war die Streitmacht Bosniens de facto nicht existent und verfügte nur über einen Panzer. Zu diesem Zeitpunkt des Krieges war man den serbischen Kontrahenten - die auf Truppen der JVA, Serbiens und Tschetnik39 40 41 zurückgreifen konnten - nummerisch sowie ausrüstungstechnisch klar unterlegen4041.

Bosnien reagierte prompt und rief am 5. April 1992 die souveräne, von Jugoslawien losgelöste, Republik Bosnien und Herzegowina aus; Izetbegovic war sich zu diesem Zeitpunkt aber bewusst, dass die strukturelle Organisation der serbischen Truppen deutlich besser ausgeprägt war. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits große Teile des Territoriums Bosniens von serbischen Truppen erobert oder zerstört worden. Die gut ausgestatteten sowie kriegserfahrenen Truppen der JVA und die irregulären serbischen Truppen überrollten im Verlauf der Monate April und März die bosnischen Truppen regelrecht und besetzten weitere Städte Bosniens, wie Srebrenica, Bratunac oder Derventa; insgesamt kontrollierten serbische Verbände etwa 60 Prozent des bosnischen Territoriums42. Die offizielle Gründung der Armee Bosniens erfolgte erst am 20. Mai 1992 etwa zeitgleich mit der Gründung der Armee der Republika Srpska43 44 45 ; jene Manifestation der Armee bestehend aus bosnischen Serben und serbischen Freischärlern kann vorsichtig als Zäsur des Bosnien-Kriegs bezeichnet werden. Slobodan Milosevic ordnete im Mai 1992 zwar den Rückzug der Truppen der JVA aus Bosnien an, transferierte aber zeitgleich etwa 55.000 Soldaten unter das Kommando von Ratko Mladic, dem Führer der Streitkräfte der Republika Srpska4445. Ramet46 schreibt in ihrer Publikation hinsichtlich der Streitmächte, dass die VRS - CIA Schätzungen zufolge - über 250 000 Mann verfügte, mit Verlauf des Krieges aber durch „massive Fahnenflucht dezimiert wurde47 “. Das deklarierte Kriegsziel von Milosevic und Karadzic orientierte sich an ihrer nationalistischen Utopie eines Großserbiens, welches nur durch ethnische Säuberungen erreicht werden konnte48.

Mit Juni 1992 verschlechterte sich die humanitäre Lage im Staatsgebiet Bosniens schlagartig, verhängte Präsident Alija Izetbegovic doch den Kriegszustand über das Land. Zeitgleich begannen serbische Einheiten - unter der Führung Mladic - mit ethnischen Säuberungen an Bosniaken, darunter auch wehrlose Frauen und Kinder. Mit 20. Juni wurde von der UN ein Waffenstillstand ausverhandelt, um den Flughafen Sarajevos unter europäische Kontrolle zu stellen, damit humanitäre Flüge nicht durch den Krieg in Gefahr gebracht wurden49.

Die bosnischen Truppen verloren bis Juni 1992 unzählige Schlachten, verzeichneten dafür minimale Erfolge in der Hauptstadt Saraj evo, wo man dazu in der Lage war, die letzten Truppen der JVA zu vertreiben und neuralgische Militärstützpunkte der Serben aufzureiben. Serbische Truppen hingegen setzten ihren Eroberungsfeldzug im Norden, Nordosten und Osten des Landes fort, vertrieben die muslimische Bevölkerung oder deportierten sie in eigens errichtete Internierungslager50. Mit Ende des Jahres 1992 kontrollierten Serben etwa 70 Prozent des Territorialstaates Bosnien, kroatische Truppen der HV und HVO 20 Prozent, der Rest blieb der de facto Regierung von Izetbegovic, die nur mehr minimale Gebiete in der Region Sarajevo, Bihac, Gorazde, Srebrenica, Tuzla und Zepa kontrollierte; just zu diesem Zeitpunkt des Kriegs wurden bereits mindestens 2 Millionen Menschen obdachlos, der Großteil durch die ethnischen Säuberungen und den Artilleriebeschuss der serbischen Truppen51.

Mit Beginn des Kriegsjahres 1993 veränderte sich die Lage im Bosnien-Krieg, waren bosnische Truppen doch zunehmend dazu in der Lage, erfolgreiche militärische Operationen gegen serbische Truppen auszuführen. Federführend dafür waren die intelligenten, wenn auch durchwegs rücksichtslosen, Kriegsstrategien des bosnischen Kommandeurs Naser Oric; am orthodoxen Weihnachtstag, den 7. Jänner, überfielen seine Truppen ein serbisches Dorf, dessen Bevölkerung auf den Angriff keineswegs vorbereitet war52. Oric Kriegsstrategie belief sich darauf, seine Truppen in der Sicherheitszone53 - eigentlich eine militärfreie Zone - zu stationieren, um von dort aus serbische Stützpunkte anzugreifen, um im Gegenzug nicht angegriffen werden zu können.54 55 56

[...]


1 Aus Gründen der Leserlichkeit und Übersichtlichkeit wird in dieser Arbeit Bosnien und Herzegowina just als Bosnien bezeichnet.

2 Vgl. Holm Sundhaussen, Jugoslawien und seine Nachfolgestaaten 1943-2011, 2. Auflage, Wien / Köln / Weimar 2014, 415.

3 Vgl. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Gesellschaft in Bosnien und Herzegowina, https://osteuropa.lpb-bw.de/bos-herz-gesellschaft (15.02.2022).

4 Vgl. Marie-Janine Calic, Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert, München 2010, 264-268.

5 Vgl. ebd., 271-273.

6 Vgl. Sabrina P. Ramet, Die drei Jugoslawien, München 2011, 373.

7 Vgl. Calic, Geschichte, 276-279.

8 Vgl. Ramet, Jugoslawien, 454-458.

9 Calic, Geschichte.

10 Ramet, Jugoslawien.

11 Sundhaussen, Jugoslawien.

12 Marc Ertl, Sarajevo in den Jahren 1992-1996. Eine belagerte Stadt inmitten der Auseinandersetzungen des Bosnienkrieges, Diplomarbeit, Klagenfurt 2009.

13 Raphael Draschtak, Die militärischen Handlungsschemata der Konfliktparteien im ehemaligen Jugoslawien 1995 bis zum Friedensvertrag von Dayton, Dissertation, Wien 2002.

14 Predrag Jurekovic, 10 Jahre Kriegsverbrechertribunal ICTY - Welche Bedeutung hat die Kriegsverbrecherproblematik für den Stablisierungsprozeß auf dem westlichen Balkan? 52/04-06 (2003), 167­183.

15 Kristof Gosztonyi / Hannes Grandits, Nationalismus und direkte Versöhnung - Das neue interethnsiche Zusammenleben im Süden Bosnien-Herzegowinas, in: Südosteuropa. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft 52/04-06 (2003), 198-228.

16 Robert Pichler, Migration, Diasporisierung und der Zerfall Jugoslawiens. Eine vergleichende Analyse, in: Balkanistic Forum 1 (2015), 391-409.

17 Bundeszentrale für politische Bildung, Vor 20 Jahren: Ende der Belagerung von Sarajevo, https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/222161/vor-20-jahren-ende-der-belagerung-von-sarajevo/ (14.02.2022).

18 Vgl. Ramet, Jugoslawien, 487-492.

19 Vgl.SUNDHAUSSEN, Jugoslawien, 282-284.

20 Vgl. Imanuel Geiss, Der Jugoslawienkrieg, Frankfurt am Main 1993, 54.

21 Vgl. Calic, Geschichte, 297-299.

22 Ramet, Jugoslawien, 492.

23 Vgl. Calic, Geschichte, 301 f.

24 Pichler, Migration.

25 Susan L. Woodward, Balkan tragedy. Chaos and dissolution after the Cold War, Washington, DC 1995, 120.

26 Anzumerken ist hierbei, dass die faktische Lösung Sloweniens aus Jugoslawien erst mit dem 25. Juni 1991 vollzogen wurde.

27 Vgl. Calic, Geschichte, 303.

28 JVA = Jugoslawische Volksarmee

29 Holm Sundhaussen, Der Zerfall Jugoslawiens und dessen Folgen, https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/31042/der-zerfall-jugoslawiens-und-dessen-folgen/ (15.02.2022).

30 Vgl. Calic, Geschichte, 308 f.

31 Aus dem Bericht des Kriegstribunals über Slobodan Milosevic geht hervor, dass nur im Kriegsjahr 1991 etwa 80.000 Kroaten aus ihrem Gebiet vertrieben worden (vgl. Fußnote 33).

32 Vgl. The International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia, The Prosecutor of the Tribunal against Slobodan Milosevic. Second Amendment Indictment, https://www.icty.org/x/cases/slobodan_milosevic/ind/en/mil-2ai020728e.htm, Punkt 36 (16.02.2022).

33 Vgl. Sundhaussen, Jugoslawien, 321-324.

34 Vgl. Ramet, Jugoslawien, 531-535.

35 Der erste Präsident der Republika Srpska wurde - der später als Kriegsverbrecher verurteilte - Radovan Karadzic.

36 Vgl. Calic, Geschichte, 313 f

37 Vgl. Sundhaussen, Jugoslawien, 338-342.

38 Ebd., Vgl. 341.

39 Als Tschetnik werden serbische Freischärler bezeichnet, die im Bosnien-Krieg und Kroatien-Krieg auf Seiten der serbischen Truppen kämpften, aber de facto nicht den offiziellen Streitkräften angehörten.

40 Vgl.Wolfgang Etschmann / Truppendienst: Magazin des österreichischen Bundesheers, Der Krieg in Bosnuen und Herzegowina 1992-1995 (15.02.2022).

41 Vgl. Ramet, Jugoslawien, 570-573.

42 Vgl. Etschmann / Truppendienst: Magazin des österreichischen Bundesheers, Krieg.

43 Vgl. Ramet, Jugoslawien, 572 f.

44 Vgl. ebd.

45 Vgl. Sundhaussen, Jugoslawien, 344.

46 Ramet, Jugoslawien.

47 Ebd., 573.

48 Für eine detaillierte und strukturierte Darlegung der ethnischen Säuberungen, siehe Kapitel 3

49 Vgl. Steven L. Burg / Paul Shoup, The war in Bosnia-Herzegovina. Ethnic Conflict and International Intervention, London / New York 1999, 131-133.

50 Vgl. ebd., 133-135.

51 Vgl. Ramet, Jugoslawien, 578 f.

52 HRW, Oric's Two Years, https://www.hrw.org/news/2006/07/11/orics-two-years (15.02.2022).

53 Vorangegangen war der Errichtung einer Schutzzone über Srebrenica die Bombardierung der Stadt durch die VRS im Frühjahr 1993.

54 Vgl. Ramet, Jugoslawien, 593.

55 Vgl. Sundhaussen, Jugoslawien, 361.

56 Der Vance-Owen-Plan war ein vorgelegter Friedensplan, der darauf abzielte, den Konflikt in Bosnien zu beseitigen; vorgesehen wurde dabei, die Dezentralisierung Bosnien und Herzegowinas in der Form einer Aufteilung in 10 autonome Provinzen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Der Bosnien-Krieg 1992-1995
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Note
1
Autor
Jahr
2022
Seiten
25
Katalognummer
V1289843
ISBN (Buch)
9783346750488
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bosnien-krieg
Arbeit zitieren
Lucca Ventre (Autor:in), 2022, Der Bosnien-Krieg 1992-1995, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289843

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