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Salzgewinnung in der Latènezeit anhand von Bad Nauheim

Titel: Salzgewinnung in der Latènezeit anhand von Bad Nauheim

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dominik Faber (Autor:in)

Archäologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll nach den einleitenden allgemeinen Gedanken zur Salzgewinnung in der Latènezeit der Fokus auf der Bad Nauheimer Saline gerichtet werden. Dabei werden zuerst Lage und Forschungsgeschichte diese Fundplatzes geschildert, bevor die Befunde der jüngsten Ausgrabungen 2001-2004 beschrieben werden und jeweils auf andere, vergleichbare Funde im Stadtgebiet verwiesen wird. Im letzten Unterkapitel zur Produktion in der Saline werden diese Beschreibungen zusammengeführt und mit einer Beschreibung der "chaîne opératoire" in Kontext zueinander gesetzt. Auch andere wichtige befundübergreifende Aspekte wie die Laufzeit der Saline und die Größe werden an dieser Stelle der Arbeit beschrieben. Vor den Schlussbetrachtungen sind noch die Punkte Distribution und Konsum Thema, wobei schon einmal verraten sei, dass vor allem Letzteres sich bisher in Bad Nauheim gar nicht fassen lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Salzgewinnung in der Latènezeit

3. Die Bad Nauheimer Saline

3.1 Lage

3.2 Forschungsgeschichte

3.3 Produktion – die (Be)funde der Saline

3.3.1 Quellbecken

3.3.2 Becken und Flechtwerkeinfassungen

3.3.3 Holzkästen

3.3.4 Pflasterungen

3.3.5 Siedeöfen und Briquetage

3.3.6 Weitere Befunde des Salineareals

3.3.7 Zwischenresümee

3.4 Distribution & Konsum – Bedeutung und Überregionale Einordnung

4. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die latènezeitliche Salzproduktion in der Bad Nauheimer Saline, wobei insbesondere die baulichen Befunde der Grabungen 2001-2004 analysiert werden, um den technologischen Ablauf der Salzgewinnung und dessen wirtschaftliche Einordnung zu rekonstruieren.

  • Techniken der eisenzeitlichen Salzgewinnung
  • Archäologische Befunde: Quellfassungen, Becken und Siedeöfen
  • Rekonstruktion der chaîne opératoire (Operationskette)
  • Überregionale Bedeutung als industrieller Handelsstandort
  • Sozioökonomische Aspekte und die Rolle der Saline im Siedlungsgefüge

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Quellbecken

Die natürlichen und rezent künstlich gebohrten Bad Nauheimer Soleaustritte sind alle in einem drei Kilometer langen NNO-SSW bis NO-SW verlaufende Zone gelegen und zeigen sich deutlich durch Sinterausfällungen. Während der Grabungen 2003 und 2004 wurden über zwei solcher Quellen eine vierphasige Holzkonstruktion gefunden. Die älteste Phase konnte wohl nicht vollständig erfasst werden. Allerdings lassen die wenigen gefundenen Reste vermuten, dass es in etwa der Form und Bauweise der vermutlich nahezu deckungsgleichen Phase 2 entsprochen haben muss. Diese ist wesentlich zahlreicher belegt und besitzt eine langrechteckige Form, war NNW-SSO ausgerichtet und kann auf eine Gesamtgröße von 15,2 m x 2,8 m/3,9 m rekonstruiert werden. Das enspricht einer Fläche von 50 m². Bis zu vier Lagen von Brettern konnten dokumentiert werden, die in senkrechten Nuten zwischen zwei Pfosten platziert waren. Zwischen den Seitenwänden des Beckens wurden zur Stabilisierung verzapfte Balken angebracht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der eisenzeitlichen Salzgewinnung in Hessen ein und umreißt den Fokus auf die Fundstelle Bad Nauheim sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2. Salzgewinnung in der Latènezeit: Hier wird der allgemeine technologische Kontext und der Aufschwung der Salzherstellung während der Latènezeit in Mitteleuropa sowie der Wandel zum handwerklichen Betrieb erörtert.

3. Die Bad Nauheimer Saline: Das Hauptkapitel detailliert die Lage, Forschungsgeschichte sowie die spezifischen archäologischen Befundgruppen, von den Quellbecken über Flechtwerke, Kästen, Pflasterungen bis hin zu Öfen und Leitungssystemen, einschließlich einer Rekonstruktion der Produktionskette.

4. Schlussbetrachtungen: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über den Niedergang der Saline zum Übergang zur römischen Zeit und benennt offene Forschungsfragen sowie künftigen Bedarf an fachübergreifenden Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Salzproduktion, Latènezeit, Bad Nauheim, Saline, archäologische Befunde, Quellbecken, Siedeöfen, Briquetage, chaîne opératoire, Distribution, Siedlungsarchäologie, Eisenzeit, Sole, Handelsplatz, Forschungshistorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rekonstruktion und Analyse der prähistorischen Salzgewinnung in der Nordsaline von Bad Nauheim während der Latènezeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die baulichen Strukturen der Salzgewinnung, der Prozess vom Sole-Austritt bis zum fertigen Salzprodukt sowie die wirtschaftliche Rolle der Saline als überregionaler Handelsstandort.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Befunde der Grabungen 2001-2004 auszuwerten, um den technologischen Ablauf (die sogenannte chaîne opératoire) der Salzproduktion in Bad Nauheim wissenschaftlich greifbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung archäologischer Grabungsbefunde, ergänzt durch naturwissenschaftliche Datierungsmethoden (Dendrochronologie) und den Vergleich mit zeitgenössischen Fundplätzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die unterschiedlichen Befundgruppen – wie Quellfassungen, Becken, Holzkästen, Pflasterungen und Siedeöfen – beschrieben und in einen funktionalen Zusammenhang zueinander gestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Salzproduktion, Latènezeit, Bad Nauheim, Saline, chaîne opératoire, Briquetage, Siedeöfen und Handelsstandort.

Wie genau konnte die Laufzeit der Nordsaline bestimmt werden?

Die Datierung erfolgt über eine Kombination aus dendrochronologischen Analysen der Hölzer (von ca. 305 v. Chr. bis ins 1. Jh. n. Chr.) und der chronostratigraphischen Auswertung der Keramikfunde.

Warum ist die Identifikation der Bad Nauheimer Saline als "Industriestandort" umstritten?

Obwohl der Begriff "Industriestandort" aufgrund der massiven Produktion und Handelsverbindungen oft fällt, bevorzugen Forscher wie L. Hansen den Begriff "weitläufiger Großbetrieb", um die technologische Komplexität und den Organisationsgrad präziser zu fassen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Salzgewinnung in der Latènezeit anhand von Bad Nauheim
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Veranstaltung
Salz in der Vor- und Frühgeschichte
Note
1,3
Autor
Dominik Faber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
27
Katalognummer
V1289976
ISBN (PDF)
9783346751706
ISBN (Buch)
9783346751713
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Salz Salzgewinnung Bad Nauheim Latène Latènezeit Eisenzeit Kelten Saline Rom Römer Holzkasten Quellbecken Becken Pflasterung Siedeöfen Briquetage Distribution Konsum Produktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dominik Faber (Autor:in), 2019, Salzgewinnung in der Latènezeit anhand von Bad Nauheim, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289976
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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