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Das Pferd im Oldenburger Stadtbild. Ein Identifikationssymbol?

Title: Das Pferd im Oldenburger Stadtbild. Ein Identifikationssymbol?

Term Paper , 2018 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Frederike Gadeberg (Author)

Art - History of Art
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Diese Arbeit möchte anhand von drei ausgewählten Beispielen untersuchen, inwiefern Pferde als Identifikationspotenzial für die Stadt Oldenburg fungieren und wie sich die Darstellungen ins Stadtbild integrieren und dieses prägen. Darüber hinaus soll sich auf die Unterschiede hinsichtlich der Inszenierung zwischen den drei Darstellungen konzentriert werden.

Schon seit der Antike spielen Pferde eine wesentliche Rolle in der Gesellschaft und sind die am häufigsten abgebildeten Tiere – es handelt sich somit um ein klar etabliertes Motiv in der bildenden Kunst. Werden die gutmütigen Tiere zu Beginn der Kunstgeschichtsschreibung noch meistens mit Reitern (nicht Reiterinnen) dargestellt, wandelt sich dieser Umstand und Pferdemythos im Laufe der Geschichte und in der Gegenwart werden Pferde in der Kunst meistens autonom behandelt. Immer wieder Teil der Debatte ist die von Pferden ausgehende Geschwindigkeit und die sich dadurch ergebende Möglichkeit menschlicher Machtpolitik – eine solche Hierarchisierung und Naturalisierung vom Pferd zu einem Kulturprodukt bedingen weitreichende Forschungsperspektiven und -möglichkeiten.

Die Diskussion um Pferde, Menschen und deren Darstellung ist also facettenreich und liefert viele unterschiedliche Imaginationen. Es ließen sich in diesem Kontext beispielsweise Themen wie dem Mangel der Repräsentanz der Frau, geschichtliche Analysen oder anatomische Studien wie bei George Stubbs untersuchen und diskutieren. Wie unterschiedlich die Imaginationen außerdem sein können, zeigt auch ein Blick auf die Verwendung von Pferden – im Krieg, als Transportmittel, zum Sport und zur Unterhaltung, zur Zucht oder als Symbol von Macht und Repräsentation, um nur einige Beispiele zu nennen.

Begibt man sich im Kontext von Symbolhaftigkeit und Allegorien auf eine Reise durch die Stadt Oldenburg, fallen an vielen Orten Pferdedarstellungen auf – Was hat es in Anbetracht der eingangs skizzierten Beobachtungen zu Pferdebildern hiermit auf sich? Sind die Tiere tatsächlich stark mit dem Oldenburger Gedächtnis und den Traditionen der Region verankert oder ist das Motiv willkürlich und die Darstellungen dienen lediglich der Inszenierung Oldenburgs als kunstaffine Stadt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung

2. Das Pferd in der Kunst

3. Oldenburg und die Pferde

3.1. Donnerhall

3.2. Vier Pferde

3.3. Graf Anton Günther Wandbild

3.4. Zusammenhang der drei Kunstwerke

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern Pferdedarstellungen im öffentlichen Raum von Oldenburg als Identifikationssymbole für die Bewohnerinnen und Bewohner fungieren. Dabei wird analysiert, wie diese Kunstwerke im Stadtbild integriert sind und welche Rolle sie im kollektiven Gedächtnis sowie bei der Inszenierung der Stadt einnehmen.

  • Analyse der Symbolkraft des Pferdes in der Kunstgeschichte
  • Untersuchung von drei markanten Pferdedarstellungen in Oldenburg
  • Reflexion über regionale Identitätsstiftung durch Denkmäler
  • Vergleich zwischen historischer Bedeutung und moderner ästhetischer Inszenierung
  • Betrachtung des Wandels der Mensch-Pferd-Beziehung im urbanen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.1 Donnerhall

Die Skulptur Donnerhall befindet sich in der Lange Straße 8, unmittelbar in der Oldenburger Fußgängerzone und dadurch unübersehbar im Zentrum der Stadt. Erstellt im Jahr 2008 von Walter Hilpert fungiert die Statue als Denkmal für den berühmten Rappen Donnerhall, der von 1981-2002 gelebt hat. Finanziert und gestiftet durch die Oldenburgische Volksbank stellt die Arbeit nun einen lebensgroßen Hengst dar, der einen Inbegriff oldenburgischer Identität und Geschichte zu sein scheint.

Walter Hilpert hat Donnerhall in einem subtraktiven Verfahren – im Bronzeguss – hergestellt. Durch konkave und konvexe Partien entstehen Hohlformen und es handelt sich um eine raumoffene Gestaltung, wenn sich beispielsweise der Pferdebauch plastisch in den Raum wölbt. Zwar sieht Donnerhall aus wie ein ‚schlankes‘ Pferd, durch seine Größe wirkt er jedoch trotzdem schwer und tatsächlich wiegt die Skulptur aufgrund des Materials und der Größe 700 Kilogramm. Er ist auf einem minimalen Sockel, einer Plinthe, platziert und präsentiert, wodurch der Betrachter eine gute Ansicht hat und Donnerhall nahbar wirkt. Hinzu kommt, dass es keinen festen Betrachtungsstandort gibt, weil die Skulptur frei steht, wodurch sie mehransichtig und von allen Seiten zugänglich ist. Mit seinen vier Hufen berührt Donnerhall den Boden, ein standfester Eindruck wird erweckt. Sein Kopf ist aufrecht und der Blick geradeaus gerichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle des Pferdes in der Kunstgeschichte und führt die Forschungsfrage ein, ob Pferdedarstellungen im Oldenburger Stadtbild als Identifikationssymbole dienen.

2. Das Pferd in der Kunst: Dieses Kapitel gibt einen kulturgeschichtlichen Abriss über die Darstellung von Pferden in der Kunst, vom antiken Motiv bis zur modernen Bedeutung als Freizeit- und Statussymbol.

3. Oldenburg und die Pferde: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse spezifischer lokaler Denkmäler, die die Verbindung zwischen Oldenburg und dem Pferd thematisieren.

3.1. Donnerhall: Die Analyse der Bronzeskulptur des Hengstes Donnerhall, der als Inbegriff oldenburgischer Zuchtgeschichte im Stadtzentrum fungiert.

3.2. Vier Pferde: Untersuchung der monumentalen Betonskulptur auf dem Pferdemarkt, die an die historische Bedeutung des Viehhandels erinnert und einen künstlerischen Kontrast bildet.

3.3. Graf Anton Günther Wandbild: Betrachtung des Wandgemäldes, das den legendären ‚Pferdegrafen‘ zeigt und fest in der regionalen Identität verankert ist.

3.4. Zusammenhang der drei Kunstwerke: Synthese der Ergebnisse, die aufzeigt, wie unterschiedliche künstlerische Ausprägungen zur kollektiven Identitätsstiftung beitragen.

4. Fazit: Die Zusammenfassung der Arbeit betont, dass Pferdedenkmäler maßgeblich zur Stärkung der regionalen Identifikation beitragen und Teil der visuellen Erinnerungskultur Oldenburgs sind.

Schlüsselwörter

Oldenburg, Pferd, Identifikationssymbol, Stadtbild, Denkmäler, Donnerhall, Graf Anton Günther, Vier Pferde, Pferdezucht, Erinnerungskultur, Kunstgeschichte, Regionalidentität, Skulptur, Wandbild, Kulturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Pferdedarstellungen als Identifikationssymbole im öffentlichen Raum der Stadt Oldenburg.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der kunstgeschichtlichen Bedeutung des Pferdemotivs, der regionalen Geschichte Oldenburgs und der stadträumlichen Inszenierung durch Denkmäler.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Einfluss dieser Darstellungen auf das kollektive Gedächtnis und das Heimatgefühl der Oldenburger Bewohnerinnen und Bewohner zu ergründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine kunstgeschichtliche und kulturanthropologische Herangehensweise, ergänzt durch Fallbeispiele und Literaturanalysen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse von drei spezifischen Objekten: der Skulptur Donnerhall, der Betonskulptur „Vier Pferde“ und dem Wandgemälde Graf Anton Günther.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Oldenburg, Pferd, Denkmäler, Identitätsstiftung, Erinnerungskultur und regionale Ikonografie.

Welche Bedeutung hat Graf Anton Günther für die Untersuchung?

Er gilt als der Begründer der oldenburgischen Pferdezucht und ist als ‚reitender Graf‘ eine zentrale Symbolfigur für die Identität der Stadt.

Wie unterscheidet sich die Rezeption der Skulptur „Vier Pferde“ von der des „Donnerhall“?

Während Donnerhall als naturalistische und nahbare Figur mit lokaler Zuchtgeschichte assoziiert wird, lösten die abstrakten „Vier Pferde“ zunächst Irritationen aus und stehen heute symbolisch für den historischen Viehhandel.

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Details

Title
Das Pferd im Oldenburger Stadtbild. Ein Identifikationssymbol?
Grade
1,7
Author
Frederike Gadeberg (Author)
Publication Year
2018
Pages
19
Catalog Number
V1290052
ISBN (PDF)
9783346753830
ISBN (Book)
9783346753847
Language
German
Tags
pferd oldenburger stadtbild identifikationssymbol
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frederike Gadeberg (Author), 2018, Das Pferd im Oldenburger Stadtbild. Ein Identifikationssymbol?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1290052
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