Leistungen in der Schule müssen bewertet werden, das schreibt das Schulgesetz vor, keine Lehrkraft kann sich dem entziehen. Allerdings herrscht große Uneinigkeit über das Vorgehen bei der Leistungsbewertung. Schon längst ist der Frontalunterricht mit regelmäßigen Test, Klassenarbeiten und Klausuren nicht mehr die einzig praktizierte Unterrichtsmethode; Gruppenarbeiten, Formen von offenem Unterricht, Projekte und Wochenplanarbeit erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Wie aber kann oder sollte die Lehrkraft die Leistungen der Schüler/innen bei diesen Vorgehensweisen des Lehrens und Lernens beurteilen? Welche Formen der Leistungsbewertung gibt es für den offenen Unterricht und welche bieten sich wann an? Wie gehe ich als Lehrer/in professionell mit den Leistungen der Schüler/innen um?
Diesen Fragen soll sich die vorliegende Abfassung über Leistungsbeurteilung widmen. Im ersten Teil werden theoretische Grundlagen geklärt, der Begriff Leistung im Allgemeinen sowie im Bezug auf Schule geklärt. Außerdem wird ausführlich der pädagogische Leistungsbegriff erläutert.
Im zweiten Teil werden Gütekriterien dargestellt, welche Lehrkräfte in ihrem Handeln in Bezug auf Leistungsbeurteilung beachten sollten.
Der dritte und letzte Teil gibt einige Beispiele sowohl der klassischen als auch der neuen Formen der Leistungsbewertung. Es folgt eine Zusammenfassung.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Begriff Leistung
- Der Leistungsbegriff im Allgemeinen
- Der Leistungsbegriff in der Schule
- Der pädagogische Leistungsbegriff
- Gütekriterien schulischer Leistungsbeurteilung
- Objektivität
- Reliabilität
- Validität
- Kommunikative Validierung
- Transparenz
- Gegenstands- und Zielangemessenheit
- Prozesscharakter
- Rückmeldung an die Lernenden
- Prüfungsergebnisse als Rückmeldung für LehrerInnen
- Systemische Passung
- Bewertungsformen, -verfahren, -instrumente
- Klassische Bewertungsverfahren
- Klausuren, Klassenarbeiten, Tests
- Mündliche Lernerfolgskontrolle
- Neue Bewertungsverfahren
- Gruppenarbeiten/ Teamarbeit
- Projektarbeit
- Präsentation
- Freiarbeit/ Wochenplanarbeit/ Stationenarbeit
- Klassische Bewertungsverfahren
- Zusammenfassung
- Literaturangaben
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Abfassung befasst sich mit der Thematik der Leistungsbewertung im schulischen Kontext. Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Aspekte der Leistungsbeurteilung zu geben, von theoretischen Grundlagen bis hin zu konkreten Bewertungsformen und -verfahren. Dabei werden sowohl klassische als auch neue Formen der Leistungsbewertung beleuchtet, die im Zuge des Wandels von Unterrichtsformen und Lernkonzepten an Bedeutung gewinnen.
- Der Begriff Leistung im Allgemeinen und im schulischen Kontext
- Der pädagogische Leistungsbegriff und seine Bedeutung für die Unterrichtsgestaltung
- Gütekriterien schulischer Leistungsbeurteilung
- Klassische und neue Bewertungsformen und -verfahren
- Professionelles Lehrerhandeln bei der Leistungsbewertung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Leistungsbewertung ein und verdeutlicht die Notwendigkeit einer professionellen Herangehensweise an dieses Thema. Im ersten Kapitel wird der Begriff Leistung im Allgemeinen sowie im schulischen Kontext geklärt. Dabei wird auch der erweiterte Lernbegriff und seine Bedeutung für die Leistungsbeurteilung beleuchtet. Das zweite Kapitel widmet sich den Gütekriterien schulischer Leistungsbeurteilung, die für eine valide und faire Bewertung unerlässlich sind. Im dritten Kapitel werden verschiedene Bewertungsformen und -verfahren vorgestellt, sowohl klassische Verfahren wie Klausuren und Tests als auch neue Formen wie Gruppenarbeiten, Projektarbeit und Präsentationen. Die Zusammenfassung fasst die wichtigsten Punkte der Abfassung zusammen und bietet einen Ausblick auf weitere relevante Aspekte der Leistungsbewertung.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Begriff Leistung, die Leistungsbewertung in der Schule, Gütekriterien der Leistungsbeurteilung, klassische und neue Bewertungsformen, professionelles Lehrerhandeln, Unterrichtsformen, Lernkonzepte, erweiterter Lernbegriff, Handlungskompetenz, Schülerzentrierung, Feedback, Transparenz, Validität, Reliabilität, Objektivität, und die Bedeutung von Leistungsbewertung für die individuelle Entwicklung der SchülerInnen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die klassischen Gütekriterien der Leistungsbeurteilung?
Die drei Hauptkriterien sind Objektivität (Unabhängigkeit vom Prüfer), Reliabilität (Zuverlässigkeit der Messung) und Validität (Messung dessen, was gemessen werden soll).
Was unterscheidet den pädagogischen vom herkömmlichen Leistungsbegriff?
Der pädagogische Leistungsbegriff stellt den individuellen Lernprozess, die Anstrengung und die Kompetenzentwicklung in den Vordergrund, statt nur das Endergebnis zu bewerten.
Welche neuen Bewertungsformen gibt es für offenen Unterricht?
Dazu gehören die Bewertung von Gruppenarbeiten, Projektarbeiten, Präsentationen sowie Leistungen in der Wochenplan- oder Stationenarbeit.
Wie können Lehrer Leistungen transparent bewerten?
Transparenz wird durch klar kommunizierte Kriterien, regelmäßiges Feedback an die Lernenden und die Offenlegung der Bewertungsmaßstäbe erreicht.
Welche Funktion haben Prüfungsergebnisse für die Lehrkraft?
Sie dienen als Rückmeldung über den Erfolg des eigenen Unterrichts und zeigen auf, welche Themen eventuell erneut vertieft werden müssen.
- Citation du texte
- Jessica Brückner (Auteur), 2008, Professionelles Lehrerhandeln bei der Leistungsbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129025