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Der Spanische Erbfolgekrieg in den nordamerikanischen Kolonien

Title: Der Spanische Erbfolgekrieg in den nordamerikanischen Kolonien

Seminar Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Arne Engelhardt (Author)

History - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit werden die Auswirkungen des Spanischen Erbfolgekrieges auf Nordamerika sowie die Bedeutung Nordamerikas als Kriegsschauplatz dargestellt. Ebenfalls werden die Friedensbestimmungen analysiert und eingeordnet. Der „Spanische Erbfolgekrieg und die Kolonien“ ist ein breitgefächerter Themenkomplex, den es in den bedeutsamsten Bereichen zu betrachten gilt. Der „Spanische Erbfolgekrieg“ währte von 1701 – 1713/14.
Es ist zunächst zu betrachten wie es überhaupt zu einem „Spanischen Erbe“ kommen konnte und dann zu klären wie daraus ein Krieg entwickeln konnte. Diese beiden Punkte werden im ersten Teil dieser Arbeit thematisiert, um einen Einstieg in die Geschehnisse des Spanischen Erbfolgekrieges zu ermöglichen. Um ein Verständnis für die Gegebenheiten zu Beginn des Krieges zu erlangen, muss geklärt werden welche Mächte sich gegenüberstanden, welche Bündnisse sie bildeten und welche Ziele sie verfolgten. Anschließend werden die nordamerikanischen Besitzungen Frankreichs und Englands betrachtet, damit deutlich wird, weshalb der „Spanische Erbfolgekrieg“ als erster europäischer Konflikt auch auf die Kolonien übergreift. Hierzu führe ich eine kurze Beschreibung der Interessen- und Machtlage in Nordamerika durch, um die Begehrlichkeiten und Ziele der jeweiligen Seite zu jener Zeit geartet waren zu erläutern. Im Anschluss soll der Kriegsverlauf sowohl in Europa, als auch in den Kolonien betrachtet werden. Aus dieser Betrachtung heraus gelange ich zum Vertragswerk von Utrecht, welches den „Spanischen Erbfolgekrieg“ in den Kolonien und zu einem Großteil in Europa beendete. Im Verlauf dieser Arbeit soll die Frage erörtert werden, ob der „Spanische Erbfolgekrieg“ und der daraus resultierende Friede von Utrecht die französischen Hegemonialbestrebungen beendete. Weiterhin, inwieweit mit dieser Entwicklung der Aufstieg des „Britischen Empires“ möglich wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Voraussetzungen

2.1 Erbansprüche der verschiedenen Dynastien

2.2 Erbpläne und Testamente

3 DIE DINGE NEHMEN IHREN LAUF

3.1 Französische Politik um das Erbe

3.2 Habsburgische Interessenwahrung

3.3 Bündnissystem Ludwigs XIV.

3.4 Die Haager Allianz

4 Nordamerika – Kolonien um 1700

4.1 Geographische Lage Neu – Frankreichs und Neu – Englands

4.2 Die Bevölkerung der Kolonien

4.3 Die wirtschaftlichen Interessen im Vergleich

4.4 Die Bedeutung der indigenen Bevölkerung

4.5 Konfliktpotenzial um 1700

5 Der Krieg und seine Schauplätze

5.1 Europäischer Kriegsverlauf

5.2 Nordamerika ein Kriegsschauplatz?

5.2.1 Die Intensität des Krieges

5.2.2 Hervorzuhebende Ereignisse

5.2.2.1 Das „Deerfield – massacre“

5.2.2.2 Plan der Eroberung Québecs

5.2.2.3 Englischer Angriff auf Akadien

6 DAS VERTRAGSWERK VON UTRECHT

6.1 Die Verträge im Einzelnen

6.1.1 Frankreich – Großbritannen

6.1.2 Spanien – Großbritannien

6.1.3 Zusätzliche Bestimmungen

7 „Folgen“

8 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen dem Spanischen Erbfolgekrieg (1701–1713/14) in Europa und dessen Auswirkungen auf die nordamerikanischen Kolonien. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit dieser Konflikt und der daraus resultierende Friede von Utrecht die französischen Hegemonialbestrebungen beendeten und den Aufstieg Großbritanniens zum globalen Empire ermöglichten.

  • Dynastische Erbfolgestreitigkeiten und die Entstehung des Spanischen Erbfolgekrieges.
  • Die Interessen- und Machtverhältnisse der Kolonialmächte Frankreich und England in Nordamerika.
  • Die Rolle der indigenen Bevölkerung und der wirtschaftliche Konkurrenzkampf zwischen den Kolonien.
  • Vergleichende Analyse der militärischen Auseinandersetzungen in Europa und Nordamerika.
  • Die Bedeutung der Friedensverträge von Utrecht für die Neuordnung kolonialer Besitzansprüche und Handelsmonopole.

Auszug aus dem Buch

5.2.1 Die Intensität des Krieges

Die Auseinandersetzungen in Nordamerika zur Zeit des Spanischen Erbfolgekrieges werden separat als „Queen Anne’s War“ bezeichnet. Jedoch kann man die Kriegsführung nicht mit derjenigen europäischer Allianzkriege, wie des Pfälzischen Krieges oder auch des Span. Erbfolgekrieges, vergleichen. Die „Offensiven“ erfolgten oftmals in kleinstem Ausmaße. Nicht selten wurde eine Gruppe von 100 Milizionären als Armee bezeichnet. So rekrutierten die Armeen in den Kolonien, hauptsächlich die Englischen, sich zum Großteil aus Milizionären, da die „Regulars“ auf dem europäischen Schlachtfeldern benötigt wurden. Wegen des Mangels freistellbarer Bauern oder Handwerker, wurden „war – parties“ auf französischer Seite hauptsächlich „war - parties“ aus alliierten Indianern und regulären Einheiten zusammengestellt. „A band of Indians mixed with Frenchmen fell upon the settlements about the stone fort near the Falls of Saco, killed eleven persons, captured twenty four, and vainly attacked the fort itself.” Durch das Zusammenwirken der indigenen Bevölkerung und der Franzosen war die Stoßrichtung der Angriffe vorgegeben.

Mit den Siedlern New Yorks unterhielten die Caughnawagas eine Art Neutralitätsvertrag. Diesen zu unterminieren war das Ziel der Franzosen. Die Abenakis, durch die günstigeren und besseren Waren der englischen Kolonien angezogen, mussten unumstößlich in den Krieg mit einbezogen werden. Nur durch diese Einbindung der indigenen Bevölkerung in die Kriegshandlungen gegen die englischen Kolonien konnte verhindert werden, dass diese andernfalls eine neutrale Haltung einnahmen oder gar auf englischer Seite in den Krieg eingriffen. Wegen dieser Zwänge wurden die Grenzen Massachusetts und New Yorks zum Hauptziel der französisch-indigen Angriffe. Ebenso musste der soeben (1701) mit den Irokesen vereinbarte Frieden gewahrt bleiben, um das Risiko eines Bündnisses zwischen Engländern und Irokesen auszuschließen, zu schwer wogen die Erinnerungen an die verheerenden Irokesenkriege.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themenkomplexes, der historischen Rahmendaten und der zentralen Fragestellung bezüglich der Auswirkungen des Krieges auf Europa und Nordamerika.

2 Die Voraussetzungen: Analyse der dynastischen Erbfolgestreitigkeiten nach dem Tod von König Karl II. von Spanien und der damit verbundenen Interessenkonflikte.

3 DIE DINGE NEHMEN IHREN LAUF: Erläuterung der politischen Entscheidungen Ludwigs XIV., der Bündnisbildungen und des Ausbruchs des Konflikts unter Einbeziehung der Haager Allianz.

4 Nordamerika – Kolonien um 1700: Gegenüberstellung der sozioökonomischen Situation, der geografischen Lage und der Handelsinteressen in Neu-Frankreich und den englischen Kolonien.

5 Der Krieg und seine Schauplätze: Detaillierte Betrachtung des Kriegsverlaufs in Europa sowie der spezifischen „Guerilla-Kriegsführung“ in Nordamerika und ihrer bedeutenden Ereignisse.

6 DAS VERTRAGSWERK VON UTRECHT: Untersuchung der Friedensbestimmungen zwischen den beteiligten Großmächten und deren weitreichende Konsequenzen für die territoriale Aufteilung.

7 „Folgen“: Analyse der langfristigen Auswirkungen des Friedens von Utrecht, insbesondere auf die Stabilität der Kolonien und den britischen Aufstieg durch neue Handelsbedingungen.

8 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung, dass der Friede von Utrecht Frankreichs hegemoniale Bestrebungen beendete und den Aufstieg Großbritanniens zum Weltreich einleitete.

Schlüsselwörter

Spanischer Erbfolgekrieg, Friede von Utrecht, Nordamerika, Neu-Frankreich, 13 Kolonien, Ludwig XIV., Handelsmonopol, Pelzhandel, Asiento, Kolonialpolitik, balance of powers, Indigene Völker, Weltmächte, Empire, dynastische Erbfolge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Spanischen Erbfolgekrieg von 1701 bis 1714 im Hinblick auf seine globalen Auswirkungen, insbesondere den Konflikt zwischen Frankreich und Großbritannien in den nordamerikanischen Kolonien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf dynastischer Politik, kolonialer Wirtschaftsgeschichte (insbesondere Pelzhandel und Fischerei), der Rolle indigener Völker in europäischen Konflikten sowie der Neuordnung der europäischen und kolonialen Machtverhältnisse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Untersuchung ist es zu erörtern, ob der Spanische Erbfolgekrieg und der Friede von Utrecht die französischen Hegemonialbestrebungen dauerhaft beendeten und inwieweit sie die Grundlage für den Aufstieg des Britischen Empires bildeten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine historische Quellen- und Literaturanalyse, um den Zusammenhang zwischen europäischen politischen Entscheidungen und deren Auswirkungen auf die nordamerikanischen Siedlungsgebiete darzulegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Voraussetzungen (Erbansprüche), den europäischen Kriegsverlauf, die speziellen kriegerischen Bedingungen in Nordamerika („Queen Anne’s War“) sowie die vertraglichen Bestimmungen des Friedensschlusses von Utrecht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem der Spanische Erbfolgekrieg, der Friede von Utrecht, das Asiento-Handelsmonopol, der Pelzhandel und die „balance of powers“-Politik.

Welche Bedeutung hatte das „Deerfield-Massacre“ für den Verlauf des Kolonialkonflikts?

Das Deerfield-Massacre (1704) steht exemplarisch für die spezifische Kriegsführung in Nordamerika, bei der französische und indigene Kräfte gezielt gegen die englische Grenzregion vorgingen, um die koloniale Präsenz Englands zu destabilisieren.

Warum war der Asiento-Vertrag für die zukünftige Entwicklung so entscheidend?

Der Asiento-Vertrag sicherte Großbritannien das Sklavenhandelsmonopol und den privilegierten Zugang zum Handel mit den spanischen Kolonien, was die britische Wirtschaft massiv stärkte und den finanziellen Ruin Frankreichs durch den Wegfall dieser Handelsmöglichkeiten besiegelte.

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Details

Title
Der Spanische Erbfolgekrieg in den nordamerikanischen Kolonien
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Course
Kanadische Geschichte 1534 - 1814
Grade
1,7
Author
Arne Engelhardt (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V129028
ISBN (eBook)
9783640353965
Language
German
Tags
Spanische Erbfolgekrieg Kolonien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arne Engelhardt (Author), 2006, Der Spanische Erbfolgekrieg in den nordamerikanischen Kolonien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129028
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