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Pietas als Herrschertugend bei Augustus (Octavian)

Herrscherpropaganda zwischen Tradition und Charisma

Title: Pietas als Herrschertugend bei Augustus (Octavian)

Term Paper , 1998 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas Gräfe (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit untersucht den Einsatz der altrömischen Tugend pietas in der Herrscherpropaganda des Augustus an Hand von literarischen und archäologischen Quellen. Dabei wird besonders das Spannungsfeld von traditionalem und charismatischem Legitimitätsglauben im frühen Prinzipat berücksichtigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Sekundärliteratur, Forschungsstand und Begriffsgeschichte

3.) Pietas gegenüber der Familie

4.) Pietas gegenüber den Göttern und dem Staat

5.) Das religiöse Aufbauprogramm des Augustus

a) Tempelbau

b) Religiöse Bildprogramme

c) Wiederbelebung religiöser Kulte und Riten

d) Priesterschaften

5.) Fazit

7) Quellen- und Literaturverzeichnis

a) Quellen

b) Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Augustus den Begriff der Pietas in seinen drei Ausformungen gegenüber der Familie, den Göttern und dem Staat strategisch einsetzte, um seine Herrschaft als Princeps zu legitimieren und sich im Spannungsfeld zwischen traditionalem und charismatischem Legitimitätsglauben zu positionieren.

  • Analyse der Begriffsgeschichte der Pietas in der augusteischen Zeit.
  • Untersuchung der familiären Pietas als politisches Legitimationsmittel.
  • Verbindung von Pietas gegenüber den Göttern und dem Staat mit der Machtstellung des Princeps.
  • Bewertung des religiösen Aufbauprogramms des Augustus (Tempelbauten, Riten, Priesterschaften).

Auszug aus dem Buch

1.) Einleitung

“Jede (Herrschaft) sucht den Glauben an ihre Legitimität zu erwecken und zu pflegen.” Man kann feststellen, dass dieser Satz Max Webers nicht nur auf Herrschaftssysteme des 19. und 20. Jahrhunderts zutrifft, sondern auch auf Formen der Herrschaft in der Antike. So sah sich auch Augustus (63 v. Chr - 14 n. Chr.) gezwungen, obwohl er sich auf eine Reihe ihm verliehener Sondergewalten (tribunicia potestas, imperium proconsulare) stützen konnte, seine Herrschaft als Princeps gegenüber dem römischen Volk und insbesondere gegenüber der Senatsaristokratie zu rechtfertigen.

Er bemühte sich stets seine Herrschaft als legal und den römischen Traditionen entsprechend darzustellen, damit ihn nicht das gleiche Schicksal ereilte wie seinen Adoptivvater Caesar (100 - 44 v. Chr.), der einer Senatorenverschwörung unter Cassius (? - 42 v. Chr.) und Brutus (85 - 42 v. Chr.) zum Opfer fiel, weil er offen die Alleinherrschaft anstrebte.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema im Kontext der Herrschaftslegitimation nach Max Weber und skizziert die politische Ausgangslage des Augustus nach den Bürgerkriegen.

2.) Sekundärliteratur, Forschungsstand und Begriffsgeschichte: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Literatur und definiert Pietas als zentralen römischen Wertbegriff im augusteischen Kontext.

3.) Pietas gegenüber der Familie: Es wird analysiert, wie Augustus seine familiäre Pietas, insbesondere durch die Rache an den Mördern Caesars, propagandistisch nutzte, um seinen Herrschaftsanspruch zu stützen.

4.) Pietas gegenüber den Göttern und dem Staat: Das Kapitel erläutert den unauflöslichen Zusammenhang zwischen staatlicher Stabilität, religiösem Pflichtbewusstsein und dem Handeln des Princeps.

5.) Das religiöse Aufbauprogramm des Augustus: Die verschiedenen Unterkapitel behandeln konkrete Maßnahmen wie den Tempelbau, Bildprogramme und die Erneuerung der Priesterschaften als Ausdruck der Pietas.

5.) Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Pietas ein zentraler politischer Begriff war, der Augustus half, seine Herrschaft zu legitimieren und traditionalen Legitimitätsglauben mit charismatischen Elementen zu verbinden.

7) Quellen- und Literaturverzeichnis: Hier werden die herangezogenen antiken Primärquellen und die moderne wissenschaftliche Sekundärliteratur aufgeführt.

Schlüsselwörter

Augustus, Pietas, Herrschaftslegitimation, Prinzipat, Res gestae, Römische Religion, Propaganda, Tradition, Charisma, Princeps, Tempelbau, Priesterkollegien, Bildprogramme, Legitimitätsglaube, Römische Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Funktion und strategische Nutzung der römischen Tugend "Pietas" als Instrument der Herrschaftslegitimation durch Augustus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Pietas, deren Anwendung in der Familie, die religiöse Politik des Augustus und das Verhältnis zwischen Religion und staatlicher Macht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Augustus durch die propagandistische Inszenierung von Pietas seine Position als Princeps festigte und sich als Bewahrer der Tradition darstellte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von literarischen und archäologischen Quellen in Verbindung mit einer theoretischen Einordnung durch Max Webers Typologie der Herrschaftsformen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Pietas in drei Bereichen: Familie, Götter/Staat sowie das umfassende religiöse Aufbauprogramm des Augustus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Augustus, Pietas, Herrschaftslegitimation, Prinzipat und religiöses Aufbauprogramm.

Welche Rolle spielte die familiäre Pietas für Augustus?

Sie diente vor allem dazu, seine Abstammung von Caesar zu betonen und seine Rache an den Caesarmördern als notwendige Tat für den Staat zu legitimieren.

Warum war das religiöse Aufbauprogramm für Augustus so bedeutend?

Es half ihm, den Eindruck einer moralischen und religiösen Erneuerung Roms zu erwecken und so die Unterstützung des Volkes und der Aristokratie durch eine gottgefällige Herrschaft zu sichern.

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Details

Title
Pietas als Herrschertugend bei Augustus (Octavian)
Subtitle
Herrscherpropaganda zwischen Tradition und Charisma
College
Bielefeld University  (Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie)
Course
Die augusteische Wende: Restauration oder "Revolution"?
Grade
1,3
Author
Thomas Gräfe (Author)
Publication Year
1998
Pages
15
Catalog Number
V129048
ISBN (eBook)
9783640355822
ISBN (Book)
9783640356171
Language
German
Tags
Augustus Octavian Prinzipat Pietas Rom
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Gräfe (Author), 1998, Pietas als Herrschertugend bei Augustus (Octavian), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129048
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