Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Antisemitische Bildpropaganda im Nationalsozialismus am Beispiel des Ausstellungsplakates "Der ewige Jude"

Titel: Antisemitische Bildpropaganda im Nationalsozialismus am Beispiel des Ausstellungsplakates "Der ewige Jude"

Bachelorarbeit , 2018 , 42 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Rabia Karaarslan (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit geht es um die Wirkung des Plakates "Der ewige Jude" und um die Frage, wie mit der antisemitischen Bildpropaganda der Nationalsozialisten die Rezipienten manipuliert worden sind.

Zunächst wird das Plakat in seiner Funktion und Entwicklung definiert und beschrieben. Innerhalb der Plakatgattung unterscheidet man zudem noch einzelne Plakattypen voneinander, weshalb der Fokus dieser Arbeit besonders auf dem Bild-, Werbe und Propagandaplakat liegt. Danach soll eine Einführung in die Entwicklungsgeschichte der Legende des „Ewigen Juden“ Hintergrundinformationen zum Inhalt und zur Vorgeschichte des Plakates „Der ewige Jude“ liefern. Zusammen mit der Definition der Begriffe „Antisemitismus“ und „Antibolschewismus“ und der Vermischung beider Begriffe mit der Legende des „Ewigen Juden“ wird deutlich, in welchem Sachzusammenhang die Inhalte zur propagierten Ideologie der Nationalsozialisten standen. Im Anschluss daran bezieht sich die Arbeit schwerpunktmäßig auf den organisatorischen Kontext der gleichnamigen Ausstellung und auf das entsprechende Plakat, mit dem für die Ausstellung geworben wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung und Funktion der Plakate

3. Vorgeschichte und Mythos

4. Das Plakat „Der ewige Jude“ im Nationalsozialismus

4.1 Die Wanderausstellung

4.2 Plakatanalyse „Der ewige Jude“

4.2.1 Der erste Eindruck und die äußeren Merkmale

4.2.2 Die Deutung und die Interpretation

4.3 Auswirkungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die antisemitische Bildpropaganda im Nationalsozialismus am Beispiel des Ausstellungsplakates „Der ewige Jude“. Dabei wird analysiert, wie durch die bewusste gestalterische Verwendung von Symbolen und ikonographischen Elementen eine manipulative Wirkung auf die Rezipienten erzielt werden sollte.

  • Entwicklungsgeschichte und Bedeutung des Mythos vom „Ewigen Juden“
  • Funktion und Gestaltung von NS-Propagandaplakaten
  • Detaillierte Analyse des Ausstellungsplakates „Der ewige Jude“
  • Zusammenhang zwischen Bildpropaganda, Antisemitismus und der NS-Ideologie
  • Wirkungsweise von Symbolen und Farbgebungen im politischen Kontext

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Der erste Eindruck und die äußeren Merkmale

Eine schwarze Gestalt vor einem gelben Hintergrund ist das Erste, was auf dem Ausstellungsplakat dem Betrachter ins Auge springt. Da es sich bei der Gestalt um eine Person handelt, schaut man als Nächstes auf dessen Gesicht, das leicht zur Seite gesenkt ist. Die Augen der Person sind verschlossen, das Gesicht von tiefen Falten durchzogen. Neben einer großen, länglichen Nase hat die männliche Person auf dem Plakat dicke Lippen, die von einem schwarzen, strähnigen Bart halb verdeckt sind. Auf dem Kopf trägt sie eine Kopfbedeckung, die weder einem Zylinder noch einem Hut ähnelt. Die Haut wirkt ungewöhnlich gräulich-blass. Es ist nicht ganz deutlich, ob es sich bei den dunklen Stellen auf der Haut um Schatten oder um Schmutz handelt. Die unnatürlich verformte Silhouette der Person deutet auf einen buckligen Rücken hin. Da der Körper von einem langen schwarzen Mantel umhüllt ist, macht er einen schattenhaften Eindruck. Die Hände scheinen ungewöhnlich groß und kräftig zu sein. In der rechten Hand hält die Gestalt Goldmünzen, die sie dem Betrachter entgegenstreckt.

In der linken Hand hält sie einen Gegenstand, der aussieht wie eine Peitsche mit mindestens zwei Knoten. Unter dem linken Arm klemmt eine Landkarte, die die Umrisse der damaligen Sowjetunion erkennen lässt und zudem mit Hammer und Sichel versehen ist. In roter Farbe steht in der unteren Hälfte des Plakates ganz groß „Der ewige Jude“ geschrieben. Die Schrift ähnelt der hebräischen Schrift, und erst, wenn sie gelesen wird, realisiert man, dass es die deutsche Sprache ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Medienwirkung im Nationalsozialismus ein und begründet die Wahl des Ausstellungsplakats „Der ewige Jude“ als Untersuchungsgegenstand.

2. Entwicklung und Funktion der Plakate: Das Kapitel betrachtet die historische Entwicklung des Plakats vom frühen Medium bis zum Propagandainstrument während des Nationalsozialismus.

3. Vorgeschichte und Mythos: Hier wird der historische Hintergrund der Legende des „Ewigen Juden“ sowie deren ideologische Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten beleuchtet.

4. Das Plakat „Der ewige Jude“ im Nationalsozialismus: Dies ist der Hauptteil, bestehend aus der organisatorischen Einordnung der Ausstellung, der formalen Plakatanalyse sowie der Interpretation von Symbolik und Wirkung.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen politischer Manipulation durch Bildpropaganda.

Schlüsselwörter

Antisemitismus, Nationalsozialismus, Bildpropaganda, Der ewige Jude, Ikonographie, Plakatanalyse, Medienwirkung, Bolschewismus, Propagandakampagne, Karikatur, Symbolik, Ausstellungsplakat, Politische Manipulation, Visuelle Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die antisemitische Bildpropaganda im Nationalsozialismus anhand eines konkreten Beispiels, des Ausstellungsplakates „Der ewige Jude“ aus dem Jahr 1937.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Geschichte der Legende des Ewigen Juden, die politische Funktion von Plakaten im NS-Regime sowie die spezifische ikonographische Gestaltung des Plakats zur Manipulationszwecken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Wirkungsweise der nationalsozialistischen Bildpropaganda zu verstehen und zu analysieren, wie durch visuelle Codes und Symbole antisemitische Vorurteile und Feindbilder gezielt verstärkt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet primär eine formale Plakatanalyse in Kombination mit bildwissenschaftlichen Ansätzen, wie der Ikonographie nach Frank Büttner, um die Symbole und Inhalte des Plakats zu deuten.

Was wird im Hauptteil analysiert?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Rolle des Plakats im Rahmen der nationalsozialistischen Wanderausstellung sowie der detaillierten Deutung der Bildelemente, der Farbgestaltung und der Interaktion zwischen Bild und Text.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Antisemitismus, Nationalsozialismus, Bildpropaganda, „Der ewige Jude“, Ikonographie, Plakatanalyse und politische Manipulation.

Welche Bedeutung kommt der Farbgebung auf dem Plakat zu?

Die Farbgebung dient als zentraler Wirkungsfaktor: Gelb fungiert als Bildschwerpunkt, Schwarz als Kontrastzentrum der Übermacht, und Rot markiert als "vorspringende" Farbe sowohl den Titel als auch die Gefahr durch die Symbole.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Bild- und Textwirkung?

Die Arbeit stellt heraus, dass Texte zwar dogmatische Aussagen transportieren, Bilder jedoch durch ihre "codierte" Art eine unmittelbare, manipulative Wirklichkeitserfahrung erzeugen können, die über die sprachliche Abstraktion hinausgeht.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Antisemitische Bildpropaganda im Nationalsozialismus am Beispiel des Ausstellungsplakates "Der ewige Jude"
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Geschichtswissenschaft)
Note
1,3
Autor
Rabia Karaarslan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
42
Katalognummer
V1290701
ISBN (PDF)
9783346755049
ISBN (Buch)
9783346755056
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Osteuropa nationalsozialismus der ewige jude plakate bildpropaganda NS Propaganda antisemitismus Propaganda mit Plakaten NS Ausstellung Plakatanalyse Bildanalyse Medien im Nationalsozialismus Holocaust Judenbild Osteuropäische Juden NS Propaganda Entwicklung Plakate Wirkung von Medien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rabia Karaarslan (Autor:in), 2018, Antisemitische Bildpropaganda im Nationalsozialismus am Beispiel des Ausstellungsplakates "Der ewige Jude", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1290701
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  42  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum