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Themenzentrierte Interaktion. Theorie und Anwendung

Titel: Themenzentrierte Interaktion. Theorie und Anwendung

Hausarbeit , 2008 , 15 Seiten , Note: 2

Autor:in: Mareike Popp (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

TZI – Themenzentrierte Interaktion. Dies ist ein Konzept für Groß- und Kleingruppen besonderer Art. Ruth Cohn, Psychoanalytikerin und Psychologin ist die Begründerin dieses Gruppenkonzeptes. Sie entwickelte TZI 1955 in den USA mit dem theoretischen Hindergrund der Psychoanalyse, der Humanistischen Psychologie und von Gruppentherapien.

1966 gründet Ruth Cohn das Workshop Institute for Living-Learning (WILL) in den Vereinigen Staaten zur geichen Zeit wird das Konzept wird auch in Europa publik gemacht. Sie erhält das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und die Ehrendoktorwürden der Universitäten Hamburg und Bern.

Die Faszination dieses Konzepts, welche nicht zuletzt zu solch hohen Auszeichnungen geführt hat, liegt darin, dass nicht nur einerseits das lebendige Lernen und Arbeiten in der Gruppe praktiziert und gefördert wird, sondern andererseits auch die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, der tiefe Kontakt und die intensive Beziehung zu den anderen Gruppenmitglieder.

Dies wird durch das gemeinsame Auseinandersetzen mit dem Thema, der Beziehungsarbeit und dem immer währenden Reflektieren des persönlichen Erlebens der Gruppenmitglieder erreicht. Hierbei wird auch immer das Verhältnis der einzelnen Teilnehmer zu dem Umfeld beleuchtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie der TZI und ihre Anwendung in der Gruppenarbeit

2.1 Das TZI - Dreieck

2.2 Das Eisbergmodell

2.3 Die Axiome

2.4 Die Postulate

2.5 Die Hilfsregeln

3. Ausblick auf neue Wirkungsfelder der Sozialen Arbeit in der Wirtschaft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Konzept der Themenzentrierten Interaktion (TZI) nach Ruth Cohn theoretisch zu durchdringen, die wesentlichen methodischen Säulen zu erläutern und deren Übertragbarkeit sowie Nutzen im Kontext moderner betriebswirtschaftlicher Strukturen und der professionellen Sozialarbeit aufzuzeigen.

  • Theoretische Grundlagen und Gleichgewichtsmodell der TZI
  • Die methodischen Kerninstrumente (TZI-Dreieck, Eisbergmodell)
  • Ethische und pragmatische Axiome und Postulate der TZI
  • Praktische Hilfsregeln für die zielgerichtete Gruppenarbeit
  • Anwendungsfelder und Potenziale von TZI in Unternehmen

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Eisbergmodell

Zum tieferen Verständnis wird hier das Eisbergmodell herangezogen.

Wenn Menschen zueinander kommen, um zu arbeiten und miteinander zu leben, spielen sich immer auf mehreren Ebenen Ereignisse zwischen ihnen ab.

Die erste Ebene ist leicht erkennbar. Es handelt sich hierbei um die sachlogischen Zusammenhänge, also das gemeinsame Thema, die Interessenbereiche, um Arbeitsaufträge, Lernziele und -aufgaben und um das Organisatorische. Im Bild des Dreiecks befinden wir uns auf der „Es“- Ecke.

Die zweite Ebene bezieht sich auf psychologische und psychosoziale Zusammenhänge. Hier lässt es sich schon schwerer greifbar machen. Es kann sich beispielsweise um die Entwicklung eines technischen Systems handeln oder die Organisation von Arbeitsaufträgen, oder einfach ein Lern- und Forschungsgebiet. Auf dieser Ebene kommt es auf die sozialen Kompetenzen eines jeden an. Jeder hat bereits ein „emotionales Repertoire“ (Langmaack 2004: 45) entwickelt oder muss es noch entwickeln und bringt es mit in das Gruppengeschehen ein. Hier geht es um Sympathien oder Antipathien zwischen Menschen, Teamfähigkeit oder den eigenen Geltungsdrang. Eigene Ängste und geheime Wünsche sind hier anzusiedeln, eben alles was in zwischenmenschlichen Beziehungen auf psychosozialer Ebene abläuft.

Beide Ebenen, die sachlogische und die psychologische, psychosoziale stehen in wechselseitiger Beeinflussung und sind nicht voneinander zu trennen. Wird beispielsweise in einer Gruppe gemeinsam ein Arbeitsauftrag erledigt, so wird vorrangig erst einmal auf der sachlogischen Ebene gearbeitet. Die Lösung der Aufgabe steht im Vordergrund. Aber untrennbar davon sind die Mitglieder auch mit emotionalen und psychosozialen Beziehungsaspekten konfrontiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Konzepts der Themenzentrierten Interaktion als Methode für Gruppen und Darstellung des theoretischen sowie biografischen Hintergrunds der Begründerin Ruth Cohn.

2. Theorie der TZI und ihre Anwendung in der Gruppenarbeit: Detaillierte Herleitung des Gleichgewichtsmodells sowie Beschreibung der methodischen Werkzeuge, ethischen Axiome, Kommunikationspostulate und Hilfsregeln.

3. Ausblick auf neue Wirkungsfelder der Sozialen Arbeit in der Wirtschaft: Analyse des Nutzens von TZI für Unternehmenskultur, Mitarbeitercoaching und die professionelle Neuausrichtung der Sozialarbeit in wirtschaftlichen Strukturen.

Schlüsselwörter

Themenzentrierte Interaktion, TZI, Ruth Cohn, Gruppenarbeit, Gleichgewichtsmodell, TZI-Dreieck, Eisbergmodell, Sachebene, psychosoziale Ebene, Axiome, Postulate, Hilfsregeln, Betriebliche Sozialarbeit, Mitarbeitercoaching, Interdependenz.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen der Arbeit?

Die Arbeit erläutert das Konzept der Themenzentrierten Interaktion (TZI) und untersucht deren theoretische Grundlagen sowie deren praktische Anwendungsmöglichkeiten im beruflichen Kontext.

Welche Themenbereiche werden behandelt?

Es werden das TZI-Dreieck, das Eisbergmodell, die ethischen Axiome, die Postulate sowie die Hilfsregeln der Kommunikation ausführlich dargelegt.

Was ist das Ziel der TZI nach Ruth Cohn?

Das Ziel ist die Herstellung einer dynamischen Balance zwischen dem Individuum, der Gruppe und der Aufgabe, um lebendiges Lernen und Arbeiten zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der TZI-Theorie sowie der Darstellung gruppendynamischer Interaktionsmodelle.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil widmet sich der systematischen Darstellung der theoretischen Konzepte von der Struktur der Gruppe bis hin zur psychologischen Tiefe menschlicher Interaktion.

Welche Begriffe charakterisieren die TZI am besten?

Schlüsselbegriffe sind hierbei das Gleichgewichtsmodell, die Ganzheitlichkeit, das lebendige Lernen sowie die Eigenverantwortung innerhalb eines sozialen Systems.

Warum wird das Eisbergmodell zur Analyse herangezogen?

Es dient dazu, zu verdeutlichen, dass neben der sachlichen Arbeitsebene stets unbewusste emotionale und soziale Faktoren den Gruppenprozess beeinflussen und daher Beachtung finden müssen.

Welche Rolle spielt die betriebliche Sozialarbeit?

Die Arbeit schlägt vor, dass Sozialarbeiter TZI als Methode nutzen können, um in Unternehmen die Qualität, Wirtschaftlichkeit und Mitarbeiterzufriedenheit nachhaltig zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Themenzentrierte Interaktion. Theorie und Anwendung
Hochschule
Hochschule Coburg (FH)  (Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit)
Veranstaltung
Sozialpädagogische Gruppenarbeit
Note
2
Autor
Mareike Popp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V129073
ISBN (eBook)
9783668706903
ISBN (Buch)
9783668706910
Sprache
Deutsch
Schlagworte
themenzentrierte interaktion theorie anwendung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mareike Popp (Autor:in), 2008, Themenzentrierte Interaktion. Theorie und Anwendung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129073
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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