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Einflüsse von und auf Geschwisterbeziehungen aus psychoanalytischer Sicht

Titel: Einflüsse von und auf Geschwisterbeziehungen aus psychoanalytischer Sicht

Hausarbeit , 2020 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Mirjam Franke (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird beleuchtet, wie sich Geschwister gegenseitig beeinflussen und wodurch Geschwisterbeziehungen und das Verhalten unter Geschwistern aus psychoanalytischer Sicht beeinflusst werden.

Schon Anna Freud erklärt in ihrer Veröffentlichung „Einführung in die Psychoanalyse für Pädagogen“, warum die Psychoanalyse einen wichtigen Aspekt in der Pädagogik bildet. Pädagog*innen, die beispielsweise als Erzieher*innen arbeiten, sind ständig gezwungen, aufgrund des Verhaltens verschiedener Kinder zu handeln. Wenn sich ein Kind aggressiv oder eingeschüchtert verhält, weiß der*die Erziehende oft den Grund dafür nicht. Die Psychoanalyse soll ihnen dabei helfen, das Verhalten der Kinder zu verstehen und die Ursachen für bestimmtes Auftreten zu erkennen.

Eine große Rolle für das Verhalten der Kinder spielen A. Freud zufolge auch familiäre Beziehungen. Ihrer Theorie nach übertragen sich familiäre Beziehungen später auf den Arbeitsbereich von Pädagog*innen, wie beispielsweise auf die Schule oder den Hort. Dabei betont sie, welchen wichtigen Einfluss auch Geschwister als Familienmitglieder auf das Sozialverhalten von Kindern haben und sich somit auf die Arbeit in pädagogischen Bereichen auswirken. Dennoch wurde das Thema Geschwisterbeziehung verschiedenen Autor*innen zufolge in der Psychoanalyse lange Zeit nicht tiefergehend behandelt. Mittlerweile gewinnt es allerdings an Bedeutung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschwisterbeziehung in der Psychoanalyse

2.1 Forschungsstand

2.2 Was bedeutet Geschwisterbeziehung?

2.2.1 „Positive“ Aspekte von Geschwisterbeziehung

2.2.2 „Negative“ Aspekte von Geschwisterbeziehung

2.2.3 Wie Kinder durch Geschwisterbeziehung soziales Verhalten und den Umgang mit Gefühlen lernen

3 Einflussfaktoren auf Geschwisterbeziehungen

3.1 Eltern

3.2 Altersabstand

3.3 Soziales Umfeld

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht aus psychoanalytischer Sicht, wie Geschwisterbeziehungen entstehen, durch welche Faktoren sie beeinflusst werden und wie sie sich in der kindlichen Entwicklung auf das Sozialverhalten auswirken. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie Geschwister einander in ihrer Entwicklung beeinflussen und welche Rolle dabei familiäre sowie äußere Rahmenbedingungen spielen.

  • Bedeutung von Geschwisterbeziehungen im psychoanalytischen Kontext
  • Positive und negative Aspekte des geschwisterlichen Miteinanders
  • Einfluss der Eltern, des Altersabstands und des sozialen Umfelds
  • Entwicklung von Sozialverhalten und emotionalen Kompetenzen
  • Bedeutung der Geschwisterbeziehung für die spätere Persönlichkeitsentfaltung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 „Positive“ Aspekte von Geschwisterbeziehung

Geschwister haben gemeinsame Gene, dasselbe familiäre Umfeld (vgl. Cierpka 2001, S.444) und verfügen häufig über ein nah beieinander liegendes Alter (vgl. Seiffge-Krenke 2009, S.226). Sie teilen in vielen Bereichen oft ein gemeinsames soziales Umfeld, zum Beispiel durch den Besuch desselben Kindergartens oder derselben Schule und haben später oft gemeinsame Freunde (vgl. Frick 2015, S.341). Somit teilen sie viele Gemeinsamkeiten. Dies führt dazu, dass sich Geschwister aufgrund der geteilten alltäglichen Erfahrungen/Erlebnisse oft mehr erzählen und ehrlicher einander gegenüber sind, als ihren Eltern und somit auch eine intimere Beziehung zueinander aufbauen (vgl. Frick 2015, S.175/176). Sie helfen und vertrauen einander, spenden sich Trost und haben zusätzlich meist eine freundschaftliche Beziehung (vgl. ebd., S.191).

Geschwister können viel miteinander lernen, sowohl im sozialen und emotionalen als auch im kognitiven Bereich und bei der Persönlichkeitsentwicklung (vgl. ebd. S.168/169). Auch bei der Erkundung des Körpers probieren sich Geschwisterkinder aneinander aus. Zwar verfolgen sie dabei zum Teil Interesse an sexueller körperlicher Erforschung, allerdings tun sie vieles auch aus Neugier an anderen Bereichen. So spielen sie Doktorspiele und erlernen dabei „die soziale Funktion des Spiels, die Schulung der Körperwahrnehmung, die Erforschung des Körpers des anderen (wie klopft ein Herz, wie rumpelt der Bauch, wie hört sich der Atem im Brustkorb an?), die Feinmotorik (eine «Wunde» verbinden), die Einübung der Fähigkeit zum Mitleid“ (Frick 2015, S.199).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der Psychoanalyse für die Pädagogik und führt in die Fragestellung ein, wie Geschwisterbeziehungen psychoanalytisch zu begreifen sind.

2 Geschwisterbeziehung in der Psychoanalyse: Das Kapitel beleuchtet den Forschungsstand, definiert den Begriff der Geschwisterbeziehung und analysiert sowohl positive als auch negative Aspekte sowie den Erwerb von Sozialkompetenzen durch diese Beziehung.

3 Einflussfaktoren auf Geschwisterbeziehungen: Hier werden die zentralen Faktoren wie elterliche Erziehung, der Altersabstand zwischen den Kindern und der Einfluss des weiteren sozialen Umfelds detailliert untersucht.

4 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Komplexität sowie die Unmöglichkeit, die Entwicklung von Geschwisterbeziehungen pauschal vorherzusagen.

Schlüsselwörter

Geschwisterbeziehung, Psychoanalyse, Kindliche Entwicklung, Sozialverhalten, Familiendynamik, Eltern-Kind-Beziehung, Rivalität, Identitätsentwicklung, Sozialisationsfaktoren, Altersabstand, Empathie, Persönlichkeitsentwicklung, Triangulierung, Bindung, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Geschwisterbeziehungen aus einer psychoanalytischen Perspektive und analysiert, welche Bedeutung diese für die kindliche Entwicklung und das soziale Verhalten haben.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Dynamiken innerhalb von Geschwisterbeziehungen, die Rolle der Eltern, der Einfluss des Altersabstands und die Bedeutung des sozialen Umfelds.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu erforschen, wie Geschwister einander beeinflussen, wie Geschwisterbeziehungen aus psychoanalytischer Sicht bewertet werden und welche Faktoren diesen Prozess steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse und theoretischen Ausarbeitung psychoanalytischer Konzepte und Studien zum Thema Geschwisterforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die psychoanalytische Deutung der Geschwisterbeziehung (Forschungsstand, Definition, pro/contra Aspekte) sowie eine Analyse von Einflussfaktoren wie Elternhaus, Alter und soziales Umfeld.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Geschwisterbeziehung, Psychoanalyse, Sozialverhalten, Familiendynamik und Bindung beschreiben.

Was versteht man unter dem in der Arbeit genannten "Entthronungstrauma"?

Das Entthronungstrauma beschreibt laut Adler den Schockzustand eines Kindes, das durch die Geburt eines Geschwisterkindes seine exklusive Stellung bei den Eltern verliert und Eifersucht oder Angst entwickelt.

Wie beeinflussen die Eltern die Beziehung zwischen ihren Kindern?

Eltern fungieren als Vorbilder, durch ihre Erziehungsstile (z.B. autoritär oder partnerschaftlich) und ihr Verhalten (z.B. Ungleichbehandlung vs. Gerechtigkeit) beeinflussen sie maßgeblich, ob eine Geschwisterbeziehung durch Rivalität oder durch Kooperation und Solidarität geprägt ist.

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Details

Titel
Einflüsse von und auf Geschwisterbeziehungen aus psychoanalytischer Sicht
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Psychoanalytische Pädagogik
Note
1,0
Autor
Mirjam Franke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
23
Katalognummer
V1291510
ISBN (PDF)
9783346756893
ISBN (Buch)
9783346756909
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einflüsse geschwisterbeziehungen sicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mirjam Franke (Autor:in), 2020, Einflüsse von und auf Geschwisterbeziehungen aus psychoanalytischer Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1291510
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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