Wie verhalten sich die Auflösung und das Beharren der römisch-katholischen Konfessionskultur(en) und Religionen im Allgemeinen im Vergleich zwischen den 1970er-Jahren und 2000er-Jahren?
Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist die konfessionelle Landschaft Österreichs zwar vom Christentum geprägt, zeichnet sich doch aber durch einen markanten Wandel aus. Mit dem Fortlaufen des zwanzigsten Jahrhunderts und Phänomenen wie dem Bosnienkrieg etabliert sich in Österreich eine zunehmend diversere Konfessionskultur.
Das erste Kapitel beschäftigt sich dabei mit der Manifestation der Konfessionskulturen in Österreich im Zuge der 1970er-Jahre; im Zuge dessen soll die religiöse Landschaft der obengenannten Zeitspanne analysiert und in einen Kontext gesetzt werden. In Anlehnung an das zweite Kapitel, welches sich mit den Konfessionskulturen im Österreich der 2000er-Jahre beschäftigt, soll im dritten Kapitel ein Vergleich gezogen werden, um die religiösen Tendenzen im einst deutlich christlich-dominierten Österreich aufzuzeigen.
Der Forschungsstand zu diesem Thema präsentiert sich als umfangreich und beleuchtet die Umstände der religiösen Entwicklung, speziell aber jener der römisch-katholischen Kirche, Österreichs aus zahlreichen Perspektiven. Eine zentrale Rolle in der Analyse und Aufarbeitung der Konfessionskulturen nehmen hierbei die Werke von Zulehner, Nautz, Leeb et al., Kraus/Gollwitzer sowie dem Bundeskanzleramt ein, die von weiteren wissenschaftlichen Monographien, Sammelbänden und Artikeln ergänzt werden. Die zentrale These dieser Arbeit beläuft sich jedenfalls darauf, dass die Konfessionskultur der römisch-katholischen Kirche und Religionen im Allgemein klar an Signifikanz verloren haben, mit der Folge, dass in der breiten Bevölkerung sich eine rapide fortschreitende Säkularisierung manifestierte.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Konfessionskulturen im Österreich der 1970er-Jahre
- Konfessionskulturen im Österreich der 2000er-Jahre
- Auflösung und Beharren der Konfessionskulturen: Eine Vergleichsanalyse zweier Jahrzehnte
- Kommerzialisierung von kirchlichen Feiertagen und die Manifestation von „Konfessionsersätzen“
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Konfessionskulturen in Österreich im ausgehenden 20. Jahrhundert, speziell im Vergleich der 1970er- und 2000er-Jahre. Sie untersucht, wie sich die Auflösung und das Beharren der römisch-katholischen Konfessionskultur und anderer Religionen in dieser Zeitspanne manifestierten.
- Die Entwicklung der Konfessionskulturen in Österreich im Vergleich zwischen den 1970er- und 2000er-Jahren
- Die Rolle der römisch-katholischen Kirche in der österreichischen Gesellschaft
- Der Einfluss der Säkularisierung auf die Konfessionskulturen
- Die Manifestation von "Konfessionsersätzen" im Kontext der Kommerzialisierung von kirchlichen Feiertagen
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel widmet sich der Manifestation der Konfessionskulturen in Österreich während der 1970er-Jahre. Es analysiert die religiöse Landschaft dieser Zeit und setzt sie in einen historischen Kontext.
- Das zweite Kapitel beleuchtet die Konfessionskulturen im Österreich der 2000er-Jahre.
- Im dritten Kapitel werden die religiösen Tendenzen in Österreich, das einst stark christlich geprägt war, im Vergleich der beiden Jahrzehnte analysiert.
Schlüsselwörter
Konfessionskulturen, Österreich, 1970er-Jahre, 2000er-Jahre, römisch-katholische Kirche, Säkularisierung, Kommerzialisierung, "Konfessionsersätze", Religionsentwicklung, Vergleichsanalyse.
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- Lucca Ventre (Author), 2022, Konfessionskultur in Österreich im ausgehenden 20. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1291782