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Kantabilität in Mozarts späten Klavierkonzerten

Titel: Kantabilität in Mozarts späten Klavierkonzerten

Bachelorarbeit , 2022 , 43 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Daniel Mujzer (Autor:in)

Musik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese musikwissenschaftliche Abschlussarbeit untersucht, was wir überhaupt unter dem Begriff „Kantabilität“ verstehen können, wie die Kantabilität mit Mozart in Verbindung zu setzen ist und inwiefern dieses Phänomen der Kantabilität Auswirkungen auf die späten Klavierkonzerte von Mozart hat und wie sich dies letztlich in seiner Musik widerspiegelt.

Zu Beginn nähern wir uns der Kantabilität im Allgemeinen, um zu verstehen, was mit „kantabel“ gemeint ist. Hierbei ist es mir wichtig, keine endgültige und vollständige Definition zu formulieren, sondern die Kantabilität soll aus möglichst verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden. In einem nächsten Schritt wird gleich versucht, diesen abstrakten Begriff mit Mozart zu verknüpfen und seine Auffassung der Kantabilität anhand konkreter Ebenen zu veranschaulichen und näher zu erläutern. Erst danach werden wir uns eng auf die Musik fokussieren. Dies geschieht mithilfe ausgewählter Sätze aus den späten Klavierkonzerten Mozarts.

Methodisch werde ich folgendermaßen vorgehen: vom Äußeren zum Inneren, das heißt also, von allgemein zu konkret. Einige signifikante Notenbeispiele, die an geeigneter Stelle eingefügt wurden, sollen zur musikalischen Darlegung und Veranschaulichung dienen.

Für diese Arbeit habe ich ein umfangreiches Material an Quellen und Literatur herangezogen. Mein Ziel war es, dieses, aus der enormen Vielzahl an existierender Literatur zu Mozart, auf einen recht begrenzten Themenbereich zu filtern, was sich jedoch aufgrund des umfassenden Themas dieser Arbeit schwierig gestaltete. Daher beschloss ich, den Fokus der Literatur nicht ausschließlich auf die Klavierkonzerte, sondern auch auf Mozarts Opern, seine Klaviermusik und seine ideale Klangvorstellung zu legen. So griff ich zunächst auf die klassischen Standardwerke zurück, wie das Mozart-Handbuch von Silke Leopold, diverse Aufsätze aus der siebenbändigen Reihe der Laaber-Handbücher zu Mozart, das Handbuch der musikalischen Gattungen von Siegfried Mauser mit Aufsätzen von unter anderem Hermann Danuser und Heinrich Wilhelm

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung: Kantabilität

3. Mozarts Bestreben nach Kantabilität

3.1. Das Opernhafte

3.1.1 Frühe Begegnungen mit der Oper

3.1.2 Mozart und der Gesang

3.2. Ornamentik und Artikulation

3.3. Die Instrumentierung

3.3.1 Mozarts Klaviere

3.3.2 Klavier und Orchester

4. Mozarts Kantabilität im Klavierkonzert

4.1. Klavierkonzert in D-Moll KV 466, 2. Satz

4.2. Klavierkonzert in C-Dur KV 467, 2. Satz

4.3. Klavierkonzert in B-Dur KV 595

4.3.1. 1. Satz Allegro

4.3.2. 2. Satz Larghetto

4.3.3. 3. Satz Allegro

5. Fazit

Zielsetzung und Themenbereiche

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Begriff der Kantabilität und deren spezifische Ausprägung sowie Wirkung in den späten Klavierkonzerten von Wolfgang Amadeus Mozart. Dabei wird erforscht, inwieweit Mozarts opernhaftes Denken und sein Streben nach gesanglicher Gestaltung auch in seine Instrumentalmusik, insbesondere die Klavierkonzerte, einfließen.

  • Grundlagen und Definition des Begriffs Kantabilität
  • Einfluss der Oper und des Belcanto auf Mozarts Klavierstil
  • Bedeutung von Ornamentik und Artikulation als gestalterische Mittel
  • Die Rolle der Instrumentierung für den kantablen Ausdruck
  • Analyse ausgewählter Sätze aus späten Klavierkonzerten

Auszug aus dem Buch

Die Instrumentierung

Um dem Phänomen der Gesanglichkeit in Mozarts Klavierwerken, vor allem in seinen Klavierkonzerten noch mehr im Hinblick auf die klanglichen Aspekte der Instrumente auf den Grund zu gehen, verlassen wir nun die beiden vorangegangenen kompositionstechnischen Ebenen und beschäftigen uns zunächst mit den Instrumenten zur Zeit von Mozart und anschließend mit der beeindruckenden Instrumentierungsanlage eines Klavierkonzerts.

Bei der Benutzung von alten Instrumenten sind wir mit einigen Problemen konfrontiert. Erstens existieren nur wenige gute historische Instrumente und Nachbauten sind in den meisten Fällen viel weniger authentisch. Zweitens wurden die Instrumente auf eine andere Art und Weise gespielt, als es heute gewohnt sind, was natürlich unserer modernen Klangvorstellung geschuldet ist. Die heutige Vision nach „größerem Tonvolumen, größerem Tonumfang, besserer Intonation und [...] besserer Spielbarkeit“ entstand bereits bei Beethoven.

Das Hammerklavier wurde Mozarts Lieblingsinstrument, denn wie sein Sohn Carl Thomas berichtet, griff er fast immer, egal ob bei öffentlichen Konzerten oder bei Auftritten vor der Prominenz, auf das Hammerklavier zurück, wenngleich er auch viele Konzerte am Cembalo spielte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Gattung Klavierkonzert für Mozart und Relevanz der Kantabilität als ästhetisches Ideal.

2. Begriffsbestimmung: Kantabilität: Herleitung des Begriffs aus dem italienischen „cantabile“ und dessen musikhistorische Einordnung in Lexika.

3. Mozarts Bestreben nach Kantabilität: Analyse der musikalischen und biographischen Einflüsse, die Mozarts Gesangsästhetik prägten.

4. Mozarts Kantabilität im Klavierkonzert: Musikwissenschaftliche Detailanalyse spezifischer Sätze aus den Klavierkonzerten KV 466, KV 467 und KV 595.

5. Fazit: Zusammenfassende Erkenntnisse über die Verflechtung von Vokalität und Instrumentaltechnik in Mozarts Spätwerk.

Schlüsselwörter

Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert, Kantabilität, Cantabile, Gesang, Oper, Hammerklavier, Belcanto, Ornamentik, Artikulation, Musikästhetik, Kompositionsstil, Instrumentierung, Konzertform, Spätwerk.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der „Kantabilität“ als zentralem ästhetischem Anspruch in Mozarts Klavierkonzerten und untersucht, wie er gesangliche Elemente in seinen instrumentalen Klaviersatz integriert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstellen zwischen Opernmusik und Instrumentalmusik, insbesondere unter Berücksichtigung von Artikulation, musikalischer Verzierung und der instrumentalen Klangvorstellung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, was genau unter „kantabel“ zu verstehen ist und wie dieses Phänomen in den späten Klavierkonzerten Mozarts praktisch musikalisch wirksam wird.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor wählt einen induktiven Ansatz, der vom Allgemeinen (der Begriffsbestimmung) zum Konkreten (der Analyse ausgewählter Notenbeispiele aus dem Hauptwerk) führt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf drei Ebenen: dem Opernhaften, der Ornamentik und Artikulation sowie der Instrumentierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Klavierkonzert, Kantabilität, Mozarts Spätwerk und die Transformation gesanglicher Ausdrucksmittel in die Instrumentalmusik definieren.

Welche Rolle spielte das Hammerklavier als Instrument?

Das Hammerklavier wird als Mozarts bevorzugtes Instrument hervorgehoben, da es eine größere klangliche Differenzierung und dynamische Flexibilität für kantable Linien ermöglichte als zeitgenössische Alternativen.

Wie unterscheidet der Autor zwischen verschiedenen Artikulationen?

Der Autor differenziert detailliert zwischen verschiedenen Staccato-Formen (Keile vs. Punkte) und deren Bedeutung für den Ausdruck, wobei stets ein homogener, gesanglicher Vortrag das Ziel bleibt.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kantabilität in Mozarts späten Klavierkonzerten
Hochschule
Hochschule für Musik Köln
Note
1,0
Autor
Daniel Mujzer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
43
Katalognummer
V1291787
ISBN (PDF)
9783346754806
ISBN (Buch)
9783346754813
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mozart Klavierkonzert Klaviermusik Gesanglichkeit Musikwissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Mujzer (Autor:in), 2022, Kantabilität in Mozarts späten Klavierkonzerten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1291787
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Leseprobe aus  43  Seiten
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