Diese Bachelorarbeit thematisiert die körperliche Aktivität und deren Auswirkungen auf den menschlichen Organismus unter spezieller Berücksichtigung der COVID-19 Pandemie.
Dabei werden mittels Literaturrecherche sowie unter Einbindung diverser Studien die Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit und ergänzend das Bewegungsverhalten der Bevölkerung untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass zahlreiche Personen verschiedenster Altersgruppen auf nationaler und internationaler Ebene das Mindestmaß an körperlicher Aktivität von 150 Minuten Bewegung mit mittlerer Intensität pro Woche nicht erfüllen.
Mithilfe einer Umfrage wird der Einfluss der COVID-19 Pandemie auf die körperliche Aktivität analysiert und Zusammenhänge zwischen der Zeit vor dem Ausbruch und jener während der Krise veranschaulicht. Anhand dieser Untersuchung kann gezeigt werden, dass Bewegung für die Probanden durchaus einen positiven Stellenwert im Leben einnimmt und sie sich der Bedeutung von Sport bewusst sind.
Regelmäßige körperliche Aktivität stellt eine Ressource für die physische und psychische Gesundheit dar. Ein körperlich aktiver Lebensstil kann auf der einen Seite dazu beitragen, dass das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Übergewicht, Haltungsfehler sowie Beschwerden am Muskel- und Sehnenapparat reduziert werden und damit die Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Mortalität verringert wird, auf der anderen Seite stärkt Bewegung das psychische Wohlbefinden durch die Pflege sozialer Kontakte. Der Integration von körperlicher Aktivität in den Alltag steht eine zunehmend bewegungsarme Lebensweise in Beruf und Freizeit gegenüber.
Die WHO (2020) empfiehlt für Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren ein Mindestmaß von 150 Minuten Bewegungszeit pro Woche, welche laut dem „Austrian Health Interview “ und dem „Bewegungsmonitoring“ von vielen Österreicher:innen nicht ansatzweise erreicht wird. Ergänzend sollte mindestens zweimal pro Woche Krafttraining mit moderater oder höherer Intensität praktiziert und generell sitzende Tätigkeiten vermieden werden. Um Bewegungsmangel und die assoziierten gesundheitlichen Risiken vermeiden zu können, müssen verstärkt körperliche und sportliche Aktivitäten praktiziert werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2. Der Gesundheitsfaktor Bewegung
2.1 Grundbegriffe
2.2 Gesundheitliche Auswirkungen von Bewegung
2.2.1 Physische Auswirkungen von Bewegung
2.2.2 Psychische Auswirkungen von Bewegung
3 Bewegungsverhalten
3.1 Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen in Österreich
3.2 Bewegungsverhalten von Erwachsenen in Österreich
3.3 Bewegungsverhalten im internationalen Vergleich
3.4 Ursachen und Folgen des Bewegungsmangels
4 COVID-19-Pandemie
4.1 Auswirkungen der COVID19-Maßnahmen auf das Bewegungsverhalten
4.2 Die Änderung des Bewegungsverhaltens aufgrund der COVID-19-Pandemie
5 Methoden und Material
5.1 Zusammensetzung der Probandengruppe
5.2 Aufbau des Fragebogens
6 Analyse und Ergebnisse
6.1 Persönliche Daten
6.2 Verhalten vor den COVID-19 Einschränkungen
6.3 Verhalten während der COVID-19 Einschränkungen
7 Diskussion
8 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Bedeutung regelmäßiger körperlicher Aktivität für die menschliche Gesundheit und analysiert die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Bewegungsverhalten. Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, unter Einbindung eigener empirischer Daten aufzuzeigen, wie sich das Sport- und Bewegungsverhalten der Bevölkerung durch die pandemiebedingten Einschränkungen verändert hat und welchen Stellenwert Bewegung in diesem Kontext einnimmt.
- Grundlagen der physischen und psychischen Gesundheitswirkungen von Bewegung
- Analyse des Bewegungsverhaltens von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
- Ursachen und gesundheitliche Folgen von Bewegungsmangel
- Einfluss der COVID-19-Maßnahmen auf Sportaktivitäten und Alltagsbewegung
- Empirische Auswertung des Bewegungsverhaltens mittels Online-Fragebogen
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Physische Auswirkungen von Bewegung
Damit der Körper der erhöhten Belastung während körperlicher Aktivität gewachsen ist, werden zahlreiche Adaptionsmechanismen durchgeführt. An vorderster Stelle rangieren belastungsinduzierte Anpassungen in der Arbeitsmuskulatur sowie der positive Effekt auf den Stoffwechsel und das Herz-Kreislaufsystem. Bewegung führt zu einer Ökonomisierung der Herzfunktion, sprich die Herzfrequenz, Herzarbeit und der Sauerstoffverbrauch des Herzmuskels nehmen in Ruhe und bei körperlicher Aktivität ab (Neumann et al., 1998). Genauer betrachtet bewirkt es eine gleichmäßige Vergrößerung des Herzens und bei ausreichender Intensität auch zur Verdickung der Ventrikelwand (Sportherz). Ferner spielen die Änderungen der Endothelfunktion sowie jene des Gefäßtonus eine Rolle, insbesondere bei vorhandenen Risikofaktoren oder vaskulären Erkrankungen. Durch diese Trainingsadaption des Herzens wird, wie eingangs erläutert, eine Funktionsökonomisierung und letztlich eine erhöhte Leistungsfähigkeit hervorgerufen (Bachl et al., 2018).
Ein weiterer positiver Effekt ist die Veränderung der Fließeigenschaft des Blutes. Der Fibrinogenspiegel sinkt und die fibrinolytische Aktivität wird bei gleichzeitiger Abnahme der Thrombozytenaggregation gesteigert, das heißt, die Blutgerinnung wird physiologisch gehemmt und jene Mechanismen, die Blutgerinnsel auflösen, werden verbessert, wodurch die Tendenz zur Thromboseerkrankung minimiert wird. Speziell bei Sporttreibenden, die mit Gefäßerkrankungen zu kämpfen haben, sind diese Effekte von großer Bedeutung. (Neumann et al., 1998)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von regelmäßiger körperlicher Aktivität für die Gesundheit dar, thematisiert das Problem des Bewegungsmangels und führt in die spezifische Problematik der COVID-19-Pandemie ein.
2. Der Gesundheitsfaktor Bewegung: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe zur Bewegung definiert und die physischen sowie psychischen Auswirkungen sportlicher Aktivität auf den menschlichen Organismus detailliert erläutert.
3 Bewegungsverhalten: Das Kapitel analysiert das Bewegungsverhalten von Kindern und Erwachsenen auf nationaler und internationaler Ebene und erörtert Ursachen sowie Folgen eines Mangels an körperlicher Aktivität.
4 COVID-19-Pandemie: Hier wird der Einfluss der Pandemie-Maßnahmen auf das Bewegungsverhalten der Bevölkerung untersucht und wissenschaftlich mit aktuellen Trends und Studien verknüpft.
5 Methoden und Material: Dieses Kapitel beschreibt die verwendete Forschungsmethode der indirekten Befragung via Online-Fragebogen und erläutert die Zusammensetzung der Probandengruppe.
6 Analyse und Ergebnisse: Hier werden die erhobenen Daten der Umfrage präsentiert, unterteilt in persönliche Daten sowie das Bewegungsverhalten vor und während der COVID-19-Einschränkungen.
7 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt und in den Kontext der allgemeinen Bequemlichkeit der Gesellschaft und der Herausforderungen durch die Pandemie gesetzt.
8 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt eine abschließende Einschätzung zum Stellenwert von Bewegung als Garant für ein gesundes Leben.
Schlüsselwörter
Körperliche Aktivität, Bewegungsmangel, COVID-19-Pandemie, Gesundheit, Trainingsverhalten, Herz-Kreislauf-System, Sportengagement, Prävention, Lebensqualität, Bewegungsmonitoring, Muskulatur, Stoffwechsel, Psychische Gesundheit, Online-Befragung, Österreich
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von körperlicher Aktivität für die physische und psychische Gesundheit und untersucht, wie die COVID-19-Pandemie das Bewegungsverhalten von Menschen beeinflusst hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die physiologischen und psychischen Wirkungen von Bewegung, die Analyse des aktuellen Bewegungsverhaltens verschiedener Altersgruppen sowie die Auswirkungen der pandemiebedingten Einschränkungen auf den Alltag und Sport.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer Literaturrecherche und einer eigenen empirischen Umfrage aufzuzeigen, ob und wie sich das Sportverhalten der Probanden im Zuge der COVID-19-Pandemie verändert hat.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Verfasser nutzte eine Kombination aus Literaturrecherche, um den theoretischen Rahmen abzustecken, und eine quantitative, indirekte Befragung mittels eines Online-Fragebogens, um Primärdaten zu erheben.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte theoretische Auseinandersetzung mit den gesundheitlichen Effekten von Sport, eine Analyse des Bewegungsverhaltens vor und während der Pandemie sowie die Auswertung der selbst durchgeführten quantitativen Befragung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind körperliche Aktivität, COVID-19-Pandemie, Gesundheit, Sportengagement, Bewegungsverhalten und Prävention.
Welche Auswirkung hat die Pandemie laut der Umfrage auf das Sportengagement?
Die Umfrage zeigt ein differenziertes Bild: Während ein Teil der Befragten angab, mehr Sport getrieben zu haben, war bei einem größeren Teil keine signifikante Änderung feststellbar oder das Sportengagement nahm sogar leicht ab.
Wie unterscheidet sich die Fahrradnutzung während der Pandemie in dieser Untersuchung?
Der Großteil der Befragten (66%) gab an, dass sich ihre Gewohnheiten bei der Fahrradnutzung durch die Pandemie nicht verändert haben, während 22% angaben, nun deutlich mehr Wegstrecken mit dem Rad zurückzulegen.
- Quote paper
- Julian Hetzmannseder (Author), 2021, Körperliche Aktivität und ihre Auswirkungen auf den menschlichen Organismus unter spezieller Berücksichtigung der COVID-19-Pandemie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1291884