Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Intercultural Communication

Darf man provozieren auf Kosten der Opfer? Über die Moralität des Films „Elephant“ von Gus Van Sant

Title: Darf man provozieren auf Kosten der Opfer? Über die Moralität des Films „Elephant“ von Gus Van Sant

Essay , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andrea Koch (Author)

Communications - Intercultural Communication
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Film „Elephant“ und seinem Inhalt in Bezug auf die Opfer, der Autoren und der Gesellschaft.
Der Film „Elephant“ ist eine Verfilmung vom Schulmassaker in Littleton an der Columbine Highschool. 1999 bewaffneten sich zwei Schüler und erschossen an ihrer Schule 12 Menschen.
Mit dem Wort „Opfer“ sind nicht nur getötete oder verletzte Menschen gemeint, sondern auch Angehörige der ermordeten Schüler und Menschen, die das Ereignis an der Columbine Highschool miterleben mussten. Obwohl „Elephant“ für viele Filmkritiker ein gelungener Film ist, so gibt es viele Aspekte, die diese Verfilmung des Schulmassakers in Littleton als unmoralisch charakterisieren.
Ziel dieser Analyse ist es herauszufinden, ob es moralisch vertretbar ist, das Schulmassaker von Littleton zu verfilmen oder nicht. Es soll aufgeschlüsselt werden, wie einzelne Szenen der Definition der Moral entsprechen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1. Moral

2.2. Provokation

3. Das Massaker von Littleton und seinen Hintergrund

4. Methode

5. Analyse des Filminhalts

5.1. Ziel der Analyse

5.2. Über den Autor des Films

5.3. Wirkung des Filmes

5.4. Inhaltsanalyse des Films „Elephant“

5.4.1. Codiereinheiten

5.4.2. Auswertung der Analyse

6. Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Film „Elephant“ unter ethischen Gesichtspunkten, insbesondere im Hinblick auf seine Wirkung auf die Opfer des zugrunde liegenden Schulmassakers an der Columbine Highschool und seine moralische Zulässigkeit als provokatives Werk. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit, Provokation und der moralischen Verantwortung des Regisseurs gegenüber den Betroffenen eines realen traumatischen Ereignisses.

  • Moralische und ethische Bewertung von Filminhalten.
  • Definition und psychologische Wirkung von Provokation in den Medien.
  • Analyse des Schulmassakers von Littleton und dessen mediale Aufarbeitung.
  • Subjektive Inhaltsanalyse provokanter Szenen im Film „Elephant“.
  • Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Verantwortung des Filmemachers.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Film „Elephant“ und seinem Inhalt in Bezug auf die Opfer, der Autoren und der Gesellschaft.

Der Film „Elephant“ ist eine Verfilmung vom Schulmassaker in Littleton an der Columbine Highschool. 1999 bewaffneten sich zwei Schüler und erschossen an ihrer Schule 12 Menschen.

Mit dem Wort „Opfer“ sind nicht nur getötete oder verletzte Menschen gemeint, sondern auch Angehörige der ermordeten Schüler und Menschen, die das Ereignis an der Columbine Highschool miterleben mussten. Obwohl „Elephant“ für viele Filmkritiker ein gelungener Film ist, so gibt es viele Aspekte, die diese Verfilmung des Schulmassakers in Littleton als unmoralisch charakterisieren.

Es ist offensichtlich, dass der Film kritisiert und provoziert, aber versetze man sich in die Lage der Opfer des wirklichen Geschehens an der Columbine Highschool, so stellt man sich die Frage: „Wie wirkt dieser Film auf die Leittragenden des Massakers?“ Auch wenn der Film mit seinem Inhalt etwas bewirken will, sind die Grenzen dieser Provokation nicht hinreichend bestimmt. Provokation ist ein wirksames Mittel um die Gesellschaft wach zu rütteln, doch muss dies auf Grundlage eines tragischen Ereignisses geschehen?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der filmischen Verarbeitung des Schulmassakers von Littleton und Formulierung der moralischen Fragestellung.

2. Definitionen: Erläuterung der zentralen Begriffe Moral und Provokation als theoretisches Fundament für die anschließende Analyse.

3. Das Massaker von Littleton und seinen Hintergrund: Historische Einordnung des realen Amoklaufs an der Columbine Highschool und dessen Hintergründe.

4. Methode: Beschreibung der angewandten Inhaltsanalyse zur Untersuchung provokativer Szenen im Film.

5. Analyse des Filminhalts: Detaillierte Untersuchung des Autors, der Wirkung des Films sowie eine systematische Auswertung der einzelnen Filmszenen hinsichtlich ihres Provokationsgehalts.

6. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Frage, ob der Film aufgrund seines ethischen Anspruchs moralisch vertretbar ist.

Schlüsselwörter

Elephant, Schulmassaker, Columbine, Moral, Provokation, Gus Van Sant, Inhaltsanalyse, Ethik, Filmkritik, traumatische Ereignisse, Medienwirkung, Gesellschaftskritik, Amoklauf, Opfer, Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Film „Elephant“ des Regisseurs Gus Van Sant und bewertet dessen moralische Vertretbarkeit vor dem Hintergrund der fiktionalen Verarbeitung eines realen Schulmassakers.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Moral und Provokation sowie deren Anwendung auf ein hochsensibles, reales Ereignis der Zeitgeschichte.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit fragt danach, ob der Film „Elephant“ für das gesellschaftliche Zusammenleben förderlich ist oder ob er den Opfern und Hinterbliebenen des Massakers durch die filmische Rekonstruktion Leid zufügt.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Die Verfasserin nutzt eine Inhaltsanalyse, bei der der Film in 30 einzelne Szenen unterteilt und nach dem Grad der Provokation („keine“, „provokativ“, „stark provokativ“) kategorisiert wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst neben theoretischen Definitionen eine detaillierte Inhaltsanalyse des Films, die Untersuchung des Regie-Stils von Van Sant sowie die Einordnung der fiktiven Szenen in das historische Geschehen von Littleton.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Filmethik, mediale Inszenierung von Gewalt, Opfer-Perspektive und gesellschaftliche Provokation charakterisieren.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Ironie im Film?

Die Autorin stellt fest, dass stark provokative Szenen durch Ironie (z.B. Beethoven-Musik) eine beängstigende Dimension erhalten, die zwar zum Nachdenken anregt, jedoch aus Sicht der Opfer als moralisch bedenklich eingestuft werden kann.

Kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass der Film unmoralisch ist?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass der Film nicht generell gegen die Moral verstößt, da er einen pädagogischen bzw. erzieherischen Anspruch verfolgt, auch wenn er für die Betroffenen des Massakers traumatische Erinnerungen wecken kann.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Darf man provozieren auf Kosten der Opfer? Über die Moralität des Films „Elephant“ von Gus Van Sant
College
Technical University of Ilmenau
Course
Interkulturelle Kommunikation
Grade
1,7
Author
Andrea Koch (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V129198
ISBN (eBook)
9783640361335
ISBN (Book)
9783668104648
Language
German
Tags
Grenzen Provokation Darf Kosten Opfer Moralität Films
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Koch (Author), 2006, Darf man provozieren auf Kosten der Opfer? Über die Moralität des Films „Elephant“ von Gus Van Sant, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129198
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint