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Konzept zum interkulturellen und interreligiösen Dialog

Title: Konzept zum interkulturellen und interreligiösen Dialog

Presentation (Elaboration) , 2007 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Justus Treubel (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Die Welt ist übersät mit Konflikten. Es sind nicht nur die globalen Konflikte, die
kontinuierlich zunehmen. Oft sind es Probleme zwischen verschiedenen Kulturen im
Alltagsleben, die im Konflikt enden. Deutschland ist nicht erst seit kurzem multikulturell.
Neben dem Christentum bildet der Islam die zweit größte Religionsgemeinschaft in unserem
Land. Über drei Millionen Muslime leben zur Zeit in Deutschland. Aus Unwissenheit,
Desinteresse und Vorurteilen, bezüglich der jeweils anderen Kulturen, entstehen Spannungen
und Probleme. Diese gilt es mit Hilfe des interkulturellen und interreligiösen Dialogs zu
lösen. Alle Menschen müssen von der Notwendigkeit des Dialogs überzeugt und gewillt sein,
diesen zu führen. Nur so ist es möglich, Frieden in der Welt zu schaffen und die Probleme im
eigenen Land zu beseitigen. Peter Antes stellte einst die These auf: Wir haben nur die
Alternative zu lernen, miteinander zu leben oder gemeinsam unterzugehen.
In der folgenden Ausarbeitung werde ich näher auf den Dialog eingehen. Ich werde u.a.
aufzeigen, wie notwendig und wichtig dieser ist. Des Weiteren werde ich mich mit dem
muslimischen Religionsunterricht an deutschen Schulen, sowie dem interkulturellen Lernen
befassen. Abschließend gebe ich einen kurzen Einblick in die Denkweise Dilal Boubakeur
und Martin Bubers, zwei der größten Repräsentanten des interkulturellen und interreligiösen
Dialogs.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der interkulturelle und interreligiöse Dialog zwischen Christen und Muslimen

2.1. Das Wahrnehmen des Anderen als Grundvoraussetzung für den Dialog

2.2. Ebenen und Modelle des interkulturellen – interreligiösen Dialogs

3. Muslimischer Religionsunterricht an deutschen Schulen

4. Interkulturelles Lernen

5. Dalil Boubakeur und Martin Buber, zwei Menschen im Angesicht des Dialogs

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Notwendigkeit eines interkulturellen und interreligiösen Dialogs in einer multikulturellen Gesellschaft auseinander. Das primäre Ziel ist es, die Grundlagen einer dialogischen Haltung zu erörtern und aufzuzeigen, wie durch Bildung und gegenseitige Anerkennung Vorurteile abgebaut sowie ein friedliches Zusammenleben in einer von Differenzen geprägten Welt ermöglicht werden kann.

  • Grundvoraussetzungen für einen gelingenden interreligiösen Dialog.
  • Modelle und Ebenen der interkulturellen Kommunikation.
  • Die Rolle des muslimischen Religionsunterrichts als Integrationsbeitrag.
  • Das Konzept des interkulturellen Lernens als ständiger Prozess.
  • Die philosophischen Ansätze von Dalil Boubakeur und Martin Buber im Dialogkontext.

Auszug aus dem Buch

2.1. Das Wahrnehmen des Anderen als Grundvoraussetzung für den Dialog

Es geht darum, „nach Spuren der Vernunft“ zu suchen. Eine Vernunft, die Menschen zusammen führt, ohne Abstände zu tilgen, die verbindet, ohne Verschiedenes gleichnamig zu machen, die unter Fremden das Gemeinsame kenntlich macht, aber den Anderen anders sein lässt. Das Denken, Glauben und Fühlen des Anderen muss geachtet werden. Jedoch ist es wichtig, dass die Dialogbereitschaft auf beiden Seiten für notwendig erachtet wird. Ein Dialog kann nicht geführt werden, wenn einer der Partner das Gesprächsergebnis vorweg festlegt. Ohne eine offene Bereitschaft, von den anderen zu lernen, findet kein Dialog statt. Eben diese Bereitschaft, von anderen Neues zu übernehmen, fällt der Mehrheit schwer, da damit auch ein Abschied von den herrschenden Strukturen verbunden ist.

Die Fähigkeit und der Wille zum Dialog bedeute keineswegs eine Relativierung der eigenen Position. Gerade aus der eigenen Selbstbewusstheit heraus, lässt sich eine dialogische Haltung einnehmen. Daher sollte jeder Partner im Dialog von dem Wahrheitsanspruch seines Glaubens überzeugt sein. Ausschlaggebend sollte sein, eines Herzens zu sein und in die selbe Richtung zu schauen.

Die Welt ist geprägt von vielen religiösen Konflikten. Da in Deutschland ca. 3 Millionen Muslime leben, gewinnt der interkulturelle und interreligiöse Dialog immer mehr an Bedeutung. Toleranz spielt in einem erfolgversprechenden Dialog eine sehr wichtige Rolle. Wer Toleranz übt, macht nach allgemeiner Einschätzung Zugeständnisse hinsichtlich seiner Prinzipien. Sie ist eine vorläufige Haltung für einfache Formen der Begegnung mit Menschen, die eine andere Lebensform leben. Toleranz besteht aus der Fähigkeit, das Anderssein des anderen auf sich zunehmen, ohne sich ihr direkt anzupassen. Darüber hinaus bedarf es eine Haltung der gegenseitigen Anerkennung auf beiden Seiten. Keine Stadt und kein Land ist sprachlich, kulturell oder religiös homogen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale und lokale Konfliktlage und stellt den interreligiösen Dialog als notwendige Alternative zum Scheitern der Gesellschaft dar.

2. Der interkulturelle und interreligiöse Dialog zwischen Christen und Muslimen: Dieses Kapitel definiert die Grundvoraussetzungen für Dialoge, wie die Wahrnehmung des Anderen, und stellt verschiedene Modelle von Ausgrenzung bis hin zur Anerkennung in der Differenz vor.

3. Muslimischer Religionsunterricht an deutschen Schulen: Der Abschnitt diskutiert die Bedeutung einer staatlich geförderten islamischen Bildung zur Integration und zur Förderung der interreligiösen Verständigung im schulischen Kontext.

4. Interkulturelles Lernen: Hier wird interkulturelles Lernen als ständiger, reflektierter Prozess beschrieben, der darauf abzielt, Fremdheit als Ergänzung des Eigenen zu begreifen.

5. Dalil Boubakeur und Martin Buber, zwei Menschen im Angesicht des Dialogs: Das Kapitel vergleicht die Ansätze von Boubakeur und Buber, um Wege zu einem respektvollen Miteinander und die dialogische Verantwortung des Einzelnen aufzuzeigen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens zusammen und appelliert an jeden Einzelnen, Verantwortung im interkulturellen Dialog zu übernehmen.

Schlüsselwörter

Interreligiöser Dialog, Interkulturelles Lernen, Islam in Deutschland, Religionsunterricht, Toleranz, Differenz, Integration, Martin Buber, Dalil Boubakeur, Friedensförderung, Identität, Gesellschaftliche Vielfalt, Dialogbereitschaft, Minderheiten, Multikulturalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Notwendigkeit und den praktischen Umsetzungsmöglichkeiten eines interkulturellen und interreligiösen Dialogs zwischen Christen und Muslimen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die Grundlagen des Dialogs, die Rolle des muslimischen Religionsunterrichts, Konzepte interkulturellen Lernens sowie die philosophischen Dialog-Ansätze von Buber und Boubakeur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass ein friedliches Miteinander in einer multikulturellen Gesellschaft nur durch einen Dialog gelingen kann, der auf Anerkennung von Differenz und nicht auf Gleichmacherei basiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und Analyse fachwissenschaftlicher Literatur und Positionen zum interkulturellen Diskurs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Dialogmodelle, den Nutzen eines muslimischen Religionsunterrichts für die schulische Bildung und das Konzept des Lernens von der Differenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie interreligiöser Dialog, Anerkennung von Differenz, Toleranz und gesellschaftliche Integration geprägt.

Was unterscheidet das Modell der "Anerkennung in der Differenz" von anderen Ansätzen?

Im Gegensatz zu Modellen, die auf Assimilation oder oberflächlicher Duldung basieren, stellt dieses Modell das Anderssein als produktiven Angelpunkt für echte Begegnung in den Vordergrund.

Wie bewertet der Autor den muslimischen Religionsunterricht?

Er bewertet diesen als einen entscheidenden Schritt zur Gleichberechtigung und als Beitrag zur Prävention von Konflikten durch Bildung und interkulturelle Verständigung.

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Details

Title
Konzept zum interkulturellen und interreligiösen Dialog
College
University of Osnabrück
Grade
1,3
Author
Justus Treubel (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V129209
ISBN (eBook)
9783640375790
ISBN (Book)
9783640376230
Language
German
Tags
Konzept Dialog
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Justus Treubel (Author), 2007, Konzept zum interkulturellen und interreligiösen Dialog, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129209
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