Adipositas ist unserer Gesellschaft kein neues Problem der Gegenwart. Bereits aus dem 17. und 18. Jahrhundert gibt es beschriebene Fälle von Übergewicht und Adipositas. So beschreibt der Arzt Timaeus von Güldenklee (1600- 1667) in seinen Aufzeichnungen Casus Medicinales einen Buchhändler, welcher nicht mehr in der Lage war, Treppen zu steigen. Von Güldenklee verordnete eine Diät und ein paar der damals gängigen Medikamente. Leider stellt sich nur ein kurzfristiger Erfolg ein, der Buchhändler nahm tatsächlich etwas ab, setzte aber die Medikamente und die Diät eigenmächtig ab. So nahm der der Bauchumfang wieder zu und der Buchhändler verstarb kurze Zeit später (Stolberg, 2012). Im Gegensatz zu heute waren diese beschriebenen Fälle der Vergangenheit Einzelfälle, wo die mögliche Ursache wie eine Stoffwechselstörung nicht identifizierbar ist bzw. nicht näher beschrieben worden sind. Leider muss die World Health Organization (WHO) heute mittlerweile von einer Adipositasepidemie sprechen, welche es gilt mit allen Mittel zu bekämpfen, um die Folgen von Übergewicht und Adipositas einzudämmen. Die Ursachen für die rasante Ausbreitung von Übergewicht und Adipositas sind sehr vielschichtig, zu viel um an dieser Stelle darauf einzugehen. Weiterhin sind die Ursachen so vielschichtig, das eine genaue Analyse der möglichen Ursachen für Übergewicht und Adipositas in der Bevölkerung abschließend nicht zu beantworten ist.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Definition Übergewicht und Adipositas
1.1 Body Mass Index
2. Datenlage der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
2.1. Allgemeine Datenlage in Deutschland
2.2 Datenlage getrennt nach Männer und Frauen
2.3 Datenlage für die Zukunft nach OECD
3. Was sind die möglichen Ursachen für die Adipositas?
3.1 Unterernährung/ Mangelernährung
3.2 Folgen der Unterernährung/ Mangelernährung
3.3 „In Form“ und Ernährungspyramide als Prävention
4. Folgen von Übergewicht und Adipositas
4.1. Mortalität von Übergewicht und Adipositas
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Entwicklung von Übergewicht und Adipositas in Deutschland unter der zentralen Forschungsfrage, ob aufgrund bestehender Präventionsmaßnahmen eine Trendwende für die Bevölkerung erkennbar ist.
- Epidemiologische Datenlage zu Übergewicht und Adipositas in Deutschland
- Einfluss von Präventionsmaßnahmen wie „In Form“ und der Ernährungspyramide
- Ursachenanalyse und individuelle Energiebedarfsermittlung
- Ökonomische und gesundheitliche Folgen der Adipositas für das Gesundheitssystem
Auszug aus dem Buch
3. Was sind die möglichen Ursachen für die Adipositas?
Der Körper braucht für verschiedene Vorgänge, welche innerhalb im Körper stattfinden, Energie und Nährstoffe. Beides wird in Form von Nahrung dem Körper zugeführt, welche dann innerhalb des Verdauungstraktes soweit aufgeschlossen, dass der Körper mit dem Nährstoffen und Energie damit arbeiten kann. Diese Aufgaben umfassen unter anderem der Wärmeerhalt, Aufrechterhaltung der körperlichen Funktion wie gehen, sämtliche Muskeltätigkeit, verschiedene Organfunktionen, verschiedene Stoffwechselvorgänge, das Wachstum, die geistige Funktion und das erneuern verschiedener Körperbestandteile wie Haare, Fingernägel und der Haut (Kluthe, 2019). Diese Aufzählung ist nur eine Beispielaufzählung und soll nur deutlich machen, welche Arbeit der Körper leisten muss, um leistungsfähig zu bleiben. Aus diesem Grund ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig und notwendig. Leider zeigen die wie bereits beschrieben Statistiken ein anderes Bild. Die Menschen werden mehr Übergewichtig und Adipös. Als Ursache könnte man an dieser Stelle es einfach auszudrücken, die Menschen führen zu viel Energie und Nährstoffe dem Körper zu und verbrauchen auf der anderen Seite zu wenig Energie und Nährstoffe. Um mehr Energie zu verbrauchen sollte der Mensch sich regelmäßig körperlich aktiv bewegen.
Nach einer Empfehlung des US- amerikanischen Centers of Disease Control and Prevention (CDC) sollte ein Mensch sich mindestens an 5 Tagen pro Woche jeweils für mindestens 30 Minuten körperlich betätigen sollte. Dabei sollte die Atemfrequenz zunehmen bzw. sollte man dabei ins Schwitzen geraten (Ziese & Lange, 2011).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Problematik der Adipositasepidemie und Darlegung der Zielsetzung sowie der Forschungsfrage bezüglich der Trendwende in Deutschland.
1. Definition Übergewicht und Adipositas: Definition der Begriffe sowie Erläuterung des Body Mass Index (BMI) als wichtigstem Messinstrument zur Klassifizierung von Gewichtsklassen.
2. Datenlage der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD): Analyse der aktuellen Datenlage sowie Prognose der Adipositasentwicklung in Deutschland und den OECD-Ländern.
3. Was sind die möglichen Ursachen für die Adipositas?: Untersuchung der physiologischen Energiebedarfsfaktoren, der Rolle der körperlichen Aktivität sowie eine Abgrenzung zur Mangelernährung.
4. Folgen von Übergewicht und Adipositas: Aufzeigen der direkten und indirekten Kostenbelastungen für das Gesundheitssystem und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen durch Folgeerkrankungen.
Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Datenlage und kritische Reflexion zur Erfolgsaussicht der bisherigen Präventionsmaßnahmen in Deutschland.
Schlüsselwörter
Übergewicht, Adipositas, Deutschland, Body Mass Index, BMI, Prävention, Ernährung, Energiebedarf, Gesundheitswesen, Epidemiologie, Mortalität, Folgeerkrankungen, Gesundheitskosten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die aktuelle Situation von Übergewicht und Adipositas in Deutschland und betrachtet dabei die Entwicklung über die letzten Jahre unter gesundheitswissenschaftlichen Gesichtspunkten.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die statistische Datenlage, die Definition von Adipositas über den BMI, die Ursachenforschung sowie die gesundheitlichen und ökonomischen Folgeerscheinungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel besteht darin zu prüfen, ob durch bereits implementierte Präventionsmaßnahmen wie das Programm „In Form“ eine erkennbare Trendwende in der deutschen Bevölkerungswahrnehmung und -gesundheit eintritt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse vorliegender Daten, die durch den Rückgriff auf offizielle Statistiken (OECD, RKI, Mikrozensus) und Literaturstudien gewonnen wurden.
Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Bestandsaufnahme, eine tiefgehende Untersuchung der Ursachen und Stoffwechselvorgänge sowie eine detaillierte Analyse der Folgekosten für das Gesundheitssystem.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?
Zu den zentralen Begriffen gehören Adipositas, Body Mass Index, Präventionsprogramme, Gesundheitsberichterstattung und volkswirtschaftliche Folgekosten.
Warum spielt der Body Mass Index für die Argumentation des Autors eine so zentrale Rolle?
Der BMI dient als weltweit anerkannte Vergleichsgröße, um die Entwicklung von Adipositas überhaupt erst quantifizierbar zu machen, obwohl der Autor auch kritisch auf dessen diagnostische Schwächen hinweist.
Inwiefern ist das Rettungswesen als Fallbeispiel für die Adipositas-Problematik relevant?
Das Rettungswesen dient als konkretes Beispiel für die physische und ökonomische Herausforderung, da Geräte wie Tragestühle technisch modifiziert werden müssen, um Patienten mit extremem Körpergewicht sicher transportieren zu können.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Prävention?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass bisherige Ansätze zwar vorhanden sind, das Problem jedoch aufgrund veränderter Lebensweisen und fehlender systemischer Stellschrauben eher weiter eskalieren wird.
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- Pieter Tamsma (Author), 2019, Übergewicht und Adipositas in Deutschland. Zeichnet sich im Bezug auf Übergewicht und Adipositas eine Wende für Deutschland ab?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1292108