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Wie Napoleon das Gemälde "Le Premier Consul franchissant les Alpes au col du Grand-Saint-Bernard" zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung bezüglich seiner Person nutzt

Titel: Wie Napoleon das Gemälde "Le Premier Consul franchissant les Alpes au col du Grand-Saint-Bernard" zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung bezüglich seiner Person nutzt

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Romanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit macht es sich zur Aufgabe, zu analysieren, wie Napoleon neben Zensuren und Kontrollausübung auch das von Jacques-Louis David angefertigte Gemälde "Le Premier Consul franchissant les Alpes au col du Grand-Saint-Bernard" dazu nutzt, die öffentliche Meinung bezüglich seiner Person positiv zu beeinflussen.

Dazu soll zunächst eine Definition des Begriffs der öffentlichen Meinung gegeben werden und diese in einen Zusammenhang mit dem Handeln Napoleons gebracht werden. Im dritten Kapitel erfolgt ein Überblick über das behandelte Gemälde. Dieses wird in den historischen Kontext der Entstehungszeit eingebettet. Außerdem soll das auf dem Gemälde dargestellte historische Ereignis, Napoleons Überquerung der Alpen, skizziert werden. Anschließend folgen eine Bildbeschreibung des Gemäldes und eine Analyse sowie Interpretation der beschriebenen Elemente. Dabei soll auch die Realitätsnähe des Gemäldes bezüglich der dargestellten Szene eine Rolle spielen.

Schließlich werden in Kapitel fünf die in der Analyse bereits angeklungenen Bezüge des Bildes zur öffentlichen Meinung zusammengetragen, um festzustellen, mit welchen stilistischen Mitteln Napoleon versucht, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Damit einhergehend soll erfasst werden, welche Assoziationen die Person beim Betrachtenden hervorrufen soll, als die Napoleon sich im Gemälde darstellen lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die politische Rolle der öffentlichen Meinung

2.1 Der Begriff

2.2 Napoleon und die öffentliche Meinung

3. Über das Gemälde Le Premier Consul franchissant les Alpes au col du Grand-Saint-Bernard

3.1 Das Gemälde in seinem historischen Kontext

3.2 Das Gemälde und die Geschichte, von der es erzählt

4. Bildbetrachtung und -analyse

4.1 Bildbetrachtung und Wirkung

4.2 Bildanalyse

5. Fazit: Der Aspekt der öffentlichen Meinung in Le Premier Consul franchissant les Alpes au col du Grand-Saint-Bernard

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert, wie Napoleon Bonaparte neben Zensur und politischer Kontrolle das Gemälde "Le Premier Consul franchissant les Alpes au col du Grand-Saint-Bernard" von Jacques-Louis David dazu nutzte, die öffentliche Meinung über seine Person gezielt positiv zu beeinflussen und seine Herrschaft zu legitimieren.

  • Mechanismen der öffentlichen Meinung und deren Manipulation durch Napoleon.
  • Historischer Kontext der Entstehung des Gemäldes und die Inszenierung Napoleons.
  • Methoden der Bildsprache: Symbolik, Diagonalen und die Bedeutung der dargestellten Waffe.
  • Der Kontrast zwischen dem realen historischen Ereignis und seiner künstlerischen Überhöhung.
  • Die Rolle Napoleons als "Held" und Gegenpol zum revolutionären Chaos im öffentlichen Bewusstsein.

Auszug aus dem Buch

4.1 Bildbetrachtung und Wirkung

Im Zentrum des Bildes (vgl. Abb. 1) ist Napoleon Bonaparte auf einem weißen Pferd positioniert. Tier und Reiter befinden sich auf einer bergauf führenden, steinigen Plattform. Die beiden vorderen Beine des Pferdes sind in die Luft gestreckt – das Pferd bäumt sich auf, was dem Bild eine dynamische Wirkung verleiht. Das etwas aufstehende Maul, aufgerissene Augen und die geöffneten Nüstern, eine wehende Mähne und ein ebenfalls nach links gewehter Schweif verstärken diesen Effekt. Ein konträr wirkendes Pendant dazu stellt der Reiter mit seinem blassen, steifen Gesicht und einem kühlen Blick in Richtung des Betrachtenden dar. Napoleon trägt einen Zweispitz und eine schmuckhafte, blau-weiß-goldene Uniform, darüber einen gold-orangefarbenen Umhang, der wie auch Mähne und Schweif des Tieres vom Wind in Richtung der oberen linken Bildecke geweht wird. Bonapartes Beine liegen sicher und fest in den Steigbügeln, sein Degen befindet sich seitlich in dessen Scheide. Der Degen verortet sich genau im Mittelpunkt des Gemäldes, wie auf Abbildung 2 durch die roten Linien dargestellt (vgl. Abb. 2).

Die Zügel locker in der linken, mit einem Handschuh gekleideten Hand, ist sein Körper in aufrechter Haltung nach links gerichtet, den Kopf wendet er aber dem Betrachtenden direkt zu. Sieht er diesen auch direkt an, so wirkt es doch, als nehme er ihn nicht wahr. Diesen Eindruck vermittelt das emotionslos wirkende Gesicht des Feldherrn. Napoleons Kleidung und Ausstattung, Degen, Uniform, Handschuh und Hut, weisen viele goldenen Verzierungen auf. Seine rechte Hand zeigt mit ausgestrecktem Zeigefinger in Richtung des linken oberen Bildrands, also gleichzeitig nach oben wie auch gen Hintergrund des Bildes, in Richtung des Großen Sankt Bernhards. So stellen Napoleons ausgestreckter Arm, der aufgebäumte Körper des Pferdes und der wehende Mantel Bonapartes im Bild Parallelen zur Steinplattform, auf der sie sich befinden, dar, wie durch die roten Linien in Abbildung 3 veranschaulicht werden soll (vgl. Abb. 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsaufgabe ein, Napoleons gezielten Einsatz von Kunst, insbesondere des Gemäldes von David, zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung und zur Legitimationssicherung zu untersuchen.

2. Die politische Rolle der öffentlichen Meinung: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der öffentlichen Meinung sowie die historische Darstellung von Napoleons Verständnis für die Zentralität und Manipulierbarkeit dieses Elements.

3. Über das Gemälde Le Premier Consul franchissant les Alpes au col du Grand-Saint-Bernard: Einbettung des Kunstwerks in seinen historischen Kontext, einschließlich der Entstehungsgeschichte und der Bedeutung für Napoleons Selbstdarstellung.

4. Bildbetrachtung und -analyse: Detaillierte visuelle Untersuchung des Gemäldes hinsichtlich seiner Dynamik, Komposition und symbolischen Funktionen, ergänzt durch eine Analyse der Abweichungen zur historischen Realität.

5. Fazit: Der Aspekt der öffentlichen Meinung in Le Premier Consul franchissant les Alpes au col du Grand-Saint-Bernard: Zusammenfassende Schlussfolgerung über die propagandistische Funktion des Gemäldes und die bewusste Steuerung der Rezipientenwahrnehmung durch Napoleon.

Schlüsselwörter

Napoleon Bonaparte, Le Premier Consul franchissant les Alpes au col du Grand-Saint-Bernard, Jacques-Louis David, öffentliche Meinung, Herrschaftslegitimation, politische Propaganda, Alpenüberquerung, Bildanalyse, Reiterporträt, Symbolik, Heldengestalt, Historienmalerei, Machtdarstellung, Massenmanipulation, visuelle Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Napoleon Bonaparte das Gemälde von Jacques-Louis David über seine Alpenüberquerung als propagandistisches Mittel einsetzte, um die öffentliche Meinung zu lenken und seine politische Macht sowie Legitimität zu festigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind Machtpolitik unter Napoleon, das Verhältnis von Kunst und Propaganda, die soziale Funktion der öffentlichen Meinung sowie die semiotische Analyse eines historischen Herrscherbildnisses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass das untersuchte Gemälde keine rein dekorative Auftragsarbeit war, sondern ein gezieltes Instrument der politischen Kommunikation, das den Betrachter aktiv zur Akzeptanz von Napoleons Herrschaftsrolle führen sollte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine Kombination aus historischer Quellenanalyse, einer formalen Bildbeschreibung im Sinne einer Bildbetrachtung und einer inhaltlich-symbolischen Bildanalyse angewendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition der öffentlichen Meinung bei Napoleon, eine historische Einordnung des Gemäldes sowie eine tiefgehende Analyse der Bildsprache, bei der Aspekte wie Perspektive, Diagonalen, Kleidung und die Rolle der Dargestellten analysiert werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wesentlich sind Begriffe wie Napoleon Bonaparte, politische Propaganda, öffentliche Meinung, Herrschaftslegitimation, Bildanalyse und Heldeninszenierung.

Warum wollte Napoleon auf dem Gemälde nicht mit gezogener Waffe dargestellt werden?

Napoleon lehnte eine gezogene Waffe ab, da er signalisieren wollte, dass er als moderner Staatsführer auftritt, der Ordnung und Schutz durch Autorität und Besonnenheit vermittelt, statt als bloßer Krieger wahrgenommen zu werden.

Welche Funktion haben die Inschriften auf den Felsen im Gemälde?

Die Inschriften "HANNIBAL", "KAROLUS MAGNUS IMP" und "BONAPARTE" setzen Napoleon in die Tradition großer historischer Feldherren und Herrscher, um seinen Ruhm und Erfolg vorwegzunehmen sowie seine Größe zu unterstreichen.

Warum ist das reale Maultier auf dem Gemälde durch ein Pferd ersetzt worden?

Das Maultier entsprach nicht Napoleons Wunsch nach heroischer Inszenierung; das "feurige Ross" diente dazu, die Szene in ein Heldenepos zu übersetzen und seine Dynamik als rettender Held zu betonen.

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Details

Titel
Wie Napoleon das Gemälde "Le Premier Consul franchissant les Alpes au col du Grand-Saint-Bernard" zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung bezüglich seiner Person nutzt
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
17
Katalognummer
V1292154
ISBN (PDF)
9783346756930
ISBN (Buch)
9783346756947
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Napoleon Bonaparte Alpenüberquerung Gemälde Napoleon überquert die Alpen Kunst öffentliche Meinung Propaganda Napoleon franchissant les alpes Jacques-Louis David
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Wie Napoleon das Gemälde "Le Premier Consul franchissant les Alpes au col du Grand-Saint-Bernard" zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung bezüglich seiner Person nutzt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1292154
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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