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Antifeminismus und Anti-Genderismus in den sozialen Netzwerken

Trägt das soziale Medium Instagram zu der Ausbreitung antifeministischer und anti-genderistischer Artikulationsweisen bei?

Titel: Antifeminismus und Anti-Genderismus in den sozialen Netzwerken

Hausarbeit , 2022 , 14 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sophie-Louise Wagner (Autor:in)

Soziologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll anhand der bisherigen Forschungslage einen Überblick über den Antifeminismus und Anti-Genderismus im Netz verschaffen. Der Fokus wird auf den antifeministischen und anti-genderistischen Artikulationsweisen auf Instagram liegen. Hierbei soll vor allem die Frage genauer beleuchtet werden, inwiefern das soziale Medium Instagram zu dessen Ausbreitung beiträgt. Die vorläufige These dieser Arbeit ist nämlich, dass Instagram dem Antifeminismus und Anti-Genderismus eine große Plattform gibt und somit zu ihrer Sichtbarkeit und Ausbreitung beiträgt. Zur Prüfung dieser These sollen zunächst die Grundbegriffe, Antifeminismus und Anti-Genderismus, erläutert werden. Für ein genaueres Verständnis dieser, wird ein komprimierter historischer Überblick gegeben, der den Wandel vom Antifeminismus und das Aufkommen des Anti-Genderismus thematisiert. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundbegriffe

2.1 Der Antifeminismus

2.2 Der Anti-Genderismus

3. Der Wandel von Antifeminismus und das Aufkommen von Anti-Genderismus

4. Der Zusammenhang von Antifeminismus und Anti-Genderismus mit Instagram

5. Antifeministische und anti-genderistische Artikulationsweisen auf Instagram

5.1 Hate Speech

5.2 Mansplaining

5.3 Antifeministische Argumente

6. Der Umgang mit Antifeminismus und Anti-Genderismus auf Instagram

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Rolle des sozialen Mediums Instagram bei der Ausbreitung und Sichtbarkeit von antifeministischen sowie anti-genderistischen Artikulationsweisen und analysiert, inwiefern die Plattform zu deren Radikalisierung beiträgt.

  • Historische Einordnung von Antifeminismus und Anti-Genderismus.
  • Mechanismen der Plattform Instagram (Algorithmen, Echokammern).
  • Analyse spezifischer Artikulationsformen wie Hate Speech und Mansplaining.
  • Untersuchung von Rollenbildern am Beispiel des Trends #Tradewife.
  • Strategien und Herausforderungen im Umgang mit Online-Hass und Diskriminierung.

Auszug aus dem Buch

4. Der Zusammenhang von Antifeminismus und Anti-Genderismus mit Instagram

Der „Strukturwandel der Öffentlichkeit 2.0“ (Ganz, Meßmer 2017: 59) brachte zu Beginn der 2000er Jahre ein verstärktes Aufkommen des Internets mit sich und damit einhergehende diverse Netzöffentlichkeiten. Dadurch erhoffte man sich, dass sich der Journalismus und die Politik verändern würden, mehr Gleichberechtigung durch die Einbeziehung von Randgruppen gewährleistet werden kann und vielfältigere sachliche Diskussionen auf diesen Netzöffentlichkeiten stattfinden könnten. Stattdessen wurden bis spätestens 2014 sogenannte „Shitstorms“, „Hate Speech“ und „Cybermobbing“ weltweit bekannt (vgl. ebd.).

Bis heute ist auch das soziale Netzwerk Instagram davon geprägt. Immer mehr gesellschaftsrelevante Debatten und der Austausch darüber verlagern sich auf soziale Netzwerke wie Instagram. Sowohl Gender-Themen als auch feministische Themen werden auf Instagram sichtbar oft diskutiert. Ein enormes Problem stellt dabei die Enthemmtheit von diesen Diskussionen auf Instagram dar (vgl. ebd.: 60). Instagram bietet Nutzer*innen die Möglichkeit, sich hinter anonymen User-Namen oder sogar Fake-Profilen zu verstecken. Mit versteckter Identität werden die Nutzer*innen mutiger und vorlauter. Sie treten anderen Nutzer*innen mit weniger Respekt gegenüber wissend, dass darauf keine oder nur geringe Konsequenzen folgen.

Des Weiteren machen Ganz und Meßmer (2017: 70) auf sogenannte Echokammern aufmerksam. Instagram funktioniert durch Algorithmen. Beiträge, die man auf dieser Plattform konsumiert werden benutzerdefiniert vorgefiltert. Auf diese Weise entstehen Gruppen von Gleichgesinnten, die sich gegenseitig verstärken und von anderen Meinungen abgrenzen. Konsumiert ein*e Nutzer*in also viele antifeministische Beiträge oder folgt Blogs von Akteur*innen des Antifeminismus, so werden immer weitere antifeministische Seiten und Inhalte von Instagram vorgeschlagen. Die Position des Antifeminismus und Anti-Genderismus spitzt sich zu und radikalisiert sich auf diese Weise, weil sie durch die sogenannten Echokammern in ihren Meinungen und Ansichten bestätigt und bestärkt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Relevanz des Themas im Kontext der sozialen Medien und legt die zentrale Forschungsfrage sowie die Hypothese der Arbeit dar.

2. Grundbegriffe: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten des Antifeminismus und Anti-Genderismus definiert und voneinander abgegrenzt.

3. Der Wandel von Antifeminismus und das Aufkommen von Anti-Genderismus: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung feministischer Protestwellen und die damit einhergehende Entstehung antifeministischer Reaktionen.

4. Der Zusammenhang von Antifeminismus und Anti-Genderismus mit Instagram: Es wird analysiert, wie算法basierte Plattformen durch Echokammern und Anonymität die Radikalisierung sowie die Organisation dieser Bewegungen fördern.

5. Antifeministische und anti-genderistische Artikulationsweisen auf Instagram: Detaillierte Untersuchung der drei spezifischen Formen Hate Speech, Mansplaining und antifeministische Argumentation.

6. Der Umgang mit Antifeminismus und Anti-Genderismus auf Instagram: Das Kapitel diskutiert rechtliche Möglichkeiten, Präventionsansätze und die Notwendigkeit einer stärkeren Vernetzung für den Umgang mit Hassrede.

7. Fazit: Das Resümee bestätigt die eingangs aufgestellte These und plädiert für eine intensivere Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen in der digitalen Zukunft.

Schlüsselwörter

Antifeminismus, Anti-Genderismus, Instagram, Soziale Netzwerke, Hate Speech, Mansplaining, Echokammern, Tradwives, Digitaler Kulturkampf, Radikalisierung, Digitale Öffentlichkeit, Gender-Debatten, Online-Hass.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirkmächtigkeit von Instagram bei der Ausbreitung von antifeministischen und anti-genderistischen Inhalten und untersucht, wie digitale Strukturen diese Bewegungen stützen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Einordnung der betreffenden Ideologien, die Funktionsweise digitaler Algorithmen, spezifische Kommunikationsformen wie Hassrede sowie die Reorganisation traditioneller Geschlechterrollen.

Was ist das primäre Ziel oder die Kernforschungsfrage?

Die Arbeit fragt, inwiefern das soziale Medium Instagram aktiv zur Ausbreitung und Sichtbarkeit von antifeministischen und anti-genderistischen Artikulationsweisen beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es handelt sich um eine auf theoretischer Literatur basierende Analyse, die aktuelle Forschungsstände mit der Beobachtung digitaler Phänomene verknüpft.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffserklärung, einen historischen Abriss, die Analyse der plattformspezifischen Verstärkungsmechanismen (Algorithmen) sowie eine detaillierte Katalogisierung verschiedener Artikulationsweisen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit charakterisieren?

Die Analyse lässt sich durch Begriffe wie Antifeminismus, Anti-Genderismus, digitale Öffentlichkeit, Hate Speech, Mansplaining und algorithmische Radikalisierung zusammenfassen.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Antifeminismus und Anti-Genderismus?

Während Antifeminismus als eine langjährige Gegnerschaft zu Frauenrechten definiert wird, wird Anti-Genderismus als modernere Entwicklung beschrieben, die sich gegen die Pluralisierung von Geschlecht und sexueller Identität richtet.

Welche Rolle spielt der Begriff "Tradwife" in der Argumentation der Autorin?

Die Autorin nutzt den #Tradewife-Trend als Fallbeispiel, um zu veranschaulichen, wie Instagram traditionelle Rollenbilder reorganisiert und antifeministische Ideologien für Nutzerinnen attraktiver gestaltet.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Antifeminismus und Anti-Genderismus in den sozialen Netzwerken
Untertitel
Trägt das soziale Medium Instagram zu der Ausbreitung antifeministischer und anti-genderistischer Artikulationsweisen bei?
Hochschule
Universität Potsdam
Veranstaltung
Seminar: (Anti-)Genderismus
Note
2,3
Autor
Sophie-Louise Wagner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
14
Katalognummer
V1292215
ISBN (PDF)
9783346756916
ISBN (Buch)
9783346756923
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feminismus Antifeminismus Gender Genderismus Anti-Genderismus Frauen soziale Medien Instagram Artikulationsweisen Hate-Speech Mansplaining Antifeministische Argumente Tradwives Soziologie soziale Ungleichheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophie-Louise Wagner (Autor:in), 2022, Antifeminismus und Anti-Genderismus in den sozialen Netzwerken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1292215
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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