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Die Sterbehilfe aus ethisch-philosophischer Sicht

Eine Argumentation um die ethische Vertretbarkeit der aktiven Sterbehilfe nach James Rachel

Titel: Die Sterbehilfe aus ethisch-philosophischer Sicht

Hausarbeit , 2022 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sophie-Louise Wagner (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Darf einem todkranken Menschen, der unzumutbares Leid widerfährt, der anhaltende, freiwillige und autonome Wunsch zu einem frühzeitigen Tod verwehrt werden?
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die ethische Vertretbarkeit der aktiven Sterbehilfe zu untersuchen. Aufgrund des geringen Umfanges dieser Arbeit, wird sich diese Untersuchung ausschließlich auf die Argumentation von James Rachel’s Werk „Active and Passive Euthanasia“ beziehen. Hierfür wird zunächst im zweiten Kapitel die Begrifflichkeit der Euthanasie geklärt, die verschiedenen Formen der Sterbehilfe thematisiert und differenziert und die rechtlichen Grundlagen der aktiven und passiven Sterbehilfe dargelegt. In Anbetracht dessen, dass im Mittelpunkt ethischer Bewertungen von Sterbehilfen die Bedeutung der Selbstbestimmung des Menschen steht, soll diese im dritten Kapitel aufgegriffen werden. Der Schwerpunkt des vierten Kapitels ist nun die ethische Begründung von Handlungen, die bei Sterbehilfen vollzogen wird. Hierbei soll es vor allem um die Frage nach der moralischen Relevanz der Handlungs-Unterlassungs-Differenz gehen. Viele Zweifeln an der moralischen Unterscheidung von Tun und Unterlassen, so auch der Philosoph James Rachel. Er will zeigen, dass die Morallehre, welche die passive Sterbehilfe erlaubt und die aktive Sterbehilfe untersagt, nicht zu rechtfertigen sei. Diese Argumentation ist der Gegenstand der Hausarbeit und soll im fünften Kapitel exemplarisch veranschaulicht werden. Zum Schluss dieser Arbeit werden die zentralsten Inhalte dieser Arbeit komprimiert zusammengefasst, die ethische Vertretbarkeit von Sterbehilfen resümiert und meine eigene Meinung kurz angeführt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Begrifflichkeit der Euthanasie

2.1 Die aktive Sterbehilfe

2.2 Die passive Sterbehilfe

3. Das Patientenrecht

4. Ethische Begründungen von Handlungen

5. James Rachel’s Argumentation für die aktive Sterbehilfe

5.1 Das Argument der Humanität

5.2 Das Argument der irrelevanten Gründe

5.3 Das Argument der moralischen Irrelevanz der Handlungs-Unterlassungs-Differenz

5.4 Das Argument des ungültigen Hauptgrundes

6. Alternativen zu der aktiven Sterbehilfe

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der aktiven Sterbehilfe unter expliziter Rückgriffnahme auf die philosophische Argumentation von James Rachel, um die moralische Unterscheidbarkeit von aktivem Töten und passivem Sterbenlassen kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen der Begrifflichkeiten von Euthanasie und Sterbehilfe
  • Die Rolle des Patientenrechts und der Patientenautonomie
  • Ethische Analyse der Handlungs-Unterlassungs-Differenz
  • Methodische Prüfung der Argumente nach James Rachel
  • Gegenüberstellung von aktiver Sterbehilfe zu rechtlichen Alternativen

Auszug aus dem Buch

5.1 Das Argument der Humanität

Für das erste Argument führt Rachel ein Beispiel an, in welchem ein Patient oder eine Patientin unter einem unheilbaren Halskrebs und starken Schmerzen leidet. Der Patient oder die Patientin würde trotz der laufenden Behandlung bald sterben und bittet den Arzt oder die Ärztin darum dem Leid ein Ende zu setzen und auch die Familie schließt sich dieser Bitte an. Die Ärzteschaft hat nun die Möglichkeit alle lebensverlängernden Maßnahmen abzubrechen mit der Begründung, dass es inhuman wäre das Leiden und die Qualen des Patienten oder der Patientin hinauszuzögern. Trotz des Behandlungsabbruchs kann es trotzdem noch andauern, bis der Patient oder die Patientin auch tatsächlich stirbt und vom Leiden befreit wird. Dem Leid und den Qualen könnte ein schnelleres Ende durch Maßnahmen der aktiven Sterbehilfe, beispielsweise durch das verabreichen einer Injektion, gesetzt werden (vgl. ebd.). Aus dieser Tatsache schließt Rachel auf die Annahme, dass die aktive Sterbehilfe der passiven Sterbehilfe vorgezogen werden sollte, denn der Prozess des Sterbenlassens kann durch die passive Sterbehilfe langsam und schmerzvoll sein, während eine tödliche Injektion relativ schnell und schmerzfrei erfolgt. Somit stelle die aktive Sterbehilfe ein humaneres Vorgehen dar (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Thematik der Sterbehilfe im Kontext der Selbstbestimmung und Darlegung der forschungsleitenden Zielsetzung.

2. Die Begrifflichkeit der Euthanasie: Klärung der historischen und begrifflichen Grundlagen sowie Differenzierung zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe.

3. Das Patientenrecht: Erläuterung der Bedeutung von Patientenautonomie und Selbstbestimmungsrecht, insbesondere im Kontext von Patientenverfügungen.

4. Ethische Begründungen von Handlungen: Kritische Auseinandersetzung mit der moralischen Bewertung von Tun im Gegensatz zum Unterlassen.

5. James Rachel’s Argumentation für die aktive Sterbehilfe: Detaillierte Analyse der vier zentralen Argumente Rachels gegen die konventionelle Doktrin der Sterbehilfe.

6. Alternativen zu der aktiven Sterbehilfe: Aufzeigen rechtlich gangbarer Wege wie assistierter Suizid, palliative Sedierung und Sterbefasten.

7. Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Argumentation und Einordnung der Ergebnisse in den aktuellen gesellschaftlichen und rechtlichen Kontext.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, Euthanasie, aktive Sterbehilfe, passive Sterbehilfe, James Rachel, Patientenautonomie, Selbstbestimmung, Handlungs-Unterlassungs-Differenz, ärztlich assistierter Suizid, palliative Sedierung, Sterbefasten, Ethik, konsequentialistische Perspektive, Menschenwürde, Bioethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die ethische Vertretbarkeit der aktiven Sterbehilfe und setzt sich kritisch mit der Differenzierung zwischen aktivem Töten und passivem Sterbenlassen auseinander.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Begriffsdefinition von Sterbehilfe, die Rolle der Patientenautonomie, die ethische Beurteilung von Handlungen in der Medizin sowie rechtlich zulässige Alternativen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die ethische Rechtfertigung der aktiven Sterbehilfe anhand der Argumente des Philosophen James Rachel zu prüfen.

Welcher wissenschaftliche Ansatz wird verfolgt?

Die Autorin verwendet eine ethisch-philosophische Analyse, basierend auf einer konsequentialistischen Perspektive, um die gängige Morallehre zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Euthanasie, die Analyse des Patientenrechts, die ethische Diskussion von Handlungsweisen und die spezifische Argumentationsprüfung nach James Rachel.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Sterbehilfe, aktive und passive Sterbehilfe, Patientenautonomie, James Rachel, Handlungs-Unterlassungs-Differenz und ethische Vertretbarkeit.

Warum bezieht sich die Arbeit speziell auf James Rachel?

James Rachel liefert mit seinem Werk "Active and Passive Euthanasia" eine fundamentale philosophische Kritik an der traditionellen Unterscheidung zwischen Töten und Sterbenlassen, die für die Debatte essenziell ist.

Wie werden die in der Arbeit vorgestellten Alternativen eingeordnet?

Alternativen wie der assistierte Suizid oder die palliative Sedierung werden als rechtlich legitimierte Optionen in einem in Deutschland streng regulierten Umfeld dargestellt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Sterbehilfe aus ethisch-philosophischer Sicht
Untertitel
Eine Argumentation um die ethische Vertretbarkeit der aktiven Sterbehilfe nach James Rachel
Hochschule
Universität Potsdam
Veranstaltung
Seminar: Bioethik
Note
1,3
Autor
Sophie-Louise Wagner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
17
Katalognummer
V1292217
ISBN (PDF)
9783346756855
ISBN (Buch)
9783346756862
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethik Bioethik Philosophie Sterbehilfe aktiv passiv James Rachel Argumentation Euthanasie Patientenrecht ethische Begründung Moral Handlungs-Unterlassungs-Differenz Alternativen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophie-Louise Wagner (Autor:in), 2022, Die Sterbehilfe aus ethisch-philosophischer Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1292217
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Leseprobe aus  17  Seiten
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