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Jugendkriminalität und mediale Berichterstattung. Einfluss der Medien auf die Bevölkerung

Titel: Jugendkriminalität und mediale Berichterstattung. Einfluss der Medien auf die Bevölkerung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katharina Küssner (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit setzt sich primär mit der Berichterstattung über kriminelle Jugendliche auseinander und welchen Einfluss sie wirklich auf die Bevölkerung haben. Dabei soll nicht nur die mediale Berichterstattung kritisch hinterfragt werden, sondern auch, welche Folgen diese auf Täter und Bevölkerung haben können. Zunächst soll geklärt werden, was genau unter Kriminalität bei Jugendlichen zu verstehen ist, wie sie sich von der Kriminalität bei Erwachsenen abgrenzt und welche tendenzielle Entwicklung in den letzten Jahrzehnten zu verzeichnen ist.

Der Hauptteil dieser Hausarbeit beschäftigt sich mit der Leitfrage, welchen Einfluss Medien im Umgang mit jugendlichen Straftätern ausüben und welche Folgen daraus entstehen können. Um den Umgang der Medien mit Straffälligkeit bei Minderjährigen genauer zu beleuchten, werden zwei realen Mordfälle, durch Kinder verursacht miteinander verglichen und an diesen Beispielen verdeutlicht, welcher Effekt eine erhöhte Konzentration durch Medien eintreten kann. Als weiterer Punkt, welcher ebenfalls stark in medialem Zusammenhang steht, ist die Fokussierung dieser auf Straftaten durch Jugendliche mit Migrationshintergrund und wie dies ebenfalls einen Eindruck in der Bevölkerung hinterlässt.

Ziel dieser Hausarbeit ist es, die Berichterstattung durch Medien und diese mediale Realität zu durchleuchten und vor allem zu hinterfragen. Gerade dieser Teil, der so zentral in jedermanns Leben vertreten ist, ob durch Zeitungen, Fernsehen oder Radiosendungen kann einen unterbewussten Einfluss auf Meinungen und Menschen haben und sollte daher besonders kritisch betrachtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kriminalität bei Jugendlichen

3. Einfluss der Medien

3.1 Reaktion der Gesellschaft auf Kriminalität bei Kindern und Jugendlichen

3.1.1 Die Fälle James Bulger und Silje Marie Redergård im Vergleich

3.2 Umgang der Medien mit Migrationshintergrund bei Jugendlichen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch den Einfluss der medialen Berichterstattung auf die öffentliche Wahrnehmung von Jugendkriminalität. Dabei wird analysiert, inwiefern eine emotionalisierte und auf Einzelfälle fokussierte Medienpraxis das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung manipuliert und punitives Denken verstärkt, auch wenn statistische Daten einen Rückgang der Delinquenz belegen.

  • Kritische Analyse der Berichterstattung über Jugendkriminalität
  • Einfluss medialer Inszenierungen auf die öffentliche Meinung
  • Vergleichende Fallstudie: James Bulger und Silje Marie Redergård
  • Mediale Stigmatisierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
  • Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Punitivität

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Die Fälle James Bulger und Silje Marie Redergård im Vergleich

Im Unterschied zum kinderspezifischen Opferdiskurs (Kinder als Opfer von Vernachlässigung, von Misshandlung, von sexualisierter Gewalt etc.) ist die öffentliche Rede über Jugendliche weitgehend als „Täterdiskurs“ konzipiert (Jugendliche als Gewalttäter, als Konsumenten illegalisierter Drogen, als Schulverweigerer etc.), deren „Schutzbedürftigkeit“ neben Hilfe und Unterstützung sehr viel mehr Kontrolle, Zwang und Disziplinierung mobilisiert“ (Anhorn 2010, S. 24). Jugendlichen wird per se eine gewisse Einstellung oder Haltung gegenüber bestimmten Werten unterstellt, die sie für die Gesellschaft als beobachtbar klassifiziert. Kinder entsprechen dieser Definition nicht, sie werden als unschuldig oder nicht schuldfähig eingestuft. Doch was passiert, wenn Kinder nicht die Opferrolle, sondern die der Täter einnehmen? Und welchen Einfluss haben die Gesellschaft und vor allem Medien auf diese Fälle? In diesem Unterpunkt soll es darum gehen, wie die Gesellschaft reagiert, wenn Kinder Straftaten begehen, die gerade von dieser unschuldigen, nicht schuldfähigen Definition abweichen. Als prägnantes Beispiel werden die Mordfälle an James Bulger und Silje Marie Redergård miteinander verglichen und aufgezeigt, welche Auswirkungen der unterschiedliche Umgang mit den Tätern, sowie die mediale Berichterstattung auf die Täter während der Verurteilung und auch im späteren Erwachsenenleben haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der öffentlichen Wahrnehmung von Jugendkriminalität ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss der Medien auf die Bevölkerung.

2. Kriminalität bei Jugendlichen: In diesem Kapitel wird der Begriff der Jugendkriminalität definiert, die statistische Entwicklung sowie das Verhältnis zwischen Tätern und Opfern innerhalb dieser Altersgruppe erläutert.

3. Einfluss der Medien: Dieser Abschnitt beleuchtet, wie mediale Berichterstattung durch Emotionalisierung und Fokussierung auf Einzelfälle ein verzerrtes Bild von Kriminalität erzeugt, das oft nicht mit der realen Datenlage übereinstimmt.

3.1 Reaktion der Gesellschaft auf Kriminalität bei Kindern und Jugendlichen: Dieses Unterkapitel analysiert das Bestreben der Gesellschaft nach härteren Strafen und den „politisch-medialen Verstärkerkreislauf“, der punitives Denken begünstigt.

3.1.1 Die Fälle James Bulger und Silje Marie Redergård im Vergleich: Dieser Teil vergleicht zwei gegensätzliche mediale und gesellschaftliche Umgangsweisen mit kindlichen Tätern und deren Auswirkungen auf die Täter selbst.

3.2 Umgang der Medien mit Migrationshintergrund bei Jugendlichen: Dieses Unterkapitel untersucht die diskriminierende mediale Darstellung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und deren Konstruktion als bedrohliche „Andere“.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines kritischen Umgangs mit Medienberichten, um der medialen Verzerrung der Realität entgegenzuwirken.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Medien Berichterstattung, Punitivität, Jugendstrafrecht, James Bulger Fall, Silje Marie Redergård, Migrationshintergrund, Mediale Realität, Soziale Erwünschtheit, Kriminalitätsfurcht, Strafmündigkeit, Einzelfallfokussierung, Gewaltberichterstattung, Politisch-medialer Verstärkerkreislauf, Stigmatisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht den entscheidenden Einfluss der medialen Berichterstattung auf das öffentliche Sicherheitsgefühl und die Wahrnehmung von Jugendkriminalität in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Die Themen umfassen die Definition von Jugenddelinquenz, die Rolle der Medien bei der Konstruktion von Kriminalitätsbildern, den Vergleich spektakulärer Todesfälle sowie die Stigmatisierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die mediale Berichterstattung kritisch zu hinterfragen und zu beleuchten, wie diese bewusst Angst schürt und den Ruf nach härteren Strafen fördert, ungeachtet tatsächlicher Kriminalitätsstatistiken.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die vorliegende Hausarbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich von Fallbeispielen, um medialen Einfluss und öffentliche Reaktionen zu interpretieren.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Statistiken zur Kriminalität analysiert, der „politisch-mediale Verstärkerkreislauf“ erforscht sowie die signifikanten Unterschiede in der Behandlung der Mordfälle James Bulger und Silje Marie Redergård gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Jugendkriminalität, mediale Verzerrung, Punitivität, Opferbild, Strafmündigkeit und gesellschaftliche Stigmatisierung.

Warum wird im Vergleich der Mordfälle der Bulger-Fall als so bedeutend hervorgehoben?

Der Bulger-Fall dient als Beispiel für eine mediale „Totalvermarktung“, bei der die Täter vorverurteilt und entmenschlicht wurden, was zu einer Verschärfung des Strafmaßes und einer dauerhaften Stigmatisierung führte.

Warum wurde im Fall von Silje Marie Redergård anders agiert?

In Norwegen wurde unter Ausschluss der Medien gehandelt, mit dem Ziel, den jungen Tätern eine Reintegration zu ermöglichen, anstatt sie durch öffentlichen Druck zu vernichten.

Wie beeinflusst die mediale Darstellung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund die Bevölkerung?

Durch die bewusste Kombination von Bildern und Texten werden diese Jugendlichen oft als besonders gefährlich und fremd dargestellt, was zur Vergesellschaftung von Angst und Zorn beiträgt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugendkriminalität und mediale Berichterstattung. Einfluss der Medien auf die Bevölkerung
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Veranstaltung
Soziale Arbeit im Kontext der Jugendgerichtshilfe
Note
1,0
Autor
Katharina Küssner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V1292256
ISBN (eBook)
9783346756664
ISBN (Buch)
9783346756671
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit James Bulger Silje Marie Redergard Jugendkriminalität Kinderkriminalität Jon Venables Robert Thompson Kriminalität Medien Berichterstattung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Küssner (Autor:in), 2020, Jugendkriminalität und mediale Berichterstattung. Einfluss der Medien auf die Bevölkerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1292256
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Leseprobe aus  15  Seiten
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