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Das Gegensätzliche als ästhetisches Ganze in der Novelle 'Brigitta' von Adalbert Stifter

Title: Das Gegensätzliche als ästhetisches Ganze in der Novelle 'Brigitta' von Adalbert Stifter

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Irena Glodowska (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Das Ziel dieser Hausarbeit ist die Darstellung der Novelle Brigitta von Stifter und die Untersuchung dieses Werkes unter dem ästhetischen und pädagogischen Aspekt. Eine einleitende Annäherung zu der Novelle Brigitta bildet die kurze Darstellung der theoretischen Vielfalt der Novelle als literarische Gattung. Im Hauptteil dieser Arbeit wird die Novelle Brigitta auf inhaltlicher Ebene untersucht, und zwar auf der Ebene der gegenübergestellten Begriffen der Zivilisation und Wildnis (Kapitel 2.1), Schönheit und Hässlichkeit (Kapitel 2.2) oder Trennung und Versöhnung (Kapitel 2.3), die alle samt diesem Werk das Besondere verleihen und durch die das ästhetische Programm ausgeführt wird. Warum Stifter seine Novelle als Gegenüberstellungen konstruiert und welche Bedeutung sie auf die Perzeption des Textes haben, wird in der Zusammenfassung beschrieben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 Vielfalt der Gattungstheorien

3. Brigitta als Novelle der Kontraste

3.1 Das Verhältnis von Wildnis und Zivilisation

2.2. Das Verhältnis von Schönheit und Hässlichkeit

3.3 Trennung und Versöhnung

4 Resümee: Das Gegensätzliche als ästhetische Besonderheit

5 Bibliographie:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Adalbert Stifters Novelle "Brigitta" unter ästhetischen und pädagogischen Gesichtspunkten. Dabei wird analysiert, inwiefern Stifter durch das Prinzip der Gegenüberstellung – etwa von Wildnis und Zivilisation, Schönheit und Hässlichkeit sowie Trennung und Versöhnung – ein ästhetisches Ganze konstruiert, das einen Reifungsprozess und ein erzieherisches Programm transportiert.

  • Die Gattungstheorie der Novelle und ihre Entwicklung
  • Die Funktion landschaftlicher Kontraste als Spiegel menschlicher Reifung
  • Die ästhetische Polemik zwischen äußerer Hässlichkeit und innerer Schönheit
  • Die Dynamik von Ehebruch, Trennung und sittlicher Versöhnung
  • Der Stellenwert von Arbeit und Tätigkeit im Stifterschen Menschenbild

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Verhältnis von Wildnis und Zivilisation

Zweifellos war Stifters Donaureise nach Peterwardein zu den Verwandten seiner Frau im September 1841, die ihm die Gelegenheit gab, einen Teil des Landes kennenzulernen, anregend für das Entstehen der Erzählung Brigitta. In seiner Erzählung liefert Stifter ein detailliertes und malerisches literarisches Ungarnbild. „Stifter rollt insbesondere eine interessante, ins kleinste Detail ausgeführte Landschaft vor unseren Blicken auf, welche mit aller malerischen Genauigkeit die Durchsichtigkeit und den Schimmer der Traumwelt verbindet.“ Das ungarische Kolorit der wilden Natur verflechtet sich in der Erzählung mit den organisierten agrarischen Anlagen der beiden Besitztümer Brigittas und Stephans, Unwar und Maroshely. „Wenn man nun die Schilderung der Landschaft in Stifters ´Brigitta´ genauer betrachtet, so sieht man, dass es sich im Wesentlichen um zwei Ortstypen handelt: die Ebene, die Wüste, die Pussta, das Steinfeld, wie die Ausdrücke bei Stifter heißen, und die Siedlungen in dieser Einöde, die wie die Oasen in der Wüste das Werk menschlicher Bemühungen sind.“

Die ungarische Landschaft wird in den ersten zwei Kapiteln geschildert, in denen sich die ungarische Natur immer wieder zweifach darbietet, nämlich als ungezähmte, wilde, in ihrer Schönheit und ihrem Reichtum unentdeckte Steppenlandschaft, zum anderen als bearbeitete, ertragreiche Kulturlandschaft. In der ersten Begegnung der Erzählerin mit der ungarischen Steppenlandschaft erscheint die Natur ungezähmt, öde und wild. „Er hatte sein Gut im östlichen Ungarn - zwei Tage schlug ich mich mit Plänen herum, wie ich die Reise am geschicktesten machen sollte, am dritten Tag saß ich im Postwagen und rollte nach Osten, während ich mich, da ich das Land nie gesehen hatte, bereits mit Bildern von Heiden und Wäldern trug - und am achten wandelte ich bereits auf einer Pussta, so prachtvoll und öde, als sie nur immer Ungarn aufzuweisen haben mag.“ Die Schilderung der unendlichen und wilden Steppe weckt die Gefühle der Angst und Bedrohung, die durch die Zähmung der Wildnis bewältigt werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Hausarbeit, die Novelle "Brigitta" im Hinblick auf das ästhetische Programm der Gegenüberstellungen zu untersuchen.

2 Vielfalt der Gattungstheorien: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Definition und Entwicklung der Novelle als literarische Gattung von Boccaccio bis zum Realismus.

3. Brigitta als Novelle der Kontraste: Hier wird die formale Struktur der Novelle erläutert und die These aufgestellt, dass die Kontrastierung in verschiedenen inhaltlichen Ebenen den Reifungsprozess der Protagonisten darstellt.

3.1 Das Verhältnis von Wildnis und Zivilisation: Dieses Kapitel analysiert, wie die ungarische Landschaft als Sinnbild für die menschliche Charakterbildung und die notwendige Kultivierung der Natur dient.

2.2. Das Verhältnis von Schönheit und Hässlichkeit: Untersuchung der ästhetischen Polemik, bei der die innere Güte der hässlichen Brigitta der äußeren Schönheit ihres Ehemannes gegenübergestellt wird.

3.3 Trennung und Versöhnung: Analyse der ehelichen Krise und des langen Weges zur Versöhnung, der eng mit der persönlichen Entfaltung durch landwirtschaftliche Arbeit verknüpft ist.

4 Resümee: Das Gegensätzliche als ästhetische Besonderheit: Fazit der Arbeit, das die verschiedenen Kontraste als ästhetisch-erzieherische Methode Stifters zusammenfasst.

5 Bibliographie:: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Adalbert Stifter, Brigitta, Novelle, Realismus, Kontraste, Wildnis, Zivilisation, Schönheit, Hässlichkeit, Versöhnung, Reifungsprozess, Landwirtschaft, Pädagogik, Ästhetik, Menschenbild

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Novelle "Brigitta" von Adalbert Stifter und untersucht, wie der Autor durch die bewusste Gegenüberstellung konträrer Begriffe ein ästhetisches Ganze formt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Spannungsfelder zwischen Natur und Kultur, äußerer und innerer Schönheit sowie die Dynamik von Ehe, Trennung und Versöhnung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Darstellung und Untersuchung des Stifterschen Werkes unter ästhetischen und pädagogischen Aspekten, insbesondere die Frage, warum der Autor die Novelle als Kontrastkonstruktion angelegt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die Theorieansätze zur Gattung der Novelle mit einer detaillierten inhaltlichen Interpretation der Novelle "Brigitta" verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die zentralen Motivpaare – Wildnis/Zivilisation, Schönheit/Hässlichkeit und Trennung/Versöhnung – detailliert analysiert und in Bezug zum Entwicklungsprozess der Protagonisten gesetzt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Stifter, Novelle, Kontrast, Reifungsprozess, Pädagogik und Ästhetik.

Warum ist die Landschaftsdarstellung in "Brigitta" so bedeutend?

Die Landschaft fungiert als Spiegel der menschlichen Seele; die Kultivierung der ungarischen Steppe symbolisiert dabei den notwendigen Prozess der Veredlung und Charakterbildung des Menschen.

Welche Rolle spielt der Ehebruch für die Handlung?

Der Ehebruch fungiert als Auslöser für die Trennung der Eheleute, was wiederum einen langjährigen Reifungsprozess einleitet, an dessen Ende durch Arbeit und Selbsterkenntnis die Versöhnung möglich wird.

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Details

Title
Das Gegensätzliche als ästhetisches Ganze in der Novelle 'Brigitta' von Adalbert Stifter
College
Free University of Berlin
Course
Novelle des Realismus
Grade
1,0
Author
Irena Glodowska (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V129256
ISBN (eBook)
9783640354795
ISBN (Book)
9783640355068
Language
German
Tags
Gegensätzliche Ganze Novelle Brigitta Adalbert Stifter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Irena Glodowska (Author), 2006, Das Gegensätzliche als ästhetisches Ganze in der Novelle 'Brigitta' von Adalbert Stifter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129256
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