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Ökonomische Konzepte der Marktabgrenzung und Konzentrationsmessung

Konzentration und Wettbewerbspolitik auf Medienmärkten

Title: Ökonomische Konzepte der Marktabgrenzung und Konzentrationsmessung

Seminar Paper , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Diplom Volkswirt Andreas Kern (Author)

Economy - Theory of Competition, Competition Policy
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Summary Excerpt Details

Konzentration wird als Maß herangezogen um zu überprüfen, ob eine wettbewerbsgefährdende Marktstruktur vorliegt. Die Gefahr kann in Form von Marktmacht oder abgestimmten Verhalten auftreten. Um diesen Problemen entgegenwirken zu können, muss Konzentration aufgezeigt werden. Hierzu sind zwei Schritte notwendig, die Marktabgrenzung und die Konzentrationsmessung.
Die Marktabgrenzung versucht die Fragen zu beantworten, welche Merkmalsträger zusammen betrachtet werden und welche Eigenschaften zur Abgrenzung herangezogen werden sollen. Bei der Konzentrationsmessung werden die Fragen behandelt, wie soll die Konzentration gemessen werden und welche Größen dienen als Indikator zur Bestimmung der Konzentration.
Kapitel zwei beginnt mit einer Definition von Konzentration und erläutert in welchen Erscheinungsformen sie auftreten kann. Punkt 2.2 gibt einen Überblick über die Probleme, die aus der Konzentration resultieren und wie diese den Wettbewerb gefährden.
In Kapitel drei wird die Marktabgrenzung behandelt. Punkt 3.1 stellt die dabei auftretenden Probleme dar und geht anschließend wird auf die zu berücksichtigenden Dimensionen (räumlich, zeitlich, sachlich) ein. Der Schwerpunkt wird in diesem Abschnitt auf die sachliche Dimension gelegt. Hierzu werden verschiedene Konzepte vorgestellt, wie eine Marktabgrenzung vorgenommen werden kann und welche Kriterien zugrunde gelegt werden können.
Die Konzentrationsmessung wird in Kapitel vier behandelt. Zunächst wird auf die absolute Konzentration eingegangen und anschließend auf Konzentrationsraten und ihre Darstellung in Form von Konzentrationskurven. Unter 4.3 werden verschiedene kumulative Maße vorgestellt, bei denen ein Gewichtungsfaktor für die Anteile verwendet wird. In diesem Abschnitt wird erläutert, wie der Gewichtungsfaktor das Ergebnis beeinflusst. Unter 4.4 werden ausgewählte Kenngrößen vorgestellt, die das Kartellamt und das US-Antitrustrecht verwenden.
Die Arbeit schließt mit einer Schlussbetrachtung in der verdeutlicht werden soll, wie durch die Auswahl der Instrumente zur Marktabgrenzung und der Konzentrationsmessung das Ergebnis beeinflusst werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Konzentration

2.1 Definition und Formen

2.2 Probleme durch Konzentration

3. Marktabgrenzung

3.1 Probleme der Marktabgrenzung

3.2 Die räumliche Dimension

3.3 Die zeitliche Dimension

3.4 Die sachliche Dimension

3.4.1 Das Industriekonzept

3.4.2 Substitutionskonzepte

3.4.2.1 Die Theorie der Substitutionslücke

3.4.2.2 Das Bedarfsmarktkonzept

3.4.2.3 Das Konzept der externen Interdependenz

3.4.2.4 Das Konzept der Wirtschaftspläne

3.4.3 Das Produktionsflexibilitätskonzept

3.5 Fazit

4. Konzentrationsmessung

4.1 Konzentrationsraten

4.2 Kumulative Konzentrationsmaße

4.2.1 Hirschman-Herfindahl-Index (HHI)

4.2.2 Entropie-Index

4.2.3 Rosenbluth-Index

4.2.4 Horvath-Index

4.3 Fazit und ausgewählte Kenngrößen

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ökonomischen Grundlagen zur Abgrenzung relevanter Märkte sowie die methodischen Ansätze zur Messung der Marktkonzentration, um wettbewerbsgefährdende Strukturen identifizieren zu können.

  • Grundlagen und Erscheinungsformen der Konzentration
  • Dimensionen der Marktabgrenzung (räumlich, zeitlich, sachlich)
  • Konzepte zur sachlichen Marktabgrenzung
  • Methoden der Konzentrationsmessung (diskret und kumulativ)
  • Implikationen für die Wettbewerbspolitik und Grenzwerte

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Das Industriekonzept

Das Industriekonzept, entwickelt von Alfred Marshall, wurde konzipiert um Branchen voneinander abzugrenzen. Diese Unterscheidung legt technisch-physikalische Kriterien zu Grunde und zielt auf eine mögliche Angebotssubstitution ab. Betrachtet werden dabei die eingesetzten Inputfaktoren und die angewandten Produktionsprozesse.

Ein entscheidender Faktor bei diesem Konzept ist die potentielle Konkurrenz. Ist einem Unternehmen der Marktzutritt zu anderen Märkten aufgrund seiner technischen Ausstattung mit nur geringem Aufwand möglich, stellt er potentielle Konkurrenz für diese Märkte dar. Ein Herausgeber von Modemagazinen kann beispielsweise seine Produktion aufgrund der technischen Ausstattung leicht auf Frauenmagazine umstellen; die Umstellung auf Fernsehsendungen ist ihm aber mit seinen bisherigen Ressourcen nicht möglich.

Wettbewerbsbeziehungen, die von ökonomischer Homogenität, beziehungsweise von Substituierbarkeit abhängen, werden bei diesem Konzept vernachlässigt. Zur Analyse wettbewerbsrelevanter Märkte ist das Industriekonzept somit zu weit gefasst, es eignet sich aber für die Erstellung von Produktionsstatistiken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung erläutert die Notwendigkeit der Konzentrationsanalyse zur Identifizierung wettbewerbsgefährdender Marktstrukturen und gibt einen Ausblick auf die behandelten Untersuchungsschritte.

2. Konzentration: Das Kapitel definiert den Begriff der Konzentration, differenziert zwischen verschiedenen Formen wie horizontaler und vertikaler Konzentration und beleuchtet die damit verbundenen Wettbewerbsprobleme.

3. Marktabgrenzung: Hier werden die räumlichen, zeitlichen und vor allem die sachlichen Dimensionen der Marktabgrenzung analysiert sowie diverse theoretische Konzepte zur Bestimmung relevanter Märkte vorgestellt.

4. Konzentrationsmessung: Dieses Kapitel stellt verschiedene quantitative Maße wie Konzentrationsraten, HHI, Entropie-, Rosenbluth- und Horvath-Index vor, um Konzentration in Märkten messbar zu machen.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wahl der Instrumente zur Marktabgrenzung und Konzentrationsmessung das Ergebnis maßgeblich beeinflusst und betont die Notwendigkeit einheitlicher Standards durch Behörden.

Schlüsselwörter

Konzentration, Wettbewerbspolitik, Marktabgrenzung, Marktbeherrschung, Substitutionskonzept, Hirschman-Herfindahl-Index, Entropie-Index, Rosenbluth-Index, Horvath-Index, Konzentrationsraten, Wettbewerbsbehörde, Marktanteil, Angebotsorientierung, Nachfrageorientierung, Industrieökonomik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Methoden und Konzepte, die genutzt werden, um Wettbewerbsverhältnisse auf Märkten abzugrenzen und die Konzentration der Marktteilnehmer statistisch zu messen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Kriterien der Marktabgrenzung (räumlich, zeitlich, sachlich) sowie ein Vergleich verschiedener mathematischer Indizes zur Messung der Marktkonzentration.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Instrumente der Marktanalyse zu variierenden Ergebnissen führen können und warum eine präzise methodische Vorgehensweise für die Wettbewerbskontrolle essentiell ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es erfolgt eine theoretische Analyse ökonomischer Konzepte (wie das Industriekonzept oder Substitutionsansätze) sowie eine mathematische Betrachtung diskreter und kumulativer Konzentrationsmaße.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der Abgrenzungsdimensionen, eine kritische Diskussion der Substitutionskonzepte und eine mathematische Einführung in Indizes wie den HHI oder den Entropie-Index.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Marktkonzentration, Wettbewerbspolitik, Indizes wie HHI und Rosenbluth-Index sowie die verschiedenen Konzepte der sachlichen Marktabgrenzung.

Warum ist die sachliche Marktabgrenzung laut dem Autor so schwierig?

Der Autor argumentiert, dass die Abgrenzung nach sachlichen Kriterien subjektiv ist und die Frage, ob eine nachfrage- oder angebotsorientierte Sicht gewählt wird, das Ergebnis stark beeinflussen kann.

Wie unterscheidet sich die Bewertung von Konzentration in Deutschland und den USA?

Während in Deutschland die Grenzwerte eher als Signal für die Alarmbereitschaft des Kartellamtes dienen, werden im amerikanischen Antitrustrecht striktere Grenzwerte angewendet, die bei Überschreitung direktere Interventionen nach sich ziehen können.

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Details

Title
Ökonomische Konzepte der Marktabgrenzung und Konzentrationsmessung
Subtitle
Konzentration und Wettbewerbspolitik auf Medienmärkten
College
University of Hamburg  (Institut für Wirtschaftswissenschaften)
Course
Konzentration und Wettbewerbspolitik auf Medienmärkten
Grade
1,7
Author
Diplom Volkswirt Andreas Kern (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V129323
ISBN (eBook)
9783640356539
ISBN (Book)
9783640356898
Language
German
Tags
Konzepte Marktabgrenzung Konzentrationsmessung Konzentration Wettbewerbspolitik Medienmärkten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Volkswirt Andreas Kern (Author), 2006, Ökonomische Konzepte der Marktabgrenzung und Konzentrationsmessung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129323
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