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Lernsituationen gestalten – Lernzirkel

Lernbereichsdidaktik: Sachunterricht

Title: Lernsituationen gestalten – Lernzirkel

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 11 Pages , Grade: 2

Autor:in: Silke Klein (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Lernzirkel sind eine Unterrichtsform, die ein wahldifferenziertes, selbständiges Lernen zu einem Thema ermöglichen. Im Unterrichtsraum steht zu einem Thema eine größere Anzahl von Lernangeboten, welche selbständige, lehrerunabhängige und aktive Arbeit zulassen und fördern, bereit. Die Schüler müssen nicht alle Aufgaben bearbeiten und können weitgehend selbst über die Auswahl, die Reihenfolge und über die Zeit, die sie für die einzelnen Aufgaben verwenden möchten, entscheiden. Zudem sind in Lernzirkeln unterschiedliche Sozialformen möglich und die Unterrichtszeit ist verlängert. Häufig stehen mehrere Unterrichtsstunden, auch über einige Tage verteilt, bereit.
Eine Besonderheit des Lernzirkels als Unterrichtsform liegt vor allem darin, dass alle Schüler auf individuellen Wegen auf dasselbe Grobziel hinarbeiten.
„Denken, Lernen und Vergessen“ geschieht, „indem unser Gehirn punktuelle Eindrücke und Erfahrungen speichert und sich schließlich durch die Verflechtung sämtlicher Phänomene ein komplexes“ „Netzwerk des Lernens“(2) bildet“(1). Diese Anschauung hört man im Begriff „Lernzirkel“ deutlich heraus. Sie wird in dieser Unterrichtsform umgesetzt. Die Schüler lernen über möglichst viele unterschiedliche Zugänge, auch unter Benutzung vieler Sinne, ein Unterrichtsthema aus vielen Perspektiven kennen. Der Begriff „Lernzirkel“ stammt aus dem Leistungssport. >Circuit< bedeutet Kreislauf oder Umlauf . Bei diesem 1952 von Morgan und Adamson entwickelten Zirkeltraining werden nacheinander verschiedene Aufgabenstationen durchlaufen, wobei an jeder Station entweder die Übungszeit oder die Anzahl der Übungen vorgegeben ist. Die verschiedenen Einzeltrainingseinheiten sind durch ihren Abwechslungsreichtum motivierend und tragen insgesamt zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit bei.
Häufig werden auch die Begriffe „Stationenlernen“ („Lernen an Stationen“) und „Lernstraße“ für diese Form von Unterricht verwendet. Die Bezeichnung „Lernen an Stationen“ zeigt auf, dass hier ein Lernen gemeint ist, dass...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Lernzirkel: Kennzeichnung der Unterrichtsform

1.1 Entscheidungsfreiheiten der Schüler

1.2 Funktion des Lehrers

1.3 Aspekte der Materialbeschaffenheit

1.4 Unterrichtsablauf

2. Lernpotentialen

2.1 Selbsttätigkeit und Selbststeuerung in Lernzirkeln

2.2 Weitere wichtige Lernpotentialen

3. Probleme/Grenzen von Lernzirkeln

4. Geschichtliche Entwicklung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Unterrichtsform des Lernzirkels als Methode der Wahldifferenzierung im Sachunterricht. Dabei wird analysiert, wie diese Form durch die aktive Gestaltung von Lernumgebungen und Materialien zur Selbststeuerung und Selbsttätigkeit der Schüler beiträgt.

  • Kennzeichnung und theoretische Verortung des Lernzirkels
  • Die Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter und Gestalter
  • Anforderungen an Lernmaterialien nach reformpädagogischen Prinzipien
  • Strukturierung von Lernprozessen in vier Phasen
  • Potenziale zur Förderung sozialer Kompetenzen und individueller Lernwege

Auszug aus dem Buch

1. Lernzirkel: Kennzeichnung der Unterrichtsform

Lernzirkel sind eine Unterrichtsform, die ein wahldifferenziertes, selbständiges Lernen zu einem Thema ermöglichen. Im Unterrichtsraum steht zu einem Thema eine größere Anzahl von Lernangeboten, welche selbständige, lehrerunabhängige und aktive Arbeit zulassen und fördern, bereit. Die Schüler müssen nicht alle Aufgaben bearbeiten und können weitgehend selbst über die Auswahl, die Reihenfolge und über die Zeit, die sie für die einzelnen Aufgaben verwenden möchten, entscheiden. Zudem sind in Lernzirkeln unterschiedliche Sozialformen möglich und die Unterrichtszeit ist verlängert. Häufig stehen mehrere Unterrichtsstunden, auch über einige Tage verteilt, bereit.

Eine Besonderheit des Lernzirkels als Unterrichtsform liegt vor allem darin, dass alle Schüler auf individuellen Wegen auf dasselbe Grobziel hinarbeiten.

„Denken, Lernen und Vergessen“ geschieht, „indem unser Gehirn punktuelle Eindrücke und Erfahrungen speichert und sich schließlich durch die Verflechtung sämtlicher Phänomene ein komplexes“ „Netzwerk des Lernens“(2) bildet“(1). Diese Anschauung hört man im Begriff „Lernzirkel“ deutlich heraus. Sie wird in dieser Unterrichtsform umgesetzt. Die Schüler lernen über möglichst viele unterschiedliche Zugänge, auch unter Benutzung vieler Sinne, ein Unterrichtsthema aus vielen Perspektiven kennen.

Der Begriff „Lernzirkel“ stammt aus dem Leistungssport. >Circuit< bedeutet Kreislauf oder Umlauf . Bei diesem 1952 von Morgan und Adamson entwickelten Zirkeltraining werden nacheinander verschiedene Aufgabenstationen durchlaufen, wobei an jeder Station entweder die Übungszeit oder die Anzahl der Übungen vorgegeben ist. Die verschiedenen Einzeltrainingseinheiten sind durch ihren Abwechslungsreichtum motivierend und tragen insgesamt zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit bei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Lernzirkel: Kennzeichnung der Unterrichtsform: Dieses Kapitel definiert den Lernzirkel als Unterrichtsform, beleuchtet die Freiheitsgrade der Schüler, die indirekte Lehrerrolle und die Kriterien für das Lernmaterial sowie den Ablauf.

2. Lernpotentialen: Hier wird der Fokus auf die Selbststeuerung, Selbsttätigkeit und die ganzheitliche Förderung der Schüler durch die Lernzirkelmethode gelegt.

3. Probleme/Grenzen von Lernzirkeln: Das Kapitel kritisiert die Unökonomik des hohen Vorbereitungsaufwands und betont die Notwendigkeit, diese Methode sinnvoll mit anderen Unterrichtsformen zu kombinieren.

4. Geschichtliche Entwicklung: Es wird der Ursprung der Methode im Sport und in der Reformpädagogik (Dalton-Plan, Maria Montessori) nachgezeichnet.

Schlüsselwörter

Lernzirkel, Sachunterricht, Stationenlernen, Selbststeuerung, Selbsttätigkeit, Wahldifferenzierung, Maria Montessori, Reformpädagogik, Unterrichtsgestaltung, Lernpotenziale, Sozialformen, Lernmaterial, Binnendifferenzierung, Handlungsorientierung, Lernprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die didaktische Konzeption des Lernzirkels als eine Form des offenen, wahldifferenzierten Unterrichts im Sachunterricht.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die methodische Kennzeichnung, die Gestaltung der Lernumgebung, die Lehrer-Schüler-Interaktion sowie die geschichtliche Verankerung in der Reformpädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen des Lernzirkels darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Förderung von Selbstständigkeit und individuellen Lernwegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse didaktischer Konzepte und reformpädagogischer Ansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Definition, die Analyse der Lernpotenziale (Selbststeuerung) sowie die kritische Betrachtung der Anwendbarkeit im Schulalltag.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lernzirkel, Selbststeuerung, Stationenlernen, Reformpädagogik und Wahldifferenzierung.

Wie unterscheidet sich der Lernzirkel von der "Lernstraße"?

Der Autor führt an, dass die Bezeichnung "Lernstraße" eine lineare Abfolge suggeriert, während der Lernzirkel offen lässt, ob Stationen aufeinander aufbauen oder beliebig gewählt werden können.

Warum ist die Bewegung der Kinder laut Montessori für den Lernzirkel wichtig?

Montessori sieht den Ursprung der Persönlichkeitsentwicklung in der Organisation der Bewegung; Gedanken und Handlungen müssen eine Einheit bilden, was durch das tätige Lernen an den Stationen unterstützt wird.

Was sind "Pflichtstationen" im Kontext des Lernzirkels?

Dies sind Aufgaben, die von allen Schülern bearbeitet werden müssen, um ein gemeinsames Fundament für Auseinandersetzungen zu sichern, während andere Stationen zur individuellen Wahl stehen.

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Details

Title
Lernsituationen gestalten – Lernzirkel
Subtitle
Lernbereichsdidaktik: Sachunterricht
College
University of Education Ludwigsburg
Course
Sozialwissenschaftliche Aspekte im neuen Fächerverbund MeNuK (Inhaltliche Schwerpunkte: Interkulturelles Lernen, Geschlechterproblematik)
Grade
2
Author
Silke Klein (Author)
Publication Year
2006
Pages
11
Catalog Number
V129346
ISBN (eBook)
9783640356614
ISBN (Book)
9783640356966
Language
German
Tags
Lernsituationen Lernzirkel Lernbereichsdidaktik Sachunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke Klein (Author), 2006, Lernsituationen gestalten – Lernzirkel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129346
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