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Alexander von Humboldt und die Sklaverei auf Kuba

Titel: Alexander von Humboldt und die Sklaverei auf Kuba

Hausarbeit , 2008 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Tamara Gottschalk (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Alexander von Humboldt, geboren 1769 in Berlin, zählt zu den berühmtesten Naturforschern und das nicht nur hierzulande. Auf seinen Forschungsreisen gelangte er über Europa hinaus nach Lateinamerika, in die USA sowie nach Zentralasien und auch dort ist er heutzutage nicht unbekannt. Noch zu Lebzeiten wurde er als zweiter Wiederentdecker Amerikas gefeiert. In Kuba, dass er 1801 und 1804 besuchte, werden heute Schüler über ihn, seine Forschungen und deren Wirkung unterrichtet, so angesehen ist er dort. Doch das war nicht immer so. 1826 veröffentliche Humboldt ein Essay über die Insel Kuba, in der er nicht nur positives zu berichten hatte. Die kubanische Elite, sah ihn nunmehr nicht nur als prominenten Forscher an, sondern als jemanden, der ihrer Politik ernsthaft gefährlich werden konnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung und Aufbau

1.2 Quellengrundlage

1.3 Forschungsstand

2. Humboldt - Kuba - Sklaverei

2.1 Sklaverei auf Kuba

2.2 Humboldts Kuba-Reise

2.3 Das Cuba-Werk

2.4 Humboldts Ansichten über die Sklaverei

2.5 Forderungen und Ziele

2.6 Einflüsse auf Humboldts Menschenbild

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die kritische Auseinandersetzung Alexander von Humboldts mit dem Sklavenwesen auf Kuba, basierend auf seinem Werk "Essai politique sur l’île de Cuba", um seine moralische Haltung sowie seine spezifischen Forderungen zur Abschaffung der Sklaverei aufzuzeigen.

  • Die Analyse der Humboldts Einstellung zur Sklaverei und zum Sklavenhandel.
  • Die Untersuchung der historischen Entwicklung der Sklaverei auf Kuba.
  • Die Erarbeitung von Humboldts Reformvorschlägen zur Beendigung der Sklavenhaltung.
  • Der Einfluss prägender Ideologien wie des Humanismus und des aufgeklärten Absolutismus auf Humboldts Menschenbild.

Auszug aus dem Buch

2.4 Humboldts Ansichten über die Sklaverei

Nichts zeigt Humboldts Haltung zur Sklaverei deutlicher als folgender Ausspruch: „Ohne Zweifel ist die Sklaverei das größte aller Übel, welche die Menschheit gepeinigt haben, ...“ Über Kuba schreibt er diesbezüglich: „In keinem Teil der Welt, wo Sklaverei angetroffen wird, sind die Freilassungen so häufig wie auf der Insel Cuba. Die spanische Gesetzgebung hindert oder erschwert dieselben nicht, wie das die britische und französische tun, sondern sie begünstigt die Freiheit. (...) Die Lage der farbigen Freien ist glücklicher in Havanna als unter solchen Nationen, die sich seit Jahrhunderten einer weit vorgerückten Zivilisation rühmen.“

Auf den ersten Blick scheint es so, als ob die Sklaverei auf Kuba für ihn nicht weiter wichtig und dort alles nicht so schlimm wie in anderen Nation sei, doch anzunehmen ist, dass dies nicht seine tatsächliche Meinung widerspiegelt, denn an anderer Stelle kritisiert er die lokale Elite als Reaktion auf die Äußerung Francisco de Arango y Parreños über die vier Rechte der Sklaven: „Der Weisheit und Milde dieser spanischen Gesetzgebung ungeachtet bleibt der Sklave in der Einsamkeit einer Pflanzung oder eines Pachthofes den größten Mißhandlungen preisgegeben, wenn auf demselben ein roher capataz, mit einem Buschmesser (machete) und einer Geißel, unbeschränkte Gewalt und Herrschaft übt! Gesetzlich ist weder eine Grenze für die Bestrafung des Sklaven noch die Dauer seiner Arbeitszeit bestimmt; ebensowenig finden sich die Beschaffenheit und Menge der ihm zu gewährenden Nahrungsmittel vorgeschrieben.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Leben Alexander von Humboldts ein, erläutert die Fragestellung zur Sklaverei auf Kuba und definiert die verwendete Quellengrundlage sowie den aktuellen Forschungsstand.

2. Humboldt - Kuba - Sklaverei: Dieser Hauptteil analysiert die historischen Bedingungen der Sklavenhaltung auf Kuba, Humboldts Reisen, sein "Cuba-Werk" sowie seine persönlichen Überzeugungen und deren philosophische Wurzeln.

3. Schlussbetrachtung: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst, wobei Humboldts liberale Grundhaltung und sein humanistisches Engagement gegen die Sklaverei hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Alexander von Humboldt, Sklaverei, Kuba, Essai politique sur l’île de Cuba, Sklavenhandel, Humanismus, aufgeklärter Absolutismus, Menschenrechte, Plantagenwirtschaft, Sklavenemanzipation, Reformpolitik, Kolonialgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung Alexander von Humboldts mit dem Sklavenwesen auf Kuba während des 19. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Sklavenhaltung auf Kuba, Humboldts Beobachtungen vor Ort und seine moralische sowie politische Ablehnung dieses Systems.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Humboldts Haltung zur Sklaverei anhand seines Werkes "Essai politique sur l’île de Cuba" zu ergründen und seine Einflüsse auf dieses Menschenbild zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die primär auf der Auswertung von Humboldts Kuba-Werk und ergänzender Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Sklaverei, Humboldts Reiseerlebnisse, die Analyse seines Cuba-Werks sowie die Untersuchung der ideologischen Prägungen seines Menschenbildes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Alexander von Humboldt, Sklaverei, Kuba, Humanismus und Sklavenemanzipation.

Warum führte die Veröffentlichung des Cuba-Werks zu einem Verbot durch die kubanische Regierung?

Humboldts Werk wurde von der lokalen Elite als Bedrohung wahrgenommen, da er das Sklavenwesen der Insel offen anprangerte und die politischen Strukturen kritisierte.

Welche Rolle spielte der aufgeklärte Absolutismus für Humboldts Denken?

Seine preußischen Wurzeln und die liberale Bildung im Sinne des aufgeklärten Absolutismus prägten sein Verständnis von Rechtspflege, Toleranz und der Gleichwertigkeit aller Menschen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Alexander von Humboldt und die Sklaverei auf Kuba
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Die wissenschaftliche und politische Bedeutung der Amerikanischen Reise Alexander von Humboldts
Note
1,7
Autor
Tamara Gottschalk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
14
Katalognummer
V129375
ISBN (eBook)
9783640351800
ISBN (Buch)
9783640351367
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alexander Humboldt Sklaverei Kuba
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tamara Gottschalk (Autor:in), 2008, Alexander von Humboldt und die Sklaverei auf Kuba, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129375
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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