E-Learning – Ein erweitertes Lernen und Studieren?


Seminararbeit, 2008

24 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung:

2. Definition des Begriffes E-Learning
Computer Based Training (CBT):
Web Based Training (WBT):
Blended Learning:
Synchron-Asynchron:
Individuell-Kollaborativ:
Lokal-Räumlich verteilt:

3. Vor- und Nachteile des E-Learning
Vorteile:
Nachteile:

4. Funktionen und Einsatzfelder von E-Learning-Maßnahmen
a) Exkurs: Der Einsatz in der Erwachsenenbildung
b) Der Einsatz in der Hochschule

5. Studien zu E-Learning an Hochschulen
5.1 Studie: „Status des E-Learning an deutschen Hochschulen“
5.2 Studie: „E-Learning aus Sicht der Studierenden“

6. Ziele des E-Learning

7. Zusammenfassung und Fazit

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung:

Durch die stetig voranschreitende Globalisierung, den Wettbewerbsdruck und die wachsenden Möglichkeiten, die uns die Technik und die Medien heutzutage bieten, werden wir immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Somit ist ein großer Veränderungs- und Leis­tungsdruck entstanden. Bei diesem Umbruch spielt das Internet eine tragende Rolle, da in unserer Zeit viele Prozesse online abgewickelt werden: die Steuererklärung kann per Internet erstellt werden, es gibt Fortbildungen im Internet, man kann sich über die neuesten Angebote für Mobiltelefone informieren, bei Ebay einkaufen oder einfach nur eine Email an einen guten Freund schicken.[1]

Angesichts dieser Entwicklungen nimmt der wachsende und gezielte Lernprozess in der heu­tigen Gesellschaft sowohl im beruflichen und fortbildenden als auch im privaten Bereich eine zentrale Rolle ein. Durch den Gebrauch von Technologien eröffnen sich andere Möglichkei­ten für die Vermittlung von Wissen.

Das Lehren und Lernen unter Einbezug von elektronischen Informations- und Kommunika­tionsmitteln und Medien wird als E-Learning bezeichnet. Von dieser Lehr- und Lernform wird durch die Möglichkeiten der multimedialen Aufbereitung von Wissen viel erwartet. Dabei muss jedoch die Frage gestellt werden, ob diese Form des Lernens die Erwartungen und Ziele erfüllen kann.

Es ist mir wichtig, mit meiner Hausarbeit ein Thema zu bearbeiten, das heute in unserer Gesellschaft von großer Bedeutung ist und über das viel diskutiert wird. Mein Interesse für die Beschäftigung mit dem Thema dieser Hausarbeit wurde durch das Proseminar „Lernen im Internet“ von Sabine Lauber geweckt. Da es sich um ein sehr umfangreiches Thema handelt, legt die vorliegende Ausarbeitung den Schwerpunkt auf folgende Fragestel­lungen, denen ich nachgehen möchte:

1. Inwieweit ermöglicht und bietet das E-Learning in der Bildung, im Schwerpunkt an Hoch­schulen, eine Stütze und Hilfe für Jugendliche und Erwachsene?
2. Welche Sichtweisen haben Studierende zum Thema E-Learning?

Um diese Fragen beantworten zu können, beziehe ich mich in meiner Hausarbeit auf die Studien „Status des E-Learning an deutschen Hochschulen“[2], die von einem AutorInnenteam von e-teaching.org durchgeführt wurde, sowie „E-Learning aus Sicht der Studierenden“[3] von Bernd Kleimann, Steffen Weber und Janka Willige. Diese weckten mein Interesse, da ich mir erhoffte, durch diese Studien Antworten auf die Fragestellungen meiner Hausarbeit zu bekommen. Auch war ich neugierig, wie andere Studierende E-Learning-Maßnahmen beurteilen.

Warum ich mich gerade mit diesem Thema des Einsatzes von E-Learning an Hochschulen sowie der Fragestellung, ob E-Learning ein erweitertes Lernen und Studieren mit sich bringt, beschäftigen möchte, hängt damit zusammen, dass ich selbst studiere und mich gut mit diesem Thema identifizieren kann, da ich selbst davon betroffen bin. Mich interessiert es beispielsweise schon seit längerem, in einer Lerngruppe an einer anderen Hochschule mitzuarbeiten, um auch selbst einmal auszu­probieren, welche Vorteile das E-Learning für mich selbst haben kann. Unter anderem bietet das Studentenwerk Karlsruhe eine Lerngruppenbörse zu verschiedenen Themengebieten. Dort besteht die Möglichkeit, Kommilitoninnen oder Kommilitonen zu suchen und sich mit ihnen auf eine Prüfung vorzubereiten oder ein bestimmtes Sachgebiet zu erarbeiten. Das finde ich sehr interessant. Dies motiviert mich, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Ob das E-Learning den individuellen Lernprozess besonders an Hochschulen vereinfacht und eine Stütze im Lernprozess bietet, versuche ich in meiner Hausarbeit ausführlich zu erarbeiten. Dazu gebe ich nun einen kur­zen Einstieg ins Thema und erläutere, wie ich meine Hausarbeit gegliedert habe:

Das E-Learning hat gerade in vielen großen Unternehmen und Hochschulen seinen Platz gefunden. Es werden verschiedenste elektronisch unterstützte Lernformen verwen­det, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fortzubilden. Zudem werden zahlreiche Online-Kurse und Fernstudien angeboten. Hochschulen und Uni­versitäten setzen das E-Learning im Lern- und Bildungs­prozess auf vielfältige Art und Weise wie zum Beispiel in Vorlesungen und Seminaren ein, um andere Möglichkeiten und Chancen zu nutzen, die das E-Learning bietet.[4] Somit ist häufig in den Semina­ren und Veranstaltungen zu beobachten, dass Lernende und Lehrende nicht mehr, so wie es in der Schulzeit nötig war, eine schwere Tasche mit Büchern mitbringen. Diese Aufgabe übernimmt heutzutage der Laptop. Durch die schnelle Veralterung von Wissen, den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und das Bedürfnis nach einem flexiblen Zugang zu lebenslangem Lernen ist es heute für viele schon selbstverständlich, einen Internetzugang im Büro, in der Hochschule und zu Hause zu verwenden, um sich auf diesem Weg stetig weiterzubilden. Durch diesen Zugang zum Internet ist es möglich, sich immer auf den neuesten und aktuellsten Wissensstand bringen.

Zunächst soll in meiner Hausarbeit dargelegt werden, was genau unter dem Begriff E-Learning zu verstehen ist und wodurch diese Form des Lernens im Wesentlichen gekenn­zeichnet ist. Dies wird Gegenstand des zweiten Kapitels dieser Arbeit sein. Darauf folgen im dritten Teil die Vor- und Nachteile des E-Learning-Lernprozesses. Anschließend erläutere ich die Funktionen und Einsatzfelder des E-Learning. So scheint es interessant, verschiedene Ergebnisse von Studien, die zu dem Thema E-Learning an Hochschulen durchgeführt wurden, einmal genauer zu betrachten. Die erste Erhebung, die mein Interesse weckte, war eine Studie zu dem Thema „Status des E-Learning an Hochschulen“ von e-teaching.org. Des Weiteren beziehe ich mich auf eine Studie mit dem Thema „E-Learning aus Sicht der Studierenden“ von Dr. Bernd Kleimann, Steffen Weber und Janka Willige. Ich werde versuchen, die beiden Studien und ihre Ergebnisse zu erklären. Im Anschluss daran werden die Ziele der Hochschulen aufgezeigt, die diese mit dem Einsatz des E-Learning verfolgen.

Abschließend erfolgt im Fazit die Darstellung der wichtigsten Ergebnisse meiner Hausarbeit.

2. Definition des Begriffes E-Learning

In diesem Kapitel möchte ich erklären, was genau unter dem Begriff E-Learning zu verstehen ist. Das Wort E-Learning ergibt sich aus den beiden englischen Wörtern „electronic“ (elektro­nisch) und „learning“ (Lernen/Bilden). Der Begriff E-Learning beschreibt ein elektronisch ge­stütztes und computerbasiertes Lernen, welches durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien die Lehr- und Lernprozesse unterstützen soll. Allerdings wer­den für diese Lernform ein Computer (PC) und häufig ein Internetzugang benötigt. Unter dieser Lehr- und Lernform werden alle Formen des Lernens zusammengefasst, bei denen Medien zur Unterstützung und Vermittlung von Wissen, Informationen und Lernmaterialien genutzt werden. Dazu gehört auch die Kommunikation zwischen Menschen per Internet bei­spielsweise durch Emails, Foren oder Chats. Der Zuwachs an verfügbaren elektronischen Lernplattformen ermöglicht es vielen Menschen, sich stetig fortzubilden. Eine E-Learning- Umgebung kann eine einfache CD-Rom, ein interaktiver Raum (wie zum Beispiel Chats oder Foren) oder auch eine Webseite sein.

Auf der Webseite der Universität Hildesheim wird der Begriff E-Learning wie folgt definiert:

„E-Learning kann verstanden werden als ein Lernprozess, der durch Informations- und Kom­munikationstechnologie unterstützt wird. E-Learning umfasst somit Informationen, Aktivitä­ten, Abläufe, Menschen und Techniken.“[5]

Im Zusammenhang mit E-Learning werden verschiedene Begriffe verwendet, die die unterschiedlichen Lernprozesse unterscheiden und charakterisieren. Da ich in dem Seminar einige Begriffe kennenlernte, möchte ich versuchen, die Wichtigsten selbst einmal zu erklären:

Computer Based Training (CBT):

Eine Möglichkeit des E-Learning besteht in der Nutzung des Computer Based Training (CBT). Hierbei werden zur Fortbildung und zum Selbststudium multimediale Lerninhalte genutzt, die auf einer CD oder DVD gespeichert sind. Diese Form des Lernens wird häufig gebraucht, um kognitive Wissensinhalte (Fachwissen) zu vermitteln. Allerdings besteht hier der Nachteil, dass die Lern- und Wissensinhalte weder aufbereitet noch kontinuierlich auf den neuesten Stand gebracht werden.

Web Based Training (WBT):

Das Web Based Training (WBT) basiert auf dem Online-Lernen und ermöglicht es, sich selb­ständig mit einem Thema zu befassen und auseinanderzusetzen. Als Lernumgebungen können zum Beispiel Lernplattformen des World Wide Web genutzt werden. Hier besteht die Mög­lichkeit, sich beispielsweise in Foren, Chats oder per Email mit anderen Usern auszutauschen.

Blended Learning:

Das Blended Learning verbindet das Online- und das Präsenzlernen. Die Fortbildungs­maßnahmen und Lernprogramme werden auf die User abgestimmt, um effektive und erfolg­reiche Ergebnisse bei den Lernenden zu erzielen. Der Vorteil des Blended Learning ist, dass die einzelnen Faktoren individuell auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen abgestimmt werden können.

Synchron-Asynchron:

Diese beiden Begriffe beziehen sich auf die soziale Kommunikation und den Informationsaustausch per Internet. Synchron bedeutet, dass ein sofortiger und direkter Kon­takt zum Beispiel per Chat zwischen den Usern stattfindet. Dabei sind die Teilnehmer und Teilnehmerinnen und der Kursleiter bzw. die Kursleiterin zur gleichen Zeit online. Asynchron heißt, dass eine zeitversetzte Kommunikation beispielsweise per Email erfolgt. Dabei werden die Lerninhalte online oder offline bearbeitet. Der synchrone Informationsaustausch hat den Vorteil, dass diese Wissensvermittlung einem Seminar oder dem klassischen Unterricht in Echtzeit gleicht. Hierbei sind die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eines Seminars zur gleichen Zeit in eine bestimmte Lernumgebung eingeloggt. Somit haben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und eine direkte Antwort zu bekommen. Der Kursleiter bzw. die Kursleiterin kann auf jeden eingehen, die Diskussion anregen und jederzeit das Lerntempo erhöhen oder verlangsamen.

Individuell-Kollaborativ:

Jeder User hat die Möglichkeit, sich im Internet fortzubilden. Dabei kann er oder sie selbst entscheiden, ob er oder sie individuell lernen möchte oder kollaborativ in einer Lerngruppe.

Lokal-Räumlich verteilt:

Jeder Nutzer und jede Nutzerin kann lokale oder räumlich verteilte E-Learning-Maßnahmen nutzen. Dabei sind lokale Lerninhalte wie eine CD-Rom fest auf dem PC installiert und können nur vor Ort genutzt werden. Räumlich verteilte Lerninhalte wie im Internet sind räumlich verstreut, da Menschen auf der ganzen Welt Inhalte ins Internet stellen können und jeder auf sie zugreifen kann. Hier spielen Entfernungen keine Rolle mehr.

3. Vor- und Nachteile des E-Learning

Durch die Möglichkeit, online lernen zu können, wird dem Lernenden eine Alternative zu den klassischen Lernmethoden geboten. Jeder Nutzer und jede Nutzerin sollte sich über die Vor- und Nachteile bewusst sein, da diese die Grundlagen des Umganges mit E-Learning- Maßnahmen bilden. Das E-Learning bringt viele Vor- und Nachteile mit sich, die ich im Folgenden erläutern möchte. Dabei beziehe ich mich auf das Buch „Lernen online“:

[...]


[1] Vgl. Klaner, Andreas: Lernen online. Vorteile und Besonderheiten des Online- Lernens. 2004 by Humboldt Verlags GmbH, Baden- Baden, Seite 12.

[2] http://www.e-teaching.org/projekt/fallstudien/Status_des_Elearning.pdf,

[3] https://hisbus.his.de/hisbus/docs/HISBUS_E-Learning 28.02.2005.pdf.

[4] Vgl. Klaner, Lernen online, Seite 101-102.

[5] http://www.uni-hildesheim.de/de/9808.htm.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
E-Learning – Ein erweitertes Lernen und Studieren?
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Autor
Jahr
2008
Seiten
24
Katalognummer
V129411
ISBN (eBook)
9783640381982
ISBN (Buch)
9783640382019
Dateigröße
911 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E-Learning, Lernen, Studieren
Arbeit zitieren
Katharina Hilberg (Autor:in), 2008, E-Learning – Ein erweitertes Lernen und Studieren?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129411

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