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Thomas Melles "3000 Euro". Ambivalenz von Sehen und Gesehenwerden

Titel: Thomas Melles "3000 Euro". Ambivalenz von Sehen und Gesehenwerden

Seminararbeit , 2018 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Thomas Melles Roman "3000 Euro" ist geprägt vom Sehen und dem Gesehenwerden. Ziel dieser Arbeit ist, Ambivalenzen und Interdependenzen von Sehen und Gesehenwerden aufzuzeigen. Das eine bedingt das andere: Sichtbarkeit bedingt das Gesehenwerden und die Selbstinszenierung. Insofern soll beginnend mit dem Blick in den Spiegel die Selbstwahrnehmung und Selbstverdrängung erläutert werden. Anschließend folgt die Beurteilung anderer Figuren des Romans durch die beiden Protagonisten.

Darauf aufbauend wird der Umgang mit Fremdwahrnehmung erläutert, um schließlich zur Fokussierung der Arbeit zu gelangen, die ihrerseits auf dem Pornodreh (in Bezug auf Denise) und den Gutachten und dem Gesang (in Bezug auf Anton) liegen soll. Abschließend wird der Aspekt des Sehens und Gesehenwerdens in den Rahmen der Erzählung erhoben und auf interpersonaler Ebene analysiert. Thomas Melles "3000 Euro" eignet sich gerade deswegen für die folgende Analyse, da Sehen und Gesehenwerden auch formal den Rahmen der Geschichte bilden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ambivalenz von Sehen und Gesehenwerden

2.1 Sehen

2.1.1 Der Blick in den Spiegel

2.1.2 Selbstverdrängung und Selbstwahrnehmung

2.1.3 Beurteilung anderer Menschen

2.2 Gesehenwerden

2.2.1 Der Umgang mit Fremdwahrnehmung

2.2.2 Gesang, Gutachten und Pornodreh

2.3 Von Angesicht zu Angesicht

2.4 Fazit

3. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Arbeit ist es, die vielschichtigen Ambivalenzen und Interdependenzen von Sehen und Gesehenwerden in Thomas Melles Roman „3000 Euro“ zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Beziehung der beiden Protagonisten Anton und Denise aufzuzeigen.

  • Die psychologische Bedeutung von Selbstwahrnehmung und Selbstverdrängung.
  • Der Einfluss von Fremdwahrnehmung und sozialer Sichtbarkeit.
  • Die Rolle von spezifischen Handlungssträngen wie Pornodreh, Gutachten und Gesang.
  • Das Potenzial des „Sehens von Angesicht zu Angesicht“ als interpersonale Sonderform.
  • Die Untersuchung der Beziehung von Anton und Denise vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Beobachtungsmechanismen.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Der Blick in den Spiegel

Der Blick in den Spiegel ist gerade deswegen hervorzuheben, da es sich um Selbstwahrnehmung durch ein neutrales Medium handelt. Anton und Denise sehen sich selbst durch ihre eigenen Augen – allerdings handelt es sich um eine Reflexion, ein Spiegelbild. Eine andere Möglichkeit, sich tatsächlich aktiv selbst wahrzunehmen als durch eine Spiegelung, gibt es nicht. (Fotografien stellen eine passive Art der Selbstbetrachtung dar, da es sich dabei um einen festgehaltenen Moment handelt. Vor dem Spiegel kann man sich drehen und wenden und von allen Seiten betrachten.)

Sehen kann dabei keinesfalls ein „stilistisch neutraler Registrierungsvorgang sein“, viel mehr gibt es „eine individuelle Art und Weise zu sehen, die man als Sehstil bezeichnen könnte“7. Diese „Sehkonventionen werden im Laufe eines Lebens ausgebildet und prägen, was man zu sehen gewohnt ist“8.

Antons Blick in den Spiegel unterstreicht die Selbstentfremdung, die bereits zu Beginn des Romans deutlich wird. Doch im Gegensatz zu den Passanten, deren Blick sofort weiter wandert, bleibt Antons Blick selbstkritisch an seinem Spiegelbild hängen. Zunächst kommen ihm nur noch seine Augen entfernt bekannt vor9, dann muss er lachen, findet er doch selbst er sähe „bescheuert“10 aus und schlussendlich erkennt er sich zwar, vor allem aber „das eigene Alter, das ihn erschreckt“11.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Interdependenzen von Sehen und Gesehenwerden in Thomas Melles Roman „3000 Euro“ zu untersuchen, und führt in die zentrale Fragestellung zur Beziehungsdynamik von Anton und Denise ein.

2. Ambivalenz von Sehen und Gesehenwerden: Dieses Kapitel analysiert systematisch die zwei Pole des visuellen Wahrnehmungsgeschehens durch Spiegelungen, Selbstverdrängung, Fremdwahrnehmung sowie spezifische Romanmotive wie Gesang und Pornodreh.

3. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse der strukturellen Untersuchung zusammen und resümiert die zirkuläre Natur des Sehens und Gesehenwerdens anhand der im Hauptteil entwickelten methodischen Ansätze.

Schlüsselwörter

Sehen, Gesehenwerden, Thomas Melle, 3000 Euro, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, Pornodreh, Gutachten, Interpersonalität, Identität, Sozialer Kontext, Wahrnehmung, psychische Zerfall, Beziehung, Subjektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen von individuellem Sehen und dem Gesehenwerden durch andere im Kontext des Romans „3000 Euro“ von Thomas Melle.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Kategorien der Selbst- und Fremdwahrnehmung, die Spiegelung der eigenen Identität sowie die soziale Interaktion zwischen den Hauptfiguren Anton und Denise.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es, zu ergründen, wie die Ambivalenz von Sehen und Gesehenwerden – unter Berücksichtigung von Faktoren wie Pornografie und Begutachtungen – die Beziehungsentwicklung von Anton und Denise prägt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine strukturierte Textanalyse, um die erzählerische Gestaltung von Wahrnehmungsprozessen zu entschlüsseln und stützt sich dabei auf literaturwissenschaftliche und philosophische Theorien.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Selbstwahrnehmung (z.B. Spiegelbilder), die Fremdwahrnehmung (z.B. soziale Kontrolle) sowie die Untersuchung von Schlüsselszenen wie dem Pornodreh und der Bedeutung von Gutachten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind unter anderem „Sehkonventionen“, „Interdependenz“, „Selbstentfremdung“, „Paranoia“ und das „Sehen von Angesicht zu Angesicht“.

Wie unterscheidet sich die Selbstwahrnehmung von Anton und Denise?

Während Anton bei der Selbstbetrachtung im Spiegel eine starke Selbstentfremdung und Erschrecken über das eigene Altern empfindet, zeigt Denise ein eher positives, spielerisches Bild von sich selbst, bis sie in die Negativspirale der Fremderkennung gerät.

Warum spielt das Thema Gutachten eine Rolle für Anton?

Negative Begutachtungen symbolisieren für Anton die gesellschaftliche Disqualifizierung und Diskreditierung, die in direktem Kontrast zu der von ihm erhofften wohlwollenden Beurteilung stehen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Thomas Melles "3000 Euro". Ambivalenz von Sehen und Gesehenwerden
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V1294663
ISBN (PDF)
9783346758507
ISBN (Buch)
9783346758514
Sprache
Deutsch
Schlagworte
thomas melles euro ambivalenz sehen gesehenwerden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Thomas Melles "3000 Euro". Ambivalenz von Sehen und Gesehenwerden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1294663
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Leseprobe aus  15  Seiten
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