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Über Emily Dickinson - Amerikanische Frauenlyrik im 19. Jahrhundert

Title: Über Emily Dickinson - Amerikanische Frauenlyrik im 19. Jahrhundert

Essay , 2007 , 7 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Magistra Artium Katharina Kullmer (Author)

American Studies - Literature
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Die US-amerikanische Lyrikerin Emily Dickinson ist eine der wenigen heute noch populären amerikanischen Dichterinnen des 19. Jahrhunderts und sie ist die einzige, die in den Kanon der Lyrik, der sonst nur männliche Poeten einschließt, aufgenommen wurde. Der vorliegende Essay behandelt die Frage warum dies so ist und inwiefern sich ihre Lyrik von der ihrer Zeitgenossinnen unterscheidet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Die Rolle der Frau im 19. Jahrhundert und „weibliche Poesie“

II. Emily Dickinson – Inhalte und Stil ihrer Lyrik

III. Der Schritt in die Öffentlichkeit – die Publikation

IV. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Sonderstellung von Emily Dickinson innerhalb der amerikanischen Lyrik des 19. Jahrhunderts. Ziel ist es, durch einen Vergleich mit ihren Zeitgenossinnen zu analysieren, warum Dickinson als einzige Dichterin in den literarischen Kanon aufgenommen wurde und wie sich ihr Werk stilistisch sowie inhaltlich von den Konventionen ihrer Zeit abgrenzt.

  • Rolle der Frau und gesellschaftliche Rahmenbedingungen für Schriftstellerinnen
  • Stilistische Merkmale und formale Besonderheiten der Lyrik Emily Dickinsons
  • Der Einfluss von Publikationsdruck und literarischen Konventionen
  • Vergleichende Analyse zeitgenössischer Frauenlyrik
  • Bedeutung von Unabhängigkeit und privater Schreibweise für die Originalität

Auszug aus dem Buch

II. Emily Dickinson – Inhalte und Stil ihrer Lyrik

Emily Dickinson wehrte sich in ihrem Lebensstil und in ihrer Lyrik gegen die traditionelle Rollenzuweisung. Sowohl inhaltlich als auch stilistisch unterschied sich ihr Schreiben von dem ihrer Zeitgenossinnen. Ihre Gedichte lassen sich zeitlich einordnen; in die Zeit vor dem Bürgerkrieg, währenddessen und danach. Vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg war ihre Lyrik eher konventionell und sentimental. Während des Kriegs waren ihre Gedichte ausdrucksstark und emotional, außerdem beschäftigte sie sich in dieser Zeit viel mit den Themen Leben und Tod. Nach 1865 schrieb sie nicht mehr so viel wie in den Jahren davor, behielt aber ihre für sie typischen Stilmittel bei.

Dazu gehören die zahlreiche Verwendung von Gedankenstrichen, die unkonventionelle Großschreibung einzelner Wörter und der Zeilenanfänge, das eigentümliche Vokabular und die ungewöhnliche Metaphorik. Ihr lyrischer Stil ist einzigartig, auch dadurch, dass sie sich dem jambischen Parameter verwehrt hat und ein freies Versmaß verwendete. Wenn überhaupt ein Reim vorhanden ist, dann ist das Reimschema meistens unrein Die Gedichte beginnen oft mit einer Feststellung in der ersten Zeile (oder den beiden ersten Zeilen), die dann weiter ausgeführt wird. Oft verwendet sie Wortspiele, sie bedient sich der Stilmittel der Ironie oder der Satire. Thematisch behandelt sie häufig die Auseinandersetzung mit Religion, Tod, Unsterblichkeit, aber auch romantische Gefühle. In ihrer Bildsprache gibt es immer wiederkehrende Motive, wie „butterflies“ oder „bumblebees“.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Die Rolle der Frau im 19. Jahrhundert und „weibliche Poesie“: Das Kapitel beleuchtet die restriktiven gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen im 19. Jahrhundert und zeigt auf, wie diese die künstlerische Freiheit und die Themenwahl der damaligen Dichterinnen einschränkten.

II. Emily Dickinson – Inhalte und Stil ihrer Lyrik: Hier wird analysiert, wie sich Dickinson durch ihre unkonventionelle Formsprache, den bewussten Bruch mit Versmaßen und die Behandlung existentieller Themen wie Tod und Religion von ihren Zeitgenossinnen abhob.

III. Der Schritt in die Öffentlichkeit – die Publikation: Dieser Abschnitt diskutiert die Bedeutung der Veröffentlichung für den Erfolg von Lyrikerinnen und hinterfragt die Gründe für Dickinsons weitgehenden Verzicht auf die öffentliche Publikation zu Lebzeiten.

IV. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Dickinsons heutige Anerkennung maßgeblich auf ihrer künstlerischen Unabhängigkeit und der konsequenten Ablehnung zeitgenössischer literarischer Konventionen beruht.

Schlüsselwörter

Emily Dickinson, Frauenlyrik, 19. Jahrhundert, Literarischer Kanon, Feminine Emotionalism, Stilistik, Publikation, Amerikanische Literatur, Rollenverständnis, Lyrik, Lyrik-Analyse, Schreibstil, Unkonventionelle Poetik, Viktorianisches Zeitalter, Literaturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der amerikanischen Dichterin Emily Dickinson im 19. Jahrhundert und ihrer Sonderstellung innerhalb der von männlichen Poeten dominierten Literaturgeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die gesellschaftliche Rolle der Frau im 19. Jahrhundert, die Konventionen der damaligen "weiblichen Poesie" sowie der Vergleich dieser Normen mit dem individuellen, innovativen Werk von Emily Dickinson.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ergründen, warum Dickinson im Gegensatz zu anderen Lyrikerinnen ihrer Zeit Eingang in den literarischen Kanon fand und inwiefern sich ihr Stil von dem ihrer Zeitgenossinnen unterschied.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Herangehensweise durch Textvergleiche, die Analyse formaler Stilmittel und die Einbeziehung historischer und biographischer Kontexte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen für schreibende Frauen, die detaillierte Analyse von Dickinsons eigenwilliger Lyrik und die Bedeutung der Publikationsgeschichte für ihren literarischen Erfolg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Emily Dickinson, Frauenlyrik, 19. Jahrhundert, literarischer Kanon und stilistische Originalität.

Warum wird Emily Dickinson als einzigartig im Vergleich zu anderen Dichterinnen der Zeit bezeichnet?

Ihr Alleinstellungsmerkmal liegt in der bewussten Missachtung traditioneller Reim- und Metrenschemata sowie ihrer thematischen Tiefe, während viele Zeitgenossinnen eher konventionellen oder sentimentalen Mustern folgten.

Welche Rolle spielte die Publikation für Emily Dickinsons Status?

Obwohl Dickinson zu Lebzeiten kaum veröffentlichte, was sie von anderen populäreren Autorinnen wie Helen Hunt Jackson unterschied, wird ihr heutiger Erfolg auf die hohe Qualität und Modernität ihres Stils zurückgeführt, der sich von dem kurzlebigen Erfolg zeitgenössischer "Gelegenheitsdichtung" abhob.

Wie ging Dickinson mit dem Thema Tod in ihrer Lyrik um?

Im Gegensatz zu zeitgenössischen Darstellungen, die oft von Trauer und Sentimentalität geprägt waren, nutzte Dickinson das Thema Tod zur philosophischen Hinterfragung und Beobachtung, wobei sie dabei häufig Ironie einsetzte.

Welchen Einfluss hatte das "women's club movement" auf die Frauenlyrik des 19. Jahrhunderts?

Diese Bewegung förderte zwar literarische Studien, führte jedoch laut der Arbeit oft zu einer stilistischen Gleichförmigkeit, da sich viele Autorinnen stark an den Gruppennormen orientierten.

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Details

Title
Über Emily Dickinson - Amerikanische Frauenlyrik im 19. Jahrhundert
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
2,0
Author
Magistra Artium Katharina Kullmer (Author)
Publication Year
2007
Pages
7
Catalog Number
V129534
ISBN (eBook)
9783640358458
Language
German
Tags
Poetry Women's Poetry Lyrik Emily Dickinson
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Katharina Kullmer (Author), 2007, Über Emily Dickinson - Amerikanische Frauenlyrik im 19. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129534
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