Bei der Erarbeitung eines zusammenhängenden Bildes des weltweiten Schutzes von geistigem Eigentum wird sowohl eine Recherche der Fachliteratur und der einschlägigen Rechtsquellen vorgenommen, als auch in Zeitungen und dem Internet nach Informationen gesucht.
Im zweiten Kapitel meiner Arbeit wird die bisherige Entwicklung und der historischen Ursprung des Urheberrechts betrachtet, um dann eine aktuellen Analyse des der derzeitigen Urheberrechtslage vorzunehmen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Bemühungen zur internationalen Harmonisierung des Urheberrechts, und mittels eines umfassenden Bildes des komplexen und ständig verändernden Anforderungen unterworfenen Rechtsgebietes wird versucht, eine Bilanz der derzeitigen weltweiten Lage des Schutzes von urheberrechtsgeschützter Musik zu ziehen.
Im dritten Kapitel werden die Möglichkeiten zur Verwertung von urheberrechtlich geschützter Musik untersucht. Dabei sind besonders sowohl die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Verwertung der Musik, die der Gesetzgeber geschaffen hat, als auch die internationale Rechtslage, da der Musikmarkt zu einem großen Teil auch ein internationales Gebiet ist, von Interesse. Schlussendlich wird die praktische Umsetzung dieser Rechtsgrundlage analysiert, um ein praktisches Verständnis des Verwertungsrechts herzustellen. Außerdem werden im Zuge der Arbeit auch auf Unterschiede zwischen dem kontinental-europäischen Modell des Urheberrechts und dem amerikanischen System des Copyrights hingewiesen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 ZIELSETZUNG UND FRAGESTELLUNG
1.2 METHODIK UND AUFBAU DER ARBEIT
2 DAS URHEBERRECHT IN DER MUSIK
2.1 GESCHICHTE DES URHEBERRECHTS
2.2 DAS ÖSTERREICHISCHE URHEBERRECHT
2.2.1 Das Urheberrecht im engeren Sinn
2.2.2 Das Urheberrecht im weiteren Sinn – Die Leistungsschutzrechte
2.3 DAS URHEBERRECHT AM EUROPÄISCHEN BINNENMARKT
2.4 INTERNATIONALES URHEBERRECHT
2.4.1 Urheberrecht – Copyright
2.4.2 Internationale Abkommen
3 DIE VERWERTUNG VON URHEBERRECHTEN IN DER MUSIK
3.1 EINLEITUNG
3.2 RECHTLICHE GRUNDLAGEN DER VERWERTUNG
3.2.1 Das Verwertungsgesellschaftengesetz (=VerwGesG)
3.2.2 Novelle des Verwertungsgesellschaftsgesetzes 2005
3.2.3 Kontrahierungszwang
3.2.4 Hauptaufgaben der Verwertungsgesellschaften
3.2.5 Individuelle versus Kollektive Verwertung
3.2.6 Das Urheberrecht
3.2.7 Die Wahrnehmungstätigkeit der Verwertungsgesellschaften
3.3 DIE WICHTIGSTEN VERWERTUNGSGESELLSCHAFTEN FÜR DEN BEREICH DER MUSIK
3.4 DAS INTERNATIONALE SYSTEM DER VERWERTUNGSGESELLSCHAFTEN
3.4.1 Das europäische Monopol der Verwertungsgesellschaften
3.4.2 Das Santiago-Abkommen – Gegenseitigkeitsverträge
3.4.3 Internationale Dachverbände der Verwertungsgesellschaften
4 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, die internationale Situation des Urheberrechts und die Verwertung dieser Rechte, insbesondere im Bereich der Musik, detailliert darzustellen. Dabei steht die Untersuchung von rechtlichen Rahmenbedingungen sowie internationalen Abkommen im Fokus, um abschließend einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung dieses Rechtsgebiets zu geben.
- Historische Entwicklung des Urheberrechts
- Strukturen und rechtliche Grundlagen des österreichischen Urheberrechts
- Die Rolle und Arbeitsweise von Verwertungsgesellschaften
- Internationales Urheberrecht und Harmonisierung in der EU
- Herausforderungen durch neue Technologien und digitale Verbreitung
Auszug aus dem Buch
2.1 Geschichte des Urheberrechts
In der Antike und dem Mittelalter gab es noch keine Vorstellung vom Schutz geistigen Eigentums. Während in der Antike noch der Glauben an den göttlichen Ursprung der Kunst vorherrschte, war im Mittelalter, wahrscheinlich „...bedingt durch den primitiven Stand der Reproduktions- und Wiedergabetechnik“ (2004,Haybäck, S.133) der Begriff der Verletzung fremden Urheberrechts noch wenig relevant.
Erst mit der Erfindung der Druckerpresse durch Johannes Gutenberg 1440 kam es zu einer vorindustriellen Massenverbreitung von Büchern und somit Werken von Urhebern.
Die erste, mit dem Urheberrecht vergleichbare, Rechtsform entwickelte sich in Form von Druckerprivilegien, erteilt durch die Republik Venedig, die unter Androhung von Strafe den Nachdruck von Büchern durch Buchdrucker ohne Druckerprivileg verboten hatten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Darstellung der persönlichen Motivation, der aktuellen Veränderungen der Musikwirtschaft durch neue Medien sowie Definition der Forschungsfragen.
2 DAS URHEBERRECHT IN DER MUSIK: Überblick über die historische Entwicklung, die Prinzipien des österreichischen Urheberrechts, Leistungsschutzrechte sowie die internationale Rechtslage.
3 DIE VERWERTUNG VON URHEBERRECHTEN IN DER MUSIK: Analyse der rechtlichen Grundlagen von Verwertungsgesellschaften, deren Aufgaben, die Unterschiede zwischen individueller und kollektiver Verwertung sowie internationale Systeme.
4 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Resümee über den Stand der Harmonisierung und Einschätzung der zukünftigen Rolle der Verwertungsgesellschaften im digitalen Zeitalter.
Schlüsselwörter
Urheberrecht, Musikindustrie, Verwertungsgesellschaften, Leistungsschutzrechte, Harmonisierung, Santiago-Abkommen, Digital Rights Management, Internet, Tauschbörsen, Vervielfältigungsrecht, geistiges Eigentum, AKM, Austro-Mechana, Copyright, Urheberpersönlichkeitsrecht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit primär?
Die Arbeit befasst sich mit der internationalen Verwertung von Urheberrechten in der Musikindustrie, den rechtlichen Rahmenbedingungen und der Rolle von Verwertungsgesellschaften.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Zentrum stehen die historische Entwicklung des Urheberrechts, die aktuelle Situation in Österreich und Europa, internationale Abkommen sowie die Herausforderungen durch die Digitalisierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein umfassendes Bild über den weltweiten Schutz geistigen Eigentums in der Musik zu vermitteln und die praktischen Möglichkeiten der Rechteverwertung aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?
Der Autor stützt sich auf eine Recherche der Fachliteratur, die Analyse relevanter Rechtsquellen sowie Informationen aus Zeitungen und dem Internet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Urheberrechts in der Musik (Geschichte, nationales/europäisches/internationales Recht) und die Analyse der Verwertungssysteme inklusive der wichtigsten Verwertungsgesellschaften.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Urheberrecht, Verwertungsgesellschaften, internationale Harmonisierung, digitale Musikverwertung und Leistungsschutzrechte definiert.
Wie unterscheidet sich das kontinentaleuropäische System vom amerikanischen Copyright?
Im kontinentaleuropäischen Modell sind Urheberpersönlichkeitsrechte unveräußerlich, während im US-amerikanischen Copyright-System Rechte exklusiv an Dritte oder juristische Personen übertragen werden können.
Was besagt das Santiago-Abkommen?
Es ist ein Zusatzvertrag, der es Verwertungsgesellschaften ermöglicht, Lizenzen für Musiknutzung im Internet auch über nationale Grenzen hinweg zu erteilen, um die Rechteklärung zu vereinfachen.
- Quote paper
- Amir Abou Roumie (Author), 2006, Die Internationale Verwertung von Urheberrechten in der Musikindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129566