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Die Kritik an Theater und Radio bei Brecht in einer Gegenüberstellung zum ‚emanzipatorischen Mediengebrauch’ bei Enzensberger

Title: Die Kritik an Theater und Radio bei Brecht in einer Gegenüberstellung zum ‚emanzipatorischen Mediengebrauch’ bei Enzensberger

Term Paper , 2009 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: André Bressel (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Auf der Grundlage des Brecht’schen ‚epischen Theaters’ soll die These aufgestellt werden, dass die Radiotheorie Brechts und der von Enzensberger geforderte ‚emanzipatorische Mediengebrauch’ aus eben diesem hervorgeht.
Das Brecht’sche Theater soll als Startpunkt einer Medienkritik von Brecht angesehen werden, die später auf den Rundfunk
ausgeweitet werden kann. Enzensberger soll auf Grund seines Diskurses in seiner Veröffentlichung „Baukasten zu einer Theorie der Medien“ mit in diese Überlegungen einbezogen werden und den dritten Schritt nach dem Theater und dem Radio auf dem Weg der Forderung zu einem kommunikationsbasierten Mediengebrauch bilden. Kommunikation soll dabei immer verstanden werden als beiderseitiger Austausch von Sender und Empfänger. Auch wenn Brecht und Enzensberger die Begriffe Sender und Empfänger
leichtfertig verwenden ohne eine genaue Definition anzubieten, sollen diese Begriffe in der Arbeit verwendet werden. Jedoch unter dem Synonym, das Hyung-Ki Kim vorschlägt. Danach ist der Sender der Produzent und der Empfänger der Rezipient. Damit hat man zwei Begriffe, die den Gebrauch der Medien, über die gesprochen wird, besser fassen. Ziel ist es herauszufinden, wie sich die Kritik gegenüber den elektronischen Medien darstellt und wie die Forderungen der Kritiker aussehen. Das Engagement der beiden Autoren an politischen Prozessen des Sozialismus und seiner Bedeutung für die Theorien Brecht und Enzensberger wird in die Argumentation einfließen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

VORWORT

1 – LEBEN BRECHT

2 – DAS EPISCHE THEATER BRECHTS

3 – DIE BRECHTSCHE THEORIE ZUM RADIO

4 – ERGEBNIS ZU BRECHT

5 – LEBEN ENZENSBERGER

6 – DIE KRITIK AN DEN ELEKTRONISCHEN MEDIEN

7 – BRECHT UND ENZENSBERGER

8 – BEIDE SOZIALISTEN BRECHT UND ENZENSBERGER

9 – AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die medientheoretischen Ansätze von Bertolt Brecht und Hans Magnus Enzensberger, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie ihre Konzepte zur Medienkritik und zum Mediengebrauch auf einem gemeinsamen Verständnis von Kommunikation und politischer Emanzipation basieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern Brechts Radiotheorie und Enzensbergers Forderung nach einem emanzipatorischen Mediengebrauch das Ziel verfolgen, den Rezipienten vom reinen Konsumenten zum aktiven Produzenten zu wandeln.

  • Vergleichende Analyse des epischen Theaters und der Radiotheorie Brechts
  • Untersuchung von Enzensbergers Theorie der elektronischen Medien
  • Die Rolle der Partizipation und des beiderseitigen Austauschs in der Medienkommunikation
  • Kritik an der einseitigen Distributionsfunktion moderner Medienapparate
  • Politisches Engagement und sozialistische Ansätze bei Brecht und Enzensberger

Auszug aus dem Buch

3 – DIE BRECHTSCHE THEORIE ZUM RADIO

Indem Brecht das Theater kritisiert, das keinen rezipierenden Zuschauer kennt und das diesen nicht in seine Erzählung einbaut, wurde von dem Theater gesprochen, das mehrere tausend Jahre alt ist und dessen Entwicklung bereits viele Phasen durchlaufen konnte. Nun soll die Rede von einem Medium sein, dass sich gerade erst entwickelt hat, als Brecht 25 Jahre alt war.

Das Radio, Brecht nennt es immer den Rundfunk, da das Radio nur das Empfangsgerät war, war ein neues Medium, das 1923 in Deutschland auf den Plan trat. Für Brecht ist der Rundfunk eine Erfindung, die nur aus einer anarchischen Gesellschaft hervorgehen konnte. Also „eine Anarchie von Ordnungen, d.h. ein mechanisches und beziehungsloses Durcheinander an sich schon weitgehend geordneter Komplexe des öffentlichen Lebens“. Er spricht von einer Gesellschaftsordnung, die in sich geordnete Vorgänge und Zusammenhänge auszeichnet, in der sich aber alles voneinander losgelöst mit seiner entsprechenden Freiheit entfalten kann. Dies gibt wieder den Hinweis auf den Sozialisten Brecht, der von der gleichen Stellung aller in der Gesellschaft ausgeht und damit jedem ermöglicht, sich frei zu entfalten., also der Anarchie.. Ein solches Umfeld „ermöglicht es, daß [!] Erfindungen gemacht und ausgebaut werden, […] die nicht bestellt sind.“ Der Rundfunk ist damit eine Erfindung, die nicht aus einer Bestellung oder einer Forderung nach ihm heraus entstanden ist: „Nicht die Öffentlichkeit hatte auf den Rundfunk gewartet, sondern der Rundfunk wartete auf die Öffentlichkeit. […] Man hatte plötzlich die Möglichkeit, allen alles zu sagen, aber man hatte, wenn man es sich überlegte, nichts zu sagen.“

Zusammenfassung der Kapitel

VORWORT: Einleitung in die Themenstellung, Erläuterung der Zielsetzung sowie Definition der zentralen Begriffe für die Arbeit.

1 – LEBEN BRECHT: Biografische Darstellung von Bertolt Brecht, unterteilt in Kindheit, Berliner Zeit, Exil und Rückkehr nach Deutschland.

2 – DAS EPISCHE THEATER BRECHTS: Analyse des epischen Theaters als Abkehr vom Illusionstheater und als Mittel zur intellektuellen Aktivierung des Zuschauers.

3 – DIE BRECHTSCHE THEORIE ZUM RADIO: Untersuchung der Radiotheorie Brechts und seiner Forderung, den Rundfunk von einem Distributions- in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln.

4 – ERGEBNIS ZU BRECHT: Zusammenfassung der Kritik Brechts an der einseitigen Kommunikation und dessen Wunsch nach aktiver Gestaltung durch den Zuschauer.

5 – LEBEN ENZENSBERGER: Biografischer Abriss von Hans Magnus Enzensberger mit Fokus auf seinen Werdegang und sein Verständnis von Medientheorie.

6 – DIE KRITIK AN DEN ELEKTRONISCHEN MEDIEN: Analyse von Enzensbergers Theorie zu elektronischen Medien und deren mobilisierender Kraft bei gleichzeitiger repressiver Unterdrückung.

7 – BRECHT UND ENZENSBERGER: Untersuchung der Gemeinsamkeiten im Denken beider Autoren, insbesondere hinsichtlich der Nützlichkeit von Kunst und Literatur.

8 – BEIDE SOZIALISTEN BRECHT UND ENZENSBERGER: Erörterung der politischen Gemeinsamkeiten und der Rolle des Sozialismus als notwendige Bedingung für beiderseitige Kommunikation.

9 – AUSBLICK: Reflexion über die Relevanz der Ansätze von Brecht und Enzensberger im Hinblick auf moderne digitale Medien und das Web 2.0.

Schlüsselwörter

Medientheorie, Bertolt Brecht, Hans Magnus Enzensberger, episches Theater, Radiotheorie, Kommunikation, Distributionsapparat, Emanzipation, Sozialismus, Partizipation, Medienkritik, Illusionstheater, politische Mobilisierung, Sender, Empfänger.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der medientheoretischen Kritik von Bertolt Brecht und Hans Magnus Enzensberger an den elektronischen Massenmedien ihrer Zeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte des epischen Theaters, die Radiotheorie sowie die Rolle der Kommunikation und Partizipation in einer sozialistisch geprägten Medientheorie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Brechts Radiotheorie und Enzensbergers Konzept eines emanzipatorischen Mediengebrauchs aufzuzeigen, um den Rezipienten vom passiven Konsumenten zum aktiven Mitproduzenten zu führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die theoretische Diskurse beider Autoren in Gegenüberstellung zueinander und zum gesellschaftspolitischen Kontext ihrer Zeit setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biografische Einordnung der Autoren sowie die detaillierte Untersuchung ihrer medienkritischen Schriften, insbesondere zum Theater, Rundfunk und Fernsehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Medientheorie, Kommunikation, emanzipatorischer Mediengebrauch, Distributionsapparat und soziale Teilhabe charakterisieren.

Welche Bedeutung misst Brecht der "Folgenhaftigkeit" im Radio bei?

Brecht fordert, dass Rundfunksendungen nicht folgenlos bleiben dürfen, sondern beim Hörer einen Denkprozess und eine reflektierte Reaktion auslösen müssen.

Worin sieht Enzensberger die Hauptgefahr der elektronischen Medien?

Die Gefahr liegt für ihn darin, dass die Medien zwar theoretisch zu beiderseitiger Kommunikation fähig wären, jedoch durch herrschende politische Machtverhältnisse auf eine einseitige Distributionsfunktion restringiert und ideologisch missbraucht werden.

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Details

Title
Die Kritik an Theater und Radio bei Brecht in einer Gegenüberstellung zum ‚emanzipatorischen Mediengebrauch’ bei Enzensberger
College
University of Potsdam  (Institut für Künste und Medien)
Course
Seminar Medientheorie
Grade
1,7
Author
André Bressel (Author)
Publication Year
2009
Pages
29
Catalog Number
V129572
ISBN (eBook)
9783640358526
ISBN (Book)
9783640358069
Language
German
Tags
Kritik Theater Radio Brecht Gegenüberstellung Mediengebrauch’ Enzensberger
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
André Bressel (Author), 2009, Die Kritik an Theater und Radio bei Brecht in einer Gegenüberstellung zum ‚emanzipatorischen Mediengebrauch’ bei Enzensberger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129572
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