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Straßensozialarbeit und die Problematik des doppelten Mandats

Title: Straßensozialarbeit und die Problematik des doppelten Mandats

Term Paper , 2008 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Britta Binnewies (Author)

Social Work
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Teil dieser Ausarbeitung wird es sein, dem „Begriffsdschungel“ entgegenzuwirken und das Arbeitsfeld Streetwork genau zu definieren. Weiterhin fällt bei dem Begriff des Streetwork auch meist die Problematik des doppelten Mandats auf, welches in der Fachliteratur sowie von StreetworkerInnen oft diskutiert und hervorgehoben wird. Die Fragestellung, die hier bearbeitet werden soll, beschäftigt sich also mit der sogenannten Last der Sozialarbeiter in Bezug auf die Straßensozialarbeit zwischen zwei Stühlen zu sitzen und sich zwischen Klient und Arbeitgeber hin und her gerissen zu fühlen. Thematisiert werden sollen hierbei die rechtlichen Hintergründe sowie die Einstellung von Trägern und Arbeitgebern zur Zielgruppe sowie die der Streetworker zum Klientel.
Einführend wird vorerst die Begrifflichkeit Streetwork genauer definiert. Darauf folgend wird ein Blick auf die Entwicklung des Arbeitsfeldes geworfen, von den Beginnen im Ausland bis hin zur Entwicklung in Deutschland und die Professionalisierung des Berufes.
Der wichtigste Punkt in Bezug auf die Arbeit des Streetworkers wird von der Zielgruppe geprägt. Verschiedene Adressaten bilden unterschiedliche Arbeitsfelder, die im vierten Kapitel erklärt und deren Problematik aufgeschlüsselt wird. Weiterhin wird aufgeführt, welche Rahmenbedingungen die Straßensozialarbeit braucht, um erfolgreich zu sein. Diese werden hier in allgemeine und rechtliche Bedingungen unterteilt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Streetwork

3. Geschichte

4. Zielgruppe

5. Wirkung und Ziele der Straßensozialarbeit

6. Rahmenbedingungen

6.1. Allgemeine Rahmenbedingungen

6.2. Rechtliche Rahmenbedingungen

7. Arbeitsprinzipien

8. Methoden und Angebotsformen von Streetwork

8.1. Initialphase

8.2. Aufsuchende Arbeit/ Streetwork

8.3. Einzelfallhilfe

8.4. Gruppenarbeit

8.5. Gemeinwesen- und Stadtteilarbeit

9. Kritische Auseinandersetzung mit Straßensozialarbeit in Bezug auf das Doppelte Mandat

10. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Berufsfeld der Straßensozialarbeit mit dem Ziel, das Arbeitsfeld präzise zu definieren und die spezifischen Herausforderungen des sogenannten doppelten Mandats – das Spannungsfeld zwischen den Anforderungen des Trägers bzw. der Gesellschaft und den Interessen der Klienten – kritisch zu beleuchten.

  • Definition und geschichtliche Entwicklung von Streetwork als Methode der Sozialen Arbeit.
  • Analyse der Zielgruppenorientierung und der notwendigen Rahmenbedingungen für die praktische Ausübung.
  • Darstellung wesentlicher Arbeitsprinzipien wie Niedrigschwelligkeit, Freiwilligkeit und Vertraulichkeit.
  • Erläuterung methodischer Ansätze von der Kontaktaufnahme bis zur Gemeinwesenarbeit.
  • Kritische Reflexion der psychischen Belastung und der ethischen Dilemmata für Streetworker im Spannungsfeld institutioneller Erwartungen.

Auszug aus dem Buch

9. Kritische Auseinandersetzung mit Straßensozialarbeit in Bezug auf das Doppelte Mandat

Das Arbeitsfeld des Streetworkers ist extrem weit, aufwendig und erlebnisreich. Es herrscht auf der einen Seite eine große Lust mit den Zielgruppen zu arbeiten und etwas gemeinsam zu bewirken, auf der anderen Seite aber auch eine nicht geringe Missstimmung, die sich in vielen Bereichen des Berufsfelds abspielt. In diesem Abschnitt soll die Frage geklärt werden, in wie weit das doppelte Mandat die Arbeit des Streetworkers einschränkt und ihn herausfordert. Es beginnt schon mit der Ausbildung der Streetworker, in der nur eine ungenügende Vorbereitung für das spätere Berufsleben stattfindet. Spezifische Berufsmethoden oder Anleitung für bestimmte Problematiken werden kaum besprochen.

Nur an wenigen Universitäten oder Fachhochschulen wird dieser Arbeitszweig der Sozialen Arbeit überhaupt einbezogen. Eine geeignete Praxisschulung innerhalb der Ausbildung könnte also viel Vorlaufzeit innerhalb der ersten Berufszeit sparen. Des Weiteren haben Streetworker heute meist mehrere Auftraggeber. Sie bekommen Aufträge vom Arbeitgeber oder Träger, aus der Öffentlichkeit, Gesellschaft oder Politik. Aber auch der eigene Anspruch, Handeln im gesetzlichen Anspruch oder natürlich die Zielgruppe als Auftragsgeber sind möglich. Demzufolge sitzt der Streetworker oft zwischen zwei Stühlen, besonders wenn er zwischen Institution und Zielgruppe steht. Diese Problematik heißt in der Sozialen Arbeit das doppelte Mandat und birgt für den Streetworker Spannungen und Herausforderungen, welche er während oder mit seiner Arbeit meistern muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Begriffsdschungels ein und stellt die Fragestellung zur Belastung durch das doppelte Mandat vor.

2. Definition von Streetwork: Dieses Kapitel nähert sich dem Begriff durch verschiedene Fachdefinitionen und beleuchtet die Wandlung von der reinen Problembehebung hin zur präventiven Arbeit.

3. Geschichte: Es wird die historische Herkunft von Streetwork aus den USA sowie die Entwicklung der aufsuchenden Arbeit in Deutschland skizziert.

4. Zielgruppe: Hier wird das weite Spektrum der Adressaten, von Jugendlichen bis hin zu Wohnungslosen und Drogenabhängigen, sowie deren spezifische Lebenslagen betrachtet.

5. Wirkung und Ziele der Straßensozialarbeit: Das Kapitel erläutert die Grundsätze der Vertrauensbildung und die Ziele der sozialen Integration und Prävention.

6. Rahmenbedingungen: Hier werden sowohl die notwendigen personellen, materiellen und strukturellen Voraussetzungen als auch die rechtlichen Grundlagen (SGB VIII) dargelegt.

7. Arbeitsprinzipien: Die essenziellen Handlungsgrundlagen wie Niedrigschwelligkeit, Lebensweltorientierung und Parteilichkeit werden detailliert ausgeführt.

8. Methoden und Angebotsformen von Streetwork: Dieses Kapitel beschreibt das praktische Vorgehen, von der Initialphase über die Einzelfallhilfe bis hin zur Gruppen- und Gemeinwesenarbeit.

9. Kritische Auseinandersetzung mit Straßensozialarbeit in Bezug auf das Doppelte Mandat: Der Hauptteil reflektiert die Spannungen, die für den Sozialarbeiter aus der Doppelrolle zwischen Institution und Klient entstehen.

10. Resümee: Das Resümee fasst den Stand der aktuellen Forschung zusammen und diskutiert den Stellenwert der Straßensozialarbeit im internationalen Vergleich.

Schlüsselwörter

Straßensozialarbeit, Streetwork, Doppeltes Mandat, Mobile Jugendarbeit, Niedrigschwelligkeit, Sozialpädagogik, Zielgruppenorientierung, Lebensweltorientierung, Gemeinwesenarbeit, Einzelfallhilfe, Klientel, Berufsrolle, Prävention, Soziale Integration, Fachstandards.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Methode der Straßensozialarbeit (Streetwork) und untersucht insbesondere das ethische und praktische Spannungsfeld, das durch das sogenannte „doppelte Mandat“ entsteht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition und Geschichte von Streetwork, die Zielgruppen, rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen sowie die verschiedenen methodischen Angebotsformen wie Gruppen- und Einzelfallhilfe.

Was ist die zentrale Fragestellung der Arbeit?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie das doppelte Mandat die Arbeit der Streetworker einschränkt und herausfordert, wenn sie zwischen den Interessen der Institutionen und denen ihrer Klienten vermitteln müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der existierende Fachliteratur, Studien und fachliche Standards ausgewertet werden, um die Arbeitsweise und die Problemlagen zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der kritischen Auseinandersetzung mit den Belastungen für den Streetworker, insbesondere im Hinblick auf den Konflikt zwischen Hilfeleistung und institutioneller Einbindung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Straßensozialarbeit, Niedrigschwelligkeit, Lebensweltorientierung, Doppeltes Mandat und Soziale Integration charakterisiert.

Warum ist das Zeugnisverweigerungsrecht für Streetworker so wichtig?

Da Streetworker oft zu Mitwissern bei delinquenten Handlungen werden, ist ein fehlendes Zeugnisverweigerungsrecht ein Risiko, das das mühsam aufgebaute Vertrauensverhältnis zum Klienten zerstören kann.

Wie unterscheidet sich die „offensive“ von der „indirekten“ Kontaktaufnahme?

Während bei der indirekten Variante abgewartet wird, bis Kontakt entsteht, geht der Streetworker bei der offensiven Form aktiv auf die Zielgruppe zu, was jedoch oft als bedrohlicher Eingriff in die Lebenswelt wahrgenommen werden kann.

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Details

Title
Straßensozialarbeit und die Problematik des doppelten Mandats
College
University of Kassel  (Fachbereich Sozialwesen)
Course
Methoden der Sozialen Arbeit
Grade
2,0
Author
Britta Binnewies (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V129595
ISBN (eBook)
9783640360451
ISBN (Book)
9783640360208
Language
German
Tags
Straßensozialarbeit Problematik Mandats
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Britta Binnewies (Author), 2008, Straßensozialarbeit und die Problematik des doppelten Mandats, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129595
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