Unterrichtsstunde: Rund um den Magneten

Unterrichtsentwurf für Klasse 8


Unterrichtsentwurf, 2009
20 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Unterrichtseinheit
1.1. Thema der Unterrichtseinheit
1.2. Bezug zum Rahmenplan
1.3. Aufbau der Unterrichsteinheit
1.4. Ziele der Unterrichtseinheit

2. Thema der geplanten Unterrichtsstunde
2.1. Lernziel der Unterrichtsstunde

3. Voraussetzungen für die Unterrichtsstunde
3.1. Sachdarstellung
3.2. Beschreibung der Lerngruppe
3.2.1. Zusammensetzung der Lerngruppe
3.2.2. Lernausgangssituation, Arbeits- und Sozialverhalten
3.2.3. Einzeldarstellungen der Schüler
3.2.4. Lernvoraussetzungen der Schüler im Hinblick auf die Unterrichtsstunde

4. Entscheidungen für die geplante Unterrichtsstunde
4.1. Didaktisch – methodische Entscheidungen
4.3. Didaktische Reduktion
4.4. Differenzierung
4.3. Tabellarische Stundenverlaufsplanung

5. Anhang
5.1. Literatur
5.2. Arbeitsblätter, Texte, Arbeitsanweisungen!

1. Unterrichtseinheit

1.1. Thema der Unterrichtseinheit

Rund um den Magneten – Wir setzen uns handlungsorientiert mit dem Phänomen „Magnetismus“ auseinander.

1.2. Bezug zum Rahmenplan

Die Schüler[1] der Klasse 8b der Schule am Fennpfuhl werden nach dem Rahmenlehrplan mit sonderpädagogischen Förderschwerpunkt für das Land Berlin/Brandenburg unterrichtet.

Laut des o.g. Rahmenlehrplans sind die Standards für den naturwissenschaftlichen Unterricht am Ende der Jahrgangsstufe 8 für die Unterrichtseinheit entsprechend im Themenfeld: „ Körper und Stoffe im Alltag und in der Technik “ und im Themenfeld „ Kräfte in Natur und Technik “ wie folgt festgelegt:

Die Schüler:

- kennen magnetische Eigenschaften, um:
- Metallen von Nichtmetallen zu unterscheiden
- allgemeine und besondere Eigenschaften häufiger Metalle zu unterscheiden,
- Zusammenhang zwischen Eigenschaften und Verwendung ausgesuchter Metalle zu erläutern

Im Rahmenlehrplan Naturwissenschaften für die Grundschule wird als Standard im Themenfeld 5.2.1. Umgang mit Stoffen im Alltag[2] angegeben, dass die Schüler, die Eigenschaften von Körpern und Stoffen untersuchen, indem sie magnetische Eigenschaft kennen. Des Weiteren wird angeführt, dass die Schüler angeregt werden sollen, Fragestellungen zu entwickeln, Experimente durchzuführen und Erklärungen zu formulieren. Der Schwerpunkt soll hierbei auf zielorientierten und selbstständig durchgeführten Versuchsvorhaben liegen.

Im Rahmenlehrplan Sachunterricht für die Grundschule[3] ist als Standard angegeben, dass sich die Schüler Naturphänomene erschließen, wozu auch der Magnetismus gehört.

1.3. Aufbau der Unterrichsteinheit

Die Unterrichtseinheit findet in Form von werkstattähnlichem Unterricht statt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.4. Ziele der Unterrichtseinheit

Kompetentes Handeln erfordert vom Einzelnen ein Zusammenwirken von Leistungs- und Verhaltensdisposition, also von kognitiven und sozialen Fähigkeiten. Dieses Zusammenwirken wird als Handlungskompetenz bezeichnet und erfordert ein komplexes zusammenspiel von Sach-, Methoden-, sozialer und personaler Kompetenz. Die Darstellung der Ziele erfolgt in den einzelnen Kompetenzbereichen.[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Thema der geplanten Unterrichtsstunde

Die Schüler erstellen ein Lernplakat zum Thema Magnetismus fächerübergreifend mit dem Unterrichtsfach Deutsch und präsentieren es. Es handelt sich um die zweite Unterrichtstunde.

2.1. Lernziel der Unterrichtsstunde

Allgemeines Ziel der Stunde:

Die Schüler fertigen ein Lernplakat, indem sie ihre Erkenntnisse aus den vorangegangenen Stunden bezüglich magnetische Gegenstände, Magnetarten, Magnetpole und ein Magnetkraft wiederholen, anwenden, versprachlichen und verschriftlichen.

Teillernziele:

TLZ 1: Die Schüler sollen Ideen/Begriffe zum Thema Magnetismus sammeln.

TLZ 2: Die Schüler ordnen diese Wörter Themenbereichen zu.

TLZ 3: Die Schüler strukturieren ein Lernplakat und dessen Inhalte, indem sie Informationen und Bilder auswählen.

TLZ 4: Die Schüler präsentieren ihr Plakat und bewerten die Ergebnisse.

3. Voraussetzungen für die Unterrichtsstunde

3.1. Sachdarstellung

Benannt ist der Magnet[5] vermutlich nach der griechischen Landschaft Magnesia in Kleinasien. Dort wurden Erzgesteine gefunden, die Eisenteilchen anzogen. Neben Naturmagneten aus Eisenerz gibt es heute auch künstliche Magnete aus Stahl oder bestimmten Legierungen. Zudem gibt es Magnete in unterschiedlichen Formen: Stab-, Hufeisen- oder Scheibenmagnete.

Magnete sind Stoffe, von denen ein magnetisches Feld ausgeht, so dass insbesondere eisen-, jedoch auch nickel- und kobalthaltige Gegenstände von ihnen angezogen werden. Diese Eigenschaft wird als magnetische Kraft oder Magnetismus bezeichnet. Die von Magneten angezogenen Gegenstände sowie die Magnete selbst bestehen aus Molekülen mit magnetischem Nord- und Südpol, deren Pole dauerhaft gleichmäßig ausgerichtet sind. Das heißt die Nord- und Südpole der Moleküle bei Magneten und magnetisierten Stoffen zeigen in eine Richtung.

Jeder Magnet besitzt Stellen größerer Anziehung, die als Pole bezeichnet werden. Zwischen den Polen befinden sich Bereiche geringerer Anziehung. Die Pole treten immer paarweise auf, das heißt ein Magnet hat stets zwei Pole.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der nach Norden weisende Pol wird Nordpol, der nach Süden weisende Pol wird Südpol genannt. Bei den in der Schule gebräuchlichen Magneten ist der Nordpol meist rot, der Südpol grün gekennzeichnet. Zwischen gleichnamigen Polen lässt sich eine abstoßende und zwischen ungleichnamigen Polen eine anziehende Wirkung nachweisen. Magnetismus lässt sich auf magnetisierbares Material, je nach Material, kurzzeitig oder dauerhaft übertragen. Jeder ferromagnetische[6] Körper besteht aus vielen kleinen Elementarmagneten[7]. Im Normalfall liegen diese durcheinander, dabei werden ihre Kräfte aufgehoben.

Ist ein Gegenstand ferromagnetisch, kann man ihn magnetisieren, indem man mit einem Magneten mehrfach mit demselben Pol in die gleiche Richtung über den Gegenstand streicht. Dabei richten sich die Elementarmagnete in dem Gegenstand alle in die gleiche Richtung aus. Dadurch verstärken sich ihre Kräfte und sie werden magnetisch. Teilt man einen so gewonnenen Magneten in der Mitte, so erhält man zwei neue Magnete, da die Ausrichtung der Teilchen gleich bleibt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Magnete werden durch Erhitzen oder starke Erschütterung entmagnetisiert, da die Elementarmagnete dann ihre geordnete Anordnung verlieren und sich wieder wirr anordnen. Die Fernwirkung eines Magneten beruht darauf, dass sich um ihn herum ein magnetisches Feld befindet. In der Nähe der Pole ist dieses Feld, also auch die Magnetkraft am stärksten. Die Magnetkraft nimmt mit wachsender Entfernung vom Magneten ab. Das Magnetfeld kann durch Kraftlinien veranschaulicht werden, die sich mit Hilfe von Eisenfeilspänen auch sichtbar machen lassen. Das Magnetfeld hat zudem die Eigenschaft, nichtmagnetische Stoffe zu durchdringen, das heißt, Magnete können Gegenstände aus Eisen, Nickel oder Kobalt auch durch Papier, Holz o.ä. anziehen.

Das Lernplakat ist eine Unterrichtsmethode, die den Lehr- und Lerninhalt verschiedener Unterrichtsprozesse und -inhalte visualisiert. Die Schüler selbst übernehmen die Aufgabe den gelernten Inhalt schriftlich und visuell festzuhalten und setzen daher ihre Schwerpunkte in den Vordergrund. Durch das Aufhängen im Klassenraum ist der Unterrichtsinhalt permanent präsent.[8]

3.2. Beschreibung der Lerngruppe

3.2.1. Zusammensetzung der Lerngruppe

Die Klasse 8b wird zurzeit von 7 Mädchen und 2 Jungen besucht. Vier Schülerinnen haben eine nichtdeutsche Herkunftssprache, dass heißt in ihrem zu Hause wird überwiegend ihre Muttersprache (serbisch, kroatisch und albanisch) gesprochen. Die deutsche Sprache wird weitestgehend beherrschen. Seit diesem Schuljahr wird die Klasse von ihrer Klassenlehrerin Frau xxx unterrichtet. Die Zusammensetzung der Klasse hat sich seit diesem Schuljahr stark verändert. Drei Schüler haben die Klasse verlassen und lernen nun an einer anderen Schule. S. lernt seit Mitte September und J. seit November in dieser Klasse.

3.2.2. Lernausgangssituation, Arbeits- und Sozialverhalten

Die Schüler zeigen in der Regel ein sozial verträgliches Verhalten zueinander. Sie akzeptieren sich mit ihren Schwächen und helfen einander. Durch die neue Gruppenzusammensetzung und auch „Stimmungsschwankungen“ in der Pubertät geraten die Mädchen in der Klasse des Öfteren aneinander, so dass je nach Tagesform die Streitigkeiten der Schülerinnen untereinander zu einem ungünstige Tagesverlauf führen können. Die beiden Jungen der Klasse versuchen sich meist aus diesen Streitereien herauszuhalten.

Die Schülergruppe zeichnet sich durch hohe Motivation, Lernwilligkeit und Anstrengungsbereitschaft aus. Sie sind in der Lage strukturiert mit ihren Arbeitsmaterialien umzugehen. Das selbständige Arbeiten wird durch offene Unterrichtsmethoden, die bereitwillig angenommen werden, geübt. Getroffene Differenzierungsmaßnahmen werden zum Großteil akzeptiert und nicht hinterfragt. In der Regel entscheiden die Schüler eigenständig welchen Schwierigkeitsgrad der Aufgabe sie bearbeiten. Hierbei schätzen sie ihr Leistungsvermögen gut ein.

Die Gruppenbildung stellt da eher ein Problem dar. Derzeit dürfen I. und J. nicht zusammen arbeiten, da sie sich dann gegenseitig so „aufputschen“, dass ein ruhiger Unterrichtsverlauf nicht mehr möglich ist. Auch I. und E. haben Schwierigkeiten beim gemeinsamen Arbeiten. Ihre Arbeitsergebnisse sind dann nicht so gut, wie sie sein könnten. Je nach Begründung der Entscheidung, Tagesform und „Lieblingsfreundin“ akzeptieren sie die getroffene Entscheidung. Auffällig ist, dass die beiden Jungen der Klasse lieber alleine arbeiten. Dies liegt zum Größtenteil daran, dass sie sich nicht in die Streiterein, aber auch Neckereien der Mädchen mit hereinziehen lassen wollen. J. und P. arbeiten auch selten zusammen, da sie sehr unterschiedlich in ihren Lernvoraussetzungen sind und lieber für sich alleine die Aufgaben bewältigen möchten. Dennoch kommen sie mittlerweile gut miteinander aus.

Das Leistungsniveau der Klasse ist sehr unterschiedlich. E. und I. und fehlten bei einigen Themen, so dass ihr Wissen Lücken aufweist. Sinnentnehmendes Lesen bereitet besonders E., P. und S. Schwierigkeiten, so dass Arbeitsanweisungen klar, kleinschrittig und deutlich formuliert werden müssen.

J., J. und F. sind sehr leistungsstark und übernehmen innerhalb der Klasse gerne Helferrollen, wobei ihnen die Unterscheidung von helfen und vorsagen noch Schwierigkeiten bereitet. Die Konzentrationsfähigkeit lässt besonders bei E., I. und P. ab der 4. Stunde stark nach.

I. hat große Schwierigkeiten sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren und ihr Verhalten zu steuern. Nach Konflikten kann sie zu einem späteren Zeitpunkt ihr Verhalten reflektieren und zum Teil weiter arbeiten, geschieht dies nicht kann es geschehen, dass sie sehr unbeherrscht reagiert und in hohem Maße das Unterrichtsgeschehen stört. Gemeinsam mit der Klassenleiterin und den Eltern wird nach Möglichkeiten gesucht, um Ursachen für I. Verhalten zu finden, aber ihr auch Grenzen und Wege zu zeigen, wie sie sich helfen kann. Derzeit soll sie ärztlich untersucht werden. Ihr Verhalten wird jeden Tag ins Hausaufgabenheft notiert, welches die Eltern kontrollieren.

J. lernt erst seit November in der Klasse. Sie hat sich gut mit ihren Klassenkameraden angefreundet. Auffällig ist ihre große innere Unruhe. Aufgaben erledigt sie schnell, aber leider auch nicht sorgfältig genug. Ihr fällt es weiterhin schwer sich zurückzunehmen. Weiß J. eine Antwort schafft sie es selten sich zu melden und zu warten bis sie sich äußern darf. Wenn sie darauf aufmerksam gemacht wird, versucht sie es umzusetzen, aber es gelingt J. noch zu selten. Daher werde ich mit ihr absprechen, dass wenn es besonders auffällig ist, ich ihr eine Symbolkarte auf den Tisch lege bzw. sie ihr zeige.

[...]


[1] Die Bezeichnung Schüler berücksichtig die männliche und weibliche Form

[2] Vgl.: Rahmenlehrplan Naturwissenschaften, S. 29.

[3] Vlg.: Rahmenlehrplan Sachunterricht für die Grundschule.

[4] Vgl.: Rahmenlehrplan für den sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen 2005, S. 11ff)

[5] Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetismus, Stand: 11.01.2009.

[6] Ferromagnetische Gegenstände sind Gegenstände, die sich magnetisieren lassen.

[7] Elementarmagnete sind kleinste magnetische Teilchen.

[8] Hein Klippert: Methodentraining. Übungsbausteine für den Unterricht. Belz Verlag, Weinheim und Basel 1999, S. 168.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsstunde: Rund um den Magneten
Untertitel
Unterrichtsentwurf für Klasse 8
Autor
Jahr
2009
Seiten
20
Katalognummer
V129622
ISBN (eBook)
9783640346967
ISBN (Buch)
9783640347131
Dateigröße
587 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsstunde, Rund, Magneten, Unterrichtsentwurf, Klasse
Arbeit zitieren
Melanie Friedemann (Autor), 2009, Unterrichtsstunde: Rund um den Magneten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129622

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