Gegenseitige Vorurteile und Stereotypen in Italien und den deutschsprachigen Ländern


Diplomarbeit, 2009

51 Seiten, Note: 95/110


Leseprobe

INHALTSANGABE

Vorwort

Kapitel 1
Deutschland und Italien: die Geschichte einer Beziehung
1.1. Die politischen Wurzeln von bekannten Stereotypen
1.2. Die heutigen Beziehungen: Deutschland, Österreich und Italien gemeinsam für Europa

Kapitel 2
Politische, wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zwischen Deutschland und Italien
2.1. Politische Beziehungen
2.2. Wirtschaftliche Beziehungen
2.3. Kulturelle Beziehungen

Kapitel 3
„Italiensehnsucht” und Johann Wolfgang von Goethe
3.1. Das Tagebuch Die Italienische Reise
3.2. “Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen”

Kapitel 4
Gegenseitige Vorurteile in Italien und den deutschsprachigen Ländern
4.1. Vorurteile der Italiener gegenüber den Einwohnern deutschsprachiger Länder
4.2. Vorurteile der Einwohner deutschsprachiger Länder gegenüber den Italienern

Kapitel 5
Praktische Beispiele aus den Medien
5.1. Funktion der Medien
5.2. „Der Spiegel“: Italien als Urlaubsland mit Entführungen, Erpressungen und Strassendieben
5.3. Internet
5.4. Fernsehen: Fantozzi der italienische Antiheld
5.5. Werbung: Herr Angelo für Nescafè Cappuccino (1993)

Schlussfolgerung

Bibliographie

Sitegraphie

Bildernachweis

EINFÜHRUNG

Die Inspiration für meine Diplomarbeit ergab sich durch meinen Erasmusaufenthalt, als Studentin an der Universität Wien im Jahr 2007/2008. Auf diese Weise hatte ich die Möglichkeit, die kulturelle und soziale Vielfalt der deutschen Gesellschaft kennen zu lernen.

Aufgrund dieser Tatsache wurde ich mit manchen Stereotypen und Vorurteilen gegenüber den Italienern konfrontiert. Es ist anzunehmen, dass dies auf beiden Seiten zutrifft. So glaube ich, dass sowohl Deutsche bestimmte Vorurteile gegenüber den Italienern haben als auch die Italiener gegenüber den Deutschen. Dieses Thema hat mich sofort interessiert und ich habe beschlossen, es zum Thema meiner Diplomarbeit zu machen. Mir ist bewusst, dass mir der Rahmen meiner Arbeit nur einen gewissen Spielraum erlaubt, Vorurteile und Stereotypen von Einwohnern der deutschsprachigen Ländern über Italien und vice versa darzustellen und zu analysieren.

Deshalb habe ich mich entschlossen den Fokus meiner Arbeit auf die Länder Italien, Deutschland und Österreich zu legen. Warum genau diese? Zum einen ist Italien für mich meine Heimat, wo ich meine kulturellen Wurzeln habe und ich dadurch auch die Vorurteile der Italiener gegenüber anderen Ländern bzw. Kulturen erlebt habe. Zum anderen hat mir mein Studienaufenthalt in Wien ermöglicht, mich in die österreichische Kultur einzutauchen und dadurch konnte ich mich auch mit Vorurteilen der Österreicher gegenüber anderen, insbesondere gegenüber den Italienern beschäftigen.

Weiters möchte ich durch das Beispiel von Deutschland die Beziehungen zwischen Deutschland und Italien beschreiben, da ich glaube, dass die geschichtlichen Ereignisse der beiden Länder prägend für die Entwicklung der heute existierenden Vorurteile sind.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen Stereotypen, Vorurteile und Klischeevorstellungen, die ich in den folgenden Kapiteln zu beschreiben und zu erklären versuchen werde.

Mein Ziel ist es, die Hauptgründe der bestehenden Stereotypen zu erwähren und zu verstehen. Des Weiteren gehe ich auf die Entwicklung bestehender Stereotypen ein, die das deutsch-italienische Verhältnis bis heute geprägt haben. In diesem Fall ist für mich besonders wichtig, die Position zwischen Deutschland und Italien zueinander zu erklären.

Nach 1945 veränderte sich die Beziehung zwischen Deutschland und Italien: unter welchem Zeichen standen diese Beziehungen? Wie entwickelten sich diese anderen Staaten, wie gestalteten sich die bilateralen Beziehungen und welchen Beitrag leisteten Italien und die Staaten für die Integration Europas? In meiner Diplomarbeit werde ich diese Hauptfragen und die unterschiedlichen Bedeutungen von Stereotypen zu bearbeiten versuchen.

Im ersten Kapitel werde ich die geschichtliche Dynamik der Beziehungen zwischen Deutschland und Italien rekonstruieren. Daraus wird ersichtlich, welche Faktoren für die Entwicklung des Verhältnisses zwischen den Staaten eine Rolle spielen.

Im zweiten Kapitel werde ich die heutigen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien erläutern, d ie durch gemeinsame Interessen und Ziele der beiden Nationen geprägt sind.

Des Weiteren werde ich über den Ursprung auf kultureller Ebene, hinsichtlich der Beziehungen zwischen den deutschsprachigen Ländern und Italien sprechen. Der Schriftsteller, den ich ausgewählt habe, ist Johann Wolfgang Goethe. Er gilt als bedeutendster deutscher Dichter, hatte von 1786-1788 in Italien gewohnt, wo er sich wie zu Hause fühlte.

Für die Entstehung des kulturellen und literarischen Austausches mit Italien scheint er ein auschlaggebender Impuls gewesen zu sein. Seine Werke gelten als klassischer Ausdruck der Italien-Sehnsucht und Italien gilt seither für Mitteleuropa als Wiege der Kunst.

In Kapitel Vier beleuchte ich die Frage, wie die heutige Situation der deutschsprachigen Länder und ihre Beziehungen zu Italien wahrgenommen werden.

Schließlich möchte ich die Einflüsse von Medien auf die Werte der italienischen und deutschen Gesellschaft darstellen. Durch praktische Beispiele wird gezeigt, wie Medien mit ihrer Informationsleistung und ihrem Einfluss, Stereotypen und Vorurteile aufbauen können.

Anhand von praktischen Beispielen der Medien: der Wochenzeitung „Der Spiegel“ in Deutschland, der Filmserie Fantozzi in Italien und der Werbung Nescafè Cappuccino“ in Deutschland, wird dargestellt, wie Medien mit ihrer Informationsleistung und ihrem Einfluss Stereotypen und Vorurteile aufbauen können.

1. Deutschland Italien: die Geschichte einer Beziehung ab 1966

Die politische Geschichte der deutschsprachigen Länder und Italiens ist eng miteinander verbunden. Aus diesem Grund scheinen sich viele Vorurteile etabliert zu haben. Leider haben die traumatischen Ereignisse und Situationen, wie politische Bündnisse für Kriege und Vertragsbrüche, widersprüchliche Erinnerungen zurückgelassen.

Die deutsch-italienischen Beziehungen bewegen sich in einem Kontext, der gestern von blutigen Machtkämpfen und Kriegen zwischen Nationalstaaten gekennzeichnet war, heute hingegen unter dem Vorzeichen der politischen Einigung von Europa steht, einer Einigung, die immer im Wandel begriffen ist.

1.1. Die politischen Wurzeln bekannter Stereotypen

Es scheint, dass Italiener und die Einwohner der deutschsprachigen Länder überzeugt sind, einander zu kennen. Aber das ist falsch, weil aufgrund von geschichtlichen Ereignissen, auf die im folgenden Abschnitt weiter eingegangen wird, Vorstellungen und Stereotypen in den Köpfen der Menschen entstanden sind, die bis heute fortleben.

Das Verhältnis zwischen Italien und Deutschland, weniger als das Verhältnis zwischen Italien, Österreich und Schweiz galt für lange Zeit als schwierig. Aber in den vergangenen Jahren hat vor allem die jüngere Generation freundschaftlichere Beziehungen herausgebildet und gepflegt[1].

Heutzutage gibt es zwischen Italien und Deutschland positive und negative Klischees und Vorurteile: Der Deutsche wird vom Italiener gern als ordnungsliebend, gewissenhaft, leistungsfähig und ernst, aber auch als unerträglich steif wahrgenommen.

Bei der ersten Gelegenheit entpuppt er sich als ein Rechthaber, der seinen Willen durchsetzen will, während die Italiener in den Augen der Deutschen vor allem als herzlich, sympathisch und flexibel angesehen werden. Er passt sich leicht an alle Umstände an, aber neigt zugleich zum Opportunismus, ist schlecht organisiert, chaotisch und im Grunde unzuverlässig.

Diese Eigenheiten gelten auch für das öffentliche Leben und die Zivilgesellschaft, die jedoch als lebhaft und anregend interpretiert werden.

Seit Jahren beobachten die Deutschen mit einem skeptischen Auge das politische Geschehen in Italien, das Instabilität und Ineffizienz in die italienische Gesellschaft eingeführt hat.

Wenn man das kollektive Gedächtnis und ruhende, historische Ereignisse wachrufen würde, dann würden die Italiener schnell als > unzuverlässig <, die Deutschen hingegen als > anmaßend< (Rusconi 2006 : 12) stigmatisiert werden. Im dritten Kapitel meiner Arbeit werden dazu Beispiele folgen, an denen man diese typischen Stereotypen nachvollziehen kann.

Die Jahre von 1943 bis 1945 repräsentieren den wohl traumatischsten Moment in der Beziehung zwischen Deutschland und Italien, die die folgenden Ereignisse der italienischen Demokratie gekennzeichnet haben, wie zum Beispiel:

a. der Befreiungskampf gegen die deutsche Besatzung (1945)[2] ;
b. der Bürgerkrieg zwischen antifaschistischen Widerstandskämpfern (1943-45)[3] ;
c. die mit Hitlerdeutschland verbündete Republik von Salò (23 September 1943 - April 1945)[4].

Außerdem darf die leidvolle Geschichte zwischen Österreich und Italien nicht vergessen werden.

Südtirol wurde nach dem Ersten Weltkrieg (1919) von Österreich abgetrennt und kam zu Italien. Unter dem italienischen Faschismus war es verboten, deutsch zu sprechen und die Tiroler Identität zu pflegen[5].

Südtirol sollte italienisch werden, mit allen Mitteln. Benito Mussolini ließ die deutschsprachigen Ortsnamen übersetzen und siedelte in Bozen und Meran massiv Italiener aus dem Süden an. Das brachte soziale Spannungen mit sich aufgrund der ganz anderen Mentalität der Neuankömmlinge aus Sizilien oder Kalabrien.

Nach dem Zweiten Weltkrieg rangen die deutschsprachigen Südtiroler der italienischen Regierung in jahrzehntelangen Verhandlungen wichtige Zugeständnisse ab: die offizielle Anerkennung der Südtiroler Kultur, Deutsch als Amtssprache sowie eine weit reichende Steuer- und Verwaltungsautonomie.

Nach 1945 hofften die Südtiroler vergeblich auf eine Rückkehr zu Österreich, und man verwehrte ihnen eine echte Selbstverwaltung. Das „Südtirol-Paket“[6], ein Autonomiestatut, das 1972 ausgehandelt wurde, gab den deutschsprachigen Südtirolern schließlich erst 20 Jahre später optimalen staatlichen Schutz. Und die Autonome Provinz Bozen-Südtirol, die zusammen mit der Provinz Trient die Autonome Region Trentino-Südtirol bildet hat einen erstaunlichen Wohlstand erreicht.

Heute leben die beiden Volksgruppen friedlich nebeneinander, aber weit entfernt von einem Miteinander. Manche Einwohner von Südtirol wünschen sich ein unabhängiges und „freies“[7] Südtirol. Die Autonomie, die Südtirol inzwischen genießt, reicht ihnen nicht. Dazu erklärt Wolfram Klotz[8] ein Südtiroler, seinen Landsleuten:

Ich bin kein Italienerhasser, ich hass nicht den Italiener. Was ich nicht akzeptiere, dass uns Italien behandelt wie eine Kolonie. Wir wollen frei sein, die Italiener sollen uns die Möglichkeit endlich lassen, das zu machen, was wir wollen. Das ist ganz ein anderes Land, ein anderes Volk, eine andere Sprache und wir werden nie Italiener werden, net.

Dann mit ruhigen, aber sehr bestimmten Worten erinnert er an die Unterdrückung der Südtiroler Kultur und Sprache, die unter dem italienischen Faschismus begann:

Italien hat sich für alles entschuldigt, aber nie, nie für die Gewalt, für die Leiden in Südtirol. Und das wird mit Recht von den Leuten angeprangert. Und das ist das Erste, was wir fordern. Bevor das nicht ist, kann man über was anders wenig reden. (Klotz W.)

Außerdem hat auch das Vorurteil gegen die Deutschen, das in Italien gepflegt wird, etwas mit realer Geschichte zu tun. Das brachte einen günstigen Nährboden für wechselseitige Vorurteile mit sich. Die "Achse Rom-Berlin"(1936)[9], die Mussolini einführte, trug zur Überlegenheit Deutschlands bei. Das führte zu einem Minderwertigkeitsgefühl und auch zu einer Abneigung den Deutschen gegenüber .

Nach dem Sturz Mussolinis[10] (1945), hat die deutsche Wehrmacht Italien besetzt. Sie wollten das Land des einstigen Verbündeten zerstören, um spüren zu lassen, was das italienische Volk für feige und verräterisch hielt.

Die historische Rekonstruktion der Verbindungen zwischen politischen Ereignissen und dem “kollektiven Gedächtnis”[11] ist ein Spiegel der Dialektik zwischen langer und kurzer Dauer.

Die Herausbildung von Stereotypen und Gemeinplätzen wie jene, die die Deutschen als ordnungsliebend, effizient, gewissenhaft und ernst, wenn nicht steif bezeichnen, und die Italiener als herzlich, sympathisch und flexibel, aber auch als opportunistisch, schlecht organisiert und unzuverlässig, habe ihre Wurzeln in „weit in der Vergangenheit liegenden historischen Ereignissen“.(Rusconi 2006 : 7).

1.2. Die heutigen Beziehungen: Deutschland, Österreich und Italien gemeinsam für Europa

Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 entscheiden sich Italien, Deutschland und Österreich gleichzeitig für Demokratie und Freiheit. Sie erkannten in der Einheit Europas die historische Gelegenheit, ihre nationale Würde wieder herzustellen und ihre Völker wieder in die europäische Familie einzugliedern.

Heute ist Europa ein Ort des Friedens und des Wohlstands, der in einem von der „Europäischen Union“ verkörperten Werte- und Regelsystem verankert ist.

Euro, Binnenmarkt und Schengen-Raum konnten verwirklicht werden, weil weitblickende Europäer,(darunter Italiener, Deutsche und Österreicher, mutig das europäisch-politische Projekt verfolgt haben.

[...]


[1] Gian Enrico Rusconi (2006), Deutschland - Italien, Italien – Deutschland : Geschichte einer schwierigen Beziehung von Bismark bis zu Berlusconi, Paderborn / München/ Wien/ Zürich : Ferdinand Schöningh, 4

[2] http://www.resistenza.de/content/view/42/34/ Das faschistische Italien unter Benito Mussolini trat am 10. Juni 1940 an der Seite des Nazideutschland in den Zweiten Weltkrieg ein. Im Frühjahr 1945 gelang den Partisaneneinheiten zusammen mit den EinwohnerInnen die Befreiung zahlreicher Städte noch vor Ankunft der Alliierten. Am 25. April übernahm das CLN (Comitato di Liberazione Nazionale) in den befreiten Gebieten die Macht. Benito Mussolini und seine Lebensgefährtin Claretta Petacci wurden drei Tage später hingerichtet. Die Deutschen mussten bedingungslos in Italien kapitulieren.
Die Partisanen zogen als Sieger durch die Straßen, meist ohne die zuvor an ihrer Seite kämpfenden Partisaninnen, die lediglich mit der Binde der Krankenschwester am Arm marschieren durften, um sich vor übler Nachrede zu schützen. (Konsultationsdatum: 12.02.09).

[3] http://www.resistenza.de/content/blogsection/6/34/ Mit dem Begriff Resistenza (ita. „Widerstand“) bezeichnet man die Gesamtheit von Parteien und politischen Bewegungen, die Widerstand gegen den italienischen Faschismus und die nationalsozialistischen Kräften leisteten, die Teile Italiens nach dem Waffenstillstand vom 8. September 1943 besetzt hielten. Am Widerstand nahmen organisierte und spontan gebildete Gruppen verschiedener politischer Abstammung teil, vereint in der gemeinsamen Absicht, sich militärisch und politisch der Repubblica Sociale Italiana (RSI, Soziale Republik Italien) und den Nazi-Streitkräften entgegenzustellen. Daraus entsprang der Befreiungskampf, der am 25. April 1945 endete, als der bewaffnete Partisanenaufstand, der vom Komitee zur nationalen Befreiung Oberitaliens (Comitato di liberazione nazionale per l'Alta Italia, CLNAI) ausgerufen worden war, zur Befreiung von nahezu allen Städten im Norden des Landes führte. (Konsultationsdatum :12.02.09)

[4] http://it.wikipedia.org/wiki/RepubblicaSociale_Italiana. Die Italienische Sozialrepublik (amtliche deutsche Übersetzung von Repubblica Sociale Italiana, RSI), auch Sozialrepublik Italien, war ein faschistischer Staat in Norditalien unter der militärischen Protektion des Deutschen Reichs, der sich von seinem Territorium her auf das deutsche Besatzungsgebiet beschränkte. Die Bezeichnung Republik von Salò (Repubblica di Salò) ist jedoch auch weit verbreitet. Der Staat bestand zwischen dem 23. September 1943 und dem 25. April 1945 und führte den Zweiten Weltkrieg bis zum Ende auf Seiten Deutschlands und der Achsenmächte weiter. Die Hauptstadt war Salò am Gardasee (ab 1944 Mailand), Staatschef der am 25. Juli 1943 abgesetzte diktatorische Ministerpräsident Italiens, Benito Mussolini. Die Republik, welche den zweiten und letzten faschistischen Staat in Italien darstellte, hörte in der Nacht vom 2. Mai 1945 auf zu existieren, als die am 29. April jenes Jahres unterzeichnete Kapitulation der deutschen und republikanisch-italienischen Streitkräfte im Norden des Landes wirksam wurde. (Konsultationsdatum: 25.03.09).

[5] http://www.dradio.de/dlf/sendungen/gesichtereuropas/748116/ (Konsultationsdatum: 25.03.2009).

[6] http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdtirol-Paket. Das Südtirol-Paket umfasst sämtliche Bestimmungen, die nach zähen Verhandlungen zwischen der österreichischen und der italienischen Regierung zum Ausbau der Südtiroler Autonomie getroffen wurden, und ist die Grundlage für das Zweite Autonomiestatut, das am 20. Jänner 1972 in Kraft trat. (Konsultationsdatum: 12.03.2009).

[7] Freies Bündnis für Tirol http://www.suedtiroler-freiheit.com/ (Konsultationsdatum 12.03.2009)

[8] http://www.dradio.de/dlf/sendungen/gesichtereuropas/748116/ Geschichten vom schwierigen Zusammenleben in Südtirol, Reportagen von Kirstin Hausen, am Mikrofon : Brigitte Helfer (Konsultationsdatum 12.03.2009)

[9] Die Bezeichnung „Achsenmächte“ geht auf eine Rede Mussolinis vom 1. November 1936 zurück, in der er von einer „Achse Berlin-Rom“ sprach, nachdem kurz zuvor am 25. Oktober 1936 ein geheimer Freundschaftsvertrag zwischen dem faschistischen Italien und dem Deutschen Reich geschlossen worden war. Mussolini erklärte, dass die beiden Länder eine „Achse“ bilden würden, um welche sich die anderen europäischen Staaten drehen würden. Geschlossen wurde dieses Abkommen, als das faschistische Italien – Nazideutschland ursprünglich keineswegs freundlich gesinnt – sich aufgrund des Äthiopienkriegs der Kritik des Völkerbundes ausgesetzt sah, von Deutschland jedoch Beistand erhielt. Später wandelte sich diese Freundschaft in ein Bündnis, von Mussolini Stahlpakt genannt. Ein entsprechender Bündnisvertrag wurde vom deutschen Außenminister Joachim von Ribbentrop und seinem italienischen Kollegen Galeazzo Ciano im Beisein Hitlers am 22. Mai 1939 in Berlin unterzeichnet. (Konsultationsdatum 12.03.2009).

[10] http://de.wikipedia.org/wiki/Benito_Mussolini April 1945 von kommunistischen Partisanen erkannt, gefangen genommen und zusammen mit seiner Geliebten Clara Petacci am 28. April 1945 in Giulino di Mezzegra bei Dongo nach summarischer Gerichtsverhandlung standrechtlich erschossen. Die Leichen von Mussolini, seiner Geliebten und anderer faschistischer Potentaten wurden danach auf dem Piazzale Loreto in Mailand, wo zwei Tage zuvor die Nazis die Leichen erschossener Partisanen hingeworfen hatten, an den Beinen aufgehängt und öffentlich zur Schau gestellt. (Konsultationsdatum : 27/03/09).

[11] Der Begriff kollektives Gedächtnis bezeichnet eine gemeinsame (= kollektive) Gedächtnisleistung einer Gruppe von Menschen. So wie jedes Individuum situativ zu einem individuellen Gedächtnis fähig ist, wird einer Gruppe von Menschen (Volk oder Menschheit) eine gemeinsame Gedächtnisleistung unterstellt. Das kollektive Gedächtnis wird als Rahmen einer solchen Gruppe verstanden: Es bildet die Basis für gruppenspezifisches Verhalten zwischen ihren Angehörigen, da es dem Einzelnen ermöglicht,http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektives_Ged%C3%A4chtnis Gemeinsamkeiten vorzustellen. Das Kollektive Gedächtnis nimmt Bezug auf die gegenwärtigen sozialen Verhältnisse und wirkt individuell auf eine Gruppe von Menschen. (Konsultationsdatum : 27/03/09).

Ende der Leseprobe aus 51 Seiten

Details

Titel
Gegenseitige Vorurteile und Stereotypen in Italien und den deutschsprachigen Ländern
Hochschule
Università degli Studi di Padova
Note
95/110
Autor
Jahr
2009
Seiten
51
Katalognummer
V129630
ISBN (eBook)
9783640355198
ISBN (Buch)
9783640355150
Dateigröße
741 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Der Fokus meiner Arbeit liegt auf den Ländern Italien, Deutschland und Österreich.
Schlagworte
Gegenseitige, Vorurteile, Stereotypen, Italien, Ländern
Arbeit zitieren
SALA CINZIA (Autor), 2009, Gegenseitige Vorurteile und Stereotypen in Italien und den deutschsprachigen Ländern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129630

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