Die Motivation dieser Arbeit besteht darin, das soziale Ungleichgewicht anhand der Zeichentrickserie "Cosmo und Wanda, wenn Elfen helfen" zu erläutern und Parallelen zu finden. Dabei wird sich weitestgehend auf die Thesen des französischen Ethnologen und Soziologen Pierre Bourdieu bezogen, welcher den Begriff der sozialen Ungleichheit zu einem großen Teil prägt. Die Begriffe Habitus und Praxis tauchen in Verbindung mit seiner Theorie des Handelns auf und werden im Laufe dieser Arbeit genauer beleuchtet.
Bereits im Kindesalter werden soziale Unterschiede miterlebt und unbewusst die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Habitus gefestigt. Diese Tatsache lässt vermuten, dass auch Kinderserien, wie "Cosmo und Wanda, wenn Elfen helfen" soziale Unterschiede, Habitus und verschiedene soziale Schichten aufzeigen und dadurch möglicherweise unbewusst Einfluss auf Kinder nehmen. Ob sich diese Vermutung bestätigt, wird mithilfe der folgenden Arbeit untersucht. Dabei wurde die Folge der Serie, auf welche sich bezogen wird, um anhand dessen den Habitus und das Kapital, sowie das soziale Feld und den sozialen Raum zu verdeutlichen. Zum besseren Verständnis wird vorerst ein Diskurs in die Kindheit als Lebenslage und eine Vertiefung in die Begrifflichkeiten soziale Ungleichheiten und soziale Probleme folgen. Abschließend werden alle Erkenntnisse zusammengefasst und die Frage beantwortet, inwiefern Inhalte der sozialen Ungleichheit in der ausgewählten Zeichentrickserie abgebildet sind und in welchem Maß Einflusspotenzial auf Kinder und Jugendliche besteht.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Kindheit als Lebensphase
- 3. Soziale Ungleichheiten und soziale Probleme
- 4. Kapital und Habitus
- 5. Symbolische Gewalt
- 6. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert das soziale Ungleichgewicht anhand der Zeichentrickserie "Cosmo und Wanda, wenn Elfen helfen", um Parallelen zu den Thesen des französischen Soziologen Pierre Bourdieu zu finden. Der Fokus liegt dabei auf Bourdieus Konzept der sozialen Ungleichheit und den Zusammenhang zwischen Klassenlagen, Habitus und Lebensstil. Die Arbeit untersucht, ob die Serie soziale Unterschiede, Habitus und verschiedene soziale Schichten aufzeigt und somit möglicherweise unbewusst Einfluss auf Kinder nimmt.
- Das Konzept der sozialen Ungleichheit nach Pierre Bourdieu
- Die Rolle von Habitus und Kapital in der Serie
- Die Darstellung verschiedener sozialer Schichten in der Serie
- Der mögliche Einfluss der Serie auf Kinder und Jugendliche
Zusammenfassung der Kapitel
- 1. Einleitung: Die Arbeit stellt die Motivation und den Fokus dar, das soziale Ungleichgewicht anhand der Zeichentrickserie "Cosmo und Wanda, wenn Elfen helfen" zu untersuchen und die Thesen von Pierre Bourdieu zu beleuchten.
- 2. Kindheit als Lebensphase: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Kindheit als eigenständige Lebensphase und die Entwicklung von Vorstellungen von Armut und Reichtum sowie die Festigung der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Milieu bereits in jungen Jahren.
- 3. Soziale Ungleichheiten und soziale Probleme: Das Kapitel beleuchtet die vielschichtigen Aspekte der sozialen Ungleichheit, wie die ungleiche Verteilung von Chancen, die Entstehung von sozialen Problemen und die Rolle von gesellschaftlich wichtigen Ressourcen wie Kapital, Macht, Bildung und Einkommen.
Schlüsselwörter
Soziale Ungleichheit, Pierre Bourdieu, Habitus, Kapital, Klassenlagen, Lebensstil, Kindheit, Zeichentrickserie, "Cosmo und Wanda, wenn Elfen helfen", soziale Schichten, Einfluss auf Kinder, Bildung, soziale Probleme.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Pierre Bourdieu unter "Habitus"?
Habitus bezeichnet das System von Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsmustern, das durch die soziale Herkunft und Erziehung geprägt wird.
Wie zeigt "Cosmo und Wanda" soziale Ungleichheit?
Die Serie stellt unterschiedliche soziale Schichten und Lebensstile dar, die oft die ungleiche Verteilung von Kapital (Geld, Bildung, Status) widerspiegeln.
Welche Rolle spielt "Kapital" in Bourdieus Theorie?
Bourdieu unterscheidet ökonomisches, kulturelles, soziales und symbolisches Kapital, deren Besitz die Position eines Menschen im sozialen Raum bestimmt.
Können Kinderserien den Habitus von Kindern beeinflussen?
Ja, durch die Darstellung von Armut, Reichtum und sozialen Rollen können Serien unbewusst Vorstellungen von gesellschaftlicher Zugehörigkeit festigen.
Was ist "symbolische Gewalt" nach Bourdieu?
Es ist eine Form der Machtausübung, bei der soziale Hierarchien als natürlich oder gottgegeben akzeptiert werden, was die bestehende Ungleichheit legitimiert.
- Arbeit zitieren
- Viviane Völker (Autor:in), 2022, Das soziale Ungleichgewicht nach Pierre Bourdieu, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1296540