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Case Management in Pflege

Eine Art Aladins Wunderlampe?

Title: Case Management in Pflege

Term Paper , 2009 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Britta Binnewies (Author)

Social Work
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Anwalt, Berater, Mediator, Krisenmanager, Netzwerker und Coach. All diese Rollen nimmt heutzutage der Case Manager ein. Das Berufsfeld des Case Managements gewinnt auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Diese Methode der Sozialen Arbeit deckt viele Bereiche des Sozial und Gesundheitswesens ab und wird in der Literatur oft lobend erwähnt. Doch handelt es sich beim Case Management wirklich um eine so wundersame Methode und findet man diese Profession und Kundenorientierung auch in Bereich der Altenhilfe wieder? Wie übertragbar ist dieses Modell tatsächlich auf unsere deutschen Verhältnisse? Die Fragestellung kam aufgrund eines Zitats von Eckhard Hansen zustande: Es entsteht der Eindruck, es handele sich beim Case/ Care Management um ein geradezu wundersames Instrument der Sozialpolitik, um eine Art Aladins Wunderlampe, deren Geist jedem, der daran reibt, Wünsche zu erfüllen scheint: Die Soziale Arbeit wird effektiv, effizient, berechenbar, transparent, professionalisiert, kundenorientiert. (Hansen 2005, S. 107) Als ein „problembezogener Ansatz in der Sozialarbeit“ begann das Case Management in den 80er Jahren die eher psychosozial orientierten Arbeitsweisen in der Fachdiskussion abzulösen. Seither hat dieses Arbeitsfeld einen positiven und, wie im obigen Zitat erläutert, nahezu magischen Ruf. Durch seine auf die Lebenswelt der Nutzer bezogene lebenspraktische Ausrichtung des Konzepts hat diese Methode auch vermehrt im Praxisfeld der Altenhilfe an Beliebtheit gewonnen. Anhand dieser Thematik wird die Methode genauer betrachtet. Zuerst wird jedoch die Methode Case Management im Allgemeinen beleuchtet. Eine Definition sowie die Entstehungsgeschichte werden dargestellt. Des Weiteren wird im einführenden Abschnitt die Zielgruppe des Case Management genauer dargestellt. An wen richtet sich diese Methode und inwieweit unterscheiden sich die unterschiedlichen Klienten von einander?, sind Fragen, die in 2.4. beantwortet werden. Nachdem die Nutzer der Methode bekannt sind, stellt sich weiterhin die Frage, nach welchem Fahrplan der Case Manager handelt. In Kapitel 2.5. wird dies anhand der an David Moxley orientierten Handlungsmaxime assessment, planning, intervention, monitoring und evaluation aufgezeigt. Darauf aufbauend folgen die Case Management-Funktionen, welche genauer darüber Aufschluss geben, in welcher Situation und bei welchem Hilfebedarf der Case Manager handelt, bevor genauer auf den Hauptteil und die Fragestellung eingegangen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Case Management: Eine Übersicht der Methode

2.1. Definition

2.2. Geschichte

2.3. Ziele/ Philosophie

2.4. Klientel

2.5. Die Case Management Phasen

2.6. Kernfunktionen

3. Hauptteil: Case Management in der Altenpflege

3.1. Allgemeines

3.2. Anforderungen des Case Managers in der Altenhilfe

4. Kritik

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Case Managements in der Sozialen Arbeit, insbesondere unter der kritischen Fragestellung, inwieweit es sich als universelles Lösungsinstrument („Aladins Wunderlampe“) für komplexe Versorgungsanforderungen, speziell in der Altenpflege, eignet und wie es sich in den deutschen Sozialstaat integrieren lässt.

  • Grundlagen und theoretische Verortung des Case Managements
  • Methodische Prozessschritte (Assessment bis Evaluation)
  • Differenzierung der Kernfunktionen (Advocacy, Broker, Gatekeeper)
  • Anwendungspotenziale und spezifische Anforderungen in der Altenhilfe
  • Kritische Reflexion der Übertragbarkeit auf das deutsche Sozialsystem

Auszug aus dem Buch

2.5. Die Case Management Phasen

Im Folgenden soll nun genauer auf das methodische Vorgehen innerhalb des Case Managements eingegangen werden. Die Arbeitsweise des Case Managements wird in der Literatur meist in mindestens fünf Komponenten gegliedert. Jedoch gibt es ebenfalls Autoren, welche die einzelnen Elemente in bis zu acht Teile differenzieren. Häufig orientieren sich die verschiedenen Handlungsmodelle an David Moxley, der in assessment (Einschätzung), planning (Planung), intervention (Durchführung), monitoring (Überwachung) und evaluation (Be- und Auswertung) unterteilte. Im Folgenden wird die Darstellung von Manfred Neuffer (2002) genauer betrachtet/beleuchtet/....

Neuffer weißt vor seiner Darstellung der Case Management Phasen darauf hin, dass diese nicht als strikt abzuhandelnde Teilstücke behandelt werden sollen sowie darauf, dass es wichtig sei, die Komplexität zu erfassen, Komplexität durch strukturierte Vorgehensweisen zu reduzieren, um an den Kern vom Problemstellung zu gelangen und die effektivste und effizienteste Hilfe herauszuarbeiten. Im Hilfeprozess kann es sogar sehr wohl sein, sogar notwendig werden, eine zurückliegende Phase erneut aufzugreifen, wenn sich zum Beispiel während einer Hilfestellung Situationen erheblich verändern. (Neuffer 2002, S. 49.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Berufsfeld des Case Managements ein, hinterfragt kritisch dessen „wundersamen“ Ruf und stellt die Forschungsfrage nach der Übertragbarkeit auf die deutsche Altenhilfe.

2. Case Management: Eine Übersicht der Methode: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Grundlagen, die historische Entwicklung, die Zielsetzungen, das Klientel, die Prozessphasen sowie die spezifischen Kernfunktionen des Case Managements.

3. Hauptteil: Case Management in der Altenpflege: Hier wird die Anwendung des Konzepts auf die Altenpflege fokussiert, wobei insbesondere die Anforderungen an Case Manager in diesem speziellen Arbeitsfeld analysiert werden.

4. Kritik: Das Kapitel reflektiert kritisch die Eignung des Case Managements innerhalb der Strukturen des deutschen Sozialstaates und setzt sich mit Einwänden gegen die Methode auseinander.

5. Resümee: Das Resümee zieht ein Fazit zur Ausgangsfrage und betont die Bedeutung von Case Management als bewusstseins- und strukturveränderndes Methodenset in der Altenhilfe.

Schlüsselwörter

Case Management, Soziale Arbeit, Altenpflege, Versorgungsmanagement, Advocacy, Broker-Funktion, Gatekeeping, Hilfeplanung, Klienten-System, Sozialstaat, Lebensweltorientierung, Empowerment, Prozesssteuerung, Gesundheitswesen, Einzelfallhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Methode des Case Managements und hinterfragt deren Effektivität und Anwendbarkeit im Kontext der deutschen Sozialen Arbeit, besonders in der Altenhilfe.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Definition und Geschichte der Methode, die methodischen Phasen, die Kernrollen des Case Managers sowie die Anwendung und Kritik im Bereich der Altenpflege.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Case Management lediglich ein Modewort („Aladins Wunderlampe“) ist oder ob es tatsächlich eine strukturierte und hilfreiche Methode für komplexe Lebenssituationen älterer Menschen darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die auf Fachpublikationen und Handlungsmodellen (wie denen von David Moxley und Manfred Neuffer) basiert.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Übertragung des Case Managements auf die Altenhilfe, beleuchtet die dortigen Herausforderungen und definiert die notwendigen Anforderungen an die professionell Handelnden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Begriff Case Management prägen Begriffe wie Altenpflege, Advocacy, Empowerment und kritische Reflexion das inhaltliche Profil.

Kann Case Management die stationäre Pflege in Altenheimen ersetzen?

Die Arbeit deutet an, dass Case Management dazu beitragen kann, die Versorgung ambulant zu halten und Heimeintritte durch besseres Assessment und Koordination hinauszuzögern, erfordert aber einen Wandel in der Einstellung der Einrichtungen.

Welche Rolle spielt die sogenannte Advocacy-Funktion?

Die Advocacy-Funktion, auch anwaltschaftliche Funktion genannt, dient dazu, die Interessen von Menschen in Notsituationen zu vertreten, die ihre Bedürfnisse aufgrund von Machtlosigkeit oder Einschränkungen nicht selbst durchsetzen können.

Warum wird Case Management in Deutschland teilweise kritisch gesehen?

Kritikpunkte sind die mangelnde Zersplitterung des Systems im Vergleich zu den USA, die Sorge vor einer verdeckten Kontrollorientierung und die Frage nach der tatsächlichen Notwendigkeit angesichts bestehender Gemeinwesenarbeit.

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Details

Title
Case Management in Pflege
Subtitle
Eine Art Aladins Wunderlampe?
College
University of Kassel  (Fachbereich Sozialwesen)
Course
Case Management
Grade
1,7
Author
Britta Binnewies (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V129662
ISBN (eBook)
9783640361687
ISBN (Book)
9783640361762
Language
German
Tags
Case Management Pflege Eine Aladins Wunderlampe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Britta Binnewies (Author), 2009, Case Management in Pflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129662
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