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Porträt der Ausstellung "Labor 89" des Friedrichshain-Kreuzberg Museums

Titel: Porträt der Ausstellung "Labor 89" des Friedrichshain-Kreuzberg Museums

Hausarbeit , 2021 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jessica Andrey (Autor:in)

Ethnologie / Volkskunde
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Ausstellung "Labor 89, neue Perspektiven auf die Wende" aus dem FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum geht es um migrantische und feministische Geschichten aus der Wendezeit. 8 Aktivist*innen aus dem Westen und Osten werden in dem dazugehörigen Buch porträtiert. Zwei Aktivist*innen werden hier vorgestellt.

Es sind oftmals diese Geschichten, die im Laufe der Zeit vergessen werden. "Labor 89" möchte dem entgegentreten. Es geht hierbei insbesondere um migrantische Frauen, die zu der Wendezeit politisch aktiv waren. Diese Frauen wurden in der Geschichtsschreibung größtenteils vergessen. Denn die Wendezeit ist ein Ereignis, was Deutschland und vor allem Deutsche geprägt hat. Die berühmte Parole "Wir sind das Volk" war bisher im kollektiven Gedächtnis ein Ruf nach Freiheit und der Beginn einer neuen (und besseren) Ära. Dass aber diese Parole auch einen nationalistischen und rechten Charakter hat, beachtet bis heute kaum jemand. "Wir sind das Volk" wurde auf den Demonstrationen gegen das SED-Regime von der Menschenmenge gebrüllt. Besonders für Angelika Nguyen, die ich noch genauer vorstellen werde, war dieser Ausruf und die Stimmung in der Bevölkerung beängstigend. Denn rechte Tendenzen waren schon vor dem Mauerfall erkennbar. Der Ausruf stellte klar, dass ein (geschlossenes) Volk sich gegen eine Regierung wehrt. Marginalisierte Gruppen und Einwanderer wurden somit ausgeschlossen. Sie bekamen zunehmend Angst vor einem Rechtsruck, der auch folgen sollte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Ausstellung „Labor 89“

2. Die westdeutsche Aktivistin Anita Awosusi

3. Die ostdeusche Aktivistin Angelika Nguyen

4. Bewegungsmomente

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der Aufarbeitung migrantischer und feministischer Geschichten während der Wendezeit, wie sie in der Ausstellung „Labor 89“ des Friedrichshain-Kreuzberg Museums thematisiert werden, um vergessene Biografien und intersektionale Perspektiven sichtbar zu machen.

  • Intersektionale Erinnerungskultur in Ost- und Westdeutschland
  • Die politische Rolle migrantischer Frauen zur Wendezeit
  • Biografien und Aktivismus von Anita Awosusi und Angelika Nguyen
  • Dokumentation marginalisierter Bewegungsgeschichte
  • Kampf gegen Rassismus und Rechtsruck

Auszug aus dem Buch

1. Die Ausstellung „Labor 89“

In der Ausstellung „Labor 89, neue Perspektiven auf die Wende“ aus dem FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum geht es um migrantische und feministische Geschichten aus der Wendezeit. 8 Aktivist*innen aus dem Westen und Osten werden in dem dazugehörigen Buch portraitiert. 2 Aktivist*innen werde ich hier vorstellen.

Die Idee stammt von Nicola Laure al-Samarai und Nathalie Bayer, der Leiterin des Friedrichshain-Kreuzberg Museums. Die Wendezeit ist für Nathalie Beyer „ein Prozess ohne klaren Start-und Endpunkt, vor allem ein sehr vielstimmigen und vielschichtigen Prozess.“ (www.Instagram.de, fhxb_museum, Story „Labor 89“).

Es sind oftmals diese Geschichten, die im Laufe der Zeit vergessen werden. „Labor 89“ möchte dem entgegentreten. Es geht hierbei insbesondere um migrantische Frauen, die zu der Wendezeit politisch aktiv waren. Diese Frauen wurden in der Geschichtsschreibung größtenteils vergessen. Denn die Wendezeit ist ein Ereignis, was Deutschland und vor allem Deutsche geprägt hat. Die berühmte Parole „Wir sind das Volk“ war bisher im kollektiven Gedächtnis ein Ruf nach Freiheit und der Beginn einer neuen (und besseren) Ära. Dass aber diese Parole auch einen nationalistischen und rechten Charakter hat, beachtet bis heute kaum jemand. „Wir sind das Volk“ wurde auf den Demonstrationen gegen das SED-Regime von der Menschenmenge gebrüllt. Besonders für Angelika Nguyen, die ich noch genauer vorstellen werde, war dieser Ausruf und die Stimmung in der Bevölkerung beängstigend. Denn rechte Tendenzen waren schon vor dem Mauerfall erkennbar. Der Ausruf stellte klar, dass ein (geschlossenes) Volk sich gegen eine Regierung wehrt. Marginalisierte Gruppen und Einwanderer wurden somit ausgeschlossen. Sie bekamen zunehmend Angst vor einem Rechtsruck, der auch folgen sollte. Ich werde zu diesem Problem später näher eingehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Ausstellung „Labor 89“: Dieses Kapitel führt in die Ausstellung und das dazugehörige Buch ein und beleuchtet die Bedeutung einer intersektionalen Perspektive auf die deutsche Wendezeit.

2. Die westdeutsche Aktivistin Anita Awosusi: Der Abschnitt porträtiert Anita Awosusi und ihr Engagement für die Rechte der Sinti und Roma, insbesondere im Bereich Bildung und Aufarbeitung des Völkermords.

3. Die ostdeusche Aktivistin Angelika Nguyen: Dieses Kapitel schildert den Aktivismus von Angelika Nguyen, ihre Erfahrungen als Person mit vietnamesischem Hintergrund in der DDR und ihre Auseinandersetzung mit dem Rassismus nach der Wende.

4. Bewegungsmomente: Hier werden zentrale Daten und Themen migrantischer und feministischer Bewegungen in Ost- und Westdeutschland entlang eines Zeitstrahls dokumentiert.

Schlüsselwörter

Labor 89, Intersektionalität, Wendezeit, Feminismus, Rassismus, Sinti und Roma, DDR, Aktivismus, Migrationsgeschichte, Erinnerungskultur, marginalisierte Gruppen, Rechtsruck, Empowerment, Geschlechtergerechtigkeit, Bewegungsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit porträtiert ausgewählte Aktivistinnen und beleuchtet migrantische sowie feministische Perspektiven auf die deutsche Wiedervereinigung basierend auf der Ausstellung „Labor 89“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen Intersektionalität, die Aufarbeitung der Wendezeit, der Kampf gegen Rassismus und die Sichtbarmachung von Biografien, die in der klassischen Geschichtsschreibung oft fehlen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, neue Perspektiven auf die Wendezeit aufzuzeigen und zu verdeutlichen, dass Geschichte ein kollektiver Prozess ist, der auch marginalisierte Gruppen einbeziehen muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine qualitative Analyse von Ausstellungs- und Buchinhalten sowie auf die Auswertung von Zeitzeugnissen und biografischen Narrativen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Ausstellung, Porträts der Aktivistinnen Anita Awosusi und Angelika Nguyen sowie eine Analyse wichtiger Bewegungsereignisse zwischen den 1970er und 1990er Jahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Intersektionalität“, „Migrationsgeschichte“, „Wendezeit“ und „Aktivismus“ geprägt.

Warum wird die Rolle der Kirche in der DDR hervorgehoben?

Die Kirche fungierte in der DDR als ideologiefreier Raum und unabhängige Struktur, die oppositionellen Gruppen und Aktivistinnen Schutz und Rückzugsraum für politische Arbeit bot.

Welche Bedeutung hatte der Slogan „Wir sind das Volk“ aus Sicht der Autorin?

Die Autorin kritisiert, dass der Ausruf zwar als Ruf nach Freiheit bekannt ist, er aber zugleich rechte Tendenzen offenlegte und marginalisierte Gruppen ausschloss.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Porträt der Ausstellung "Labor 89" des Friedrichshain-Kreuzberg Museums
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie)
Note
1,0
Autor
Jessica Andrey (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
11
Katalognummer
V1297071
ISBN (PDF)
9783346764249
ISBN (Buch)
9783346764256
Sprache
Deutsch
Schlagworte
porträt ausstellung labor friedrichshain-kreuzberg museums
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Andrey (Autor:in), 2021, Porträt der Ausstellung "Labor 89" des Friedrichshain-Kreuzberg Museums, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1297071
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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