Diese Arbeit untersucht die drei gängigsten Möglichkeiten heutzutage zahntechnische Kronen und Brücken herzustellen. Angefangen mit der Industrierevolution konnten sich auch Erfindungen in der Zahnheilkunde, wie die der 1850 entwickelten Zahnpasta etablieren und dauerhaft durchsetzen. Weitere Meilensteine ließen nicht lange auf sich warten. CAD/CAM-Systeme haben sich mittlerweile etabliert und zählen in vielen Dentallaboren und Zahnarztpraxen zum Stand der Technik. Diese Entwicklung hat zu einem "digitalen Workflow" geführt, der eine automatische und computergestützte Produktion ermöglicht.
In dieser Arbeit wird die CAD/CAM-Produktion in zahnmedizinischen Unternehmen von den klassisch produzierenden zahnmedizinischen Unternehmen unterschieden. Dafür werden die drei gängigsten Möglichkeiten aufgezeigt, heutzutage zahntechnische Kronen und Brücken herzustellen. Anschließend werden diese in drei Aspekten miteinander verglichen. Zuletzt wird geklärt, wie konkurrenzfähig die klassische Produktion noch gegenüber dem modernen CAD/CAM-Verfahren ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Herstellungsverfahren dentaler Kronen- und Brückenrestaurationen
2.1 Das klassische Verfahren
2.2 Die Chair-Side-Produktion in der Zahnarztpraxis
2.3 Die CAD/CAM-Produktion im Dentallabor
3. Die Betrachtung der digitalen Produktion im Hinblick auf ihre Wirtschaftlichkeit
3.1 Die Chair-Side-Kosten im Vergleich zur klassischen Produktion
3.2 Ein Kostenvergleich zwischen Dentallabor und der klassischen Produktion
4. Die Betrachtung der digitalen Produktion im Hinblick auf ihre Präzision
4.1 Die Präzision der Chair-Side-Interoralscanner
4.2 Die Präzision der Scanner im Dentallabor
5. Die Betrachtung der digitalen Produktion im Hinblick auf die umweltbezogene Nachhaltigkeit
6. Trends
7. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht den technologischen Wandel in der Zahnheilkunde durch CAD/CAM-Verfahren. Das primäre Ziel ist es, die CAD/CAM-Produktion von der klassischen, manuellen Fertigung dentaler Kronen- und Brückenrestaurationen abzugrenzen und deren Konkurrenzfähigkeit in Bezug auf ökonomische, präzisionstechnische und ökologische Aspekte kritisch zu bewerten.
- Vergleich zwischen klassischer Fertigung, Chair-Side-Produktion und Dentallabor-Digitalisierung
- Wirtschaftlichkeitsanalyse von Investitionskosten und Effizienzsteigerungen
- Bewertung der Präzision digitaler intraoraler Scanner und Laborscanner
- Untersuchung von ökologischen Vorteilen durch reduzierte Transportwege und moderne Fertigung
- Diskussion zukünftiger technischer Entwicklungen wie der additiven Fertigung
Auszug aus dem Buch
2.3 Die CAD/CAM-Produktion im Dentallabor
Eine weitere Möglichkeit zur Fertigung dentaler Restaurationen ist die CAD/CAM-Produktion im örtlichen Dentallabor. Hier dient das Gipsmodell als Arbeitsgrundlage, das aus einer Abformung direkt aus der Zahnarztpraxis stammt. Verschiedene Arten von Scannern wie Laser- oder Streifenlicht-Scanner digitalisieren ein aus der Abformung entstandenes Gipsmodell und stellen mit einer entsprechenden Software einen 3D-Datensatz her. Dieser Datensatz kann in verschiedensten CAM-Maschinen genutzt werden, um unterschiedliche Materialien wie Keramiken, Metalle oder Kunststoffe zu verarbeiten. Das Dentallabor bietet einen größeren Umfang an umsetzbaren Materialien, Restaurationsgrößen und Verarbeitungsmethoden als es die Chair-Side-Produktion kann. Darüber hinaus besitzt das Dentallabor zusätzlich die Infrastruktur einer direkt auf das Material angepassten Nachbearbeitung, Individualisierung und weiteren Verbesserung.
Dieses Kapitel bildet den Grundstein für das vorgestellte Forschungsthema. Die weiteren damit zusammenhängenden Aspekte und die Rolle von CAD/CAM in der digitalen Zahnheilkunde folgen in den nächsten Kapiteln.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der CAD/CAM-Systeme in der Zahnmedizin ein und skizziert die Fragestellung zur Wettbewerbsfähigkeit gegenüber klassischen Produktionsmethoden.
2. Die Herstellungsverfahren dentaler Kronen- und Brückenrestaurationen: Hier werden das manuelle Wachsausschmelzverfahren, die Chair-Side-Technologie und die CAD/CAM-gestützte Fertigung im Dentallabor detailliert gegenübergestellt.
3. Die Betrachtung der digitalen Produktion im Hinblick auf ihre Wirtschaftlichkeit: Dieses Kapitel analysiert die Investitionshöhe und die Kosteneffizienz bei der Einführung digitaler Workflows im Vergleich zum klassischen Laborprozess.
4. Die Betrachtung der digitalen Produktion im Hinblick auf ihre Präzision: Hier steht die Genauigkeit von Intraoral- und Laborscannern im Fokus sowie deren Auswirkung auf die marginale Passgenauigkeit von Restaurationen.
5. Die Betrachtung der digitalen Produktion im Hinblick auf die umweltbezogene Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel erörtert, wie digitale Prozesse den ökologischen Fußabdruck durch vermiedene Patientenfahrten und Materialeinsparungen reduzieren können.
6. Trends: Hier werden aktuelle Entwicklungen in der Zahnmedizin, insbesondere die Synergie mit der Implantologie und die additive Fertigung (3D-Druck), beleuchtet.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die digitale Produktion die klassische Fertigung in allen untersuchten Punkten überlegen ist und langfristig dominieren wird.
Schlüsselwörter
CAD/CAM, digitale Zahnheilkunde, Chair-Side, Dentallabor, Wirtschaftlichkeit, Präzision, Intraoralscanner, Nachhaltigkeit, 3D-Druck, digitale Abformung, Restaurationsfertigung, zahntechnische Produktion, Prozessoptimierung, Technologiewandel, digitale Transformation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bestandaufnahme und dem Vergleich digitaler CAD/CAM-Produktionsverfahren gegenüber klassischen, manuellen Fertigungsmethoden in der Zahntechnik.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf die drei Hauptpfeiler: Wirtschaftlichkeit, Präzision und umweltbezogene Nachhaltigkeit bei der Herstellung von Zahnersatz.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Es wird untersucht, wie sich die CAD/CAM-Produktion von klassischen Produktionsweisen unterscheidet und inwieweit die klassische Produktion im modernen, digitalisierten Umfeld überhaupt noch konkurrenzfähig bleibt.
Welche wissenschaftliche Methode wird für die Untersuchung verwendet?
Der Autor nutzt eine systematische Analyse technischer Verfahren sowie einen direkten Kosten- und Präzisionsvergleich auf Basis aktueller Fachliteratur und Fallberichte.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Produktionsarten, gefolgt von einer detaillierten Bewertung der wirtschaftlichen Rentabilität, der technischen Genauigkeit und der ökologischen Auswirkungen des digitalen Workflows.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung am besten?
Die Arbeit wird durch zentrale Begriffe wie CAD/CAM, digitale Abformung, Prozessökonomie, intraorale Präzision und nachhaltige zahnmedizinische Produktion definiert.
Wie hoch sind laut Autor die Einstiegskosten für ein digitales Chair-Side-System?
Basierend auf zitierten Expertenangaben liegen die Investitionskosten für die Erstausstattung einer Zahnarztpraxis zwischen 318.000€ und 528.000€.
Welchen Einfluss hat die digitale Fertigung auf die Umwelt?
Die Arbeit identifiziert insbesondere die Reduktion von Patientenfahrten und Materialtransporten als wesentliche Faktoren, mit denen digitale Praxen einen relevanten Beitrag zum Umweltschutz leisten können.
Welcher Randspaltwert wird in der Studie als Standard für die Präzision angesehen?
In Anlehnung an klinische Studien und Fachkonsense wird ein maximaler Randspalt von 120 μm bei gefertigten Kronen als vertretbarer Qualitätsstandard angeführt.
- Arbeit zitieren
- Hendryk Beuermann (Autor:in), 2022, CAD/CAM in der digitalen Zahnheilkunde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1297104