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United States vs. Microsoft Corporation. Analyse des Rechtsfalls im Hinblick auf Wettbewerbspolitik

Titel: United States vs. Microsoft Corporation. Analyse des Rechtsfalls im Hinblick auf Wettbewerbspolitik

Seminararbeit , 2016 , 11 Seiten , Note: 2.7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

VWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1975 entwickelten Paul Allen und Bill Gates für die Firma MITS ihr erstes Produkt, ein BASIC für den Intel 8080. Im Zuge dieser Entwicklung entstand Microsoft, die Firma, die "effiziente Software für Mikroprozessoren entwickelt und implementiert, in jeder Größenordnung und in jeder Komplexität", wie es in der ersten Werbung hieß. Aus diesen bescheidenen Anfängen entstand der größte Software-Konzern der Welt (Borchers 2015). Microsoft war 1998 in den USA in ein Kartellverfahren verwickelt. Dieses Verfahren soll in dieser Arbeit aus ökonomischer Sicht analysiert werden. Dazu wird zunächst eine Übersicht über den Ablauf des Falls geliefert, um danach zu untersuchen ob Microsoft im definierten Markt eine Monopolstellung besaß und wenn ja, ob diese mithilfe wettbewerbsbeschränkender Maßnahmen aufrechterhalten wurde. Es wird außerdem zu untersucht, ob die Konsumenten aufgrund von Microsofts Geschäftspraktiken wirtschaftlichen Schaden genommen haben oder eventuell sogar profitiert haben. Zudem werden die gegen Microsoft verhängten wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen kritisch hinterfragt. Abschließend folgt ein Fazit über die wettbewerbspolitischen Erkenntnisse aus dem Fall.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Chronologie des Falls

3. Analyse des Falls

3.1 Softwaremarkt

3.2 Monopolstellung Microsoft

3.3 Aufrechterhaltung der Monopolstellung durch wettbewerbsbeschränkende Praktiken

4. Schaden für Konsumenten

5. Gegenmaßnahmen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den wettbewerbsrechtlichen Fall "United States vs. Microsoft Corp." aus ökonomischer Sicht, um zu untersuchen, ob Microsoft seine Marktmacht missbräuchlich zur Behinderung des Wettbewerbs einsetzte und welche Auswirkungen dies auf Konsumenten sowie die Effizienz der Wettbewerbspolitik hatte.

  • Analyse der Marktstrukturen und Netzwerkeffekte im Softwaremarkt
  • Untersuchung der Monopolstellung von Microsoft im Betriebssystem-Sektor
  • Bewertung wettbewerbsbeschränkender Geschäftspraktiken gegenüber Konkurrenten wie Netscape und Sun Microsystems
  • Diskussion über den ökonomischen Schaden oder Nutzen für Endverbraucher
  • Kritische Reflexion der staatlichen Gegenmaßnahmen und regulatorischen Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Softwaremarkt

Bevor das Verhalten Microsofts auf dem Softwaremarkt analysiert werden kann, gilt es zunächst die natürlichen Wettbewerbsprozesse, v.a. im Bezug auf Preis und Innovation auf jenem Markt zu untersuchen.

Ein wichtiger Faktor sind sog. „Netzexternalitäten“. Sie lassen sich wie folgt formalisieren:

ui = ui (S, T)

d.h. der Nutzen ui eines Individuums i an einem Netz angeschlossen zu sein, ist abhängig von dessen Technologie T und von der Anzahl der insgesamt angeschlossenen Teilnehmer S (vgl. Knieps 2007, S.120f). Von positiven Netzexternalitäten spricht man, wenn der Nutzen des Individuums steigt, je mehr Teilnehmer insgesamt am Netz angeschlossen sind. Dies führt dazu, dass auf einem Markt mit mehreren nicht-kompatiblen Produkten eine Tendenz zur Dominanz eines einzelnen Anbieters/Systems herrscht. Sind die angebotenen Systeme der Produzenten untereinander jedoch kompatibel, ist ein Wettbewerb mehrerer Anbieter bei völlig homogenen Präferenzen der Nutzer nicht ausgeschlossen (vgl. Fichert 1998, S.346). Ein weiteres besonderes Merkmal auf dem Softwaremarkt sind die einerseits zwar hohen Entwicklungsaufwendungen („sunk costs“) für Computerprogramme, andererseits die aber geringen Grenzkosten, zu denen die Programme vervielfältigt werden können. Bei der wie oben durch die Netzexternalitäten beschriebenen tendenziell monopolistischen Ausgangslage auf dem Softwaremarkt ist das etablierte Unternehmen also weitestgehend vor einem Preiswettbewerb mit einem potentiellen Konkurrenten geschützt, da der Konkurrent mit einer Preisunterbietung des etablierten Unternehmens rechnen muss. Das gilt allerdings nur, wenn der potentielle Konkurrent ein etwa gleichwertiges Produkt auf den Markt bringt. Entwickelt eine Firma ein neues, in den Augen der Nachfrager hochwertigeres Produkt als das bereits vorherrschende, würde dies mit einer höheren Zahlungsbereitschaft einhergehen. Trotz der prinzipiell vorhandenen Möglichkeit des Markteintritts innovativer Newcomer gibt es gewisse „strukturelle“ Marktzugriffsschranken, die dem etablierten Unternehmen zugutekommen. Hier sind v.a. Startvorteile im Innovationswettbewerb zu nennen, die sich etwa aus absoluten Kostenvorteilen ergeben, z.B. Know-how der Entwicklungsabteilung oder eventuell vorhandene geistige Eigentumsrechte (vgl. Fichert 1998, S.346f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Entstehungsgeschichte von Microsoft ein und skizziert das Kartellverfahren gegen den Konzern als ökonomischen Untersuchungsgegenstand.

2. Chronologie des Falls: Dieses Kapitel liefert eine zeithistorische Übersicht über die wichtigsten Meilensteine des US-Kartellprozesses gegen Microsoft von 1998 bis 2001.

3. Analyse des Falls: Hier werden die Marktbedingungen, Microsofts Monopolstellung und die als wettbewerbswidrig eingestuften Geschäftspraktiken einer ökonomischen Prüfung unterzogen.

3.1 Softwaremarkt: Dieser Abschnitt erläutert die Besonderheiten des Softwaremarktes, insbesondere Netzwerkeffekte und Marktzutrittsschranken.

3.2 Monopolstellung Microsoft: Hier wird anhand von Marktanteilen und ökonomischer Expertenmeinung belegt, dass Microsoft eine Monopolstellung innehatte.

3.3 Aufrechterhaltung der Monopolstellung durch wettbewerbsbeschränkende Praktiken: Dieses Kapitel analysiert konkrete Geschäftspraktiken in Bezug auf den Sherman Act, insbesondere im Umgang mit Erstausrüstern, Internet-Anbietern und der Java-Technologie.

4. Schaden für Konsumenten: Hier wird abgewogen, ob kurzfristige Preisvorteile durch Microsofts Praktiken langfristige Marktschäden und Verminderung von Qualität sowie Innovation rechtfertigen können.

5. Gegenmaßnahmen: Diese Sektion behandelt die gerichtlichen Auflagen zur Zerschlagung des Konzerns sowie die letztlich erzielte gütliche Einigung und deren Kritiken in der Fachwelt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die wettbewerbspolitischen Lehren aus dem Fall zusammen und betont die Schwierigkeit der Regulierung in digitalen Märkten.

Schlüsselwörter

Microsoft, Wettbewerbspolitik, Kartellverfahren, Monopol, Sherman Act, Netzexternalitäten, Softwaremarkt, Betriebssysteme, Browser-Krieg, Java, Marktzutrittsschranken, Konsumentenwohlfahrt, Wettbewerbsrecht, Internet Explorer, Netscape

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt das historische Kartellverfahren der USA gegen Microsoft und analysiert dessen Verlauf sowie die wirtschaftspolitischen Hintergründe aus Sicht der Wettbewerbsökonomie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des relevanten Marktes, die Analyse von Netzwerkeffekten, die Bewertung wettbewerbsbeschränkender Praktiken und die Auswirkungen staatlicher Regulierung auf den Markt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob Microsoft seine Marktmacht illegal missbrauchte, um Konkurrenten zu verdrängen, und wie Regulierungsbehörden auf diese Strategien reagiert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer ökonomischen Analyse, die auf Fachliteratur, Urteilsbegründungen und Modellen der Wettbewerbspolitik wie den Netzexternalitäten aufbaut.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte chronologische Übersicht, eine ökonomische Analyse des Softwaremarktes, die spezifische Untersuchung der Microsoft-Praktiken gegenüber Partnern und Konkurrenten sowie eine abschließende Bewertung der verordneten Gegenmaßnahmen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind Microsoft, Kartellrecht (Sherman Act), Monopolstellung, Netzwerkeffekte und Verbraucherschutz.

Welche Rolle spielten die sogenannten "Netzexternalitäten" bei der Marktmacht von Microsoft?

Netzexternalitäten schaffen hohe Eintrittsbarrieren, da der Nutzen für Anwender steigt, je mehr Menschen ein System nutzen, was Microsofts Betriebssystem Windows eine dominante Stellung sicherte, gegen die Konkurrenten nur schwer bestehen konnten.

Wie bewertet die Arbeit die Auswirkungen der Microsoft-Praktiken auf den Endverbraucher?

Die Autorin hebt hervor, dass kurzfristige Vorteile (niedrigere Preise, integrierte Software) langfristig durch weniger Wettbewerb, verminderte Innovation und geringere Produktqualität zulasten der Konsumenten gingen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
United States vs. Microsoft Corporation. Analyse des Rechtsfalls im Hinblick auf Wettbewerbspolitik
Hochschule
Universität zu Köln
Veranstaltung
Seminar Competition Policy
Note
2.7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
11
Katalognummer
V1297373
ISBN (PDF)
9783346761248
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Microsoft Monopol Wettbewerbspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, United States vs. Microsoft Corporation. Analyse des Rechtsfalls im Hinblick auf Wettbewerbspolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1297373
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Leseprobe aus  11  Seiten
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