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Übergangsmanagement als "Missing Link" zwischen Jugendstrafvollzug und Bewährungshilfe

Title: Übergangsmanagement als "Missing Link" zwischen Jugendstrafvollzug und Bewährungshilfe

Bachelor Thesis , 2013 , 67 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Maximilian Klopf (Author)

Social Work
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob das Übergangsmanagement als "Missing Link" zwischen Jugendstrafvollzug und Bewährungshilfe anzusehen ist und welche Problembereiche und Perspektiven hier bestehen. So wird zu Beginn der Arbeit, zunächst ein Überblick über den Strafvollzug in Bayern, genauer dessen Geschichte, rechtliche Grundlagen sowie Struktur und Standorte gegeben. Ebenfalls werden in diesem Gliederungspunkt die wichtigsten Grundlagen zum bayerischen Jugendstrafvollzug dargelegt.

Im folgenden Teil wird die Bewährungshilfe vorgestellt, in dem die Grundlagen, rechtlichen Regelungen, Aufgaben und Ziele sowie die Struktur dieser Institution beschrieben werden. Im Anschluss an diesen Gliederungspunkt erfolgt dann eine Einleitung in das Übergangsmanagement im Strafvollzug, woraufhin noch die grundlegenden Ziele hiervon dargestellt werden. Im Bereich des Übergangsmanagements im bayerischen Strafvollzug wird zuerst die Ausgangslage für dieses vorgestellt, danach die genauen Regelungen wie dies in Bayern gestaltet ist und anschließend noch der rechtliche Rahmen hierzu.

Daraufhin werden mittels einer Bestandsaufnahme die derzeitigen Maßnahmen, Strukturen und Ressourcen des Übergangsmanagements im bayerischen Jugendstrafvollzug beschrieben. Dabei werden personelle Ressourcen, die Soziale Arbeit im Strafvollzug, Qualifikationsmaßnahmen, der offene Vollzug, Vollzugslockerungen sowie die Entlassungsvorbereitung näher beleuchtet. Abschließend zu diesem Gliederungspunkt erfolgt eine Beschreibung der Problembereiche des Übergangsmanagements in Jugendstrafanstalten. So sind dies die individuellen Faktoren der Inhaftierten, Arbeit, Kooperationen mit anderen Institutionen, Schulden, Sucht und Vollzugslockerungen. Wiederum wird nun das Übergangsmanagement der Bewährungshilfe mittels einer Bestandsaufnahme vorgestellt und Problembereiche erläutert.

Den Abschluss der Arbeit bildet das Thema Netzwerk Jugendstrafvollzug - Bewährungshilfe. Hier wird die derzeit vorhandene Vernetzung zwischen beiden Institutionen in einer Bestandsaufnahme erfasst, Problembereiche beschrieben und Perspektiven für eine Verbesserung der Vernetzung dargestellt. Letztendlich wird mittels einer Zusammenfassung ein Fazit gezogen sowie durch einen Ausblick eine Vorstellung darüber gegeben, wie sich dieses Feld weiterhin entwickeln könnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Strafvollzug in Bayern - ein Überblick

2.1 Geschichte

2.2 Rechtliche Grundlagen

2.3 Struktur und Standorte

2.4. Jugendstrafvollzug

2.4.1 Grundlagen Jugendstrafvollzug

2.4.2 Inhaftierte in den Jugendstrafanstalten

3. Bewährungshilfe Bayern

3.1 Grundlagen Bewährungshilfe

3.2 Rechtliche Grundlagen

3.3 Aufgaben und Ziele

3.4 Struktur

4. Übergangsmanagement im Strafvollzug

4.1 Ziele des Übergansmanagements

4.2 Übergangsmanagement im bayerischen Strafvollzug

4.2.1 Ausgangslage für das Übergangsmanagement in Bayern

4.2.2 Darstellung Übergangsmanagement im bayerischen Strafvollzug

4.2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen

4.3 Bestandsaufnahme Übergangsmanagement

4.3.1 Personelle Ressourcen

4.3.2 Soziale Arbeit im Strafvollzug

4.3.3 Qualifikationsmaßnahmen

4.3.4 Offener Vollzug

4.3.5 Vollzugslockerungen

4.3.6 Entlassungsvorbereitung

4.4 Problembereiche Übergangsmanagement Jugendstrafanstalten Bayern

4.4.1 Individuelle Faktoren der Inhaftierten

4.4.2 Arbeit

4.4.3 Kooperation mit anderen Institutionen

4.4.4 Schulden

4.4.5 Sucht

4.4.6 Vollzugslockerungen

5. Übergangsmanagement Bewährungshilfe

5.1 Bestandsaufnahme

5.2 Problembereiche

6. Netzwerk Jugendstrafvollzug - Bewährungshilfe

6.1 Bestandsaufnahme Vernetzung Jugendstrafvollzug- Bewährungshilfe

6.2 Problembereiche der Vernetzung

6.3 Perspektiven der Vernetzung

6.3.1 Übergangsmanager

6.3.2 Projekte

6.3.3 Ehrenamtliche

6.3.4 Gerichte

6.3.5 Modifizierung Datenschutz

7. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob das Übergangsmanagement als „Missing Link“ zwischen Jugendstrafvollzug und Bewährungshilfe im Freistaat Bayern fungieren kann. Das primäre Ziel ist es, die bestehenden Strukturen und Vernetzungsansätze zwischen diesen beiden Institutionen zu analysieren, Problembereiche zu identifizieren und Perspektiven für eine effektivere Resozialisierung junger Straftäter aufzuzeigen.

  • Analyse der gesetzlichen Grundlagen und Strukturen von Jugendstrafvollzug und Bewährungshilfe in Bayern.
  • Bestandsaufnahme des aktuellen Übergangsmanagements und existierender Maßnahmen wie Entlassungsvorbereitung und Qualifikationsprogrammen.
  • Identifikation zentraler Problemfelder, darunter Arbeitsmarktintegration, Schulden, Sucht und Defizite in der interdisziplinären Zusammenarbeit.
  • Evaluation von Vernetzungsstrategien zwischen Justizvollzugsanstalten und Bewährungshilfe.
  • Entwicklung von Perspektiven, wie beispielsweise die Einführung eines Übergangsmanagers oder die Modifizierung datenschutzrechtlicher Rahmenbedingungen.

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Darstellung Übergangsmanagement im bayerischen Strafvollzug

Nach dem Verständnis des bayerischen Justizvollzugs, beginnt das Übergangsmanagement nicht erst kurz vor der Entlassung beziehungsweise mit dem Tag der Entlassung, viel mehr beginnt es mit dem ersten Tag in Haft. Die verschiedenen Behandlungsuntersuchungen, die Erstellung und kontinuierliche Fortentwicklung des Vollzugsplans, die verantwortungsvolle Gewährung von vollzugsöffnenden Maßnahmen sowie das Übergangsmanagement in der Entlassungsphase sind wichtige Bestandteile des gesamten Prozesses, in dessen Mittelpunkt die Umsetzung der angedachten vollzuglichen Behandlungsmaßnahmen steht.

In Bayern wird Übergangsmanagement folgendermaßen definiert: „Übergangsmanagement umfasst insbesondere die Entlassungsvorbereitung in der abschließenden Phase des Vollzugs, das heißt die Vorbereitung der Entlassung der Gefangenen im engeren Sinne, die Planung, Einleitung, Vermittlung und Durchführung von (Re-) Integrationsmaßnahmen für zur Entlassung anstehende Gefangene, besonders die strukturierte Verknüpfung und Verzahnung von Behandlungsmaßnahmen des Vollzugs mit Hilfeangeboten und Maßnahmen der nach der Entlassung für die Betroffenen zuständigen Stellen. Durch Maßnahmen einer koordinierten Entlassungsvorbereitung soll die Basis für einen bestmöglichen Übergang der Inhaftierten von der straff geregelten Situation des Vollzugs zu der komplexen Lebenssituation nach der Entlassung geschaffen und damit eine optimale soziale Reintegration der Gefangenen erreicht werden. Übergangsmanagement dient dazu, gerade in der schwierigen Zeit unmittelbar nach der Entlassung einen Rückfall der Strafentlassenen in die Straffälligkeit zu vermeiden, indem Schnittstellenprobleme vermieden bzw. minimiert werden. Dem Gefangenen soll eine „Brücke“ in die Freiheit gebaut werden. Zu einem optimalen Übergangsmanagement gehört im Interesse des Schutzes der Allgemeinheit zwingend auch die Überwachung von Personen mit hohem Risikopotential, insbesondere von Sexual- und Gewaltstraftätern.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Vernachlässigung der Übergangsphase nach der Haft und betont die Notwendigkeit von Übergangsmanagement als Instrument zur erfolgreichen Resozialisierung junger Straftäter.

2. Strafvollzug in Bayern - ein Überblick: Dieses Kapitel gibt einen historischen Hintergrund und erläutert die rechtlichen Grundlagen, die Struktur sowie die Standorte des bayerischen Straf- und Jugendstrafvollzugs.

3. Bewährungshilfe Bayern: Hier werden die Grundlagen, rechtlichen Rahmenbedingungen, Aufgaben der Führungsaufsicht sowie die organisatorische Struktur der bayerischen Bewährungshilfe beschrieben.

4. Übergangsmanagement im Strafvollzug: Dieses umfangreiche Kapitel definiert den Begriff des Übergangsmanagements, beschreibt Ziele, rechtliche Rahmenbedingungen in Bayern sowie bestehende Maßnahmen wie personelle Ressourcen, soziale Arbeit und Qualifikationsangebote, gefolgt von einer Analyse der Problemfelder.

5. Übergangsmanagement Bewährungshilfe: Es erfolgt eine Bestandsaufnahme der Rolle der Bewährungshilfe in der Entlassungsvorbereitung sowie die Darstellung spezifischer Problembereiche in diesem Arbeitsfeld.

6. Netzwerk Jugendstrafvollzug - Bewährungshilfe: Dieses Kapitel analysiert die aktuelle Vernetzung zwischen den Institutionen, identifiziert deren Schwachstellen und diskutiert Perspektiven zur Verbesserung der Zusammenarbeit, etwa durch Übergangsmanager oder optimierten Datenschutz.

7. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Übergangsmanagements unter Berücksichtigung personeller und finanzieller Ressourcen.

Schlüsselwörter

Übergangsmanagement, Jugendstrafvollzug, Bewährungshilfe, Resozialisierung, Entlassungsvorbereitung, Straffälligkeit, Vernetzung, Reintegration, Strafvollzugsgesetz, Sozialdienst, Rückfallprävention, Jugendkriminalität, Fallmanagement, Schnittstellenarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das Übergangsmanagement als wichtige Verbindungsstruktur („Missing Link“) zwischen dem Jugendstrafvollzug und der Bewährungshilfe in Bayern.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die Entlassungsvorbereitung, die Verzahnung bestehender Hilfesysteme sowie die Bewältigung von Problemlagen wie Arbeitslosigkeit, Schulden und Sucht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob Übergangsmanagement als effektives Bindeglied zwischen Haft und Freiheit anzusehen ist und welche Problembereiche die praktische Umsetzung behindern bzw. welche Perspektiven hier existieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basierte primär auf einer Literaturanalyse, ergänzt durch eine intensive Bestandsaufnahme der bayernweiten Bestimmungen und Strukturen, sowie auf Erkenntnissen des Autors aus Praxissemester und Hospitation.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfangreiche Bestandsaufnahme von Maßnahmen des Jugendstrafvollzugs und der Bewährungshilfe sowie eine detaillierte Analyse der Vernetzungsproblematiken und Lösungsansätze.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am treffendsten?

Zentrale Schlüsselbegriffe sind Übergangsmanagement, Resozialisierung, Jugendstrafvollzug, Vernetzung, Entlassungsvorbereitung und Rückfallprävention.

Was wird im Hinblick auf die Zusammenarbeit der Institutionen konkret kritisiert?

Es wird kritisiert, dass es an einem Hauptverantwortlichen für die Koordination fehlt und Institutionen oft nur lose Einzelkontakte pflegen, anstatt wirksame Netzwerkstrukturen aufzubauen.

Welche innovative Lösungsoption wird für die Vernetzung vorgeschlagen?

Als wesentliche Perspektive wird die Einführung eines „Übergangsmanagers“ vorgeschlagen, der die Kooperation zwischen Jugendstrafvollzug und Bewährungshilfe koordiniert und behördenübergreifend agiert.

Wie spielt der Datenschutz eine Rolle bei der Vernetzung?

Der aktuelle bürokratische Aufwand durch die Notwendigkeit von Schweigepflichtentbindungen bei jedem Einzelfall stellt eine Barriere dar; es wird eine gesetzliche Modifizierung bzw. Berichtspflicht angeregt, um den Informationsaustausch zu erleichtern.

Excerpt out of 67 pages  - scroll top

Details

Title
Übergangsmanagement als "Missing Link" zwischen Jugendstrafvollzug und Bewährungshilfe
College
Catholic Academie Benediktbeuern
Grade
1,3
Author
Maximilian Klopf (Author)
Publication Year
2013
Pages
67
Catalog Number
V1297438
ISBN (PDF)
9783346765314
ISBN (Book)
9783346765321
Language
German
Tags
übergangsmanagement missing link jugendstrafvollzug bewährungshilfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Klopf (Author), 2013, Übergangsmanagement als "Missing Link" zwischen Jugendstrafvollzug und Bewährungshilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1297438
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