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Die Bedeutung des Geldes in der modernen Volkswirtschaft. Chancen und Risiken des bargeldlosen Zahlungsverkehrs

Titel: Die Bedeutung des Geldes in der modernen Volkswirtschaft. Chancen und Risiken des bargeldlosen Zahlungsverkehrs

Bachelorarbeit , 2021 , 49 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Edmond Hakobyan (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die nachfolgende Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Bargeldes in unserer modernen Volkswirtschaft und thematisiert die Chancen und Risiken eines bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Diese Arbeit setzt sich im Kern mit einer möglichen Bargeldabschaffung auseinander. Da die Abschaffung des Bargeldes weitaus mehr Folgen aufweist als die verantwortlichen Institutionen vorgeben, ist eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Thematik notwendig.

Zu Beginn der Arbeit werden im zweiten Kapitel geldtheoretische Grundlagen thematisiert und skizziert. Dazu wird zunächst der Begriff Geld definiert. Anschließend werden die Entstehung und der geschichtliche Verlauf des Geldes dargestellt. Danach werden die Unterschiede zwischen Bar- und Buchgeld aufgezeigt. Für das Verständnis, wie Geld geschöpft und in den Wirtschaftskreislauf implementiert wird, setzen sich Kapitel 2.4 und 2.5 mit der Rolle der europäischen Zentralbank sowie dem Geldschöpfungsprozess auseinander. Das dritte Kapitel gibt einen Ausblick auf bereits etablierte bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten. Den Schwerpunkt dieser Arbeit erfassen Kapitel vier und fünf. Zunächst werden im vierten Kapitel die möglichen Chancen eines bargeldlosen Zahlungsverkehrs dargestellt. Die vier Unterpunkte analysieren die wichtigsten Argumente, die für eine Bargeldabschaffung sprechen. Dazu zählen: Die Durchsetzung expansiver geldpolitischer Maßnahmen, die Chance, schneller und kostengünstiger mit alternativen Zahlungsmitteln zu bezahlen, die Vermeidung eines Bankensturmes und die Bekämpfung der Schattenwirtschaft.

Den Chancen stehen im Kapitel fünf die Risiken einer Bargeldabschaffung gegenüber. Zu Beginn des Kapitels fünf wird die Theorie des "Pain of Paying" beschrieben. Als nächstes werden die Bevölkerungsgruppen vorgestellt, die durch ausschließliche bargeldlose Zahlungsverfahren benachteiligt werden. Des Weiteren wird der Datenmissbrauch und die Beschränkung bürgerlicher Freiheiten thematisiert, die eine mögliche Bargeldabschaffung mit sich bringt. Zum Schluss werden mögliche Alternativen aufgeführt, die das Bargeld ersetzen könnten. Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse dieser Arbeit zusammenfassend festgehalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geldtheoretische Grundlagen

2.1. Historischer Rückblick: Geld im Wandel der Zeit

2.2. Die Funktion des Geldes

2.3. Bargeld und Buchgeld im Vergleich

2.4. Die Rolle der Europäischen Zentralbank

2.5. Der Geldschöpfungsprozess

3. Bargeldloser Zahlungsverkehr

3.1. Möglichkeiten im bargeldlosen Zahlungsverkehr

3.2. Schweden als Vorreiter

4. Chancen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs

4.1. Durchsetzung einer expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank

4.2. Reduktion von Transaktionskosten und Transaktionszeiten

4.3. Senkung des Risikos eines Bankensturms

4.4. Bargeldabschaffung - Mittel gegen die Kriminalität

5. Risiken des bargeldlosen Zahlungsverkehrs

5.1. Das Phänomen des „Pain of Paying“

5.2. Die Verlierer im bargeldlosen Zahlungssystem

5.4. Alternative Währungsformen

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ökonomische Bedeutung des Bargeldes in der modernen Volkswirtschaft und analysiert kritisch die Chancen sowie Risiken eines vollständigen Übergangs zu einem bargeldlosen Zahlungsverkehr im Hinblick auf Geldpolitik, Kriminalitätsbekämpfung und gesellschaftliche Auswirkungen.

  • Historische Entwicklung und Funktionen des Geldes
  • Möglichkeiten und Vorteile bargeldloser Zahlungssysteme
  • Einfluss einer Bargeldabschaffung auf Geldpolitik und Transaktionskosten
  • Risiken wie Datenmissbrauch, Erosion der Privatsphäre und soziale Ausgrenzung

Auszug aus dem Buch

2.2. Die Funktion des Geldes

Das wichtigste Organisationsmittel in der modernen Volkswirtschaft ist das Geld. Dies wird anhand der unterschiedlichen Funktionen des Geldes deutlich. Dabei wird zwischen drei primären Funktionen unterschieden: Tausch- und Zahlungsmittelfunktion, Recheneinheit/Wertmaßstab und Wertaufbewahrungsfunktion. Geld in der Rolle des allgemein anerkannten Tausch- und Zahlungsmittels ermöglicht den Kauf eines beliebigen Gutes oder einer Dienstleistung, ohne gleichzeitig ein anderes Gut oder eine Dienstleistung anbieten zu müssen (Moritz, 2013, S. 6). Somit fungiert das Geld als Zwischentauschmittel und vereinfacht den Handel (Greitens, 2019, S. 96). Daraus resultieren geringe Transaktions- und Informationskosten, da der ineffiziente direkte Tausch von Gütern entfällt. Diese besondere Funktion des Geldes ist in der heutigen modernen Volkswirtschaft, die durch Arbeitsteilung gekennzeichnet ist, nicht mehr wegzudenken (Jarchow, 2010, S. 1).

Neben der Zahlungsfunktion nimmt das Zwischentauschmittel ebenfalls eine Rechenfunktion ein. Die Einführung einer Recheneinheit ermöglicht es, den Wert aller Güter, Dienstleistungen, Forderungen und Verbindlichkeiten in einem allgemeinen Referenzwert auszudrücken und diese miteinander vergleichbar zu machen (Moritz, 2017, S.7). Wenn diese Recheneinheit in der Tauschwirtschaft nicht existieren würde, müssten die Tauschpartner die Tauschverhältnisse immer wieder neu festlegen (Deutsche Bundesbank, 2019, S. 10).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Debatte zur Bargeldabschaffung unter Berücksichtigung technischer Innovationen und der Dynamik durch die Corona-Pandemie.

2. Geldtheoretische Grundlagen: Definitorische Einordnung des Geldes, seine historische Entwicklung sowie die Rollen von Europäischer Zentralbank und Geldschöpfungsprozess.

3. Bargeldloser Zahlungsverkehr: Überblick über etablierte moderne Zahlungsmethoden und die Rolle Schwedens als Vorreiter bei der Digitalisierung des Zahlungsverkehrs.

4. Chancen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs: Analyse der potenziellen Vorteile durch expansive Geldpolitik, Transaktionskostenreduktion, Bankensturmschutz und Kriminalitätsbekämpfung.

5. Risiken des bargeldlosen Zahlungsverkehrs: Untersuchung der Gefahren durch den „Pain of Paying“, systemische Benachteiligung bestimmter Gruppen sowie Gefährdung von Datenschutz und bürgerlicher Freiheit.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung, dass Bargeld trotz digitaler Trends unverzichtbar bleibt, und Ausblick auf künftige Entwicklungen im Währungssystem.

Schlüsselwörter

Bargeld, bargeldloser Zahlungsverkehr, Europäische Zentralbank, Geldschöpfung, Transaktionskosten, Schattenwirtschaft, Kriminalitätsbekämpfung, Pain of Paying, Datenschutz, Digitale Währungen, Finanzstabilität, EZB, Giralgeld, Informationelle Selbstbestimmung, Bargeldabschaffung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema der Bachelorarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Bargeldes in der modernen Volkswirtschaft und analysiert, welche Auswirkungen eine vollständige oder teilweise Abschaffung des Bargeldes auf die Gesellschaft und das Finanzsystem hätte.

Welche Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit deckt geldtheoretische Grundlagen, die Funktionsweise von Zentralbanken, die Chancen (z.B. Effizienz) und Risiken (z.B. Datenschutz, soziale Ausgrenzung) des bargeldlosen Zahlungsverkehrs sowie alternative Währungsformen ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Auseinandersetzung mit der zunehmenden Bargeldabschaffung, um aufzuzeigen, dass Bargeld für die Freiheit und Stabilität einer Gesellschaft eine tragende, bisher unverzichtbare Rolle spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung wirtschaftsstatistischer Daten und der Diskussion ökonomischer Modelle (wie IS-LM-Modell) zur Veranschaulichung der Argumente von Bargeldbefürwortern und -gegnern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen detailliert die verschiedenen Chancen und Risiken analysiert, wobei technische Aspekte, kriminologische Aspekte sowie die Auswirkungen auf verschiedene Bevölkerungsgruppen im Fokus stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Bargeld, monetäre Stabilität, Datenschutz, Schattenwirtschaft, Geldschöpfung und die Rolle der Europäischen Zentralbank.

Warum wird Schweden als Fallbeispiel genannt?

Schweden dient als Vorreiter des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, an dem die Auswirkungen einer weitgehenden Bargeldabschaffung auf den Alltag und die Kriminalität (insbesondere den Anstieg bei Kartenbetrug) exemplarisch illustriert werden.

Was ist das „Pain of Paying“-Konzept?

Es beschreibt das psychologische Phänomen, dass beim Bezahlen mit Bargeld ein stärkerer Schmerzempfinden vorliegt als bei anonymen elektronischen Zahlungsmitteln, was bei bargeldlosen Systemen zu einem impulsiveren Konsumverhalten führen kann.

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Details

Titel
Die Bedeutung des Geldes in der modernen Volkswirtschaft. Chancen und Risiken des bargeldlosen Zahlungsverkehrs
Hochschule
Universität Paderborn
Note
1,7
Autor
Edmond Hakobyan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
49
Katalognummer
V1297517
ISBN (PDF)
9783346796035
ISBN (Buch)
9783346796042
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bargeld Schattenwirtschaft Digitalisierung Fiskalpolitik Geldpolitik Chancen Risiken Zahlungsverkehr
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Edmond Hakobyan (Autor:in), 2021, Die Bedeutung des Geldes in der modernen Volkswirtschaft. Chancen und Risiken des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1297517
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Leseprobe aus  49  Seiten
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