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Riemann-Thomann-Modell. Soziale Arbeit und Wirtschaft

Title: Riemann-Thomann-Modell. Soziale Arbeit und Wirtschaft

Term Paper , 2018 , 11 Pages , Grade: 1

Autor:in: Cindy Rosenthal (Author)

Social Work
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Geschäftsprozesse, die den Betrieb auf einer stark abstrahierten Ebene darstellen, können ihre Funktionalität entfalten, wenn die Menschen als Glieder einer Organisation vollumfänglich mit ihren Stärken, Charakteristika und Ressourcen eingebunden werden. Hierfür bedarf es der Betrachtung des Menschen mit seinen Fähigkeiten, seinen Bedürfnissen oder Ängsten.
Anhand einer kurzen Vorstellung des Riemann-Thomann-Modells soll diese Arbeit erklären, wie dieser betriebswirtschaftliche, die Organisation formende, Anspruch in Sozialen Organisationen gelingen kann. Anschließend wird in Kombination mit dem Modell nach Riemann-Thomann sowie anhand von Praxisbeispielen einer Sozialen Organisation auf mikropolitische Prozesse innerhalb einer Organisation eingegangen.
Denn Störungen von Geschäftsprozessen finden oftmals ihre Ursache in der praktischen Ausführung. Daher ist es von besonderer Bedeutung, einen ganzheitlichen Betrachtungsansatz einer Organisation unter der Berücksichtigung des arbeitenden Individuums zu betrachten und zu verstehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Riemann-Thomann-Modell

3. Die Mikropolitik der Sozialen Organisation erklärt am Riemann-Thomann-Modell

3.1 Was ist Organisation, wer macht Organisation?

3.2 Mikropolitik macht Organisation

3.3 Die Organisation macht nichts

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Zusammenspiel zwischen formalen betriebswirtschaftlichen Strukturen und der informellen Ebene innerhalb sozialer Organisationen. Basierend auf der These „Menschen machen Organisationen“ wird analysiert, wie das Riemann-Thomann-Modell genutzt werden kann, um mikropolitische Prozesse besser zu verstehen und die Zusammenarbeit sowie Effizienz innerhalb von Organisationen zu optimieren.

  • Anwendung des Riemann-Thomann-Modells auf soziale Organisationen
  • Untersuchung der informellen Organisationskultur
  • Rolle der Mikropolitik bei der Entstehung von organisationalen Störungen
  • Einfluss individueller Persönlichkeitsmerkmale auf die Teamleistung
  • Bedeutung der Führungskompetenz unter Berücksichtigung menschlicher Bedürfnisse

Auszug aus dem Buch

3.2 Mikropolitik macht Organisation

Dass die neue Sozialarbeiterin ständig bei der Chefin im Büro sitzt und gleichzeitig wenig Flexibilität zeigt, nimmt nicht nur Frau M. wahr. Während bereits der eingeschworene Kaffeekreis um Frau W. die neue Kollegin auswertet, wundert sich Frau D. immer noch, wieso die neue Kollegin nicht mal schnell Kopien machen kann. Sie möchte mit ihr nicht viel zu tun haben, Arbeit ist ja Arbeit, aber dass man eine Kopiernummer vom Sportlehrer Herrn W. bekommt, dass müsste man doch nach 4 Wochen wissen, selbst wenn das nirgends steht. Viele Abläufe funktionieren nun nicht mehr, die mit der früheren Kollegin prima abgesprochen und erprobt waren. Man ist über die Jahre zusammengewachsen das steht in keiner dienstlichen Festlegung.

Eine kritische Distanz zu organisationstheorethischen Perspektiven, die ähnliche politische Konzepte verfolgen, wie etwa zu älteren Herangehensweisen der Systemtheorie, kontingenztheoretisch oder kontrolltheoretisch fokussierte betriebswirtschaftliche Führungskonzepte, können es ermöglichen, in einer Sozialen Organisation zu erkennen, warum ein organisationaler Prozess auf eine definierte Art abgelaufen ist und wie er abgelaufen ist. Warum sind bestimmte Strukturen in der Sozialen Organisation entstanden? Wer steuert, was Organisationen tun? Wer macht Organisation? Mit diesen grundlegenden Fragen beschäftigt sich die Thematik der Mikropolitik. Möchte man an der These „Menschen machen Organisationen“ arbeiten, dann ist Mikropolitik, in Kombination mit Riemann-Thomann eine essenzielle Erklärung darüber, wie Organisationen informell geformt werden.

Mikropolitik thematisiert weniger den betriebswirtschaftlichen Zwang technischer, ökonomischer, systemischer Verhältnisse oder Zweckrationalität durch den formalen Organisationsherren, sondern vielmehr die Glieder der Organisation, also die Menschen, die in ihr arbeiten, miteinander in Beziehung treten, gegeneinander oder miteinander Handeln. Der Fokus unter dem Aspekt der Mikropolitik wird konkret auf die beteiligten AkteurInnen und deren Rollen in der Organisation gelenkt. (vgl. Alt 2001 S 285 ff)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit, Mitarbeiter mit ihren individuellen Bedürfnissen ganzheitlich zu betrachten, um eine reibungslose Funktionalität innerhalb von Geschäftsprozessen zu gewährleisten.

2. Riemann-Thomann-Modell: Dieses Kapitel stellt die vier Grundstrebungen des Tiefenpsychologen Fritz Riemann vor, die helfen, die unterschiedlichen Persönlichkeitsprofile und damit verbundenen Ängste von Mitarbeitern zu systematisieren.

3. Die Mikropolitik der Sozialen Organisation erklärt am Riemann-Thomann-Modell: Dieses Hauptkapitel untersucht das Zusammenspiel von formalen Strukturen und informeller Mikropolitik anhand konkreter Fallbeispiele in sozialen Einrichtungen.

3.1 Was ist Organisation, wer macht Organisation?: Hier wird die Abgrenzung zwischen der formalen, strukturellen Organisation und der informellen, zwischenmenschlichen Realität diskutiert.

3.2 Mikropolitik macht Organisation: Es wird analysiert, wie informelle Allianzen und zwischenmenschliche Interaktionen die tatsächliche Struktur und Leistungsfähigkeit einer Organisation bestimmen.

3.3 Die Organisation macht nichts: Dieses Kapitel verdeutlicht, dass Organisationen keine agierenden Entitäten sind, sondern erst durch das Handeln ihrer Mitglieder mit Leben und Struktur gefüllt werden.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass erfolgreiche Mitarbeiterführung in sozialen Organisationen eine Verbindung aus betriebswirtschaftlicher Effizienz und einem tiefen Verständnis für die persönlichen Bedürfnisse der Akteure erfordert.

Schlüsselwörter

Soziale Organisation, Mikropolitik, Riemann-Thomann-Modell, Organisationsentwicklung, Führung, Grundstrebungen, informelle Organisation, Mitarbeiterführung, Arbeitsabläufe, Betriebswirtschaft, Organisationsstruktur, Individuum, Konfliktmanagement, Soziale Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel von formalen Organisationsstrukturen und der informellen, zwischenmenschlichen Ebene in sozialen Einrichtungen unter Einbeziehung des Riemann-Thomann-Modells.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Mikropolitik, Organisationspsychologie, Führung in sozialen Organisationen und den psychologischen Grundstrebungen menschlichen Verhaltens am Arbeitsplatz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Führungskräfte durch das Verständnis der individuellen Bedürfnisse von Mitarbeitern informelle Prozesse positiv gestalten und so die betriebswirtschaftliche Funktionalität sichern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch das Riemann-Thomann-Modell sowie der mikropolitischen Theorie, die durch praxisnahe Fallbeispiele aus dem Schulalltag illustriert und analysiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird analysiert, wie die informelle Organisationskultur die formale Struktur überlagert oder beeinflusst und wie soziale Interaktionen zur Dysfunktionalität führen können, wenn sie nicht beachtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mikropolitik, Riemann-Thomann-Modell, informelle Organisation und Soziale Arbeit geprägt.

Warum spielt das Riemann-Thomann-Modell eine zentrale Rolle für die Autorin?

Es dient als Analyseinstrument, um komplexe zwischenmenschliche Dynamiken – wie Nähe- und Distanzbedürfnisse – in beruflichen Teams sichtbar zu machen und dadurch besser steuerbar zu gestalten.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zum Begriff „Organisation“?

Die Autorin folgert, dass Organisationen keine eigenständigen Akteure sind, sondern lediglich durch das Handeln und die Beziehungen der darin tätigen Menschen existieren und gestaltet werden.

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Details

Title
Riemann-Thomann-Modell. Soziale Arbeit und Wirtschaft
College
University of Applied Sciences Potsdam  (FH Potsdam)
Grade
1
Author
Cindy Rosenthal (Author)
Publication Year
2018
Pages
11
Catalog Number
V1297774
ISBN (PDF)
9783346759696
Language
German
Tags
riemann-thomann-modell soziale arbeit wirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cindy Rosenthal (Author), 2018, Riemann-Thomann-Modell. Soziale Arbeit und Wirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1297774
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