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Die Lateinamerikanisierung der USA. Geschichtliche Hintergründe und kulturelle, ökonomische und politische Auswirkungen auf die amerikanische Gesellschaft

Titel: Die Lateinamerikanisierung der USA. Geschichtliche Hintergründe und kulturelle, ökonomische und politische Auswirkungen auf die amerikanische Gesellschaft

Bachelorarbeit , 2010 , 35 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Amerikanistik - Kultur und Landeskunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht zunächst die geschichtlichen Hintergründe der Lateinamerikanisierung der USA und deren Auswirkungen auf die US-amerikanische Gesellschaft in kultureller, ökonomischer und politischer Hinsicht. Anschließend kommt es zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der von Huntington proklamierten These über die hispanischen und im Besonderen mexikanischen Immigranten und deren Auswirkung auf die US-amerikanische nationale Identität. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die aktuellen Entwicklungen der Einwanderungsdebatte näher betrachtet. Abschließend wird eine Prognose der Entwicklung der hispanischen Einwanderer innerhalb der US-amerikanischen Gesellschaft aufgestellt.

Das Profil der Einwanderung in die USA hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert und somit auch die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung. Stammten 1960 noch über 75 Prozent aller Einwanderer aus Europa, sind es inzwischen nur noch 16 Prozent. Heute kommt über die Hälfte der Migranten aus Lateinamerika, und die sogenannten "Hispanics" bilden noch vor den "African-Americans" die größte ethnische Minderheit in den USA.

Ihre wachsende Zahl hat zahlreiche Folgen für das Land. Die "Lateinamerikanisierung" der USA verändert nicht nur das Selbstverständnis der US-amerikanischen Gesellschaft, der gesellschaftliche Wandel schlägt sich auch im Alltagsleben, in der Kulturszene und der Politik des Landes nieder. So hat das ökonomische, politische und kulturelle Gewicht der hispanischen Bevölkerung in den USA über die Jahrzehnte rasant zugenommen, was sich insbesondere an der virulenten Diskussion um die richtige Integrationspolitik und aktuell bei den landesweiten Protesten gegen die umstrittene Anti-Migrations-Gesetzgebung in Arizona gezeigt hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Thema der Arbeit

1.2 Fragestellung

1.3 Forschungsstand

2. Hispanische Immigration in die USA

2.1 Die „neue Immigration“ nach 1965

2.2 Ausgewählte Herkunftsländer der Hispanics

2.2.1 Mexikanische Immigration

2.2.2 Puerto-Ricaner und Kubaner

2.3 Hispanics: zur Begriff- und Identitätsfrage

3. Auswirkungen der Lateinamerikanisierung auf die US-amerikanische Gesellschaft

3.1 Spanisch im US-amerikanischen Alltag

3.2 Wirtschaftsfaktor Hispanics: Arbeitsmarkt und Remittances

3.3 Der wachsende Einfluss des Voto Latino in der US-amerikanischen Politik

4. Samuel P. Huntington: Die hispanische/mexikanische Herausforderung

4.1 Entwicklung des nationalen Selbstverständnis

4.2 Mexikanische Immigration als Angriff auf die amerikanische Identität

4.3 Huntington und Herder: Kulturalismus im Eintakt

4.4 Huntingtons fehlende empirische Untermauerung

4.5 Kritik an Huntingtons Thesen

5. Aktuelle Entwicklungen in der Einwanderungsdebatte

5.1 Verhärtete Fronten im defekten System

5.2 Entwicklungen seit dem 11.September 2001

5.3 Arizona-SB 1070: aktuelles Fallbeispiel mit Symbolcharakter

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die geschichtlichen Hintergründe der sogenannten "Lateinamerikanisierung" der USA sowie deren vielschichtige Auswirkungen auf die US-amerikanische Gesellschaft. Dabei wird analysiert, wie sich die demografische Verschiebung in kultureller, ökonomischer und politischer Hinsicht niederschlägt und wie diese Prozesse, insbesondere aus der Perspektive von Samuel P. Huntington, kritisch diskutiert werden.

  • Historische Entwicklung der hispanischen Immigration seit 1965
  • Kulturelle und sprachliche Auswirkungen auf den US-Alltag
  • Ökonomische Bedeutung von Hispanics für den Arbeitsmarkt und Remittances
  • Politische Relevanz des "Voto Latino"
  • Kritische Auseinandersetzung mit der These der Bedrohung der amerikanischen Identität

Auszug aus dem Buch

2.1 Die „neue Immigration“ nach 1965

Die so genannte new immigration von überwiegend nicht-europäischen Einwanderern begann 1965 mit der Verabschiedung des Immigration and Nationality Act, der das bis dahin vorherrschende System der Länderquoten abschaffte und neben dem Schutz der Familie die Präferenzen unterschiedlicher Wirtschaftssektoren ins Zentrum der Zulassungspolitik rücken sollte.

Die vorherige, rassistische Quotierung, die gezielt Einwanderer aus Süd- und Osteuropa ferngehalten hatte, war in der politischen Stimmung der von sozialen Bürgerrechtsbewegungen geprägten 1960er in den USA zunehmend in Verruf geraten (Waldinger 1989:212).

Hatte man bei der Gesetzesentwicklung in der US-Migrationspolitik bisher vor allem den Schwerpunkt auf die Familienzusammenführung europäischer Familien gelegt, stellte sich allerdings schon bald eine nicht erwartete chain migration ein, d.h. die Möglichkeit zur Familienzusammenführung wurde auch von anderen ethnischen Gruppen, vor allem von Asiaten und Latinos, genutzt (Zollberg 1999:79).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der demografischen Transformation der USA und die damit verbundene gesellschaftspolitische Debatte.

2. Hispanische Immigration in die USA: Darstellung der historischen Entwicklung und statistischen Zusammensetzung der Einwanderung aus lateinamerikanischen Ländern seit 1965.

3. Auswirkungen der Lateinamerikanisierung auf die US-amerikanische Gesellschaft: Analyse der sozioökonomischen und politischen Folgen der Präsenz hispanischer Gemeinschaften in den USA.

4. Samuel P. Huntington: Die hispanische/mexikanische Herausforderung: Kritische Auseinandersetzung mit Huntingtons Thesen zur Bedrohung der anglo-amerikanischen Identität.

5. Aktuelle Entwicklungen in der Einwanderungsdebatte: Diskussion der verschärften Einwanderungspolitik und exemplarische Betrachtung gesellschaftlicher Konfliktlinien.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der langfristigen Auswirkungen der lateinamerikanischen Einwanderung auf die amerikanische Identität und Nation.

Schlüsselwörter

Hispanics, Immigration, USA, Lateinamerikanisierung, Identität, Integration, Samuel P. Huntington, Remittances, Voto Latino, Einwanderungsdebatte, Demografie, Multikulturalismus, Arizona-SB 1070

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die „Lateinamerikanisierung“ der USA, also den tiefgreifenden demografischen Wandel durch eine wachsende hispanische Bevölkerung und die daraus resultierenden gesellschaftlichen sowie politischen Diskurse.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Migrationsgeschichte, der sprachlichen und wirtschaftlichen Integration, dem wachsenden politischen Einfluss der Latinos sowie der theoretischen Debatte um die amerikanische nationale Identität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der hispanischen Immigration kritisch zu beleuchten, aktuelle politische Herausforderungen zu identifizieren und die weit verbreitete These der kulturellen Bedrohung wissenschaftlich einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine sozialwissenschaftliche Analyse, die den aktuellen Forschungsstand und theoretische Ansätze, insbesondere die von Samuel P. Huntington, auf der Basis vorhandener demografischer und sozioökonomischer Daten diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Migrationswellen, die Analyse ökonomischer und sprachlicher Einflüsse, eine fundierte Auseinandersetzung mit huntingtonschen Thesen zur kulturellen Destabilisierung sowie eine Betrachtung der aktuellen politischen Lage rund um Einwanderungsgesetze.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Hispanics", "Immigration", "Identitätsschutz", "Migrationspolitik" und "kulturelle Integration".

Welche Rolle spielt Samuel P. Huntington in der Arbeit?

Huntington wird als ein Hauptvertreter einer migrationskritischen Position untersucht, dessen Thesen zur Gefährdung der angelsächsisch-protestantischen Identität detailliert widerlegt bzw. in den Kontext historischer und soziologischer Kritik gestellt werden.

Warum wird das Fallbeispiel "Arizona-SB 1070" angeführt?

Dieses Gesetz dient als aktuelles, symbolträchtiges Beispiel für die verhärteten Fronten in der US-amerikanischen Einwanderungsdebatte und die Bemühungen einzelner Bundesstaaten, selbstständig gegen irreguläre Zuwanderung vorzugehen.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Lateinamerikanisierung der USA. Geschichtliche Hintergründe und kulturelle, ökonomische und politische Auswirkungen auf die amerikanische Gesellschaft
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,6
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
35
Katalognummer
V1297838
ISBN (PDF)
9783346761941
ISBN (Buch)
9783346761958
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lateinamerikanisierung geschichtliche hintergründe auswirkungen gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2010, Die Lateinamerikanisierung der USA. Geschichtliche Hintergründe und kulturelle, ökonomische und politische Auswirkungen auf die amerikanische Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1297838
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Leseprobe aus  35  Seiten
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