Predigtarbeit zu Lukas 21, 25-33


Seminararbeit, 2007

21 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Erste Begegnung mit dem Text

2. Historisch-theologisches Textverständnis

3. Gegenwartshermeneutik

4. Systematisch-theologische Reflexion

5. Aufbau/Gliederung der Predigt
5.1. Bemerkungen zum Gottesdienst

6. Predigt

Literaturverzeichnis

Anhang
1. Übersetzung zu Lk 21,25-33
2. Liturgie des Gottesdienstes

1. Erste Begegnung mit dem Text

Der Text ruft apokalyptische Szenen vor Augen.[1] Ich fühlte mich sofort erinnert an Situatio­nen, in denen heute davon die Rede ist, dass ein Weltende bevorsteht, zumindest eine Wende der Welt oder auch ein Weltuntergang. Immer mal wieder begegnen mir Menschen, die über­zeugt davon sind, dass in „ganz kurzer Zeit“ ein solches Weltende eintreten wird, die sich auf ganz unterschiedliche Weise darauf vorbereiten und versuchen, auch andere von der Dring­lichkeit solcher Vorbereitungen zu überzeugen. Solche Gespräche können mich entweder ver­unsichern und beunruhigen oder verärgern, manchmal auch eher belustigen. Oft weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Beim Lesen des Predigttextes stellte sich mir die Frage, was dieser nicht ganz 2000 Jahre alte Text denn für uns heute noch bedeuten kann, wenn es doch zunächst so offensichtlich ist, dass „dieses Geschlecht“ das Eintreten von Jesu Ankündigung nicht erlebt hat und es bis heute nicht geschehen ist. Könnte man ihn nicht einfach ad acta le­gen wie viele andere „Weltendeprophezeiungen“ der Vergangenheit auch?

Ich denke hier auch an Naturkatastrophen, Erdbeben und Waldbrände, die Menschen zur Flucht zwingen. Ebenso kommen mir die Kriege und Konflikte zwischen Völkern, Nationen und Volksgruppen in den Sinn, wie auch der islamistische Terrorismus.

Gleichzeitig vermittelt der Text im Verlauf auch Hoffnung (V27ff). Diese hat im Text eine durchaus eschatologische Konnotation. Mir scheint, dass in der vorliegenden Predigtperikope der Schwerpunkt auf den zuletzt genannten Aspekten liegt, dem Kommen des Reiches Gottes bzw. des Menschensohnes. Für Jesu Zeitgenossen und die frühe Christenheit war das eine wichtige Erwartung, wie auch Paulus davon schreibt (z. B. 1 Thess 5,2). Aber wie wach ist diese Erwartung für uns heute? Ist sie in der Gemeinde noch wach? Unsere Realität sieht doch anders aus. Schreckensmeldungen erreichen uns zumeist über die Medien, oft aus anderen Ländern. Persönliche Einbrüche gibt es natürlich auch bei uns hier, aber verbinden wir diese mit dem, was im Text gesagt wird? Hoffen wir wirklich noch, wenn wir beten: „Dein Reich komme.“ oder ist es nur eine Phrase? In der Einteilung der Perikope wirkt V28 wie ein Schlüssel. Es gilt nicht, sich mit den Widrigkeiten unserer Zeit abzufinden, sondern aufmerk­sam zu sein und zu hoffen, dass Gott erlösend wirkt.

2. Historisch-theologisches Textverständnis

Die Perikope Lk 21,25-33[2] ist Teil der (synoptischen) Apokalypse (Lk 21,5-36; vgl. Mk 13, 1­32[3] ; Mt 24,1-36)[4] Diese „Rede“ gehört zum dritten Hauptteil des Evangeliums, Jesu Wirken in Jerusalem (Lk 19,29-24,53).[5] Lk folgt der Vorlage aus Mk 13,[6] [7] jedoch weist die lk Fassung gegenüber Mk Abweichungen und Korrekturen auf, die sich als lk Redaktion erklären las­sen.[8] Literarische Form und Stil weisen lk Eigenarten auf.[9] Die Entstehungszeit des 3. Evange­liums ist zwischen 70 n. Chr. und 90 n. Chr. anzusetzen. Seine Quellen sind Mk, Q und Son­dergut. Der Stammbaum Jesu beginnt, anders als bei Mt, mit Adam und zeigt eine universale Perspektive auf. Die Parusienaherwartung schwindet, was auf die „dritte Generation“ des Christentums hinweist[10], Lk 21,8 weist die Naherwartung sogar als Irrlehre zurück. Dies wi­derspricht dem Geschichtsbild Jesu und dem der ersten Christen, die mit der baldigen Wende rechneten.[11] Lk gibt die Parusieerwartung nicht auf, sondern kombiniert den ungewissen Zeit­punkt der Ankunft des Herrn mit dem Aufruf zur Geduld (Lk 8,15) und Wachsamkeit (Lk 12,35ff; 21,34.36). Erwehrt sich gegen eine Berechnung derParusie (17,20f; 19,11; 21,5-36). Die Perikope kann in vier Abschnitte gegliedert werden. 25-26 schildern die Vorzeichen des Kommens des Menschensohnes, 27-28 beschreiben dessen Kommen und eine Aufforderung an die auf ihn Wartenden. V29 führt eine neue Redeeinheit ein. Lk bleibt mit dem Gleichnis vom Feigenbaum aber im Rahmen der mk Vorlage und es gibt keinen gewichtigen Grund, die Verse 29-31 als eigenständig gegenüber dem Kontext zu betrachten. V32-33 schließen die Darstellung der Geschehnisse ab. Kernstück der Perikope ist V28, der das Endgeschehen als Beginn der Erlösung deutet.[12]

Die Predigtperikope setzt mit dem Hinweis auf Zeichen an den Gestirnen ein, deren Schilde­rung gegenüber der mk Vorlage (Mk 13,24) knapp zusammengefasst ist. Ebenso fehlt die Zeitangabe. Die Zeichen, die geschehen werden, sind für diejenigen, die über das Ende nach­denken (Lk 21,7).[13] Das hier verwendete Lexem συνοχή macht deutlich, dass die „...unheil­schwangere astrologische Konstellation, die die Menschen in Todesangst versetzen, nach Lu­kas der Parusie vorausgehen. Für die Christen ist das freilich kein Grund zur Furcht; denn sie wissen, dass solche Zeichen das Nahen ihrer Errettung anzeigen (Lk 21,28)“[14] Mit diesen Zeichen geht ein Brausen und Wogen des Meeres einher, das die Völker angesichts der συ νοχή verzagen lässt. Dieses Geschehen steht dem am Himmel gegenüber. Die bestehende Ord­nung der Schöpfung löst sich auf, wenn die Fesselung des Meeres, die zu Gottes Schöpfungs­werk gehört (Ps 65,8; 93,1-5; Hi 38,8-11), zerspringt.[15] Zudem ist dies ein apokalyptisches Motiv. Nach apokalyptischer Vorstellung hat das Chaos eine besondere Beziehung zu den Wassern des Meeres (Gen 1,9; Hi 38,8-11), die durch ihr Brausen und Tosen den Menschen Angst und Schrecken einjagen (Bar[syr] 25,1-4; 72,2; Ps 45,3f.7 LXX; vgl. Offb 21,1).[16] Lk konzentriert den Blick nicht auf kosmische Ereignisse, sondern auf das Geschick der Men­schen auf Erden, und zwar universal. Die Zukunft ist undurchschaubar und bedrohlich. Jene Ereignisse sind unvergleichlich schlimmer als die Schrecken der Verfolgungszeit (Lk 21,12ff).[17] Mit V27 ändert sich nun die Szenerie. Betont („Und dann“) wird nun angedeutet, dass diese Ereignisse nur Vorzeichen dafür waren, dass der Menschensohn kommt. Entgegen der mk Vorlage, erscheint er jetzt nur auf einer Wolke (vgl. Apg 1,9.11). Wolke im Singular weist auf das atl Motiv als Zeichen der Gegenwart und Herrlichkeit Gottes hin (Ex 19,16; 24,16; Num 11,25).[18] Hier steht Wolke im Singular im Zusammenhang vom Kommen des Menschensohnes[19] und greift auf Dan 7,13f zurück, wo Wolke allerdings im Plural gebraucht wird. Die Wendung „mit großer Kraft und Herrlichkeit“ rückt dieses Geschehen in die Nähe atl Theophanien. Der Menschensohn steht also im Machtfeld Gottes.[20] „Kommen“ ist termi­nus technicus, der an den eschatologischen Gerichtsakt JHWH's erinnert und auch der Parusie des Menschensohnes ihre Bestimmung gibt.[21] Der Gerichtsgedanke wird an dieser Stelle nicht entfaltet; er ist Lk aber auch nicht fremd.[22] Auf ebenjenes Geschehen hin folgt V28. Dem zu­vor geschilderten Angst und Bange sein der Menschen, von denen die Jünger nicht unterschie­den werden und also auch diese Furcht erleben, wird dieser Satz kontrastierend entgegenge­setzt. Zwar sehen nach V27 alle den Menschensohn kommen, aber die Erlösung wird nur den Hörern zugesagt, denn nun redet Jesus in der 2. Person Plural. Lk identifiziert den Kommen­den freilich als den Wiederkommenden Jesus Christus, denn in ihm hat Gott sein Volk erlöst (Lk 1,68f) und er ist der Erlöser der Völker (Lk 2,30f). Die nach Lk 6,22f Geschmähten um des Menschensohnes Namen willen, die verfolgte Gemeinde[23], wird nun Erlösung[24] erfahren. Sie wird von der übrigen Menschheit unterschieden. Ein Aufruf zur Freude schließt diesen Abschnitt ab. Der mk Vorlage folgend wird nun das Gleichnis vom Feigenbaum eingeführt. Lk gibt ihm eine neue Einleitung. Im Lukasevangelium münden längere Redekompositionen oft in ein Gleichnis (Lk 6,47-49; 7,31f u. ö.)[25] Es wird ein bekanntes Bild aus der Natur vor Augen geführt. Der zweifache Hinweis auf das Sehen ruft zum aufmerksamen Beobachten auf. Wie das Ausschlagen der Bäume im Prozess geschieht, so sind auch die geschilderten Er­eignisse ein Prozess auf dem Weg zur Königsherrschaft Gottes hin. Es ist in diesem Sinn ein Rückverweis auf V25f, denn mit dem Menschensohn kommt ja die Königsherrschaft Gottes. Das Gleichnis endet mit einer Paränese, die sachlich und stilistisch an V28 anknüpft. Die Zei­chen (V25) sollen richtig erkannt und gedeutet werden. Lk ersetzt die Wendung „wisst, dass er nahe vor den Türen ist“ (Mk 13,29) aus der mk Vorlage durch „ erkennt, dass die Königs­herrschaft Gottes nahe ist“. Damit verdeutlicht Lk, dass, wie das Ausschlagen der Bäume den Sommer ankündigt, die genannten Vorzeichen auf die Nähe der Gottesherrschaft hinweisen, was in diesem Zusammenhang das Kommen des Menschensohnes meint, der die Erlösung bringt.[26] Er nennt das apokalyptisch unbestimmte „es“ bei Mk ausdrücklich Königsherrschaft Gottes.[27] Das Gleichnis und die Mahnung verweisen nicht auf ein plötzliches Geschehen, son­dern auf die Gewissheit, dass es geschehen wird. So ermuntert Lk nicht zu Berechnungen, sondern zu wachem Beobachten und selbst Merken, was bevorsteht.[28] Mit V32f hält Lk sich nun exakt an die mk Vorlage, wobei er „...die dort enthaltene Aussage von der Verborgenheit der eschatologischen Stunde vor den Engeln und vor dem Sohn wohl aus christologischen Er­wägungen ausgelassen...“[29] hat. Das Amen-Wort unterstreicht diese Aussagen ausdrücklich. Schwierigkeiten bereitet die genaue Definition von „dieses Geschlecht“. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Menschheit im Allgemeinen zu beziehen, wie es auch in der For­schung vertreten wird.[30] So sicher, wie das Geschlecht der Menschen Bestand hat, so sicher ist es, dass all diese angekündigten Dinge geschehen werden und die Menschen das Heilsgesche­hen erleben werden. Gegenüber der mk Vorlage, die Naherwartung als Stetserwartung ver­steht, „...hat sich eine Sinnverschiebung ergeben, die der aktuellen Situation einer in dieser Zeit lebenden und der kommenden Welt verpflichteten Gemeinde Rechnung trägt.“[31] Bekräfti­gend wird die Perikope abgeschlossen. Wenn diese Welt vergehen wird, werden Jesu Worte weiterhin Bestand haben. „Seinen besonderen Sinn erhält das Logion durch das zuvor Gesagte und als prophetischer Abschluss der eschatologischen Rede.“[32] Noch einmal wird auf diese Weise die kommende Erfüllung des Gesagten verheißen.

Mit seiner Redaktion hat Lk den wesentlichen Teil der apokalyptischen Rede Jesu historisch fixiert. Im Übergang von V24 zu V25 liegt der entscheidende Schnittpunkt. Nach den Schilde­rungen der Schrecknisse knüpft V25 mit „Zeichen“ wieder an V11 an. Die vorher genannten Ereignisse werden in der Vergangenheit fixiert. Besonders deutlich wird dies an der Erwäh­nung der Zerstörung Jerusalems als vaticinium ex eventu, die Lk in die Apokalypse einarbei­tet.[33] Die Zerstörung und die vorher genannten Ereignisse sind Zeichen vom Himmel (Lk 21,11), also irdische Phänomene. Gegenüber diesen ist die Zeit der Parusie noch nicht gekom­men. Diese geht mit Zeichen am Himmel einher. Lk verzichtet dabei auf die mk Form „inje- nen Tagen“ und setzt mit einer futurischen Verbform ein, die anzeigt, dass die Parusie in der Zukunft liegt. Lk lässt es direkt offen, wann es soweit sein wird. Darum ruft er auch zur Wachsamkeit auf und so ist dieser Text wieder gegenwartsbezogen, zujeder Zeit.

Die Problematik der Parusieverzögerung bedarf einer eigenen kurzen Betrachtung. Hatten Je­sus und seine Zeitgenossen noch eine unmittelbare Naherwartung, ergab sich nach Jesu Tod und Auferstehung, besonders aber in der Zeit nach dem Tod der Apostel das Problem der aus­bleibenden Parusie. Diese Verzögerungsproblematik war die Voraussetzung für die Verschie­bung in die Stetserwartung bei Mk und die offene Erwartung bei Lk. So entsteht mit der Er­kenntnis der Verzögerung die Aufgabe, sich in Zeit und Raum zu orientieren. Hierdurch ist der Glaube vor die Frage gestellt, wie er seine ursprüngliche Beziehung auf das Eschaton be­haupten kann, obwohl er im historischen Raum von Welt und Leid zu leben gezwungen ist. So ist bei Lk die Kirche nach Apg 2,17 als in den letzten Tagen existierend verstanden. Dass Lk dabei in gewisser Weise historisierend ist, zeichnet ihn als Interpreten dieser Problematik aus. Trotz der Verschiebung der Parusie bleibt der Glaube er selbst, bleibt der Anspruch des Glaubens, das zu sein, was er ist: ein eschatologisches Phänomen.[34] Der heilsgeschichtliche Entwurf des Lukas „...bezeugt eindringlich und unwiderruflich das Daß des eschatologischen Geschehens, wie es ein für allemal im Jesusereignis und von daher abgeleitet im Wort der Kirche ständig neu sich realisiert.“[35]

Der Höhepunkt der Endereignisse liegt in der Parusie. Lk hat den Blick auf das Erleben dieser Geschehnisse auf die Menschen, genauer die Gemeinde gerichtet. Das Endzeitgeschehen ist deutlich von den historischen Ereignissen abgehoben, die vorher geschildert werden. Vers 26 führt den Blick von den Völkern auf die Menschen, die nicht wissen, was das alles zu bedeu­ten hat. Darum erleben sie schreckliche Furcht. Aber sie sterben nicht vor Furcht, denn sie se- henja nach V27 den Menschensohn kommen. Er ist der Erlöser, der den Hirten auf dem Feld angekündigt wurde (Lk 2,10f) und den Simeon als den Erlöser erkannt hat (Lk 2,30f). Die hier angewandte Terminologie macht zweierlei deutlich. Zum einen ist im „Kommen“ Gerichtster­minologie aufgenommen, wenn auch nicht entfaltet. Es muss aber angenommen werden, dass

[...]


[1] Apokalyptisch“ ist hier umgangssprachlich gebraucht, also nicht im theologischen Sinn zu verstehen.

[2] Die Übersetzung des Textes befindet sich im Anhang. Die Textkritik ergibt für die Homiletische Hausarbeit bzw. für die Predigt keine wichtigen Ergebnisse. Die abweichenden Handschriften, die im textkritischen Apparat des Nestle/Aland27 angeführt sind, berechtigen aufgrund der Regeln der Textkritik m.E. keine Änderung des vorliegenden Textes. Exegetische Details werden hier nur so weit dargestellt, wie sie für die Erarbeitung des Predigtgedankens wichtig sind.

[3] Zur Problematik der Traditionen der mk Vorlage siehe Schmithals, Das Evangelium nach Lukas, 200.

[4] Der Verfasser des 3. Evangeliums ist unbekannt. Zur Problematik siehe Schnelle, Einleitung, 284-288. Auf bibelkundliche und stilistische Besonderheiten des 3. Evangeliums werde ich nicht eigens eingehen, da dies über den Rahmen dieser Arbeit hinaus geht und zur Entwicklung des Predigtgedankens m. E. nichts beiträgt. Ich verweise hier auf Conzelmann/Lindemann, Arbeitsbuch, 338-343 und Schnelle, Einleitung, 284-296. Dies gilt auch für Fragen der Entstehung und der lk. Quellen und Traditionen, sofern sie nicht für das Verständnis von Lk 21,25-33 von Bedeutung sind. Ein genauer synoptischer Vergleich wird hier nur insofern vorgenom­men, als er für die Predigtarbeit und die Predigt selbst erforderlich ist.

[5] Vgl. Conzelmann/Lindemann, Arbeitsbuch, 339.

[6] A. a. O. 341.

[7] Siehe Schweizer, Das Evangelium nach Lukas, 207.

[8] Schmithals, Das Evangelium nach Lukas, 200; Ernst, Das Evangelium nach Lukas, 564.

[9] Reiser, Sprache und literarische Formen des Neuen Testaments, 51-55.

[10] Hier und im Folgenden vgl. Schnelle, Einleitung, 289f.

[11] Preuß/Berger, Bibelkunde 2, 238f.

[12] Ernst, Das Evangelium nach Lukas, 564.

[13] Vgl. ebd.

[14] Köster, ThWNT 7,885.

[15] Wiefel, Das Evangelium nach Lukas, 354, Anm. 2.

[16] Ernst, Das Evangelium nach Lukas, 564.

[17] Schmithals , Das Evangelium nach Lukas, 203.

[18] Vgl. Schweizer, Das Evangelium nach Lukas, 213.

[19] Der Titel Menschensohn ist höchst vielschichtig und kann hier nicht ausreichend erläutert werden. Diesem Wort liegt ein Aramaismus zugrunde, in welchem άνθρωπος allgemein für „Mensch“ steht. In der Zeit Jesu kann es ein Mensch, der Mensch oder jemand heißen. Das griechische υιός kann aber nur genealogisch verstanden werden. Die griechische Übersetzung des Aramaismus wurde z. T. als messianischer Titel interpretiert. In Dan 7,13 hat der Menschensohn Attribute JHWH's an sich gezogen. Die messianische Sicht des Menschensohnes, wie sie im NT vertreten ist, ist in der jüdischen Apokalyptik angelegt. Die Anspielungen auf Dan 7,13 im Munde Jesu werden zumeist als Eintragungen der Urgemeinde gesehen, mit denen Jesus sich dann selbst bezeichnet. Sie setzt Jesus mit dem messianisch betrachteten Menschensohn in eins, mit dessen Ankunft oben beschriebene Ereignisse verbunden werden. Mit dem Kommen des Menschensohnes wird auch das Gericht in Verbindung gebracht (Mt 25,31-46; 1 Kor 15,27f u. a.) Vgl. Colpe, ThWNT 8, 403-462.

[20] Vgl. Ernst, Das Evangelium nach Lukas, 564.

[21] Pesch, Naherwartungen, 170.

[22] Ernst, Das Evangelium nach Lukas, 565.

[23] In der Forschung wird weithin angenommen, dass hier nicht nur eine Verfolgung durch jüdische Gemeinden, sondern bereits eine Verfolgung der frühchristlichen Gemeinde durch den römischen Staat zu vermuten ist. Dies verschärft die Aussage von V27f.

[24] Das hier gebrauchte Lexem άπολυτρωσις wird ursprünglich für den Freikauf bzw. Loskauf von Sklaven oder Gefangenen gebraucht. Im NT wird es für die Erlösung verwendet. Das damit gemeinte Geschehen gründet entscheidend in der errettenden Tat Gottes zugunsten der Erlösungsbedürftigen. Es bezeichnet die Wirkung dieses Geschehen, das Erlöstsein. Erlösung ist eine eschatologische Heilstat Gottes, die der Glaubende durch Christus erhält. Vgl. Kertelge, EWNT 1, 331-334.

[25] Ernst, Das Evangelium nach Lukas, 567.

[26] Vgl. Kremer, Lukasevangelium, 207.

[27] Vgl. Schmithals, Das Evangelium nach Lukas, 203.

[28] Ebd.

[29] Wiefel, Das Evangelium nach Lukas, 354.

[30] Vgl. Schmithals, Das Evangelium nach Lukas, 203; Wiefel, Das Evangelium nach Lukas, 355; Schweizer, Das Evangelium nach Lukas, 214.

[31] Ernst, Das Evangelium nach Lukas, 568.

[32] A. a.0.569.

[33] Vgl. Strecker, Theologie des Neuen Testaments, 353.

[34] Vgl.a.a. 0.354.

[35] A. a.0.438.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Predigtarbeit zu Lukas 21, 25-33
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
21
Katalognummer
V129788
ISBN (eBook)
9783640359776
ISBN (Buch)
9783640359530
Dateigröße
567 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Predigtarbeit, Lukas
Arbeit zitieren
Michael Schuft (Autor), 2007, Predigtarbeit zu Lukas 21, 25-33, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129788

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Predigtarbeit zu Lukas 21, 25-33



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden